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XK120-150, D Type, E-Type, MK, 420(G), S-Type  >>  Vergasereinstellung S-Type
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Autor weitere Bemerkungen
Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: So 23 Sep, 2018 9:53    Titel: Vergasereinstellung S-Type  

Hi Jag-Freunde,

ich habe Probleme bei der Snychronisierung der beiden SU-HD6-Vergaser meines S-Type 3,8s. Ventile sind korrekt eingestellt, bei der Zündung (123Ignition mit Bluetooth) sind Kurven entsprechend Handbuch eingestellt, die Kompression ist auf allen Zylindern gleichmäßig gut. Die Vergaser habe ich beide überholt, neue Buchsen an den Drehwehlen der Drosselklappen eingebaut und alle Dichtungen erneuert, Dämpferöl ist korrekt eingefüllt.
Trotzdem gelingt es mir nicht, an beiden Vergasern die gleichen CO-Werte im Leerlauf (ca. 750 U/min) einzustellen. Beim vorderen Vergaser (= Zylinder 4-6, Auspuffrohr hinten links) komme ich nicht unter 5%, beim hinteren Vergaser (=Zylinder 1-3, Auspuffrohr hinten rechts) erreiche ich problemlos 2,5%. Beim Fahren zieht der Motor problemlos und ruckfrei bereits ab 800 U/min durch, aber der Leerlauf bleibt unruig. Auch wenn ich bei beiden Vergasern den Wert auf 5% einstelle, bleibt der Leerlauf unregelmäßig.

Hat jemand einen Tip, wo ich noch suchen kann ?

Grüsse aus Niedersachsen
Fred
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Micha_H
registrierter Benutzer
Kreis Düren, NRW



BeitragVerfasst am: So 23 Sep, 2018 10:57    Titel:  

Hallo Fred,

bei meiner Vergaserüberholung konnte ich feststellen, dass die Bohrung in der Düse nicht von alleine 100% mittig unter der Nadel steht. Ich musste da noch mal korrigieren. Macht man das nicht, gibt es das Risiko das die Nadel einseitig am Düsenstock anläuft und der Kolben evtl. nicht ganz bis nach unten rutscht, dann wird es zu fett weil der Restspalt offen bleibt. Ich habe die Düsennadel fest gezogen, während ich von oben leicht den Kolben mit Nadel in die Düse drücke. Und dann noch mal kontrollieren.

Gruß Michael
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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



BeitragVerfasst am: So 23 Sep, 2018 13:24    Titel:  

Für einen "aussetzerarmen" Leerlauf ist ein etwas fetteres Gemisch zwischen 4 und 8% Co eigentlich besser, Aus Umweltschutzgründen sollte der Motor aber im Standgas möglichst mager laufen, ohne dass die Aussetzerrate ansteigt.
Es ist daher für einen ruhigen Leerlauf nicht unbedingt notwendig, dass man das Gemisch auf einen Wert von deutlich unter 5% einstellen kann.
Wenn der Leerlauf trotz 5% Co unruhig ist, könnzte man mit sogenannten Colortune-Zündkerzen die Gemischzusammensetzung jedes einzelnen Zylinder prüfen. Eventuell zieht ein Zylinder leicht Nebenluft und läuft deswegen deutlich magerer als die anderen der Dreiergruppe.
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: So 23 Sep, 2018 17:39    Titel:  

OK, danke für die Hinweise. Ich werde beiden Dingen nachgehen und mich dann wieder melden.

Grüsse
Fred
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Rainer-HH
Moderator
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BeitragVerfasst am: So 23 Sep, 2018 21:20    Titel:  

Moin Fred,

ich denke auch, das etwas beim Überholen schiefgegangen ist. Irgend ein Loch versehentlich per Dichtung verschlossen, Düsenstock oder Nadel unkorrekt eingebaut, Kolben klemmen, falsche Synchronisation, usw.. Erst dann klappt es auch mit dem separaten einstellen des CO, Leerlauf und gesamt Leerlauf. In der Tat, beim S-Type kann man recht gut beide Vergaser in den Abgasrohren prüfen. Habe ich bei meinem Kumpel und bei meinem MKII mit dem CO- und Lambdamessgerät auch so gemacht.

Meinen 3.8 MKII mit 123GB6 habe ich auch mit 6,5% CO etwas fetter im Leerlauf eingestellt. Hat den Vorteil, dass man nach 2-3min bereits ohne Choke fahren kann, da er im kalten und warmen Zustand dann schon bei ruhigen 700-800Umdr laufen kann. Aber auch im Übergangsbereich läuft er im kühlen Frühjahr/ Herbst gleich sauber. Vom Verbrauch tut sich da nicht viel. Wichtiger ist, dass er im Teillast nicht zu fett läuft. Meinen 3.8 MKII fahr ich seit 12 Jahren immer unter 12 Liter im Jahresschnitt.

Gruß
Rainer
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: Sa 23 März, 2019 19:02    Titel:  

EIn Zwischenstandsbericht:
- beide Vergaser nochmals ausgebaut, alle Dichtungen nochmals erneuert und penibelst wieder zusammengebaut, da sollte kein Fehler passiert sein
- Vergasergestänge bzw. Drosselklappen synchronisiert
- Mit Grundeinstellung (Leerlaufdüse ca. 2,5 Umdrehungen rausgedreht, Düsenstock für Gemisch ca. 3,5 Umdrehungen reingedreht): Springt sofort an, läuft einigermaßen rund im Leerlauf
- "Akustische" Optimierung führt zu rundem Motorlauf, nur leichtes gleichmäßiges Pulsieren an beiden Auspuffrohren
- Kaltstartvergaser funktioniert auf einmal nicht mehr richtig, stottert extrem solange er kalt ist. Die Starter-Drehzahl lässt sich zwar über die Mutter verstellen, das starke Stottern bleibt aber
- Testfahrt: Wenn Motor warm: läuft im Leerlauf einigermaßen rund, zieht gut durch in allen Drehzahlen
- CO-Messung danach mit Grundeinstellung der Vergaser:: Vorderer Vergaser (rechtes Auspuffrohr) zeigt 3,5%, hinterer Vergaser (=rechtes Auspuffrohr) zeigt 12,5%.
- Beide Vergaser auf 5,5% eingestellt. Ergebnis: jetzt läuft er wie eine Kartoffel, stottern bis 2500 U/min
- Akustische Optimierung bringt wieder deutlich besseren Motorlauf, aber auch wieder die extrem grossen CO-Unterschiede zwischen den beiden Vergasern.

Hat jemand deine Idee, wieso bei gleichen CO-Werten der Motor deutlich schlechter läuft als bei stark verschiedenen ?

Jag-Grüsse aus Hildesheim
Fred
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Rainer-HH
Moderator
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BeitragVerfasst am: Sa 23 März, 2019 21:38    Titel:  

Moin Fred,

Du scheinst ja vom Schrauben Ahnung zu haben, daher denke ich, an den Vergasern wird's wohl nicht liegen.

Ich würde mal was anderes probieren. Hast Du die Möglichkeit mal eben die Kompression und einen Druckverlusttest zu machen? Bei meinem Kumpel Konrad hatten wir ähnliches bei seinem S-Type.

Gruß
Rainer
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: Sa 23 März, 2019 21:53    Titel:  

Hallo Rainer,

ja, ich habe ein Kompressionsmessgerät. Die Ventile sind aber vor nicht allzu langer Zeit neu eingestellt worden, und damals war die Kompression ok.

Ich werde trotzdem mal messen und melde mich dann wieder.

Danke und noch ein "nice Weekend".

Fred
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jagwaugh
registrierter Benutzer
Zürich



BeitragVerfasst am: So 24 März, 2019 7:12    Titel:  

Hast du ein Uni-Syn oder ähnliches benutzt um die balance einzustellen?
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: So 24 März, 2019 8:07    Titel:  

Hi Jagwaugh,

Nein, nur "akustisch".

Ich wollte es mit einem Synchrontester (s. Bild) versuchen, der Platz zwischen Vergaser und Kotflügel ist beim S-Type aber zu klein.

Mit einem Uni-Syn (den benutze ich normalerweise bei der Synchronisierung von Solex-Vergasern) bekomme ich irgendwie keine vernünftige Abdichtung hin.

Hast du das mit einem Uni-Syn gemacht ?

Gruss
Fred




fvd721t27sk_1.jpg

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jagwaugh
registrierter Benutzer
Zürich



BeitragVerfasst am: So 24 März, 2019 8:59    Titel:  

Mein Uni-Syn sieht so aus: http://www.mgexperience.net/phile/1/111786/UniSyn_tool_parts.jpg

Der hat eine weiche Moosgummi Dichtung welche satt auf die flache Vergaserflansch dichtet.

Ich hab dieser Bild gewählt weil der Zeigt der "Air flow adjuster". Mann wählt eine Vergaser, stellt den Adjuster ein bis der Rote Kugel in der mitte der Skala ist, dann ohne den adjuster zu ändern, hält man es auf die anderen Vergaser(n). Dann stellt man der Balance ein mit der Bypass Schraube am Vergaser bis der Rote Kugel auf die gleiche Hohe zeigt.

Bei andern (z.B. Weber) schliesst man ein Quecksilbersaulegeräte an allen Vergaser - so sieht man den unterdruck.

Wenn man keine Unisyn hat kann man den Balance auch einrichten mit einen Satz gerade Schweissdraht, alle die gleiche lange (ca 130mm) - man entfernt den Dampers, steckt die Drähte im Damperbohrung ein und stellt den bypass ein bis alle Dröhte die gleiche hohe ab Glocken Oberkante - aber diese Verfahren setzt voraus dass alle Kolben/Glocke/feder gleich reagieren (deswegen macht mann den "drop test" am Kolben und kontrolliert man den Federstarke mit eine wage).
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: So 24 März, 2019 11:20    Titel:  

OK, danke für das Foto. Mein Uni-Syn hat einen ovalen Flansch (passend zum Solex-Vergaser), deshalb schliesst er wohl nicht dicht ab auf der runden Öffnung des SU-HD6.

Die Methode mit dem Draht habe ich bereits versucht, das klappt aber irgendwie nicht.

Ich werde mir einen Uni-Syn mit rundem Flansch besorgen und dann man weiter schauen.

Gruss
Fred
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jagwaugh
registrierter Benutzer
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BeitragVerfasst am: So 24 März, 2019 11:47    Titel:  

Ich hab nür die runden Uni-syns gesehen. Hat Deiner eine Ovalen Öffnung, oder ist der Flansch nicht flach?

Solange dass der Vergaser nür durch den Uni-Syn atmen kann dann soll es funktionieren - eine Zwischendichtung aus Moosgummi?
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: So 24 März, 2019 17:59    Titel:  

@Jagwaugh: der Flansch ist oval und mit einem dicken Moosgummi beschichtet, allerdings liegen 2 Zentrierungsnieten im Moosgummi, mit denen der Flansch auf dem ovalen Trichter des Solex PAITA Vergaser zentriert wird.

Die Öffnung im Flansch ist rund. Durch die beiden Nieten kann man aber auf der glatten Fläche am Ansaugkrümmer des S-Type Moosgummi nicht fest andrücken, deshalb bleibt es undicht. Ich werde mir einen Uni-Syn mit rundem Flansch besorgen.

@Rainer: ich habe heute mal die Kompression an allen 6 Zylindern gemessen, die Werte sind einigermaßen gleich (zwischen 9,8 und 10,1; am tiefsten am Zylinder 6). Sind die Unterschiede zu gross ?
Am Zylinder 6 fällt auf, dass die Zündkerze ziemlich verrußt ist, an den anderen Zylinder ist sie dunkel- bis rehbraun.

Gruss
Fred
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jagwaugh
registrierter Benutzer
Zürich



BeitragVerfasst am: So 24 März, 2019 18:08    Titel:  

Fred,

Wechsele #5 & #1 Kerzen und fahre ein wenig. Nochmals die Kerzen anschauen.

Wenn den Russ wandert mit den Kerzen dann ist die Kerzen defekt (& deine Kompressionsunterschiede ist weil der nicht verbrannte Benzin im #6 die Oel runtergewaschen hat

Wenn der Russ nicht wandert, dann ist evtl ein Problem mit der HV speisung dieser Kerze.
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: So 24 März, 2019 18:29    Titel:  

Jagwaugh, danke, werde ich machen
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Rainer-HH
Moderator
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BeitragVerfasst am: So 24 März, 2019 18:49    Titel:  

ich kann mich Jagwaugh nur anschließen. Tausche als nächstes die Zündkerzen. Und ich habe wie er auch das flache Unterdruckmessgerät. Für was anderes hätte ich bei meinen Oldis auch kein Platz.

Kompression- und Unterschiede sind perfekt.

War heute 2 Stunden bei schönstem Sonnenschein und 10 Grad mit dem EV12 unterwegs. Mit 50% Pappe vor dem Kühler wärmer Motor. Die erste Tankfüllung mit 81 Liter Sprit ist in 2019 nun leergefahren :-)

Gruß
Rainer
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: So 24 März, 2019 18:56    Titel:  

Rainer,

das klingt beneidenswert gut, ich hoffe, die 81 Liter tun dir nicht leid :-)

Gruss
Fred
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Rainer-HH
Moderator
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BeitragVerfasst am: So 24 März, 2019 20:55    Titel:  

Fred, die 81 Liter haute ich heute beim EV12 mit der 3ten Fahrt in 2019 weg, also nicht auf einmal, sonst hätte ich einen platten Hintern. Nein, das Benzingeld tut mir nicht Leid, ich bastel zwar genauso gerne, aber er ist zum Schnellfahren und Cruisen gebaut. Und bei meinem EV12 geht alles von 11 Liter bis 22 Liter. In meinem Winterschlafbenzin habe ich immer 0,5% FF-Devinol 2-Taktöl zum 102 Oktan zwecks Selbstreinigung des gesamten Systems und Vergaser und das FF=Benzinstabilisator. Das Zeug verbrennt rauchfrei. Ich bin immer wieder fasziniert, wie schnell er auf 200 ist. Bei der nächsten Fahrt kommt wieder pur 102 Oktan rein...

Gruß
Rainer
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: Sa 06 Jul, 2019 14:04    Titel:  

Letztes Update zu diesem Thema: ich habe das Einstellen nach bestmöglichen Abgaswerten zunächst einmal aufgegeben. Bei gleichen (tiefen, ca. 3,5% CO) ) Abgaswerten an beiden Auspuffrohren läuft er immer wie eine Kartoffel im Leerlauf und hat ruckeln bei Konstantfahrt.. Ich habe jetzt "nach Gehör" eingestellt, Leerlauf vollkommen rund bei ca. 700 U/min, sauberer Lauf über alle Drehzahlen. Verbrauch im Durchschnitt bei ca. 14 Liter, Abgaswerte Auspuffrohr hinten links: 6,5% CO, Auspuffrohr hinten rechts: 3% CO. Damit werde ich mein racing-grünes Schätzchen jetzt in diesem Sommer mit geöffnetem Schiebedach genießen und an die Vergaser erst wieder beim nächsten TÜV-Termin in 2020 denken.

Danke für eure fachliche und moralische Unterstützung :-)

Sonniger Jag-Grüsse aus Niedersachsen.
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Rainer Lindner
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BeitragVerfasst am: So 07 Jul, 2019 6:57    Titel:  

Servus Fred,

eine Weile fahren ist sicher kein Fehler. Wenn Du trotzdem mal die Kerzen anschaust, sagen wir im Herbst, machst Du auch nix verkehrt. 14 Liter sind halt schon zu viel.

Zwei Gedanken, die mir beim Durchlesen des gesamten Threads noch gekommen sind: EIn defekter Bremskraftverstärker kann Dir den hinteren Vergaser beinflussen. Dazu mal diese Leitung abklemmen (Vorsicht beim Bremsen dann) und wenn Du das nächste Mal die Vergaser aufmachst, schau, ob Du gleiche Nadeln hast. Auch das gabs schon, eine frisch komplett restaurierte Kiste mit zweierlei Nadeln. Da kannst Du danneinstellen was Du willst... Dieses Teil wurde mir verkauft als bestens einjustiert, weil nicht einmal im Kalten der Startvergaser nötig sei...

Beste Grüsse aus dem verregneten Oberbayern
Rainer
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: So 07 Jul, 2019 10:22    Titel:  

Hallo Rainer,

danke für die Tips. Die Unterdruckschläuche zum Bremskraftverstärker und auch die zu den beiden Unterdrucktanks sowie den Ventilen für Heizung und Frischluftklappe habe ich erneuert. Der Bremskraftverstärker selbst ist aber noch unverändert der alte. Ich werde die Luftleitung vom Ansaugrohr mal verschließen, dann sollte es erkennbar sein, ob der Bremskraftverstärker einen Einfluss hat.

Noch zur Ergänzung: das Leerlaufverhalten ist erst dann ok, sobald der Kaltstartvergaser sich abschaltet. Vorher ist es ein ziemlich "Gestottere", egal wie hoch oder tief ich den Kaltstartvergaser einstelle.

Das mit den Nadeln habe ich nicht neu überprüft. Welche Nadeln genau kommen in den S-Type 3,8S mit Verdichtung 8:1 rein ?

Leicht verregnete Grüsse aus Niedersachsen
Fred
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Rainer Lindner
registrierter Benutzer
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BeitragVerfasst am: So 07 Jul, 2019 11:56    Titel:  

... wenn ich es richtig im Kopf habe, sind das TL.

Ja, irgendwie kommt mir das Ganze auch irgendwie zu fett vor. Da passt das mit dem Startvergaser schon dazu.

Wenigstens wachsen jetzt die Schwammerl bei dem Regen.

Beste Grüsse
Rainer
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: So 07 Jul, 2019 15:57    Titel:  

Hallo Rainer,

du hast 1000 Punkte, es ist tatsächlich ein Problem mit dem Unterdruck. Wenn ich die Öffnung im Ansaugrohr verschließe, ist plötzlich alles ok. Ich kann problemlos runterregeln auf 2,5% CO, und der Kaltstartvergaser führt selbst bei heißem Motor nur zu einem hohen, aber gleichmäßigen Leerlauf. Beim (vorsichtigen) Fahren ist der Motorklang auch weicher, und er zieht nochmal besser durch. Erstaunlich, dass er vorher trotz dieser Falschluft eigentlich noch richtig gute Leistung hatte (vielleicht kenne ich aber auch keine richtig gute Jaguar-Motorleistung).

Da wäre ich selbst wohl nie drauf gekommen, da der Bremskraftverstärker eigentlich sehr gut funktioniert (die Probefahrt ohne Bremskraftverstärker hat mir jedenfalls sehr deutlich den Unterschied gezeigt, ich musste "wie ein Pferd" drauftreten), und auch die Heizung und Frischluftklappe. Die Frischluftklappe bleibt nach Abstellen des Motors ca. 20 Minuten offen, also eigentlich schien mir alles dicht zu sein.

Ich werde jetzt sukzessive jeden Schlauch und jedes Element einzeln anschließen und dann sehen, wer der Hauptverursacher ist.
Frage zum Bremskraftverstärker: besser einen neuen kaufen oder reparieren lassen (falls er der Hauptverursacher ist) ?

Herzlichen Dank für deine Hilfe.
Fred
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Rainer Lindner
registrierter Benutzer
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BeitragVerfasst am: Mo 08 Jul, 2019 17:42    Titel:  

Servus Fred,

na das freut mich doch, dass Du die Geschichte klären konntest ! Mir gefällt 2,5% CO auch erheblich besser.

Ich würde das Ding nicht reparieren. Nicht, dass es nicht möglich wäre, aber ich würde mir das nicht antun. Es gibt die originalen noch als Austausch, kosten aber einiges und dann die Lockheed-Teile für kleines Geld. Uber die Anpassung musst Du Dir keine Gedanken machen, das ist eine Kleinigkeit. Ich hab mal die 3:1 Version (8") verbaut, die braucht etwas mehr Druck auf dem Pedal, fand ich aber auch ok. Kostet irgendwas um €150, wenn ich mich noch recht erinnere. Es sollte auch ein etwas grösseres Teil geben. Wenn Du nicht weiterkommst, sag Bescheid, dann seh ich nochmal nach.

Beste Grüsse
Rainer
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Rainer-HH
Moderator
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BeitragVerfasst am: Di 09 Jul, 2019 10:33    Titel:  

Moin Fred,

schön, dass es mit Hilfe von "Rainer aus dem Süden" geklappt hat den Fehler zu finden.

Schau Dir die Unterdruckschläuche und auch das Rückschlagventil an. Bei mir war der BKV und auch das Rückschlagventil defekt (undicht). Ich ersetzte den teueren defekten originalen 1.500€ Girlington BKV (habe ich eingelagert) durch einen mit gleicher Bremskraftverstärkung mit 4,25:1 für 200€ von Lockheed. Als Rückschlagventil nahm ich eine billiges China Produkt für 2€ aus der Bucht, aber auch alle Schläuche ersetzte ich. Einfach herrlich wie er leicht auch vollbesetzt den MKII abbremst.

Gruß
Rainer aus dem Norden
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pfljag
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BeitragVerfasst am: Di 09 Jul, 2019 13:24    Titel:  

Hallo Fred,
ich hatte im MK2 auch mal den kleineren Lockheed drin - wenn man keinen Vergleich hat kann man damit leben. 1989 gab es nichts anderes.Irgendwann habe ich dann den originalen Girling bei J&L Spares (http://www.jlspares.com/) überarbeiten lassen und seitdem den drin. Ich meine ich habe seinerzeit rund 700 Euro für die Überholung bezahlt - ist aber schon einige Jahre her und evtl. habe ich den Preis auch falsch in Erinnerung - wenn dann einfach aktuell nachfragen.

Der Girling bremst um Längen besser - da größer. Also entweder den Girling überholen lassen oder den von Rainer beschriebenen gliech großen Lockheed verbauen - der 3:1 Lockheed ist zu schwach.

Grüße
Peter
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: Di 09 Jul, 2019 14:40    Titel:  

danke für die Tips, ich werde sehen, wo genau der Fehler liegt.

@Rainer aus dem Norden: meinst du das Ventil, welches direkt am Vacuumtank angeschraubt ist, oder ist da noch ein anderes ?

Gruss
Fred
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BeitragVerfasst am: Di 09 Jul, 2019 19:12    Titel:  

Ich habe gerade alle Schläuche und Tanks auf Dichtheit getestet mit einer Unterdruckpumpe, alles dicht.

Bleibt also wirklich nur der Bremskraftverstärker. Wenn ich an dem Schlauch sauge, der in den BKV führt, baut sich keinerlei Unterdruck auf. Dre Fehler ist also wirklich da, wo Rainer aus dem Süden es vermutet hat.

Ich werde ihn jetzt mal ausbauen und dann überlegen, ob ich einen neuen kaufe oder doch vielleicht mal einen Reparaturversuch starte.

Ich hatte das bereits vor einigen Jahren einmal beim BKV eines anderen Oldtimers versucht (MB Ponton mit ATE50 Bremsgerät), der Erfolg war damals aber sehr bescheiden. Aus diesem Grunde bin ich eher skeptisch.

Ich schaue mal bei SNG, was die zu welchem Preis haben.

Bastelgrüße aus Niedersachsen
Fred
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Rainer Lindner
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BeitragVerfasst am: Di 09 Jul, 2019 19:40    Titel:  

Servus Fred,

die ATE bei den alten Benzen sind nochmal eine andere Nummer. Nicht umsonst bin ich meiner Lieben dankbar, dass sie mich zu den Engländern gebracht hat. Die hat zum Glück Power in den Wadln und kommt mit dem 3:1 zurecht. Aber der grössere ist sicher die richtige Wahl, v.a. wenn Du die Kiste mal wieder loswerden willst. Bei uns sind das ja immer Familienmitglieder...

Beste Grüsse
Rainer
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Rainer-HH
Moderator
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BeitragVerfasst am: Di 09 Jul, 2019 20:55    Titel:  

Hallo Fred,

ja, entweder sitzt das Rückschlagventil direkt am Vakuum Unit oder lose im Schlauch.

Den LR18230 in 4.25:1 gibt es nur bei DMG und dann noch für den Preis ;-)

http://www.jagspares.co.uk/Manners/partdetail.asp?partno=LR18230

Gruß
Rainer
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: Mi 10 Jul, 2019 8:07    Titel:  

Ich scheine hier sehr gut aufgehoiben zu sein zwischen Rainer aus dem Süden und Rainer aus dem Norden, nochmals herzlichen Dank für eure Hilfe :-)

2 Punkte:

- erstaunlicherweise ist bei mir vor dem Check Valve am Vauumtank und noch vor dem T-Stück (Abzweigung zum Heizungs-Vacuumtank) noch ein weiteres Check Valve versteckt unter dem Bremskraftverstärker eingebaut (Ventiltyp wie im Bild). Im Pneumatikplan des Servicehandbuches kann ich das aber nicht finden. Kennt ihre das ?

- der Bremskraftverstärker im Link ist wirklich äusserrst günstig, da lohnt sich eine Reparatur gar nicht. Allerdings scheint er von den Abmessungen anders zu sein (der Bauch ist bei meinem dicker). Kann es sein, dass ich dafür beim Einbau Anpassungen vornehmen muss ?

Gruß
Fred aus der Mitte




Valve-1.jpg

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Rainer Lindner
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BeitragVerfasst am: Fr 12 Jul, 2019 17:22    Titel:  

Servus Fred,

das Ding sieht so aus, wie das, was ich zuletzt verbaut hab. Interessant wäre die Grösse zu finden. Da tu ich mich im Augenblick ein bisserl schwer, weil ich hier z.Zt. recht schlechtes Internet hab. Sollte sich aber rausfinden lassen.

Wenns so ist, dann sind die Anpassungen lediglich auf das andere Schema der Befestigungsschrauben beschränkt. Ich hab das mit ein paar Bandeisen gelöst und es ist absolut unsichtbar hinter der Klappe im rechten Kotflügel. Bei den kleinen Motoren (2,4) soll es, soweit ich mich erinnere, ein wenig Platzprobleme geben, aber das dürfte bei Dir nicht zutreffen. Ich tät das Ding bestellen und dann bringst Du das schon rein!

Diese Rückschlagventile findet man öfter an mehreren Stellen, wenn man verhindern wollte, dass es Probleme mit dem Druck gibt. Machs so wie im WHB oder dem Teilekatalog zu entnehmen. Wenn es der Tank Schwierigkeiten macht, muss man diese halt auch lösen, oder sich überlegen, ob man evtl. ohne leben kann.

Beste Grüsse
Rainer
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: Fr 12 Jul, 2019 18:44    Titel:  

Hallo Rainer,

besten Dank. Gemäß Handbuch müsste bei mir eigentlich der Typ C24707 verbaut sein, es sieht aber irgendwie eher aus die der ältere Typ C19612. Das muss ich nach dem Ausbau mal ausmessen und mir dann bei DMG die Grössenangaben besorgen..

Wenn ich den BKV ausgebaut hab (ist eine ziemliche Murkserei, da sich die Schrauben wegen Jahrzehnte altem Unterbodenschutz nicht lösen lassen und ich sie mit einem Dremel einzeln wegflexen muss), werde ich bei DMG auch mal den Preis eines Originalen erfragen, wenn ich mein Altteil im Austausch zurückgebe.

Bastelgrüsse aus Niedersachsen
Fred
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Rainer Lindner
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BeitragVerfasst am: Sa 13 Jul, 2019 7:45    Titel:  

Servus Fred,

Das ist immer ein Gewürge , wenn die alten Schrauben fest sind. Bei mir war zudem eine Ecke des Deckels angeschweißt.

Ich hatte beide Versionen, original und die andere. Ich würde wieder den Nachbau nehmen.

Beste Grüße
Rainer
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Jag-S-Type
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BeitragVerfasst am: Sa 13 Jul, 2019 16:02    Titel:  

Hallo Rainer,

nach dem Ausbau (anders als bei dir war bei mir zum Glück nichts verschweißt) kann ich nun eindeutig sehen, dass es sich um den späten Typ des Brake Servos handelt, Teile-Nummer C24707. Nun ringe ich mit mir, ob ich beim Original bleibe (normalerweise tendiere ich dazu, den Originalzustand zu erhalten) zum Nachbau wechsle.

Manners biete ja beides an, und der Preisunterschied ist nicht sehr gross, wenn ich denen mein Altteil zurücksende.

Weshalb würdest du wieder den Nachbau wählen ?

Verregnete Jag-Grüße
Fred
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Rainer Lindner
registrierter Benutzer
südl. München



BeitragVerfasst am: Sa 13 Jul, 2019 17:55    Titel:  

Servus Fred,

klar, ist Originalität ein grosss Argument. Andererseits sehe ich den Mk2 als Gebrauchsauto mit hohem Nutzwert (die reinen Sammler und Bewahrer mögen mich jetzt häuten). Wenn ich einmal diesen "Umbau" gemacht habe, bekomme ich den Nachbau leichter und m.E. schneller und das nicht nur in Deutschland und kann das Ding auch fast am Strassenrand einbauen ohne Rücksendung usw.. Da wir wirklich sehr viel mit unserem Mk2 fahren, fühle ich mich damit einfach besser. Das würde ich auch im Fall der Bremsen auch so handhaben: mittlerweile sind m.E. die originalen Zylinder preislich in einer Region angekommen, wo ich, falls meine Bestände mal aufgebraucht sein sollten, lieber Edelstahl-Nachbauten einbauen würde.

Ich gestehe aber auch, dass ich im Fall unseres XK140 da vielleicht ein wenig konservativer wäre, obwohl auch der den Strom fürs Licht über ein Relais bezieht, weil mir ein heisser Lichtschalter einfach nicht gefällt und er nun mal Halogenscheinwerfer hat, die ein wenig mehr Strom ziehen.

Der Rainer aus dem Norden ist mit seinen 123-Zündungen fit wie kaum einer und in einigen unserer Kosten sind die auch drin, auch nicht original, aber schon saugut nach meiner Meinung. Und wenn er mag, kann er Dir sicher noch einige Änderungen an sseinen Kisten erzählen, die durchaus vom Original abweichen, jederzeit rückrüstbar sind, aber den Gebrauch erheblich verbessern oder erleichtern.

Aber, wie gesagt: Das ist durchaus Glaubenssache.

Beste Grüsse
Rainer
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BeitragVerfasst am: Sa 13 Jul, 2019 18:19    Titel:  

Hallo Rainer,

herzlichen Dank für deine Erläuterungen, deine Beweggründe habe ich verstanden.

Ich gebe zu, dass ich bezüglich der Originalität auch nicht wirklich konsequent bin (z.B. habe ich auch bei allen meinen Oldtimern mit Ausnahme der 6V-Renault Dauphine auf die 123Ignition-Bluetooth gewechselt), aber da ich nicht wirklich viel mit den Dingern fahre, versuche ich, an den Stellen, wo ich eher mit wenigen Problemen im normalen Fahrbetrieb rechne, beim Original zu bleiben.

Ich werde es mal bei einem guten Glas Rotwein überdenken und mich vom Bauchgefühl leiten lassen.

Schöne Grüsse in den Süden
Fred
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