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XK120-150, D Type, E-Type, MK, 420(G), S-Type  >>  Überholung Differenzial
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Autor weitere Bemerkungen
Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



BeitragVerfasst am: Fr 14 Dez, 2018 17:59    Titel: Überholung Differenzial  

Ich bin dabei mich in die Überholung eines 2,88er Diferenzials einzulesen und einzuarbeiten. In youtube findet man viele lehrreiche Videos zu diesem Thema, die meisten auf englisch.
Zerlegt habe ich fast alles. Ich muss noch die Lagerschalen des Kegelrades am Kardanwellenflansch ausdrücken und die Lageerschalen der beiden großen Lager auf dem Tellerradträger.
Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass die Gleitfläche der Simmeringlippen an den seitlichen Antriebswellenflanschen narbig sind. Ich habe die Flächen mit 1000er Naßschleifpapier abgezogen, aber es bleiben sehr viele feine schwarze Vertiefungen in der ansonsten blanken Gleitfläche übrig. Insbesondere unter einer 10fach Lupe oder mit einem Makrovorsatz fotografiert, sieht man die "schwarzen" Krater sehr deutlich.
Läßt sich das verbessern, so dass man die Flnschwellen ohne Bedenken einbauen kann. Ich sehe drei Möglichkeiten:
1. Einfach so einbauen.
2. Abdrehen.
3. Wegwerfen.
Was sollte ich tun, um nicht schon bald die Simmeringe wechseln zu müssen, weil die Lippen abgeschliffen wurden ?
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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Franz_vm
registrierter Benutzer
Höfen, Tirol



BeitragVerfasst am: Fr 14 Dez, 2018 18:34    Titel:  

ich nehme für solche Fälle speedi sleeve Hülsen von SKF
http://www.skf.com/at/products/seals/industrial-seals/power-transmission-seals/wear-sleeves/skf-speedi-sleeve/index.html

nicht ganz billig aber immer noch leichter durchzuziehen als sich einen Hartchromer zu suchen der terminüberschaubar aufchromt und dann sich einen Rundschleifer suchen, der dir das alte Nennmaß schleift.

Wir hatten früher für eine Drehbank einen Schleifaufsatz den man in den Support befestigen konnte. Allerdings leidet die Drehbank auf Dauer durch den Schleifdreck. Speziell das Abrichten der Schleifscheibe mit dem Diamant ist eine Sauerei....
Gruß
Franz

p.s.
ich benetze die Bohrungsfläche ganz dünn mit 2k Klebstoff dann zieht es sich leichter auf und sitzt bomenfest
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jagwaugh
registrierter Benutzer
Zürich



BeitragVerfasst am: Fr 14 Dez, 2018 19:36    Titel:  

Spedisleeve, oder Ausschau halten nach ein Organspender. Sonst die Schwarzen Stellen mit Saure/strahlen und mit Elektroless Nickel die Oberfläche wieder aufbauen, dann zurück auf Mass schleifen (Aufwendig, aber sehr genau und langlebig).
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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



BeitragVerfasst am: Fr 14 Dez, 2018 21:00    Titel:  

Danke für die Antworten. Ich habe vier Differenziale und überlege, aus vier gebrauchten drei gute überholte zu machen.
Weiß jemand, wie man die Lagerschalen der Kegelradwelle aus dem Diff-Gehäuse herausbekommt. Im WHB steht etwas von Werkzeug SL14. Wie sieht das aus ?
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
Wer liefert was?
      
jagwaugh
registrierter Benutzer
Zürich



BeitragVerfasst am: Fr 14 Dez, 2018 21:24    Titel:  

Die Pinion Outer Races schläg ich raus mit eine Bronze Rod. Die am Diff einheit mit einen "Clamshell" Keil abzieher.
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Rainer-HH
Moderator
Sponsor 2018
Hamburg



BeitragVerfasst am: Fr 14 Dez, 2018 21:56    Titel:  

Woolfi hatte mich auch schon angemailt und ihm geantwortet. Ich habe auch schon die SKF Speedi Sleeve benutzt. Nahm ich für einen seltenen und teure MGA Starachse/Hublager für den WDR. Kam 35€ und funktioniert perfekt. Vorteil, man muss nichts ausbauen und nur Minutensache.

Das eine oder andere Werkzeug ist Standard, alles andere muss man kaufen oder selber herstellen.

Gruß
Rainer
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Rainer-HH
Moderator
Sponsor 2018
Hamburg



BeitragVerfasst am: Fr 14 Dez, 2018 22:00    Titel:  

Wolfgang, 16 Jahre das alte Diff ohne Öl in der Garagenecke setzt natürlich dann auch innen Rost an ;-) So sehen dann ohne Konservierung auch die Motoren innen aus.

Gruß
Rainer
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Franz_vm
registrierter Benutzer
Höfen, Tirol



BeitragVerfasst am: Fr 14 Dez, 2018 22:28    Titel:  

ich habe so ein Bastelauto, das Ford Scorpio Diffs verwendet. Weil ich extrem hohe Drehmomente (2000Nm) darüber lasse hortete ich über Jahre alle Diffs, deren ich auf Schrottplätzen herr wurde immer in dem Bewußtsein lange halten die eh´ nicht durch. Das erste, das ich einbaute lag ewig auf dem Schrott im Freien und somit war das Tellerrad zur Hälfte, wo nicht im Öl, total verrostet. Es hätte nur die ersten 1000 Testkilomenter halten sollen aber jetzt nach 20 Jahren ist es immer noch drin! Die Antriebswellen sind zwischenzeitlich um etwa 45Grad tordiert aber es fährt immer noch ohne nennenswerten Geräusche.
Also alles nicht so wild, hau zwei SKF Hülsen drauf und gut isses.
Alternativ:
der Tandler in Bremen schleift dir die Laufflächen, einen Hartchromer in FFM wirst du schon finden. Notfalls zu dem hinter dem Bahnhof.

Franz
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newyankee
registrierter Benutzer
HH



BeitragVerfasst am: Di 18 Dez, 2018 14:24    Titel: Steckachsen, die große Mutter  

Ich überhole gerade ebenfalls ein Diff. Es ist ein 3,54er 4HU, das ich nun mit PowerLock aus einem späteren umbaue.

Die Simmeringe an den Steckachsen möchte ich natürlich auch erneuern. Innen wird die Steckachse mit einer großen Mutter (47,15mm / 1 7/8 Zoll) zusammengehalten. Das Handbuch nennt "Spanner SL15A". Ich habe weder dies noch eine passende Langnuss (ca 7 cm Höhe innen).
Wer könnte mir in HH passendes Werkzeug leihen?
Danke Guido, HH


Zuletzt bearbeitet von newyankee am Mi 19 Dez, 2018 8:19, insgesamt einmal bearbeitet
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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



BeitragVerfasst am: Di 18 Dez, 2018 14:50    Titel:  

Auf Flohmärkten oder im Internet / ebay kann man einen sehr gro0en "Engländer" günstig kaufen. Ich habe diese Muttern mit diesem Werkzeug leicht aufschrauben können.
Die großen Muttern an den alten Eisenleitungen für die Gußheizkörper lassen sich damit auch prima öffnen.

z. B. diesen für 19,60 Euro. Ich habe auch nur so ein "Billigteil". Bei mir funktioniert der seit 30 Jahren gut.

https://www.ebay.de/itm/Rollgabel-450-mm-verstellbar-Englander-Gabelschlussel-Maulschlussel-Franzose/301760482135?hash=item4642538b57:g:ZNgAAOSwlBZbZNBA:rk:27:pf:0

Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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newyankee
registrierter Benutzer
HH



BeitragVerfasst am: Di 18 Dez, 2018 15:12    Titel: Engländer  

Hallo Wolfgang,

danke. An einen Engländer hatte ich auch kurz gedacht.

Das äußere Gehäuse der Steckachse steht allerding etwas höher als die Mutter, diese liegt innerhalb ca 1 cm tiefer in einem "recess" umgeben von Wänden. Mein Eindruck ist, dass ich mit dem Engländer da wenig Erfolg habe, weil dessen Flanken zu groß sind. Allerdings habe ich es natürlich bisher nicht probiert, weil ich keinen habe;-) Tatsächlich sehen meine Steckachsen minimal anders aus als die im Werkstatthandbuch.

Gruß
Guido
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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



BeitragVerfasst am: Di 18 Dez, 2018 15:31    Titel:  

Ich kann mich zwar nicht mehr daran erinnern, wie ich das gelöst habe, aber ich konnte dieses Steckachsen vor ca. 10 Jahren unproblematisch demontieren.
Momentan warte ich auf einen Trennmesser-Abzieher, mit dem ich die zwei inneren Lagerschalen vom Differezialgehäuse und eine von der Kegelradwelle abziehen will. Mal sehen, wie sich das 20 Euro-Werkzeug im heroischen Kampf gegen bleiernes Beharrungsvermögen so schlägt.

Eine 1 7/8 Nuss kann man ebenfalls in ebay für knapp unter 20 Euro kaufen.
https://www.ebay.de/itm/Kraft-Schlagnuss-lang-1-Innen-Vierkant-Antrieb-1-7-8-A-F-6-kant-schwarz/323268246482?hash=item4b4449fbd2:rk:1:pf:0

Gruß Wolfgang Gatza
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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



BeitragVerfasst am: Do 20 Dez, 2018 15:23    Titel:  

Ich habe eben eine der inneren Lagerschalen der beiden großen Differenziallager mit einem Trennmesserabzieher abgezogen. Dazu hatte ich den Käfig zerstört und die Rollen entfernt, zwei Nuten am oberen Rand mit der Flex gemacht, damit ich das Trennmesser stabil ansetzen konnte. Mit viel Kraft an der drückenden Schraube des Abziehers konnte ich die Lagerschale abziehen.
Wenn ich die Beschreibung im Werkstatthandbuch richtig verstanden habe, montiert man zwei neue Lager ohne die shims, baut das Diff ein und misst das Spiel von links nach rechts. Dann wird gerechnet , der Wert für die Vorspannung addiert und die entsprechenden shims ausgewählt. Wenn ich die shims montieren will, muss das Lager wieder ab.
Meine Frage lautet: wie demontieren ich das Lager ohne es zu beschädigen ? Gibt es einen Abzieher, der das Lager "hinten" solide / flächig faßt ?
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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S-TYP34
registrierter Benutzer
65510 Wörsdorf



BeitragVerfasst am: Fr 21 Dez, 2018 0:25    Titel: Da gibt es  

das originale Werzeug.



DSCN4624.JPG

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DSCN4625.JPG

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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



BeitragVerfasst am: Fr 21 Dez, 2018 10:52    Titel:  

Danke Harry für diese Aufklärung

Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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