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XK120-150, D Type, E-Type, MK, 420(G), S-Type  >>  Daimler V8 Fahrzeug "bläut" im Standgas und bei Choke
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Autor weitere Bemerkungen
V8Saloon
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Kornwestheim



BeitragVerfasst am: Di 20 Mai, 2014 9:27    Titel: Daimler V8 Fahrzeug "bläut" im Standgas und bei Choke  

Noch ein Thema, das bei der Elsasstour aufkam.

Der Wagen Bläut aus beiden Auspüffen, wobei es am rechten etwas stärker ist. (Rechter Auspuff ==> rechte Zylinderbank ==> rechter Vergaser)
Starkes Bläuen beim Starten mit Choke bis ca 30km/h, lässt aber nach wenn ich den Choke wegnehme und ist dann bei warmem Motor auch nur noch im Stand auffällig. Die Kerzen sind aber Rehbraun wie es sein soll.
Ich vermute ein zu fettes Gemisch im Standgas bzw unteren Drehzahlbereich, der beim Daimler V8 mit der 3 Gang BW-Automatik aber sich unter 50km/h abspielt.
Oder könnte hier noch eine andere Ursache sein?
Ölverbrauch konnte ich über die letzten 600km keinen am Ölmesstab feststellen, wobei allerdings eine Kerze der rechten Seite ganz leicht ölig war, bei einem Motor ohne Ventilschaftdichtungen aber durchaus verständlich und so auch im WHB mit erhöhtem Ölverbrauch beschrieben. Schließlich liegen die Schmierölzuführung aus den Kipphebeln unmittelbar an der Kontaktfläche zum Ventil und da kommt ne Menge raus.
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Rainer-HH
Moderator
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BeitragVerfasst am: Di 20 Mai, 2014 13:06    Titel:  

Moin Uli,

ob die Kiste blau oder schwarz bläut sollte man schnell erkennen. Wenn Du kaum einen Ölverbrauch hast, qualmt Deiner also in schwarz? Hat Dein Choke eine Winter- Sommerumstellung? Vielleicht der Choke zu fett eingestellt? Die üblich falsch angegebene Zündkerzenfarbe in "Rehbraun" ist eigentlich zu fett. Wie hoch ist denn Dein CO-Rehalt im Leerlauf? Oder kannst Du auch das Lambda messen? Meine Zündkerzen sind perfekt bei "Hellgrau". Bei "Rehbraun" wäre mein Lambda und somit Benzinverbrauch unnötig zu hoch beim Cruisen unter Teillast, so fuhr ich Jahre lang...
.
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V8Saloon
registrierter Benutzer
Kornwestheim



BeitragVerfasst am: Di 20 Mai, 2014 13:29    Titel:  

Hallo Rainer,

Geruch und Farbe des Gases sind gleich im Chokebetrieb und späteren Standgas ohne Choke, schwarz qualmt er nicht, es ist graublau.

Beim Choke wird der Düsenstock stufenlos mechanisch verstellt, also das Gemischverhältnis verändert. Wenn zu wenig Choke gibt es Backfire und die Kolben der SU-Vergaser schlagen in den Glocken an, ausserdem bricht der Motor unter Last ein. Man kann da also alles einstellen, auf der sichern Seite gegen Leistungseinbruch und Backfire ist man mit max. Choke.
CO ist bei 4%, aber ich habe das weder selbst gemessen noch war ich dabei...
Ich konnte keinen Ölverbrauch sehen, das heißt aber nicht, daß er nicht Öl verbrannt hat.
2,5L/1000km sind ja noch normal, also soviel kann es nicht sein, aber z.b. 0,2L/500km sind am Ölmessstab garnicht feststellbar

Einem Freund (Exmechaniker bei Mercedes) war die Menge des Rauches (wenn aus Ölverbrennung wegen fehlens der Ventilschaftdichtungen an diesem Motor) zu viel, er tippt auf Kolbenringe. Ich kann das aber nicht nachvollziehen, die Zylinderlaufbahnen sind super ok und eine Motorüberholung liegt zwar schon fast 2 Jahrzehnte aber nur 14000mls zurück; es gibt auch keine Probleme mit zu vielen Blowbygasen. Der Motor startet ca. 0,5s nach Drücken des Anlasserknopfes und läuft bestens!
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jphdittmar
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hannover



BeitragVerfasst am: Di 20 Mai, 2014 16:16    Titel:  

Das mit den rehbraunen Kerzen ist denke ich noch ein Überbleibsel aus der Zeit des verbleiten Sprits. Da konnte man ja auch an der russfarbe im endrohr noch auf den Motorlauf schließen. Bei 0,5 l auf 1000 km würd ich mir keine Gedanken über kolbenringe machen.

Jens
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Rainer-HH
Moderator
Sponsor 2018
Hamburg



BeitragVerfasst am: Di 20 Mai, 2014 16:47    Titel:  

gut Uli, dann passt ja eigentlich alles und ich würde, wie Jens auch meint, ohne Sorgen weiter Deine Runden drehen. Ein Vergleich mit anderen Fahrzeugherstellern oder auch Motoren hinkt meistens. Dann schau mal was andere V8 250er Fahrer schreiben...
.
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newfoundlanddog
registrierter Benutzer
Linz, Österreich



BeitragVerfasst am: Di 20 Mai, 2014 17:43    Titel:  

Hallo,
der Daimler hat keine Dichtungen an den Ventilschäften, daher ist blauer Rauch beim kalten Motor normal. Wenn der Motor heiß ist, sollte er nicht. Meiner tut es bei Standgas auch ein wenig. Selbst gute Motoren brauchen bis zu 2 Liter (!) Öl auf 1000 km. Rauchen bei Choke ist auch ok. (Starte einmal mit Choke in einer Tiefgarage, da geht los, was los gehen kann...)
Herzlich,
Günter
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V8Saloon
registrierter Benutzer
Kornwestheim



BeitragVerfasst am: Mi 21 Mai, 2014 6:34    Titel:  

Hallo Günter, danke für die Rückmeldung. Ja so einen choke-Start in geschlossenen Räumen bei kaltem Wetter kenne ich, da herrscht dann ein Nebel, man sieht vlt nur noch 10m und die Kumpels die danach kamen, meinten ein Düsenjet wäre dort gestartet...
Ich habe gestern das Kerzenbild gecheckt und muss mich korrigieren. Nach dieser langen Etappe von ca. 600km (davon 250km Autobahn) ist der Isolator von 7 Kerzen in einem schmutzigen weiss, eine Kerze hat allerdings am Isolator eine leicht bräunliche Farbe und der Isolator glänzt ein bißchen ölig. Diese Kerze sitzt auch auf der Seite, aus der es stärker raucht. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass der Rauch nach dieser langen Ausfahrt weniger geworden ist. Ich werde das weiter beobachten.
Möglicherweise klemmt da ein Kolbenring leicht und kann sich in seiner Nut wegen irgendwelcher Verschmutzungen nicht mehr frei auf und ab bewegen. Der kann sich ja durch längere Fahrten langsam freischaffen.
Bei mir ist der Wagen ja erst die 2te Saison und das war die erste große Ausfahrt. Der Betrieb davor (bei meinem Onkel) war eher im Bereich von Touren mit 15-30km über einen Zeitraum von 12 Jahren mit einer Winterpause von 6 Monaten, insgesamt an die 10.000mls. Da hatte sich schon Ölkohle gebildet die ich beim ZKD-wechsel auch überall abkratzen konnte.

Jaguar Groß in Berlin schreibt ja für die XK-Motoren von bis zu 2,5L/1000km als normal, wenn Du von 2L/1000km schreibst dann bin ich sehr beruhigt.

Danke schonmal für die guten Tipps und konstruktiven Gedanken. Uli
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jphdittmar
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hannover



BeitragVerfasst am: Mi 21 Mai, 2014 16:04    Titel:  

Das mit den 2,5 bezieht sich allerdings auf den xk Sechszylinder der Teilweise neu schon ein öltrinker war. Bei 2,5 Litern auf 100 muss man aber dann auch schon mit Beschwerden durch Passanten rechnen. Der abgasduft hat Dan was von russischer diesellok. Jens
Aber der 8 Zylinder ist meines Wissens auch kein kostverächter was Öl angeht

Jens
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V8Saloon
registrierter Benutzer
Kornwestheim



BeitragVerfasst am: Fr 23 Mai, 2014 19:42    Titel:  

Hier als Nachtrag noch das Kerzenbild, danach spielt sich der ganze Ölverbrauch im 3ten Zylinder rechte Seite ab.
Deswegen muss wohl doch nachgesehen werden, zunächst mal endoskopieren.

Frage: Läßt sich die Ölwanne beim V8 abschrauben, wenn der Motor im Fahrzeug verbleibt, oder müsste da vorher die VA ausgebaut werden?

Nachtrag 3.6.14
==> Zylinderwände sind sehr gut. Mechaniker: geht davon aus, dass kein Kolbenring gebrochen ist. ==> Weiterfahren und beobachten, wenn sich die Kerze vor lauter Ölkohle nicht mehr frei brennt ist Zeit zu handeln.




Zuendkerzen_links_nach_Elsasstour_2014.jpg

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Zuendkerzen_rechts_nach_Elsasstour_2014.jpg

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prozesswissen123
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Hilden



BeitragVerfasst am: Fr 22 Apr, 2016 14:05    Titel:  

Hallo V8Saloon,

qualmt Dein Motor immer noch oder hast Du zwischenzeitlich etwas am Motor gemacht? Bzw. weitere Erkenntnisse?

Ich habe auch das Problem, dass der V8 auf einer Auspuffseite (Rechts), ab und zu Öl im Stand verbrennt. Während der Fahrt passiert das allerdings nicht, nur beim ca. 500/600 U/min. im Stand verbrennt er manchmal etwas und das auch nicht immer....

Jetzt ist die Frage, wodurch das verursacht wird? Kolbenringe, Zylinderlaufbahn, Ventile, undichte Kupferringe in den Zündkerzenrohren, die das Öl über die Zündkerzen in den Brennraum lassen.....!?

Gruß, Marcel
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V8Saloon
registrierter Benutzer
Kornwestheim



BeitragVerfasst am: Fr 22 Apr, 2016 14:53    Titel:  

Ja, der Motor ist noch so. Ich habe die Kompression gemessen. Bei Anlasserdrehzahl bringen alle Zylinder um die 7,5 bar. Das einfüllen von Öl verbessert die Werte überhaupt nicht. Daraus schließe ich, daß die Kolben und Kolbenringe mit den Zylindern gut sind. Auch kommt aus der Kurbelgehäuseentlüftung keine auffällige Menge, im Gegenteil die ist sogar äusserst sauber. Die Kompression mag dem einen oder anderen zu niedrig erscheinen. Aber ich habe durch eine dickere Zylinderkopfdichtung das Verdichtungs-Verhältnis geändert, wobei der Motor mit 8,2:1 eh sehr niedrig verdichtet ist und die Anlasserdrehzahl ist sehr niedrig (<300), so dass die 7,5 bar auch erst nach 6 bis 7 Umdrehungen erreicht werden.
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V8Saloon
registrierter Benutzer
Kornwestheim



BeitragVerfasst am: Mi 03 Jan, 2018 20:11    Titel: Fortsetzung der Geschichte  

Nur der Vollständigkeit halber möchte ich die Geschichte weiter erzählen.
Wie in anderen Chats zu lesen haben die Zylinderköpfe mich ja Ende 2016 beschäftigt. Ich hatte vorsorglich in UK und D bereits einige gebrauchte Zylinderköpfe aufgekauft und diese im Frühjahr 2017 in England bei dem Daimler Motorgott schlechthin aufarbeiten lassen und dort persönlich abgeholt. Vom Gewicht her ging das mit dem Flieger gerade so mit den 32kg Koffer.....

Jedenfalls ist mir von diesen Leuten bei den o.a. Symptomen dringend geraten worden die Kolben zu prüfen, denn da gab es mal in den 1990ziger Jahren einen Hersteller in AUS der weltweit geliefert hat.
Ja und so war es dann auch, wie es der Teufel will genau diese JB-Kolben waren in meinem Daimler verbaut.

Hier ist nun ein Bild der Kolben und wie zu sehen, hat jeder ein bissle Gefressen. Die Kolben haben sich bei Temperatur nicht so geformt, wie es vorgesehen war. Im kalten Zustand stimmen die Maße auch heute noch.

Jetzt ist der Motor mit neuen Mahle-Kolben, neuen Haupt und Pleuellagern, je eine Übergröße weiter wieder zusammengebaut. Kosten waren grob:
Kolben anfertigen 3000€ (die 3te Übergröße ist nicht mehr im Angebot, die 4te Übergröße wollte ich nicht und war zum Zeitpunkt der Reparatur nicht lieferbar.)
Kurbelwelle, Pleuel schleifen wuchten, Motorgehäuse aufbohren, Honen, etc : 3000€
Motor zerlegen und reinigen, Kleinteile, Dichtungen anfertigen, Einpassen, Gewinde nachschneiden und Zusammenbau: 3000€
Somit stimmt die Faustformel 1000€/Zylinder einigermaßen, wenn man viel mithilft und den Aus u. Einbau selbst organisiert.
Finanziell natürlich ein Desaster, aber da habe ich die richtige Versicherung, die Kosten wurden übernommen.




20180103_190818.jpg

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V8Saloon
registrierter Benutzer
Kornwestheim



BeitragVerfasst am: Di 27 Feb, 2018 9:25    Titel:  

Seit Samstag ist nun auch der Motor wieder im Fahrzeug eingebaut und er fährt wie es sein soll. Alles bislang perfekt dicht (eine ganz neue Erfahrung).
Habe dazugelernt und jetzt Evans Kühlmittel im Einsatz, da gibt's dann keine Kavitation mit Korrosion mehr in den Zylinderköpfen an der Schnittstelle zum Block beim Durchtritt durch die Zylinderkopfdichtung.....

Die Überholung ist ein riesen Erfolg. Der Motor begeistert mit Leistung, Wahnsinns Öldruck und tollem Sound. Anspringen selbst in kaltem Zustand nach weniger als einer Sekunde Betätigung des Anlassknopfs wie bei einem Auto mit Start-Stopp System. Ich bin ganz begeistert.
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