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Korrosionsschutz + Karosserieinstandsetzung  >>  Fahzeugentlackung KTL Beschichtung
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V-Cars
registrierter Benutzer
Brück



BeitragVerfasst am: So 14 Sep, 2014 19:07    Titel: Fahzeugentlackung KTL Beschichtung  

Hall kann jemand eine gute Firma entfehlen wie meinen E-Type chemisch entlackt,entrostet und dann Ktl beschichtet für einen halbwegs guten Preis
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jugendtraum
registrierter Benutzer
Stuttgart



BeitragVerfasst am: So 21 Sep, 2014 8:47    Titel: Tauchentlackung  

schau mal unter:

www.entlackungsfabrik.de
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Nichtschwimmer
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BeitragVerfasst am: Mo 12 Jan, 2015 20:11    Titel:  

Ich kann dir folgende Firmen empfehlen:

http://www.fzb-wagner.de/ktl-kathodische-tauchlackierung/ und http://www.entlackungszentrum-zweibruecken.de/. Die beiden Firmen arbeiten zusammen. Wichtig ist es folgende Reihenfolgen einzuhalten:

1. Entlacken/Entrosten,
2. Karossriearbeiten: schweißen, verzinnen, Blecharbeiten an der Außenhaut soweit dass Lackierer miut Feinspachteln beginnen kann, alle Anbauteile müssen angepasst sein, die Spaltmaße müssen stimmen
3. Nachentrosten
4. KTL

Alles andere führt bei größeren Restaurationen zu einem schlechtem Ergebnis und letztlich auch zu höheren Kosten. Wenn dir jemand was anderes erzählt, hat er keine Ahnung, keine Möglichkeit die Prozess anders zu gestalten oder will dich .... Was ich dir nicht empfehlen kann, die Karosserie- und Blecharbeiten nach der KTL zu machen - außer es ist nur ganz wenig zu machen.

Den Preis muss man im Verhältnis zu den Gesamtkosten der Restauration sehen. Da relativieren sich die Preisunterschiede der Anbieter sehr schnell.

Meine Erfahrung kommt aus der (privaten) Restauration meines Mercedes Ponton, der chemisch entlackt, entrostet und KTLt wurde. Die Karosserieabeiten habe ich überwiegend selbst gemacht. Seit einiger Zeit reizt mich der E-Type, weshalb ich mich hier angemeldet habe. Ich vermute mal, dass jundendtraum hinter der entlackungsfabrik steht.

Udo
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Wieseldiesel
registrierter Benutzer
EUDSSR



BeitragVerfasst am: Do 15 Jan, 2015 10:00    Titel:  

sorry ,doofe frage von mir- wie wird ein altes Auto "entrostet"-geht das überhaupt?
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Nichtschwimmer
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BeitragVerfasst am: Do 15 Jan, 2015 17:38    Titel:  

Ja das geht, im Tauchbad. Zuerst wird mit z.B. Natronlauge entlackt. Dabei geht auch der ganze Dreck, Unterbodenschutz mit weg - oder sollte es. Dann kommt die Karosserie zur Entrostung in ein bzw. mehrere Bäder mit Phosphorsäure und anderen Chemikalien. Zwischendurch wird sie immerwieder mit dem Dampfstrahler gereinigt, so dass auch wirklich alles weg ist. Der Erfolg liegt zum einen in der Chemie der einzelnen Bäder, in Vorbereitung (z.B. Löcher bohren aus denen die Luft der Hohräume entweichen oder die Soße ablaufen kann) und der Gewissenhaftigkeit der Arbeiten.

Das Ergebnis ist sensationell. Man bringt eine völlig verdreckte und verrostete Karosserie hin und bekommt eine saubere, blanke zurück. Der Rost ist weg. Da wo er, ist nichts mehr. Man sieht die Stukturen der Karosserie und ältere Schweißarbeiten sehr gut. Gegenüber dem Strahlen hat man folgende Vorteile: die Hohräume werden sofern die Flüssigkeit rein und wieder raus kann auch sauber. Es bleibt kein Strahlgut in den Hohlräumen, Falzen und Winkeln zurück. Das Blech rostet aufgrund der Phosphatierung auch nicht sofort. Man hat eine ideale Grundlage zum Schweißen.

Nachteile sind natürlich die Kosten und man muss das Auto komplett demontieren. Wirtschaftlich sinnvoll eigentlich nur für die Komplettrestauration hochwertiger Oldtimer. Ich habe aber auch VW Käfer und Opel Kadett gesehen, die so behandelt wurden.

Udo
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Wieseldiesel
registrierter Benutzer
EUDSSR



BeitragVerfasst am: Fr 16 Jan, 2015 7:17    Titel:  

Udo, danke für deine Erklärung.
An Phpsphorsäure hatte ich als Laie auch gedacht- aber dann gedanklich wieder verworfen, weil ich mir nicht vorstellen konnte
, wie man diese aus Spalten und Kapillaren wie z.B. dreifach übereinander gepunkteten Blechen je wieder rausbekommen soll.
Außerdem kann ich mir auch nicht vorstellen, daß die Natronlauge z.B. in schwellern dicke Wachsschichten wie z.B. MikeSanders
unterkriechen und auflösen soll-funktioniert das in der Praxis? Ich fürchte: wo einmal Rost war wird er bleiben oder wiederkommen.......
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Nichtschwimmer
Sponsor 2017
Mannheim



BeitragVerfasst am: Fr 16 Jan, 2015 9:38    Titel:  

Die Anbieter dieser Leistung rücken natürlich ihre letzen Geheimnisse und Tricks nicht raus. Ich habe viel dazu gelesen und mich mit Leuten die auf diesem Gebiet tätig sind unterhalten, so dass ich mir den Prozess halbwegs vorstellen kann. Das Entlackungsbad wird auch auf 80°C erwärmt. Bei meinem Auto war richtig dick Unterbodenschutz drauf, der völlig weg war. Bei der Entrostung wird mit Bädern unterschiedlicher Konzentration gearbeitet. Zum Schluß wird Phosphorsäure in niedriger Konzentration angewendet, was zu einer Phosphatierung der Oberfläche führt die einen Rostschutz darstellt. Weiterhin wird ein Inhibitor verwendet, der verhindert, dass das gesunde Metall angegriffen wird. Ob und wie zum Schluß noch einmal neutralisiert wird bzw. werden muss weiss ich nicht.

ich war selbst erstaunt, dass selbst in den gepunkteten Überlappungen und Falzen kein Rost mehr war. Ich habe ca 9 Monate an der blanken Karosserie herumgeschweißt und sich kein neuer Rost gebildet. Ich erkläre mir das durch die Phosphatierung und die trockene Garage. Den Tank hatte ich in einem etwas feuchtern Raum liegen. Er zeigt nach mittlerweile über einem Jahr leichten Oberflächenrost, so dass ich ihn noch mal behandeln lassen möchte.

Lediglich in einige Höhlräumen gab es pulverartige Rückstände, wo die Flüssigkeit nicht abfließen konnte. Diese waren gut zu entfernen. Nach der KTL (einschl. Nachentrostung) war nichts mehr übrig. Richtig Sinn macht die chemische Entrostung m.e. deshalb in Verbindung mit einer KTL (kathodische Tauchlackierung). Hier durchläuft die Karosserie eine Reihe unterschiedlicher Bäder. Zum Schluss wird die KTL eingebrannt. Die KTL-Beschichtung ist wesentlich resistenter als Lack oder Grundierung und ein sehr guter Korrosionsschutz. Als die Karosserie zurückam habe ich sie genaustens auch mir dem Endoskop untersucht. Es war nur eine Daumennagel große Stelle nachzuarbeiten. D.h. 100% ist die Beschichtung nicht, aber die kommt dem sehr nahe. Eine bessere Möglichkeit ist mir nicht bekannt.

Das soll sich nicht als Werbung für ein bestimmtes Verfahren anhören. Ich bin privater Olldtimerschrauber und berichte nur von meinen persönlichen Erfahrungen.

Udo
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jugendtraum
registrierter Benutzer
Stuttgart



BeitragVerfasst am: Sa 14 Feb, 2015 1:48    Titel:  

@Udo

ich denke es gibt eine Berechtigung warum man Karosserien in einem Gang entlackt, entrostet und gleich KTL beschichtet um anschließend die Karosseriearbeiten durchzuführen. Hier wird niemand verar... Und es führt auch nicht zu einem schlechten Ergebnis. Ich freue mich wenn Kunden die Entrostung 2x bezahlen und den Transport 2x (also 4x) auf sich nehmen. Allerdings können wir nach ca. 3000 Fahrzeugen in 11 Jahren zu dem Schluss kommen, dass selbst schwere Karosseriearbeiten nach KTL zu keinen wesentlichen Abstrichen führen, sondern eher der Flächenherstellung und Gesamtgüte förderlich sind.

Im Übrigen kann man das Thema Entlacken/Entrosten mittlerweile bei 5 Firmen, wir incl. einkaufen. KTL bleibt nachwievor ein Nadelör. Preislich gibt es sicherlich Unterschiede bis zu 30% .

Gute Alternative ist das Kunststoffstrahlen in Kombination Trockeneis/Glas/Chemie.

Und ja ich stecke hinter der Entlackungsfabrik..siehe auch Frontseite vom Jaguar-Forum.

Grüße

Alexander
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Nichtschwimmer
Sponsor 2017
Mannheim



BeitragVerfasst am: Sa 14 Feb, 2015 21:34    Titel:  

Die Karosserie in einem Schritt zu entlacken, entrosten und KTLen macht nur dann Sinn, wenn es keine Karosseriearbeiten mehr gibt. Wenn an der KTLen Karossse geschweißt wird, wir die KTL zerstört, je mehr geschweißt wird, umso mehr wird zerstört. Die KTL hat den Vorteil, dass sie auch Hohlräume beschichtet und wesentlich widerstandsfähiger ist als jede Grundierung. Es macht wirklich keinen Sinn, eine Beschichtung aufzutragen um sie durch Schweißen wieder zu zerstören. Das Ergebnis ist definitv schlechter bzw. fragwürdig.

Zu den Kosten: Wir reden hier über ein Kompettestaurierung, bei der das Auto komplett zerlegt wird. Die Kosten bewegen sich durchaus im mittleren bis höheren 5-stelligen Bereicht. So eine Restaurierung dauert auch i.d.R. ein bis mehrere Jahre. Man möchte ein optimales Ergebnis erzielen. Die Preis-, Aufwands- und Zeitunterschiede bei den unterschiedlichen Entrostungshelden verlieren dabei an Bedeutung. Hier ein paar Hunderter oder meinetwegen einen Tausender zu sparen, ist am falschen Ende gespart.

Deshalb bleibe ich dabei. Vor der KTL müssen alle Karosseriearbeiten fertig sein. D.h. auch die feineren Blecharbeiten, wie ausbeulen etc. Das Auto muss komplett zusammengebaut werden und die Spaltmaße eingestellt werden. Dann wieder auseinanderbauen, nachentosten und in die KTL. Wer das nicht macht, zahlt später beim Spengler und Lacker doppelt drauf und hat ein schlechteres Ergebnis. Fragt bitte nicht, woher ich das weiß.

Strahlen, egal womit ist keine Alternative für die Entrostung einer ganzen Karosserie. Es wirkt nur dort, wo das Strahlgut auftrifft, also nicht in Hohlräumen. Dafür verteilt es sich in diesen und ist praktisch nicht mehr rauszubekommen. Trockeneis ist nicht abrasiv. Ich habe nichts gegen Strahlen, im Gegenteil. Kleinere Teile strahle ich in der Kabine selbst.

Udo
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Warmduscher
registrierter Benutzer
Bayern



BeitragVerfasst am: Sa 14 Feb, 2015 22:58    Titel:  

Zitat:

ich denke es gibt eine Berechtigung warum man Karosserien in einem Gang entlackt, entrostet und gleich KTL beschichtet um anschließend die Karosseriearbeiten durchzuführen.


In einem Gang?

Ja, stimmt, wenn es schnell gehen musste haben wir das früher auch so gemacht. Links die Sandstrahlpistole, mittig die Flex mit Radialbürste, rechts die Sprühpistole mit Grundierung. So konnte man in einem Gang entlacken, entrosten und grundieren.

;o)

Zitat:

Hier wird niemand verar... Und es führt auch nicht zu einem schlechten Ergebnis. Ich freue mich wenn Kunden die Entrostung 2x bezahlen und den Transport 2x (also 4x) auf sich nehmen. Allerdings können wir nach ca. 3000 Fahrzeugen in 11 Jahren zu dem Schluss kommen, dass selbst schwere Karosseriearbeiten nach KTL zu keinen wesentlichen Abstrichen führen, sondern eher der Flächenherstellung und Gesamtgüte förderlich sind.

...

Und ja ich stecke hinter der Entlackungsfabrik..siehe auch Frontseite vom Jaguar-Forum.


3.000 Fahrzeuge in 11 Jahren - aber die "Entlackungsfabrik" gibt es doch erst seit Ende 2013 ?!?

W
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Willi
Sponsor 2017
Stuttgart



BeitragVerfasst am: So 15 Feb, 2015 8:35    Titel:  

Hallo Warmduscher,

musst Du eigentlich überall deinen Senf abgeben ?
Es wäre schön, wenn du dich mal mit Namen vorstellen würdest und ebenso villeicht mal benennen würdest, wie du zu deinem unschätzbaren großen Wissen gekommen bist.
Du bist zwar seit 2002 im Forum vertreten , aber erst seit kurzer Zeit sehr aktiv.

Übrigens: die Firma Carblast ist schon etwas länger im Bereich der Entlackung tätig :) .

Grüße, Willi
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Warmduscher
registrierter Benutzer
Bayern



BeitragVerfasst am: So 15 Feb, 2015 9:42    Titel:  

Kollege jugendtraum sollte meinen Senf als Wink mit dem Zaunpfahl sehen. Wenn ich mit wenigen Mausklicks auf das Gründungsdatum der Entlackungsfabrik stosse, so kann das ein geübter Abmahnanwalt erst recht. Wenn der seinen Senf dazu gibt kostet es Geld, mein Senf kostet nur Nerven ;o)

W

Nachtrag: Verwechslung Nichtschwimmer / jugendtraum berichtigt.


Zuletzt bearbeitet von Warmduscher am So 15 Feb, 2015 10:31, insgesamt einmal bearbeitet
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Nichtschwimmer
Sponsor 2017
Mannheim



BeitragVerfasst am: So 15 Feb, 2015 10:25    Titel:  

Warmduscher verwechselt mich wohl mit Jungendtraum. Ich bin NICHT der mit der Entlackungsfabrik sondern gebe hier nur meine bescheidene persönliche Erfahrung weiter. Ich hoffe, dass ich dafür nicht abgemahnt werde.

Udo
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Warmduscher
registrierter Benutzer
Bayern



BeitragVerfasst am: So 15 Feb, 2015 10:39    Titel:  

Danke für den Hinweis. Die Verwechslung habe ich korrigiert.

Als Privatperson besteht natürlich eine erheblich geringere Gefahr abgemahnt zu werden.

Bei Gewerblichen sieht das anders aus. Es gibt mehrere Beispiele von erfolgten Abmahnungen aufgrund Aussagen in Internetforen. Deshalb sollten alle Aussagen beweisbar sein. Gefährlich sind auch absolute Äusserungen wie "die einzigen", "die besten", "die billigsten", oder Abwertungen von Mitbewerbern "xy taugt nichts" , "funktioniert nicht" u.s.w.

Das meine ich allgemein und nicht auf Beiträge hier im Thread bezogen.

Die Sponsoren des Jaguar-Forums stehen zwar auch teilweise im Wettbewerb zueinander, aber werden aus Fairness bestimmt nicht mit so fiesen Methoden wie Abmahnungen arbeiten. Die Gefahr droht wenn dann von aussen.

W
Wer liefert was?
      
jugendtraum
registrierter Benutzer
Stuttgart



BeitragVerfasst am: So 15 Feb, 2015 11:39    Titel:  

Hat jemand zweifel an den 3000 Fahrzeugen?

Carblast & Entlackungsfabrik beide meine Gewächse..die Zahl wurde vorsichtig

untertrieben. Bleibe beim Standpunkt: Aus Erfahrung und gegen die Logik 'KTL in einem Gang vor Blechsrbeiten'
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Willi
Sponsor 2017
Stuttgart



BeitragVerfasst am: So 15 Feb, 2015 11:56    Titel:  

@ Alexaner,

Hat jemand zweifel an den 3000 Fahrzeugen?

NEIN.
Nach genau 1 Min. Internet und 3 Klicks war mir der Zusammenhang klar.

Grüße, Willi

@ Warmduscher, jetzt weiß immer noch niemand wer du bist ?
So aus dem Hintergrund laufend schießen ist nicht schön.
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jugendtraum
registrierter Benutzer
Stuttgart



BeitragVerfasst am: So 15 Feb, 2015 12:03    Titel:  

@Udo

Ich verstehe deinen Standpunkt sehr wohl, allerdings ist deine persönliche und leider einzige Erfahrung mit diesem Thema nicht repräsentativ. Warum?

- Ein Mercedes Ponton ist ein rel. einfaches Auto zum Entlacken & KTL da seinerzeit kein PVC verwendet wurde und viele Teile separat zu behandeln sind. Hier können 4 Kotflügel / Einstiege/Hauben/Türen separat behandelt werden.

- Die Lunkerquote ist bei einem Ponton wesentlich geringer als z.B. bei einer Pagode oder W111

Wenn du andere Unternehmen (siehe 107-Forum) ausprobieren willst, stellst du fest, dass die Entlackung/Entrostung überall ähnlich funktioniert allerdings wirst du beim KTL-Beschichtung und deinem Ergebnis auch andere Erfahrungen machen.

Zusammengefasst gebe ich immer die Empfehlung mit dem geringsten Kollateralschaden. Weiter empfehle ich Vorgehensweisen grosser Hersteller und deren Classic Abteilungen. Drittens würde ich sogar soweit gehen, dass ich an meiner Karosserie alles raustrennen würde was sowieso nach entlacken raus gehört. Dieses übrige Gerippe / Karosse entlacken/KTL und dann mit Neuteilen zusammensetzen. Zumindest an Mercedes/Porsche ist diese Vorgehensweise klar eine Empfehlung.

Was Strahlen betrifft, so ist gerade das nicht abrassive Kunststoffstrahlen zum entlacken bestens geeignet. Bitumen entfernt man z.B. mit Trockeneis und _Rostflecken macht man mi Glaskorung raus. An guten Karosserien klar eine substanzerhaltende Alternative.

Wir gesagt, ich gebe Erfahrungswerte nach sehr vielen Fahrzeugen wieder und verfestige mich nicht am Beispiel einzelner. Entlacken chem. mit KTL hat Vor- aber auch Nachteile, ebenfalls die Strahlvarianten. Dennoch gibt es Vorgehensweisen welche im Mittel gut funktionieren und das was gut funktioniert ist eine klare Empfehlung. Manchmal ist weniger mehr..
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Nichtschwimmer
Sponsor 2017
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BeitragVerfasst am: So 15 Feb, 2015 13:12    Titel:  

Ein bischen mehr an Erfahrung ist es schon (W111 Cp. und R107). Zwei Bekannte, die ich fast täglich sehe haben einen 190 SL und eine Pagode. Der 190er wurde gestrahlt - alles andere als optimal. Vor allem dass nach x-mal reinigen und ausblasen in der Lackierkabine immer nich Stahlgut aus den Ritzen kam.

Zu den Lunkern: Der Unterschied besteht in den verschweißten Kotfügeln. Wenn man an geeigneter Stelle kleine Löcher bohrt, sollte es keine Probleme geben. Sollte es doch Fehlstellen - die es immer und bei allen Fahrzeugen gibt - geben, kann man die ganz gut behandeln, weil man innen an die Kotlügel noch rankommt.

Fehlstellen gibt es dann, wenn die Flüssigkeit beim Entrosten/Entlacken nicht überall hingekommen ist oder der Dreck nicht 100% ausgespült wurde. Dann kann die KTL nicht haften. Bei der KTLbei Hohlräumen muss noch der faradaysche Umgriff funktionieren. Diese Thematik hat nichts damit zu tun ob in einem Zug entrostet und KTLt wird, sondern wie gut die Vorbereitungen sind.

Gerade bei Autos, bei denen das Tauchbadverfahren problematisch ist, ist es besonders wichtig die KTL erst nach den Karosseriearbeiten durchzuführen. Denn da hat man die Möglichkeit versteckte Beschichtungsreste oder Rückstände, die nicht aus den Hohräumen ausgespült wurden zu entfernen. Man kann sich auch überlegen, welche weiteren Vorkehrungen zu treffen sind, damit die KTL möglichst gut wird.

Udo
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jugendtraum
registrierter Benutzer
Stuttgart



BeitragVerfasst am: So 15 Feb, 2015 22:12    Titel:  

Nocheinmal, soll nicht der Eindruck entstehen, dass mit dem 2.ten Nachentrosten kein Geld verdient ist.
Kunde ist König :)
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Nichtschwimmer
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BeitragVerfasst am: Mo 16 Feb, 2015 20:54    Titel:  

Das ist wohl jedem klar, aber nicht der Punkt.

Udo
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fishermans
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Bielefeld



BeitragVerfasst am: Do 28 Sep, 2017 14:14    Titel:  

Hallo liebe Jaguar Freunde,

auch wenn dieser Thread schon etwas älter ist, kann mir vielleicht jemand zu dem Thema KTL eine Frage beantworten.

Ich restauriere zwar keinen Jaguar sondern einen BMW, aber das sollte inhaltlich nichts zur Sache tun.

Hier nun mein Anliegen:

In allen Foren wird empfohlen, das Fahrzeug zuerst zu entlacken, zu entrosten, dann zu schweißen und dann noch einmal zu entrosten, bevor die KTL aufgebracht wird.

Da ich jedoch viele Neuteile verbaue, wie z.B. neue Mittelschweller, Bodenbleche, Radhäuser, Kofferraumwanne usw. frage ich mich die ganze Zeit, was denn mit diesen Teilen passiert, die ja von Hause aus beschichtet geliefert werden. Wenn meine Karosse blank ist und ich dann Neuteile einschweiße, müsste die Karosse doch direkt vor der KTL nicht nur entrostet sondern noch einmal entlackt und entrostet werden, damit auch die neuen Teile blank sind.

Könnte ich da nicht bei allen offensichtlichen Stellen zunächst die Neuteile verbauen (ohne die Karosse zu entlacken) und dann die Karosse zum Entlacken und Entrosten bringen, anschließend eine Nachkontrolle durchführen und letzte kleine Schweißarbeiten ausführen, bevor ich die Karosse dann final nur noch einmal zum Entrosten und KTL beschichten gebe?

Freue mich auf sachdienliche Hinweise! :-)

Danke und Gruß
Tiemo
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Nichtschwimmer
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Mannheim



BeitragVerfasst am: So 26 Nov, 2017 15:26    Titel:  

Hallo Tiemo,

ich habe deine Frage erst jetzt gelesen. Du sprichst ein Problem an, mit dem ich auch gekämpft habe. Ich sehe folgende Lösungen:

- Bleche abschleifen, geht mit dem Negerkeks o.ä., nervt aber.
- wenn man schon vor der Entlacklung weiss wass neu kommt, mit dem Entlacker reden ob er sie (kostenfrei) mitmacht
- wie bei Jugendtraum vorgehen: Entlacken, Entrosten, KTL, neue Bleche. Ich habe mich zwar nicht als größter Fan dieses Vorgehens geoutet, ich sehe aber trotzdem die Argumente die dafür sprechen (weniger Aufwand, Zinn, KTL kommt nicht in jeden Hohlraum, Lacker holt einen großen Teil der KTL wieder runter....)
- Vor der Entlackung und Entrostung mit den Karosseriearbeiten beginnen. Ich kenne Restauratoren, die das hin und wieder auch so machen.
- Komplett auf die Tauchbadgeschichte verzichten: d.h. negerkeksen, strahlen etc. Ich kenne auch hier Restauratoren, die mit dem Tauchbad nicht zufrieden waren ("nach ein paar Monaten läuft die Soße aus allen Ritzen)" und wieder oldschool restaurieren.

- Chemisch entrosten und entlacken, aber auf die KTL verzichten. Das überlege ich mir auch. Vielleicht kann Jugendtraum hierzu was sagen.

Ich glaube mittlerweile, dass es keinen Köngigsweg gibt. Es hängt vom Fahrzeug, dem Zustand, dem Budget, dem Ziel, der Zeit, den eingenen Möglichkeiten etc. ab

Udo
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fishermans
registrierter Benutzer
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BeitragVerfasst am: So 26 Nov, 2017 16:37    Titel:  

Hallo Udo,

vielen Dank für all die Hinweise. Ich habe mich jetzt dazu entschlossen, die Entlackung der Karosserie erst nach dem Einschweißer der Teile zu machen, von denen ich eh schon weiß, dass die getauscht werden müssen. Bei meinem Coupe ist die gesamte rechte Außenhaut ab, die A-Säule raus, die Stehwand raus, usw. Als Schweißprimer nehme ich Inox Spray und gehe davon aus, dass die KTL viele Stellen erreicht.

Strahlen und Flexen fällt aus, der Aufbau der Karosserie speizell im Schwellerbereich einem Kunstwerk an verschachtelten Blechen entspricht. Da kommt man nicht richtig ran, das Wasser der letzten 45 Jahre hingegen hat sich seinen Weg gesucht.

Am besten, man hat keinen Rost. Sonst halte ich KTL für den besten Weg, da durch die chem. Entrostung der Porenrost entfernt wird. Eigene Tests mit Fertan haben gezeigt, dass der Rost nur wirklich oberflächlich entfernt wird. Schleift man dann die phosphatierte Schicht ab, ist es wieder braun.

Da ich noch nicht mal weiß, welche Teile ich wirklich alle ersetzen muss, kann ich auch nicht die Karosse und alle Rep.-Bleche zusammen wegbringen.

Ich gehe jetzt mal so ans Werk: Erst Repbleche einschweißen und dabei Kontakflächen blank machen und mit Inox Spray einsprühen und verschweißen, dann Entlacken, Entrosten, Nacharbeiten, Verzinnen, Entrosten, KTL, Lack ==> arm! :-)

Alles Gute
Tiemo
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Nichtschwimmer
Sponsor 2017
Mannheim



BeitragVerfasst am: Mo 27 Nov, 2017 11:32    Titel:  

Um was für einen BMW handelt es sich? Verschachteltes Kunstwerk - E9? Fertan kann man vergessen, meine Langzeittest haben sogar ergeben, dass der Rost auch von alleine wieder durchkommt. Nach deiner Beschreibung würde ich auch so vorgehen wie du.

Beim Zinn musst du aufpassen. Kläre mit dem KTL die Einbrenntemperatur ab. Nicht jede KTL-Anlage funktioniert mit Zinn. Die Temperatur, ab der das Zinn pastös wird ist kritisch. Es kann zu Ablösungen kommen die man nicht unbedingt sofort sieht oder unterschätzt. Darunter ist dann möglicherweise wieder Rost. Wichtig beim Zinnen ist die perfekte Vorbereitung des Untergrundes um Haftungsprobleme zu vermeiden, wenn´s in der KTL etwas weich wird. Aus Sicherheitgründen würde ich überlegen, alles was vertretbar ist nach der KTL verzinnen. Wenn die Schichtdicken gering sind, wäre auch Schwemmzinnersatz zu erwägen.

Der Schweißprimer sollte die Einbrenntemperatur aushalten, ich habe einen von Würth der bis 300°C geht. Die Entrostungschemie und KTL dringen nicht in Überlappungen ein die aufeianderpappen oder zusammengerostet sind. D.h. von außen geht das Blech noch unter den Überlappungen ist noch Rost. Beim E-Type habe ich deshalb noch viel gutes Blech aufgetrennt.

Wer bohrt die Ablauflöcher in die Karosserie? Das ist auch so ein Thema, damit es funtioniert. Die Hohlräume würde ich nach der KTL mit Mike Sanders o.ä. behandel, da die KTL nicht in allen Hohlräumen haftet.

Udo
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