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XJ Serie 1 bis 3  >>  Ölverlust bei XJ 6
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Autor weitere Bemerkungen
Gerlich
registrierter Benutzer
Neuwied



BeitragVerfasst am: Sa 30 Dez, 2017 8:46    Titel: Ölverlust bei XJ 6  

Hallo,

ich möchte einen XJ 6, 4.2, Serie 1, Bj. 04/1972 kaufen.
Der Wagen sieht optisch gut aus, innen wie aussen, kein Rost sichtbar (kommt aus der Schweiz - dann müsste er ja auch eine Hohlraumkonservierung haben, oder gibt es da Ausnahmen?).

Manko: Der Motor verbraucht mehr Öl als normal (welcher Ölverbrauchnist bei diesem Motor eigentlich normal?) während der Fahrt, wie mir der Besitzer mitteilte.
Nach längerer Fahrt gebe es auch mal für kurze Zeit blauen Qualm aus dem Auspuff.
Seine Werkstatt hätte ihm gesagt, dass die Gummis der Ventilführungen ausgetauscht werden müssten, Kosten ca. € 500,- .

Hat jemand Erfahrung in dieser Hinsicht, ist das beim XJ 6 eine "normale" Verschleisserscheinung?
Könnte es auch etwas anderes sein?
Ist eine vorherige Kompressionsprüfung sinnvoll und was kann sie über den Schaden aussagen?
Ist der angegebene Reparaturpreis realistisch?
Welche sonstigen Ölverluste an Motor und Getriebe (Automatik) sind beim XJ 6 häufiger anzutreffen?

Viele Fragen, freue mich auf viele Antworten!

Gruß

Jörg
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Kickstarter
registrierter Benutzer
Ludwigsburg



BeitragVerfasst am: Mi 10 Jan, 2018 23:16    Titel:  

Habe zwar keinen XJ6, aber den XK-Motor unter der Haube.
Das mit den Dichtungen an den EInlassventilen stimmt, die werden hart und damit undicht. Bei der Qualität der Nachbauteile halten die auch nicht lange.Das sollte sich aber schon beim Start in Form einer kleinen blauen Wolke zeigen oder beim Schubbetrieb. Das kann man weder mit Kompressionsmessung noch Druckverlustmessung prüfen. Austausch? Ich würde dafür den Kopf runter machen.

Wenn es einfach so bei konstanter Fahrt und heißem Motor aus dem Auspuff qualmt, sind die Zylinder und/oder Kolbenringe verschlissen. Das kann mit Kompressionsmessung und Druckverlustmessung geprüft werden.
Zum Ölverbrauch: Ist bei mir im Kurzstreckenverkehr sehr hoch und auf Langstrecke geht er dann gegen Null. Jeder Kaltstart braucht enorm Öl, es geht auch viel nach Außen - keine große Leckstelle, sondern jede Schraube im vorderen Bereich sowie dieser geile Asbestschnur tropft, solange der Motor kalt ist. In der Summe ein perfekt geschützter Unterboden, irgend ein Vorbesitzer war Unterbodenschutzfetischist, aber der ist jetzt nach 22 Jahren zu einem guten Teil durch Motoröl und Getriebeöl (Wanne zu Gehäuse) aufgelöst.

Was ist ein normaler Ölverbrauch? Schwer zu sagen. So in 60er/70er fanden die Tester einen Verbrauch von 1-1,5l/1000km normal bei den Dauertests. Die haben auch immer bis obenhin voll gemacht. In den technischen Daten von Motoren aller Hersteller war damals ein Ölverbrauch von 1%-2% des Kraftstoffverbrauches als Zulässig erklärt.
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mmoedder
registrierter Benutzer
Köln



BeitragVerfasst am: Do 11 Jan, 2018 10:17    Titel: gute Wahl  

Hallo Jörg,

mein Auto ist auch aus der Schweiz, aber auch diese Autos rosten irgendwann, die Konservierung ist ja immerhin schon 46 Jahre her.
Bei mir waren die Stehbleche, dort wo die Verstärkung für die Dämpfer sitzt durch, die hinteren Auflagen der Vorderkotflügel, Übergang Radlauf/Schweller hinten, Längslenker im Knick vor der Hinterachse und die Unterkante der hinteren Kotflügel zeigt auch kleine Blasen. Alles nicht dramatisch, aber irgendwann muss man sich damit auch bei Schweizimporten befassen.

Zum Thema Ölverbrauch ist im Prinzip alles gesagt worden, ich würde allerdings einen Kompressionstest machen, wenn der Verkäufer zustimmt. Es ist schon ein gewaltiger Unterschied ob man nur die Schaftdichtungen macht oder die Kolben/Ringe erneuern muß.
Solltest du das Auto kaufen würde ich für den Tausch der Schaftdichtungen nicht den Zylinderkopf abnehmen, das geht auch so. Dann sollte auch der Preis von 500 Euro passen, wird der Kopf demontiert müßte es deutlich teurer sein.
Ein Tip noch zum Abschluß, achte darauf das die Heizung/Lüftung funktioniert, die Unterdruckstellelemente gibt es seit langem nicht mehr,
Wenn du noch weitere Fragen hast kannst Du dich gerne bei mir melden, Köln ist ja nicht so weit von Neuwied entfernt.

Gruß Michael

PS: ein schweizer Auto sollte auch über eine Differentialsperre verfügen
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Gerlich
registrierter Benutzer
Neuwied



BeitragVerfasst am: Sa 13 Jan, 2018 8:20    Titel: Ölverlust XJ6  

Hallo zusammen,

danke für die beiden Kommentare von Kickstarter und Michael aus Köln.

Folgendes hat sich in der Zwischenzeit ergeben:

Ich habe mich vor anderthalb Wochen auf den Weg gemacht, um den XJ6 4.2 Serie 1 in Augenschein zu nehmen und Probe zu fahren.

Erster Eindruck: Immer wieder werden für die Anzeigen Fotos aus besseren Zeiten eingestellt und man ist erst einmal enttäuscht, wenn man die Autos im Jetzt-Zustand sieht.

Trotzdem: Lack ist o.k. mit leichten Gebrauchsspuren, aber ohne Beulen und Rost. Auch kein Rost im Motorraum/Motorhaube. Kein Rost unter den Teppichen und im Kofferraum unter dem Reserverad.

Innenraum: erfordert noch Arbeit, Armaturenbrett und Holzteile müssen neu lackiert werden, Leder muss gereinigt werden, Dachhimmel hängt an 2 kleineren Stellen hinten (gibt's da auch imrovisierte Löungen, ohne dass man den ganzen Himmel erneuern muss?).

Probefahrt: Motor läuft sauber und ohne Geräusche, Öldruck bei 5, Bremsen funktionieren, Wagen bleibt spurtreu, die Elektrik Beleuchtung, elektr. Fensterheber etc. funktioniert alles.

Dann Dekra-Prüfung im Rahmen einer HU:

Als schwerwiegende Mängel werden Ölverlust an Motor, Getriebe, Differential mit Abtropfen eingestuft.
Ausserdem wird die letzte Überprüfung der LPG-Anlage eingefordert (zum Thema LPG-Anlage und H-Kennzeichen werde ich an anderer Stelle in Kürze meine Konversation mit dem TÜV Rheinland einstellen).

Heute werden die Schaftdichtungen auf Kosten des Verkäufers ausgetauscht. Danach wird der Ölverlust erneut überprüft und ein Kompressionstest gemacht.

Das Woher des äußeren Ölnebels ist noch nicht geklärt und bereitet mir Kopfschmerzen.

Anbei noch ein Foto.

Grüße

Jörg




Jag.jpg

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Egast
registrierter Benutzer
EU



BeitragVerfasst am: Sa 13 Jan, 2018 9:36    Titel:  

Zitat:
Als schwerwiegende Mängel werden Ölverlust an Motor, Getriebe, Differential mit Abtropfen eingestuft.


Hallo Jörg,

sehr häufig kommt das Oel vom Motor (Dichtung Frontplatte) und durch den Fahrtwind wird der feine Oelnebel zum Getriebe, Differenzial und andere vorstehenden Kanten getrieben, wo er sich niederschlägt und abtropft.

Der Vorteil: Ein guter Unterboden-Rostschutz. :-)

Gruss,
Egon




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Gerlich
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Neuwied



BeitragVerfasst am: Sa 13 Jan, 2018 10:19    Titel: Ölverlust  

Hallo Egon,

bei "meinem" Fahrzeug sieht es von unten etwas heftiger aus.

Gruß

Jörg




Jag unten.jpg

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Egast
registrierter Benutzer
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BeitragVerfasst am: Sa 13 Jan, 2018 10:31    Titel:  

Zitat:
bei "meinem" Fahrzeug sieht es von unten etwas heftiger aus.


Na ja, Jörg,

ich reinige ihn ja schon - seit 10 Jahren - alle 2 Jahre (s.PN). :-)

Gruss,
Egon
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mmoedder
registrierter Benutzer
Köln



BeitragVerfasst am: Sa 13 Jan, 2018 21:36    Titel:  

Hallo Jörg,

Die XK Motoren haben kupplungsseitig eine Asbestschnur anstelle eines Simmerrings verbaut, wenn mein Auto nicht regelmäßig bewegt wird tropft es auch da. Gleiches gilt für die Servolenkung, wenn ich viel fahre ist sie dicht. Die anderen Punkte sind ja schon genannt worden.
Am Differential war es bei mir der Eingangsimmerring, der läßt sich aber im eingebauten Zustand tauschen.

Warum stand der Öldruck bei 5? Das Instrument sollte eigenlich mit 20/40/60 beschriftet sein. Im warmen Zustand sollten dann bei 3000 U/Min 40 Pfund/sq foot anliegen.

Der Himmel läßt sich vorläufig sicherlich mit Stecknadeln fixieren.
Die LPG Anlage würde mir mehr Kopfzerbrechen machen, siehe Kommentar in dem LPG Thread.

Gruß Michael
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Gerlich
registrierter Benutzer
Neuwied



BeitragVerfasst am: Di 16 Jan, 2018 7:46    Titel: Motorrevision oder Austausch?  

Hallo zusammen,

jetzt ist es raus:

Bevor die Ventilschaftdichtungen ausgetauscht werden sollten, hat die Werkstatt des Verkäufers einen Kompressionstest gemacht und festgestellt, dass die Zylinder 1 und 5 deutlich abfallen.

Der Verkäufer ist (Komliment) sehr ehrlich zu mir und hat mir angeboten vom Kauf zurück zu treten, da man nicht weiss, ob es mit dem Auswechseln der Kolbenringe getan ist, oder ob z.B. auch die Pleuellager etc. ausgetauscht werden müssen etc.

Also letztlich eine komplette Motorrevision.

Immer noch halte ich an dem Fahrzeug fest, getreu nach Peter Hilgenstock's Kommentar, daß das Kostenverhältnis von Technik-Investition gegenüber Karrosserie-Investition im Verhältnis 1:10 liegt.

Und die Karrosserie ist in diesem Fall wirklich rostfrei und gut.

Alternativ hat mir der Verkäufer einen 4,2 l Austauschmotor der Serie 1 für € 500,- + 2 Tage Aus- und Einbau oder einen der Serie 3 für € 600,- angeboten (die seiner Meinung nach die besten 4.2 l Motoren hat).

Dann wäre es natürlich mit der Matching Number vorbei. Aber braucht man die unbedingt?
Ich will den Wagen ja behalten und nicht als Spekulationsobjekt betrachten.

Mehr beschäftigen mich andere Fragen:

1. Wie steht es mit dem H-Kennzeichen bei Austauschmotoren?
Wäre z.B. der Einbau eines Serie 3 Motors statt einem der Serie 1 ein Hinderungsgrund für die Erteilung?

2. Meines Wissens nach gibt es die 4.2 l Serie 3 Motoren ausschliesslich als Einspritzer. Und da habe ich aus der Diskussion über LPG und H-Kennzeichen noch im Gedächtnis, das LPG und Einspritzer nicht als zeitgenössisch für ein Fahrzeug von 1972 angesehen werden.

Der Verkäufer sagt hingegen, dass es bei der Serie 3 sehr wohl 4.2 l Motoren mit normalen Vergasern gibt ???

3. Wie geht dass dann weiter bei dem Import nach Deutschland? Muss der Austauschmotor erst in Holland in die Papiere des Vorbesitzers eingetragen werden oder kann ich das problemlos in Deutschland machen? Welche Formalitäten braucht es dafür?

4. Wie kann ich einigermassen sicher gehen, dass der Austauschmotor technisch o.k. ist?

5. Wenn ich mich entscheiden sollte, den alten Motor überholen zu lassen: mit welchen Ca.-Kosten ist in Deutschland zu rechnen?

Ich habe den Verkäufer aufgefordert, einen Kostenvoranschlag von seiner Werkstatt machen zu lassen.
Und danach reden wir noch mal über den Preis.

Grüße

Jörg
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Peter Hilgenstock
Moderator
Frankfurt am Main



BeitragVerfasst am: Di 16 Jan, 2018 10:00    Titel: Faustregel Motorrevision  

€ 1.000/ Zylinder (hierzulande) hat man mir (2010 + 2012) gesagt und habe ich "verprobt" !!!

Es gibt auch günstigere Angebote (Polen, England usw.); davon würde ich aber dringend abraten (habe ich auch schon "verprobt" !!!!)

Rein gefühlsmäßig würde ich entweder einen anderen Wagen suchen (wenn z.B. kein Zeitdruck vorhanden.....) oder den Wagen nehmen, wie er ist und zunächst Erfahrungen sammeln = fahren !!!! Du kommst dann dahinter, was mit dem Wagen wirklich los ist.

Mein XJ12 hat eine sehr heftige "Geschichte", selbst wenn ich nur den Teil betrachte, der vor meiner Zeit (also vor 1992) mir bekannt gelaufen ist. Danach kommt die Historie unter meiner Ägide (1992 - .....!!. Ich möchte die Gesamt-Historie nicht missen (wenn ich auch nicht alles so gebraucht hätte), aber ich bin heute sehr froh darüber, daß ich noch immer den Originalmotor fahre !!!! "Matching Numbers" ist mir dabei (fast) total egal !!! Allein die Tatsache, daß so ein Stück Technik - richtig behandelt - auch nach 40 Jahren noch einwandfrei arbeitet, bereitet mir Freude.

Das Gleiche verspüre ich aber auch schon bei einer BRAUN-LCD-Uhr aus dem Jahre 1980 !!!!!

Das ist letztlich eine "emotionale Kiste" = hat NIX mit Vernunft zu tun !!!!

Gruß - Peter aus FFM

PS: was meinst Du, wieviele XJ so durch die Gegend "tröpfeln".........


Zuletzt bearbeitet von Peter Hilgenstock am Di 16 Jan, 2018 11:04, insgesamt einmal bearbeitet
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Egast
registrierter Benutzer
EU



BeitragVerfasst am: Di 16 Jan, 2018 10:51    Titel:  

Zitat:
PS: was meinst Du, wieviele XJ so durch die Gegend "tröpfeln".........


Na na Peter,

das nennt man: "Ein Jaguar markiert sein Revier!"

HERZliche Grüsse,
Egon :-)
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S-TYP34
registrierter Benutzer
65510 Wörsdorf



BeitragVerfasst am: Di 16 Jan, 2018 13:34    Titel: Hallo  

Ihr XJ 12er innen u. außen Kenner.
Bei dem XJ 6 SI war immer das Problem
dass die Stege im Motorblock zwichen den Zylindern gerissen sind
und dafür gibt es keine Rep.-Möglichkeit.
Übrigens ist dieses Problem bei den 4,2er -E- Typen auch.
Der bessere und haltbarer Motorblock ist und bleibt der 4,2 er Motor aus dem letzten XJ6 SIII
diese Blöcke,a) sind (BL)gezeichnet und unterscheiden sich dass,
sie in den Stegen geschlitzt sind --zwecks der Ausdehnung-- und außen
li. u. re nicht glatt gegossen sind, hinten noch 2 zusätzliche Wasserführungen haben
demendsprechend ist der Zylinderkopf bei den späteren Motoren auch länger.
Solch einen SIII Motor kann ein kleines Problem beim Einbau im -E- machen
aber beim XJ 6 egal welcher passt immer.

Zum tropfendem Öl gibt es nur zu sagen dass die Borgmannschnur der hinteren Motoabdichtung
ihr Leben ausgelebt hat,denn diese Abdichtung,und noch so gut eingebaut,wird im Laufe der Zeit undicht!

Harald
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