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I-Pace  >>  Ich bin auf den I-Pace umgestiegen - Who is next?
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Autor weitere Bemerkungen
XF-Driver
registrierter Benutzer
Haltern am See



BeitragVerfasst am: Mi 17 Jul, 2019 13:15    Titel: Ich bin auf den I-Pace umgestiegen - Who is next?  

Ein dedizierter I-Pace Bereich - hat ja etwas länger gedauert...

E-Mobilität spaltet ja aktuell noch fast die gesamte Gesellschaft. Das wird sich in den kommenden Monaten ändern. Ich habe mich langsam durch die (häufig negativen Beiträge aus der Tesla-Ecke) an den I-Pace rangetastet. Dabei habe ich vieles lernen können...

Wie mein Nickname andeutet, bin ich nach fast 10 Jahren XF Diesel (knapp 480 tkm, 37.000 L Diesel und 98 t CO2) Anfang Juli umgestiegen. Mein aktuelles Fahrprofil (bedingt durch berufliche Veränderung) - knapp 35.000 km/Jahr, hauptsächlich pendeln Home<->Office (ca. 100 km/Tag), einige Urlaubs- und Dienstreisen.

Wichtigste Kaufgründe:
-> "Weil"-Auto (...ich finde immer einen Grund...)
-> CO2-Debatte (... ich stand mangels Regen auch dieses Jahr bereits mit dem Wasserschlauch im Garten...)
-> 50kW Lader (... zwei liegen auf täglichem Streckenprofil...)

Weitere (private) Konsequenz:
-> Ich habe mir ne BahnCard25 gekauft (... um Flugreisen zu vermeiden ...)
-> Geändertes Einkaufsverhalten (... ich bin Kaufland-Neukunde ...)

Freue mich von weiteren I-Pacern zu lesen.

XF-Driver

Ich antworte mal hier, um den kommenden I-Pacern Ihren Raum zu geben...

@marcuspk -> Aber wie ist das im Alltag?
Nach nunmehr fast 4 Wochen: Jaguar hat da ein tolles Auto hingezaubert. Meinen Alltag bewältigt der Wagen problemlos. Nach 300 km ist laden angesagt, gehe idR nicht an die Grenzen des Akkus.

@marcuspk -> marginalen CO2 Betrag
So marginal ist der nicht. Das Thema CO2 wird kommen, und es wird Geld kosten. Ob und wie eine "Entlastung" zu mehr E-Mobilität führen wird, wird sich zeigen...

@sailingblue -> Erfahrungen bei Autobahntempo
Vollkommen alltagstauglich. Durch intelligente Fahrweise lassen sich Weg, Geschwindigkeit und Ladesäulen gut miteinander verbinden.

@marcuspk -> .. würde ich auf ein Wasserstoffauto warten...
@sailingblue -> ...dann warte ich lieber auf die nächste Generation mit Getriebe...
Sind das jetzt Einwände oder Vorwände?

@sailingblue -> ...das Fahrgefühl des I-Pace bei hohen Geschwindigkeiten...
Die Tesla-Community nimmt gerne Vergleiche vor... www.youtube.com/watch?v=jZzNKtnjc4o

Ich erinnere an dieser Stelle mal an den Titel dieses "Threads" => Ich bin auf den I-Pace umgestiegen - Who is next?
Diskussionen um 8/6/3-Zylinder Verbrenner bitte in die entsprechenden Foren verlegen - Dankeschön.

Aktuell scheint es, als würde Jaguar mit dem I-Pace Neukunden gewinnen... Ist ja auch eine Erkenntnis!

Weiterhin optimistisch auf I-Pace Fahrer "wartend".


Zuletzt bearbeitet von XF-Driver am Mo 29 Jul, 2019 8:33, insgesamt 36-mal bearbeitet
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marcuspk
registrierter Benutzer
braunschweig



BeitragVerfasst am: Do 18 Jul, 2019 7:51    Titel:  

Guten Morgen!..
Ich finde es spannend, das man jetzt seinen Verbrauch aufrechnet und den mMn eher marginalen CO2 Betrag noch dazu schreibt.. aber egal.. Wie ist denn die Erfahrung so?! Reichweite? .. Geschwindigkeit? Ausdauer? ... hohe Geschwindigkeiten?!

Wenn ich Tesla auf der Autobahn sehe schlurfen die meist mit 110 und max 130 auf der rechten Spur herum...Etwas das für mich mit hohem Autobahnprofil nicht in die Tüte käme... Da möchte ich mich lieber bei um und bei 160-180 (Wohlfühltempo) bewegen.. (Dauerhaft). Das Tempo ist auch das wo man am besten konzentriert ist und mMn am flüssigsten durch kommt...

Nichts desto trotz da Du die Aufzählung ja bringt...

Bahn zu fahren ist Höchststrafe... NIEMALS FREIWILLIG höchstens zum Flugzeug um das Parkhaus zu sparen.
CO2 Debatte ist doch ein Witz... 2,1% Welt-CO2 durch dt. Menschen.. davon nur 16% Verkehr inkl. LKW.. was sparen wir? Nichts.
Wären die Kohle und Gaskraftwerke offline und wir würden regenerativ + atomar Strom erzeugen.. würde ich auf ein Wasserstoffauto warten.. Das ist glaube ich die Zukunft.
Ladevorgänge... Stelle ich grauenhaft vor.. Ich fahre die Strecke Hildesheim Verona mehrfach mit 1x Tanken (Fernpass) .. ohne weitere Pause.. mit dem FType (der braucht 2 wenn man ihn tritt) ;) ... oder dem XF.. Wie lange braucht es mit dem EAuto? Letztens bin ich unten angekommen und dachte mir .. ich könnte gleich wieder hoch fahren (hat Spaß gemacht).. Meine Permanent Strecke.. HI-Köln... Morgens hin.. Termin 1,5h... Zurück.. wieder ins Büro.. scheint auch nicht zu gehen...(oder?)

Ich will hier keine Grundsatzdebatte vom Zaun brechen.. Denn ich war es ja der nach dem "neuen Forum" gefragt hatte...
Aber wie ist das im Alltag?.. Über einen (ohne grünen Zeigefinger bitte) realen Bericht auch über die tatsächlichen Kosten würde ich mich wirklich freuen. Wegen dem CO2 Rucksack macht so ein Teil zwar auch als 2.Wagen wenig Sinn für mich.. aber wer weis wie das weiter geht...

Bin gespannt.
VG Marcus
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Sailingblue
registrierter Benutzer
München



BeitragVerfasst am: Do 18 Jul, 2019 10:04    Titel:  

Obwohl ich mit den eingangs genannten grünen Gedanken und allgemein mit Weltverbesserung nichts am Hut habe, finde ich die leise und blitzschnell verfügbare Power, die die E-Motoren liefern, faszinierend, und würde mir schon allein deswegen einen I-Pace kaufen.

Was mich aktuell abschreckt sind zum einen natürlich die Reichweiten (was in meinem Fall aber nicht so ein Problem wäre, da ich für längere Strecken auf andere Fahrzeuge zurückgreifen könnte) aber auch die Ankündigung, dass ZF gerade ein Getriebe für E-Autos entwickelt, da erst mit einem solchen Getriebe bei höheren Geschwindigkeiten effizient gefahren werden kann.

Ich verabscheue das Gefühl, längere Strecken mit Benzinern hochtourig zurücklegen zu müssen, deshalb liebe auch meinen 3.0-Diesel so. Wenn die aktuellen E-Motoren bei 180 km/h hör- und fühlbar "leiden" und deshalb den Akku schneller als nötig leersaugen, dann warte ich lieber auf die nächste Generation mit Getriebe.

@ XF-Driver: Wie sind denn deine Erfahrungen bei Autobahntempo?
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pipowicz
registrierter Benutzer
Türkenfeld



BeitragVerfasst am: Fr 19 Jul, 2019 1:46    Titel:  

"Ich verabscheue das Gefühl, längere Strecken mit Benzinern hochtourig zurücklegen zu müssen, deshalb liebe auch meinen 3.0-Diesel so."
Sorry, mit dem XKR muss ich gar nichts hochtourig zurücklegen, es sei denn bei extremen Geschwindigkeiten. Wenn ich meinen Jaggi zum Kundendienst gebe, bekomme ich immer einen XE oder XF Diesel als Fahrzeug, Tolle Autos , klasse zu fahren. Aber der Sound eines Diesels ist nicht vergleichbar mit dem Sound der Katze. Jaguar und Diesel....das war schon harter Tobak.
Cheers!
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Sailingblue
registrierter Benutzer
München



BeitragVerfasst am: Fr 19 Jul, 2019 8:40    Titel:  

Meiner Meinung nach passen weder Diesel noch Vierzylinder zu Jaguar. Andererseits ist es gar nicht leicht, an den aktuellen Modellen überhaupt eine Eigenschaft zu finden, die einen Jaguar früher ausgemacht hat ;-)

Zu deinem Vergleich: Dass man mit einem V8 mit 400-500 PS auch als Benziner sehr angenehm unterwegs ist, steht außer Zweifel. Ich hatte den V8 zwei Mal, im XK und im XJ, und kenne dieses Fahrgefühl gut. Das fühlte sich noch "besonders" an.

Nun gibt es aber die großen Benziner bei den Jaguar-Limousinen nicht mehr, überall werkeln 0815-Vierzylinder (und demnächst wohl Dreizylinder...). Wenn ich aktuell die Wahl habe zwischen 300 hochtourigen, durstigen PS des 30t und 300 drehmomentstarken, niedertourigen PS des 30d wähle ich für Autobahnfahrten immer lieber den Diesel. Mir gefällt die entspanntere Motorencharakteristik und auch das tiefere Geräusch (als Sound kann man es ja nicht wirklich bezeichnen) auf langen Reisen einfach besser. Vom Verbrauch mal ganz abgesehen.

Paradoxerweise finde ich persönlich sogar den Elektroantrieb mehr Jaguar-like als die aktuelle Ingenium-Verbrennergeneration. Allerdings habe ich eben noch Zweifel wegen der Getriebediskussion. Wenn es stimmen sollte, dass die E-Motoren eigentlich mehrere Gänge bräuchten, um auch bei hohen Geschwindigkeiten gut unterwegs zu sein, würde ich mit dem Kauf lieber noch etwas warten.
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Sailingblue
registrierter Benutzer
München



BeitragVerfasst am: Fr 19 Jul, 2019 8:54    Titel:  

@ XF-Driver

Vorwände brauche ich nicht, ich stehe der E-Generation sehr positiv gegenüber. Gerade wegen der brachialen Beschleunigung :-)

Mich würde aber interessieren, wie das Fahrgefühl des I-Pace bei hohen Geschwindigkeiten ist. Wenn ich z.B. eine Strecke von 100 Kilometern auf der Autobahn zurücklege (Reichweite spielt also keine Rolle), kann ich mit dem 3.0d entspannt mit 180km/h unterwegs ein. Wie ist das mit dem I-Pace? Fühlt er sich da in irgendeiner Form "angestrengt" oder lauter an?

- - -

Habe mir jetzt das verlinkte Video angeschaut, es gibt einen guten Eindruck, wenngleich ich daraus nicht beurteilen kann, ob die E-Motoren bei höheren Geschwindigkeiten evtl. nervende höhere Frequenzen von sich geben. Die Beschleunigung ist jedenfalls genial. Bedeutet der angezeigte Maximalverbrauch von 74 kwh/100km dass ich mit der 90kwh-Batterie ca. eine Stunde mit 200 km/h fahren könnte?

- - -

Danke für die Antwort "ja". Die Videos sind ja ganz interessant, aber ich hätte mich mehr gefreut über deine persönlichen Eindrücke und Vergleiche, nachdem du ja vorher genau mein aktuelles Auto (XF 3.0d) hattest. Wenn ich es richtig interpretiere, sind allerdings wir "Fossilen" in diesem Thread eher lästig, du wartest auf Gleichgesinnte, die schon Elektro fahren. Für mich ok, ich mache Platz.


Zuletzt bearbeitet von Sailingblue am Fr 19 Jul, 2019 20:13, insgesamt einmal bearbeitet
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FrankenJag
registrierter Benutzer
Bayreuth



BeitragVerfasst am: Fr 19 Jul, 2019 12:17    Titel:  

:-) Ich erlaube mir gemäß Artikel 19 freie Meinungsäußerung eine konträre Sichtweise exakt zu dem Thema I-Pace zu posten :-)

Zusammenfassung:
3 maßgebliche Gründe haben mich bis dato daran gehindert ein Jaguar Elektro Auto zu kaufen und so lange nicht wirklich bahnbrechendes Neuland betreten wird, kommt mir auch kein I-Pace in die Garage. Das als Antwort auf die Thread-Frage: "who's next".

Grund 1:
Auf Grund meiner Auslandsreisen weiß ich aus erster Hand und eigenen Augen, was für eine erschreckende, gnadenlose Natur-Vergewaltigung und (!) Menschen-Vergiftung durch Elektro-Technik und den Batterie/Elektroauto-Rohstoff/Produkt-Müll Tag täglich erzeugt wird. Die Rohstoffbeschaffung alleine schon ist ein Raubbau ungeahnten Maßstabes was in keinem Vergleich zu den geleckten Saubermann-Straßen unserer Gefilde steht. Hierzu gibt es ausreichend Berichte, wohl dokumentiert, über die Kongo Minen und auch die Lithium Beschaffung Süd-Amerika (siehe Lithium Akkus in sämtlichen Akku-Geräten), die Vergiftungen & Co. Und bei der Entsorgung, um das wir uns (Verbraucher) in Europa überhaupt keine Platte machen, wäre Ghana/Accra nur die Spitze des Gift-Eisberges. Auch hier gibt es mehr als nötig ausreichende Dokumentation. Bevor also keinerlei Verantwortung im Vorfeld für Rohstoffbeschaffung, Produktion und Entsorgung übernommen wird, ist es im Grunde "Wahnsinn" Elektroantriebe und Akku-Technik zu kaufen/nutzen.

Grund 2:
Die Hinhalte-Taktik der europäischen Autoindustrie muss einen tieferen Sinn haben. Denn Elektroautos sind wahrlich kein Wunderwerk. Gab es sie schon vor über 70 Jahren. Brauchen sie weit weniger Bauteile und Zulieferer-Anteile als herkömmliche Fahrzeuge. Auf welches zweites Angebotsbein will sich also die europäische Kfz-Industrie stellen? Erdgas? LPG? Wasserstoff? Das heißt, China ist um Längen den Europäern im Elektro-Kfz Bereich voraus und wird, wenn die Chance besteht, den Markt überschwemmen. Und wenn das nicht funktioniert, wird China der Zulieferer No 1 sein, wobei die Europäer dann einfach nur noch ihr Karrosserie-Design und Label aufkleben. Was für mich klar bedeutet, so lange es keine Kristall/Glas Akkus gibt, Rohstoff-freundliche Konzeption und zuverlässige Reichweiten (im Diesel-Niveau) muss ich selbst keins dieser Fahrzeuge frühzeitig nutzen.

Grund 3:
Im Wasserglas mag die Welt ok sein, aber sie ist eben größer. Das Setzen der Karte auf Elektro in einer so unfassbar umfassenden Weise, sollte doch zu bedenken geben, dass ein Mega-Flare der Sonne ausreicht, um einen Großteil zu zerstören. Auch wenn die Medien 2012 belacht haben mit Huibuh-Weltuntergang, so gab 2014 die Nasa klein laut zu, dass 2012 ein Monster-Mega-Flare die Erde nur gestreift hatte. Und jetzt kommt's, man wartet nur darauf, dass ein Weiterer folgen wird. Man sprach und spricht bis heute nicht von "ob" sondern "wann" und "wie heftig". Bedenkt man, was inzwischen alles von "Strom" und insbesondere Elektro-Technik abhängig ist, dann kann man sich einen Blackout sehr gut vorstellen. Diese Form von Energie ist einfach nicht die Zukunft in den nächsten 20 bis 50 Jahren.

Demnach ist es für mich persönlich, in meiner kleinen Welt, zu kurzsichtig auf Jaguar und I-Pace zu blicken. Jaguar liefert einfach nichts Bahnbrechendes, was andere nicht schon längst etabliert haben. Nach dem ausführlichen Test-Genuss eines e-Golfs und Teslas kommt mir vorläufig derart nicht in die Garage. Nebenbei bemerkt interessieren mich die Gesamt-Zahlen eines Produktes und nicht alleine ein Verbrauchswert. Und da schneiden die Elektroautos deutlich schlechter ab, als herkömmliche Fahrzeuge.

Ergo, bis zu einer vertretbaren, technischen Lösung und Angebot fahre ich herkömmliche Fahrzeuge.
Wie kann ich Elektro-Autos auf Kosten von Natur/Umwelt und Gesundheit anderer Menschen in anderen Ländern nutzen?
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Gast





BeitragVerfasst am: Fr 19 Jul, 2019 14:09    Titel:  

@FrankenJag : Das hätte ich kaum anders formuliert.. Bin da ganz bei Dir!

Das Ding mit dem Hinhalten ist schlicht.. Die Industrie hat ein Motto.. Manchmal ist es billiger etwas blödsinniges zu tun als es nicht zu tun.. Und ich glaube genau das ist der Punkt.

Sieht man es mal wirklich realistisch.. dann ist ausser in Mitteleuropa die Lade infrastruktur nirgendwo auf der Welt abgesehen von Größstädten leistbar. Das sehen selbst die Chinesen so.. Auf dem Land ist Essig mit Strom. Noch findet man eine Box bei Lild um die Kiste zu laden.. Aber was wenn nicht.. Was machen die Laternenparker, die Tiefgaragenparker usw... Einige Vermieter nehmen zus. zu den Stromkosten und den Kosten für die Wallbox zus. eine 50 Euro Miete pro Monat an dem Stellplatz...

Würde man mal gegenrechnen was all das Kupfer.. all die Erdbewegungen usw. kostet um nur bei uns diese Infrastruktur zu schaffen.. kommt man auf noch viel höhere Kosten.... Solche Dinge wie CO2 Rucksack (90kWAkku = 150.000km?) sind da noch gar nicht berücksichtigt.
Natürlich können komunale Kreisläufer.. 80km / Tag .. Essen auf Rädern Autos, Pflegedienste usw. elektrisch lokal emissionsfrei fahren.. Aber der gr. Wurf für den Individualverkehr ist Elektro nicht....

Man stelle sich vor 10.000 EAutos starten zu Ferienbeginn nach Italien... (und da fahren 10x so viel) ... Die brauchen 3 Tage um über die Alpen zu kommen wenn die Säulen alle voll sind....

Aber... Es bleibt spannend.
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pipowicz
registrierter Benutzer
Türkenfeld



BeitragVerfasst am: Fr 19 Jul, 2019 17:55    Titel:  

Amen !
Genauso ist es , wenn man die Sache logisch und frei von ideologischen Einflüssen durchdringt.
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Arminko
registrierter Benutzer
Spanien



BeitragVerfasst am: Sa 20 Jul, 2019 12:09    Titel:  

Elektroautos sind im Moment nur für den Stadtverkehr und noch ein Stückchen weiter, das hört sofort auf bei Fernreisen. Bin gerade von Spanien nach Deutschland gefahren, das sind rund 3000km, mit Elektro schwieriger als mit Kutsche. In Frankreich gibt es einige Ladestationen entlang der Autobahn, ich habe mir die angesehen, an einer standen 5 Autos in der Warteschlange, jeder brauchte über 30 min. zum Laden. Die Jungs hatten alle keinen Saft mehr, weil sie die vorherigen schon abgefahren hatten und die auch überlaufen waren. In Frankreich war Ferienbeginn!!Jetzt standen die bei brütender Hitze neben ihren Autos und warteten auf Saft. Klimaanlage konnten sie ja nicht laufen lassen, mussten ja sparen, ein Unding, nach ein paar Stunden geht es für die dann zum nächsten Stop, da sieht es genauso aus, na dann schönen Urlaub!!
Grüße
Armin
Wer liefert was?
      
XF-Driver
registrierter Benutzer
Haltern am See



BeitragVerfasst am: Do 25 Jul, 2019 11:13    Titel: War es ein Fehler? Mein erstes Elektro-Auto  

Wenn man ein wenig sucht, findet man diesen Artikel (Veröffentlicht am 16.05.2019) von WELT-Autor Peter Huth, der seinen Diesel BMW abstellt und auf Jaguar I-Pace umsteigt.

www.welt.de/wirtschaft/article193647589/Jaguar-I-Pace-Mein-erstes-Elektro-Auto.html

Teil 1: Abschied vom Diesel
Teil 2: Vorsichtiges Herantasten
Teil 3: So fährt sich die Elektro-Katze
Teil 4: Debakel an der Ladestation
Teil 5: Zwischen Hoffen und Bangen
Teil 6: War das E-Auto ein großer Fehler?
Teil 7: Kein Fehler, aber ...
Teil 8: Warum ich im Ladepark plötzlich rot sehe
Wer liefert was?
      
OWL_Jaguar
registrierter Benutzer
32479 Hille



BeitragVerfasst am: Mi 14 Aug, 2019 7:51    Titel:  

Moin allerseits,

Zunächst: Ich musste meinem Jaguar Händler gestern leider mitteilen, dass aus dem Plan einen 2 Liter Diesel gegen einen i-Pace zu tauschen nichts wird. Und dies obwohl der Händler mir mit intensiven und tagelangen Probefahrten unter Realbedingungen mit einem i-Pace alle Gelegenheit gegeben hat, das Auto auf seine Altagstauglichkeit zu prüfen.

Der Blog von Peter Huth ist super - er zeigt sehr differenziert Stärken und Schwächen der e-Mobilität. Ich möchte das mal abseits der deutschen Metropolen gern kommentieren.

Woran scheitert es für mich? Zunächst im ländlichen Raum an der Ladeinfrastruktur. Ich wohne in Ostwestfalen. Landschaftlich und von der Lebensqualität her ein absoluter Traum. Nur was moderne Technologie angeht - ich könnte lange Geschichten zu Internet Geschwindigkeiten schreiben - sind wir leider ganz weit hinten. Es gibt im Umkreis von etwa 20 km ca. 10 Ladestationen, davon nicht ein Schnelllader sondern immer nur Typ 2 - also beim iPace laden wir damit einphasig. An all diesen Stationen ist nichts wo ich die Zeit sinnvoll verbringen kann - außer einem Renault Autohaus, der Stadtverwaltung, einer Tankstelle. Also müsste ich 10 Stunden dort zum Laden verbringen? Garantiert nicht.

Zuhause ist Platz im Carport. Der Nachteil von Laternenparkern in den Großstädten existiert nicht und natürlich würde ich eine Wallbox anschließen. Den Spaß mit dem Schukostecker zu laden kann ich mir vermutlich damit sparen. Ich würde es also schaffen, jeden Morgen 100% (aka 300 km Reichweite) im Auto zu haben.

Jetzt bin ich aber mit dem Auto beruflich ca. 25.000 km in Deutschland p.a. unterwegs. Und da ist das Thema für mich leider am Ende. Meine Kunden sind mal in großen Städten - da hat jedes Hotel in der Tiefgarage einen Typ 2 Lader. Alles super, komme ich mit klar. Aber nur, wenn die einfache Fahrtstrecke kleiner 300 km ist. Sonst nicht. Und sorry, ich unterbreche meine Fahrt nicht für 1 Stunde um irgendwo 22 kwh für weniger als 100 km zu laden. Das hat für mich weder etwas mit Zeiteffizienz noch mit Lebensqualität zu tun.

Wie Peter Huth nehme ich für lange Strecken sehr gern die Bahn. Erst recht wenn es in automobile Chaos Regionen wie Stuttgart, Berlin, München oder das Ruhrgebiet geht. Da ist jeglicher Autoantrieb falsch, auch Elektro.

Ich bin 100% überzeugt, dass wir mit der Elektromobilität erst am Anfang stehen und in 10 Jahren über viele unserer jetzigen Probleme lachen. Nur bei einem bin ich auch sicher: solange per Kabel geladen wird werden wir es niemals schaffen, eine Ladeinfrastruktur in Metropolregionen aufzubauen, die auch nur ansatzweise den dort vorhandenen Bedarf abdecken wird.

Und damit schließt sich für mich der Kreis. Laden kann ich super zu Hause und in Metropol Regionen. In letztere fahre ich aber nicht jeden Tag bzw. am besten gar nicht mit dem Auto. Wenn ich aber in ähnliche Regionen wie OWL fahre und dort laden muss verbringe ich den Tag in einem Industriegebiet oder muss meinen Kunden oder das Hotel bitten, mir die Kabeltrommel aus dem Fenster zu reichen. Echt spaßig.

Last not least: ein i-Pace kostet ab 79.000 € aufwärts. Bei den oben beschriebenen Nachteilen und der Reduktion dieses Fahrzeugs auf Nahverkehr und mittlere Strecken ist die Anschaffung eines solchen Fahrzeugs absolut unwirtschaftlich. Der Jaguar Verkäufer sagte mir gestern noch, dass alle i-Pace die er aktuell verkauft hat teure Zweitwagen sind. Klar, wer sich das leisten kann. Aber wir reden doch davon, dass eine Massenmobilität erreicht werden soll, oder? Und das ist mit einem solchen Auto nicht möglich.

Also: ich bleib beim Diesel ... und dem F-Type für den Spaß. Auch wenn der i-Pace beim Fahren ebenfalls Riesen Spaß bereitet.

Gruß
Andreas
Wer liefert was?
      
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