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XJ - ab 2010 (V8, V6, Diesel)  >>  XJ wird eingestellt
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Autor weitere Bemerkungen
Bernard
registrierter Benutzer
Rheingau



BeitragVerfasst am: Mo 03 Jun, 2019 20:18    Titel: XJ wird eingestellt  

Heute im Handelsblatt kam, was ja bereits gemunkelt wurde - der XJ wird eingestellt und es gibt vielleicht irgendwann einen elektrischen Nachfolger. Statt also dieses völlig unterschätzte Auto durch ein neueres Styling zu pushen und den Absatz in die Höhe zu treiben, setzt man (vielleicht) auf die Zwischentechnologie E-Auto. Bei der Größe keine einfache Aufgabe.

Ich halte das für eine wieder mal völlig verfehlte Produktpolitik. Ich verstehe Jaguar nicht mehr. Zum einen ist der XE für mich viel zu nah am XF positioniert gewesen.

Dann das Einstellen des 4-Sitze-Cabriolets XK - diese waren eigentlich immer beliebt. Den F-Type als kleineres Cabrio und die Auswahl stimmt doch. Viele Marken haben mehrere Cabrio-Baureihen, und bei den Briten ist das ebenfalls Tradition. Und nun kein Spitzenmodell der Limousine mehr? Keine Markenbotschafter-Staatskarossen mehr aus UK und keine Alternativen zu ABM in der Oberklasse? Und nun gehören alle noch fahrenden XJ damit zu einer auslaufenden Baureihe - keine gute Idee.

Über solche Spitzenmodelle definiert sich letztlich eine ganze Marke. Mercedes ohne S-Klasse und BMW ohne 7er? Audi ohne 8er-Reihe? Schwer vorstellbar, zumal Tradition bei Jaguar eine gewisse Rolle spielt.

Mit solchen Entscheidungen in der Markenführung vergrault man Kunden. Nicht gut.
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skylark2001
registrierter Benutzer
Unner Frangn



BeitragVerfasst am: Di 04 Jun, 2019 6:26    Titel: Verlust  

Hallo zusammen,

Der iPace hat übrigens ungefähr genauso viel Innenraum wie ein kurzer XJ.
Wozu braucht es also noch einen XJ?
Als reines Statussymbol?
Dazu haben die weltweiten Grünen die Autoindustrie und damit die individuelle Mobilität schon zu waidwund geschossen. Alle anderen Konzerne streichen ebenso Baureihen. Audi TT, R8. Der SLK steht auf dem Prüfstand. Jaguar ist viel zu klein, um da noch mithalten zu können.

Jaguar definierte sich einst durch seine Cabrios und seine großen Limousinen. Das ist vorbei und damit wird Ratan Tata wieder eine große britische Marke gegen die Wand gefahren haben, so wie er auch bei Rover tatkräftig weitere Löcher in den Boden des untergehenden Wikingerschiffs gebohrt hat.

Zusammenfassend bleibt wohl, dass in der automobilen Neuzeit die Marke Jaguar zu klein ist und, um es mit Wilhelm II. zu sagen, das Automobil wohl eine vorübergehende Erscheinung ist.

Angenehmer Nebenefekt für die Mächtigen: die, die schon länger hier leben, können dank fehlender individueller Mobilität besser gegängelt und kontrolliert werden - auch wenn man das nie zugeben würde.

Wen juckt da schon der Verlust des XJ?
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SovereignV8
registrierter Benutzer
Köln



BeitragVerfasst am: Di 04 Jun, 2019 6:57    Titel:  

Jaguar ist nicht nur zu klein - vor allem verstehen die Entscheider nicht, was es bedeutet, im Premium-/Luxussegment mitspielen zu wollen.

Weniger Akribie und Leidenschaft, dafür mehr Billiglösung und Plastefeeling war eben der falsche Weg. Ein Trauerspiel, wie man die Marke systematisch entkernt und überflüssig gemacht hat!

E-Mobilität? Da ist Jaguar inzwischen wieder ganz hinten angelangt. Die wahren Autobauer aus Deutschland haben überholt, bevor das erste Serienprodukt auf der Straße ist. Ein Erfolg nicht zuletzt ihres weit überlegenen Marketings.

Ich sage ja schon lange: Jaguar siecht dahin - bald wird es dann ganz aus sein. Und das ist gut so.
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Wieseldiesel
registrierter Benutzer
EUDSSR



BeitragVerfasst am: Di 04 Jun, 2019 11:31    Titel: Designversager Ian Callum  

Jaguar ist viel zu klein, um da noch mithalten zu können.
Das sehe ich anders, gerade dadurch müßte es möglich sein, Nischenprodukte
zu erzeugen, die die Großen mit ihren Wasserköpfen nicht können.
Aber mit der heutigen Modellpalette hat man sich halt beliebig und
austauschbar gemacht-ohne Not .
Dafür ist ja der xj das treffenden Beispiel, indem er kaum mehr
Stilelemente der Vorgänger übernahm- und nun endgültig scheiterte.
Und wollen mal abwarten, wann der Abgesang auf unsere Industrie folgt-
von wegen bei der E- Mobilität abgehängt.
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Arminko
registrierter Benutzer
Spanien



BeitragVerfasst am: Di 04 Jun, 2019 19:07    Titel:  

Es ist natürlich traurig, dass Jaguar von seinem Mythos und Stil sich verabschiedet. Der XJ war nun der letzte aus Leder und Holz, halt ein Jaguar, hoffe nicht, dass Jaguar den Weg wie Chevrolet einschlägt, das wäre traurig. Das Königshaus muss sich jetzt nach einem neuen Fortbewegungsmittel umsehen, in Holland würden sie Fahrrad nehmen, aber auf der Insel wird es mit heimischen Produkten eng. Jaguar steht kurz vor Ende, es muss verdammt hart gespart werden, denke der XF steht auf Grund der geringen Verkaufszahlen auch auf dem Prüfstand oder sie machen eine Langversion für die Royals, wäre eine Aufwertung, dann aber wieder mit Leder und Holz ohne Plaste!!!
Grüße
Armin
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skylark2001
registrierter Benutzer
Unner Frangn



BeitragVerfasst am: Mi 05 Jun, 2019 5:27    Titel: XJ  

@ Das sehe ich anders, gerade dadurch müßte es möglich sein, Nischenprodukte
zu erzeugen, die die Großen mit ihren Wasserköpfen nicht können.
Aber mit der heutigen Modellpalette hat man sich halt beliebig und
austauschbar gemacht-ohne Not .
Dafür ist ja der xj das treffenden Beispiel, indem er kaum mehr
Stilelemente der Vorgänger übernahm- und nun endgültig scheiterte.
Und wollen mal abwarten, wann der Abgesang auf unsere Industrie folgt-
von wegen bei der E- Mobilität abgehängt.


In Zeiten, da Konstrukte, wie die EU, vorschreiben, man müsse einen bestimmten Flottenverbrauch haben, funktioniert ein Nischenprodukt nicht -ohne E-Pace, i-Pace und XE und ohne eine Flotte von PKW mit verbrauchsgünstigen Motoren kann sich ein Autohersteller überhaupt keine Kfz vom Schlage eines XJ leisten. Es reicht auch nicht, sich auf einstmals erfolgreichen Formgebungen, die 50 Jahre alt sind, auszuruhen, zumal, wenn sie eine aerodynamische Katastrophe sind.

Der komplett neue XJ war aus meiner Sicht damals ein richtiger Schritt - wir haben deswegen 2 davon im Haushalt - mich irritieren eher die vielen E-Pace und F-Pace. Jaguar scheint nur noch aus SUV und F-Type zu bestehen. Warum nur? Wenn ich ein SUV fahren will, dann nehme ich einen Range. Wir wollten eine große Limousine - und sind äußerst zufrieden.

Gruß
Dirk
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marcuspk
registrierter Benutzer
braunschweig



BeitragVerfasst am: Mi 05 Jun, 2019 8:21    Titel:  

@Skylark...

Ein XJ hat mehr Berechtigung denn jeh.. Das hat nix mit Status zu tun sondern mit Wohlbefinden.

Übrigens ist das Thema "Grün" weltweit gar kein so großes in Bezug auf Autos wie es Dir so erscheint..

Das mag einem so vor kommen wenn man in der deutschen Filterblase sitzt.. Aber Elektromobilität ist keine Lösung..
Nicht in Südeuropa, Afrika, Südamerika, Russland, Indien, Australien, China (ausserhalb der Megacities) usw...
Nicht mal in den USA. Das ist und bleibt Marketing und "Verdummbeutelung". Aber das haben halt die Mitbewerber
gut erkannt und so kann man sich die dt. Autoindustrie besser vom Leib halten als durch techn. Innovation. Läuft bei
Greta dafür finanziell auch richtig gut ;) Aber egal.. ich schweife ab....

Ein iPace ist vieles aber keine Alternative zu einem luxuriösen Langstrecken-Reisewagen wie einem XJ, S-Klasse oder 7er.
Ein XF ist ebenfalls überhaupt keine Alternative zu solch einem luxuriösen Langstrecken-Reisewagen.

Selbst auf der popeligen Strecke Hannover/Berlin ist es ein fühlbarer Unterschied ob man das mit einem
z.b. gleich motorisierten XF oder XJ fährt... Kenne beide gut... Letzterer gleitet nicht nur bei 250 viel viel sanfter und leiser ..
Auch im Innenraum liegen (leider) Welten zwischen den Beiden....Es ist frustrierend - aber es ist so. Gerade der
aktuelle XF ist weniger am XJ dran als der Vorgänger... Ein Elektrowitz schafft den Termindruck nicht.. nirgendwo. Dem Food-Designer mit der Holzfäller-Frisur mag das egal sein, der bewegt sich auch nur im 10km Umkreis.. Vielen anderen eher nicht.

Dazu kommt ja auch noch der Imagewert.. Staatskarossen.. gepanzerte Fahrzeuge... Nicht nur für Politiker sondern eben
auch für gut betuchte Geschäftsleute. Erstaunlicherweise begeht BMW gerade einen Designfehler.. Der wird sich
rächen... Bleibt irgendwie nur Mercedes und da wäre eine Alternative schon angebracht. Audi geht mit zu viel BlingBling auch
eher nur auf die Generation Botox ein...
Tatsächlich kenne ich einige eher stilvolle Menschen die einen XJ fahren und nicht auf die Idee kämen einen
BMW Audi oder Maserati zu kaufen..

Jaguar wird einen neuen XJ bringen.. das haben sie angekündigt und das wird auch kommen.. Wenn nicht wäre es
ein sehr sehr dummer und vor allem unnötiger Fehler...

VG Marcus

PS: Hier noch ein spannendes Zitat von Herrn Callum:
“Proper luxury brands have to have an indulgent car in there somewhere,” he said. “We’ve got two: the XJ and the F-Type. If you want the room of an XJ, you might as well buy an XF — there’s not much in it — but the whole point of luxury is indulgence, so you need a car like that, something that acts as the bookend for the brand. I think we will always have that.”

Was bedeutet.. auch ein neuer XJ wird eher mächtig und gewaltig als schlank und grün... (Gut so)
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carlos9115
registrierter Benutzer
Salzburg, Austria



BeitragVerfasst am: Mi 05 Jun, 2019 10:04    Titel:  

Ganz toll geschrieben... und nachdem man mir bei F-Type/F-Pace sagte, ich hätte die 'perfect garage' - habe ich mir im April den F-Pace gegen einen der letzten XJ getauscht und bin wirklich sehr angetan!

Für mich gab es keine wirklich guten sonstigen Alternativen, abgesehen von einem freaky F-Pace SVR... :)

Bin nun knapp 5k km gefahren und muss sagen, dass ist wie A380 fliegen im Vergleich zu 737 oder 777... als 3/0 SC AWD gibts auch ein Package, welches das ganze Jahr Sinn macht...

Daher gefiel mir auch das Zitat - the perfect garage consists of F-Type and XJ IMHO!
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Celine
registrierter Benutzer
Hannover



BeitragVerfasst am: Mi 05 Jun, 2019 11:06    Titel:  

Ich frage mal so:
Hat hier irgendwer Ahnung, welchen Druck man hat wenn man konkurrenzfähig bleiben muss?

Ich bin selber ein Fan vom XJ.
Ich hatte schon dem V8 von 2004, habe derzeit einen XJ6 von 82 und möchte den aktuellen kaufen.

Es geht aber nicht darum, dass man freiwillig Leidenschaft, liebe zum Detail und Luxus gegen sparen und Plastik eintauscht.
Können wir uns vorstellen wie es ist, wenn die Zahlen nicht stimmen?
Man hat unter anderem Verantwortung für viele Angestellte.
Welcher Druck dann herrscht und man in diese sparsame Schiene gepresst wird.

Was ich sagen möchte ist, dass ich den XJ sehr vermissen werde aber man kann es sich mit der Begründung nicht so einfach machen wie es einige tun.
Zu vielem wird man gezwungen, wenn man vorher schon die Weichen falsch gestellt und zu spät oder gar nicht korrigiert hat.
Vielleicht ist’s nicht wirtschaftlich, vielleicht will Jaguar sich für die Zukunft anders aufstellen.
Aber ich bin sicher, wenn der XJ weg ginge wie geschnitten Brot, würde man ihn nicht einstellen.
Am Ende hängt da aber sicherlich sehr viel mehr hinter.
Wenn ich da an meinen AG denke und was hinter jeder Entscheidung so steckt...Wahnsinn!
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skylark2001
registrierter Benutzer
Unner Frangn



BeitragVerfasst am: Mi 05 Jun, 2019 13:12    Titel: XJ  

@marcuspk und @carlos9115

... ich sehe, wir sind in allem einer Meinung. Bei einem Anteil von 80% Grünenwählern bei den Erstwählern bei der letzten Europawahl graut es mir aber ...

Übrigens was stimmt denn nun?
1. Der XJ wird eingestellt und es gibt einen neuen ... oder
2. Der XJ wird eingestellt und es gibt keinen neuen

??

Gruß

Dirk
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marcuspk
registrierter Benutzer
braunschweig



BeitragVerfasst am: Mi 05 Jun, 2019 14:10    Titel:  

Hallo Celine.... Ich glaube jeder der sich ein Auto in dem Bereich neu anschaut bzw. leisten kann,
wird mit Begriffen wie Kostendruck.. Effizienz..oder auch Konkurrenzfähigkeit schon konfrontiert worden sein.
Das die Kohle vom Himmel gefallen ist, ist vermutlich in den seltensten Fällen der Fall..

Jedoch.. JLR muss aufpassen wie sie sich aufstellen... Diese Aufstellung im Markt beschreibt letztendlich die
Zielgruppe von denen ich Käufer bekommen möchte...
Also zuerst kommt die Einordnung in den Markt.. dann kommt das Produkt.. und darin denn dann die Möglichkeiten wo/wie/was eingespart werden kann.
Und in dieser Einordnung bzw. so wie viele Jaguar sehen, sind die die "edle", aber sportliche Alternative zu Mercedes und BMW.
Weniger das Technikmonster Audi.. eher mehr Mercedes ...

Und in dem Bereich reicht es eben nicht einen XF zu haben. Der XF (hatte ihn selbst) ist kein 7er.. noch nicht mal wirklich so ganz auf Niveau des 5er... Der kann, wie die EKlasse auch.. noch einiges besser. Es sind aber diese netten kleinen Nebensächlichkeiten die uns diese Fehler verzeihen lassen.

Würden sie.. was sie beim XF260 im Vergleich zum XF250 schon getan haben, diese kleinen Goodys weiter weg lassen.. gefährden sie ihre Chance weiter gekauft zu werden. Das rächt sich gerade massiv beim XF und den Verkaufszahlen. Sie bieten da schlicht nicht das was sie von ABM unterscheidet bzw. die Unzulänglichkeiten "vergessen" lässt.. Und darum kauft die auch keiner derzeit..... Und genau an der Stelle braucht Jaguar wieder einen XJ. Und der MUSS liefern.

Es muss schlichtweg ein Auto geben das die Queen fährt.. bzw. eines das "M" durch London kutschiert oder den Prime Minister wie auch anderer Staatschefs durch die Welt kutschiert...

Würde dem nicht so sein, wäre Jaguar kein Premium Hersteller mehr sondern nur noch ein kleiner Hersteller im Meer von anderen.... Das werden sie sich kaum wagen... Und wenn doch.. wäre es bald vorbei.

@Skylark : Egal was man online sucht.. Es kommt stets die Aussage das ein neuer XJ kommt..
Na klar wird das aktuelle Modell irgendwann eingestellt. Das kündigte sich schon länger an...

Wie der neue kommt?! .. VIele schreiben "rein elektrisch".. Glaube ich ehrlich gesagt nicht..
Ich vermute das im neuen XJ die neuen 6Zylinder zum Einsatz kommen.. 1 Hybrid... und vielleicht so wie mit
der SKLasse geplant auch ein reines EAuto auf gleicher Plattform...

VG Marcus

Noch ein Nachtrag... Ich vermute mal das JLR mit der Umstellung auf die neuen 6Zyl. Motoren sowie auch mit der Umstellung auf die 3 verschiedenen MLA-Plattformen ICE/MHEV + PHEV sowie der BEV Batterie Version von jetzt 6 versch. Plattformen noch einiges aufzuholen hat...Das sollte ja 2019/2020 beginnen....
Zuerst wurden sie vom 6dTemp-Debakel (wie alle anderen auch) überrascht.. Dann vom Brexit...
Da ist einiges vorzubereiten/anzupassen auch für die Werke im Ausland
Auch hat man sich ja den "J-Type" schützen lassen (und auch RoadRover..iiih)...
Da würde es tatsächlich passen wenn sie je nach Lage einen J-Type (e Limo), einen fast identischen
neuen XJ (Verbrenner/Hybrid) parallel vom Band lassen.. Aber wir können nur warten...
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Celine
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Hannover



BeitragVerfasst am: Mi 05 Jun, 2019 15:48    Titel:  

Noch ist nicht mal raus ob es einen neuen gibt oder nicht.
Auch wenn nicht, wird Jaguar nicht gleich zu einem 0815 Hersteller mutieren.
Die Zukunft geht eben zu kleinen Elektro Autos.
Die Spritfresser Big Block sind irgendwann Geschichte.

Was ich damit aber sagen wollte ist, das die Führungsriege eines solchen Konzerns so etwas sehr viel besser beurteilen kann als wir.
Die Leute dort haben Fakten vor Augen und kämpfen mit Problemen, von denen wir träumen.
Die Aussage, dass Jaguar einen Xj liefern muss sonst war es das und Jaguar setzt auf Plastik statt auf Luxus, das sind sehr einfach gestrickte Aussagen.

Und offensichtlich reicht es doch (erstmal) nur einen XF zu haben, ansonsten hätten die klugen Köpfe reagiert.
So wie es aussieht, hat es Jaguar, genauso wie Banken, Versicherungen, Baufinanzierer usw auf die Zielgruppe Young Professionells abgesehen.
Junge Leute mit guten/starkem Einkommen.
Der gediegene, typische XJ Fahrer wird, wenn es keinen Nachfolger gibt, wohl dem ganzen zum Opfer fallen.
Das Argument mit ABM kommt auch immer wieder aber denkt ihr, Jaguar weiß das nicht auch?

Was kostet ein XJ in der Entwicklung und im Bau und wieviele werden verkauft.
Man kann hier nicht nach Prinzipien gehen wie, dass eine Marke wie Jaguar einen XJ anbieten muss.
Solche Entscheidungen können die finanzielle Stabilität stark beeinflussen und viele Jobs kosten.

Ich habe schon 2-3 Leute kennenlernen können, die zu den Machern gehören.
Unter anderem habe ich mich ein paar Stunden mit Herrn Piëch unterhalten.
Es ist beeindruckend, was da an Intelligenz und Kompetenz zusammen kommt.

Meint ihr nicht auch, dass so jemand dann besser beurteilen kann, ob und welches Modell gebaut werden soll als wir?
Von seinem beratendem Stab, zu denen mein Vater gehört, mal ganz zu schweigen.

Ich weiß schon wie es rüber kommt sowas zu behaupten und ich will niemanden beleidigen wenn ich sage, dass wir (mich natürlich eingeschlossen) keinen Plan haben verglichen mit diesen Köpfen, die solche Unternehmen lenken.
Wenn doch, bewerben, an die Spitze kommen und es besser machen.

Ich sagte bereits, dass ich den XJ top finde und einen kaufen möchte.
Klar ist’s schade wenn kein Nachfolger kommen sollte.
Aber es wird Gründe geben.

Ist alles aber nur meine Meinung.
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marcuspk
registrierter Benutzer
braunschweig



BeitragVerfasst am: Mi 05 Jun, 2019 16:40    Titel:  

Nein..Ich glaube das Du da völlig falsch liegst...

Sicher wird es im Portfolio eines Herstellers ein Elektroauto geben (müssen).. oder zwei..
Und wenn man die Unternehmensstrategie von VW mal wirklich betrachtet.. dann sehen die das relativ realistisch das
der "Zuwachs" zu dem jetzigen IST dann elektrisch sein wird..
Aber auf die Idee zu kommen rein auf Elektro umzusteigen wird keiner kommen. So dumm sind dann .. trotz Gelddruckgreta
die dt. Manager nicht. (auch wenn das gerade so verkauft wird)
Infrastruktur ist Weltweit nirgendwo leistbar... Und wenn JLR global spielen will, müssen
sie "Verbrenner" liefern.. oder eben "Wasserstoff" oder ähnliches. Aber reine Akkuautos sind quasi jetzt schon out.
Das sagt nur keiner (laut) weil wir damit gerade Geld verdienen und Investitionen rein holen wollen.

Die Vorstände solcher Konzerne können das sogar sehr gut beurteilen.. Darum .. das sieht man jetzt beim XE Facelift
steuern sie auch massiv in der Qualität nach.. Man merkt scheinbar das man aufs falsche Pferd gesetzt hat.

Ich könnte Dir bei einem Wein diese Strategie mal ausführlich erläutern - jedoch ist es wirklich so... Ein XF reicht überhaupt
nicht um State of the Art zu bleiben. Gerade in China (weltweit gr. Markt) ist JLR noch sehr sehr klein. Da gibt es den XF schon länger in einer L Version.. Je größer.. je brutaler desto besser... Es interessiert dort übrigens niemand wirklich ob die Kiste 5 oder 15l verbraucht... Auch der CO2 Ausstoß ist nur für Europa relevant... Da hat Deine Filterblase zugeschlagen.

Und auch die XJ Kundschaft will reisen und nicht "laden"... Und ganz ehrlich auch mir ist es wurscht ob mein FType 9 oder 15l schluckt.. Wenn er das will.. weil ich es will.. darf er auch ;)
Die Menschen die Du meinst sind derzeit vorwiegend in kl. SUV unterwegs.. Da ist Jaguar recht gut aufgestellt.

Schmunzel.. Schon spaßig das Du schreibst das Du mit Piech plaudertest und was dein Daddy so machte.. Lach.. Ist trotzdem der falsche Konzern.. :)
Und ja.. es kommt genau "so" rüber ;) Schmunzel.. Soll mir jetzt aber "was" sagen!? ;)
Bedenke Du hast stets auch wenig Hintergrund von den Menschen mit denen Du hier schreibst? :) Und noch weniger Hintergrund dazu wer hier wie vernetzt ist....

Der XJ kommt.. ganz sicher.. Wenn nicht macht JLR einen riesen Fehler.. und den werden sie nicht machen.
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Celine
registrierter Benutzer
Hannover



BeitragVerfasst am: Mi 05 Jun, 2019 17:06    Titel:  

Marcus, ich muss nicht wissen wer was hier macht.
Es ist nur sehr wahrscheinlich, dass hier keine Vorstände oder deren Berater im Forum unterwegs sind.
Du kennst die Hintergründe Anderer übrigens auch nicht.
Frage an dich:
Warum wirst du so respektlos und herablassend?
Weil ich eine andere Meinung als die Masse hier im Forum vertrete?
Fühlst du dich bedroht und willst es durch Schmunzler und Lacher kaschieren?
Uns unterscheidet, dass ich direkt gesagt habe, dass ich hier niemanden beleidigen will aber es ist manchmal schwer seine Meinung höflich rüber zu bringen ohne dass es missverstanden wird.
Ich werde mir nicht anmaßen zu sagen, was Jaguar falsch macht, was anders gemacht werden muss, was die Konsequenzen sein werden usw denn das wissen die Jungs und Mädels besser als ich und meiner Meinung nach eben auch besser als jeder Andere hier.

Ich und ganz bestimmt auch Du haben so eine verantwortungsvolle Position nicht inne aber ich kenne Menschen, die haben sie und darum habe ich mitbekommen, wie langwierig kleinste Entscheidungen sind.

Vielen Dank für die Einladung zum Glas Wein, das können wir gern machen.
Ich denke jedoch, dass ich dir ein Glas einschenke während Dir diese Strategien von meinem „Daddy“ erklärt werden.
Ob Dir danach noch zu Schmunzeln ist, ich glaube es nicht.
Vorausgesetzt natürlich, du würdest dir etwas anhören von jemandem aus dem „falschen“ Konzern.

Und unterm Strich ist’s eben egal was die Leute denken, erwarten, wünschen oder wollen.
Ich habe dieses Thema so verstanden, dass der XJ nun leider eingestellt wird - Punkt aus Ende.
Wenn das stimmt, scheinen die Verantwortlichen, die sich der hier gebrachten Argumente ganz bestimmt auch bewusst sind, sie bewusst ignoriert zu haben und entscheiden dennoch so und ich glaube, es wird die richtige Entscheidung sein - auch wenn sie mir nicht gefällt.

Kann es wieder respektvoll und wertschätzend weiter gehen?
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Arminko
registrierter Benutzer
Spanien



BeitragVerfasst am: Mi 05 Jun, 2019 19:30    Titel:  

Nach der heutigen Bekanntgabe, dass Jaguar mit BMW kooperiert und mit ihnen neue Motore baut, könnte es natürlich auch einen elektrischen XJ mit BMW Teilen geben. Ein Satz in dem Artikel der FAZ schreckt natürlich, dass Tata verkaufen möchte und PSA interessiert sei, das wäre natürlich schlecht.
hier der Artikel aus der FAZ:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/auto-verkehr/e-autos-jaguar-land-rover-wird-exklusiver-partner-von-bmw-16223034.html
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SovereignV8
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Köln



BeitragVerfasst am: Mi 05 Jun, 2019 19:43    Titel:  

Na ja..... Die richtigen Entscheidungen wären m. E. getroffen worden, wenn sich XE, XF, XJ verkaufen würden, wie geschnitten Brot. Dafür, dass sie das nicht tun, habe ich meine persönlichen Erklärungen, die ich - das stimmt allerdings - aus dem Blickwinkel des Kunden und beobachtenden Autofans suche und nicht mit dem (verstellten?) Blick des „Insiders“.

Jaguar steckt in Schwierigkeiten, und das doch bestimmt nicht, weil die „Vorstände und Berater“ die richtigen Entscheidungen getroffen haben...

Ob wir die Beweggründe der Macher/Verantwortlichen durchschauen, oder nicht: Wir - wie der BMW-Fahrer nebenan, der Mercedes-Fan im Kollegenkreis und die „VAG-Herde“ - heben den Daumen oder senken ihn. Und die Macher/Verantwortlichen haben ihren Job richtig gemacht, wenn der Daumen hochgeht. Geht er bei Jaguars aber offensichtlich nicht. Bei Produkten des Wettbewerbs hingegen sehr wohl! BMW muss keinen 7er einstellen, Mercedes nicht die S-Klasse. Und selbst wenn: DIE würden es ganz anders verkaufen.....!
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Bernard
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Rheingau



BeitragVerfasst am: Mi 05 Jun, 2019 19:52    Titel:  

Nun, die Geschichte ist voll von Vorständen, die falsch reagieren, und auf Wettbewerbs-Herdendenken und Kostendruck alleine zu reagieren, war noch nie eine Strategie, die sinnstiftend war.

Es gibt Meinungen, die Jaguar nur die hochpreisigen Modelle empfehlen und X-Type oder XE verdammen. Andere setzen auf Spitzenmodelle wie den XJ, die dann XE als Einstiegsmodell mit sich ziehen. Die Idee dabei ist, wer auf den Geschmack kommt, will nach dem XE einen XF und dann, wenn es status- und wohnortmäßig passt, den XJ. Der ist halt nix für die Innenstadt und man muss ihn sich auch leisten können; aber für die Marke unverzichtbar. Ohne Royals und M geht der Nimbus unter. Deswegen ist es ja auch ein Fehler gewesen, den XE so nah an den XF zu positionieren und den XF dann auch noch abzuwerten, Liegt auf der Hand, doch ich habe es mir abgewöhnt, die Entscheidungen von großen Unternehmen zu hinterfragen; viele uns kennen die Dynamik, wie so etwas zustandekommt. Ich vermute, es gab genug warnende Stimmen, auch aus den Autohäusern.

Und ja, ich bin der festen Meinung, wenn Jaguar tatsächlich in die E-Falle tappt oder den XJ endgültig ausphast, dann wird diese Marke untergehen.

Kooperation mit BMW passt; die haben mit RR und Bentley Erfahrung in dem "britischen" Segment. Mit Peugeot und PSA & Co. wäre das sicherlich eine Katastrophe - passt Null.

Naja, es wäre sicher nicht die erste Ankündigung eines Konzerns, die sich später als revidiert herausstellt; hoffentlich besinnt sich das Management.
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Celine
registrierter Benutzer
Hannover



BeitragVerfasst am: Mi 05 Jun, 2019 19:59    Titel:  

Da gebe ich dir recht.
Die Jaguar Leute haben in der Vergangenheit, wie viele andere auch nicht immer die besten Entscheidungen getroffen aber wir wissen nicht auf welchen Grundlagen.
Dazu ein Satz:
Du sollst also Entscheidungen auf Grundlage von wenigen, unvollständigen oder keinen Informationen treffen - Willkommen im
Management!

Jaguar hat es von jeher schwerer als Mercedes und Co.
Der Ruf, dass es anfällige Autos sind die sich schwer verkaufen ist schwer zu handeln.

Als ich damals meinen fast neuwertigen Jaguar in Zahlung geben wollte, wollte der Jaguar Händler den nicht ankaufen und dabei wollte ich wieder einen anderen Jag da kaufen.
Deshalb auch sein unverschämt niedriger Ankaufspreis damals.
Der Verkäufer hat mir wirklich gesagt, dass der Wagen stehen wird.
Mit 2 Wagen könne ich aber IMMER ankommen - Porsche 911 und VW Golf.

Ich finde, dass Jaguar Unrecht zuteil wird.
Es sind bildschöne und sehr unterschätzte Autos.
Ich fuhr bis vor kurzem die aktuelle S Klasse.
Ein Traumauto aber mir gefällt der XJ besser und über kurz oder lang wird es entweder der oder einer der letzten XK mit dem 5.0 V8 werden.
Totale Gegensätze aber sie gefallen mir beide sehr!
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SovereignV8
registrierter Benutzer
Köln



BeitragVerfasst am: Mi 05 Jun, 2019 20:43    Titel:  

Zitat:
Ich finde, dass Jaguar Unrecht zuteil wird. Es sind bildschöne und sehr unterschätzte Autos.

Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu. Das macht das alles umso tragischer. So ein Potential...
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marcuspk
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braunschweig



BeitragVerfasst am: Do 06 Jun, 2019 14:20    Titel:  

So und nun darf ja wohl offiziell darüber gesprochen werden.. :)

JLR und BMW entwickeln nun offiziell gemeinsam Elektroantriebe...
Und insofern ist vermutlich auch die Frage nach dem kommen 8Zylinder beantwortet der
dann wohl wirklich ganz normalen Sprit verbrennt..aber eben auch ein Münchner sein dürfte...

Spannend das die ex BMW Manager die zu JLR gegangen sind doch irgendwie einen Hang
zu Mama haben.. :)

Schauen wir mal wie sich das auf den Markt auswirkt...

VG Marcus
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carlos9115
registrierter Benutzer
Salzburg, Austria



BeitragVerfasst am: Do 06 Jun, 2019 18:09    Titel:  

Ich verstehe hier ehrlich gesagt die ganze Aufregung nicht... das Auto, sprich der aktuelle XJ ist doch wirklich lange genug am Markt gewesen, dass jeder, der Interesse gehabt hat, Zeit hatte, einen zu bestellen... :)

Immer dann wenn etwas zu Ende geht, werden alle sentimental...

@skylark2001: Ja, soweit ich weiß, wird es einen Nachfolger geben, der allerdings anders sein wird und (teil-) oder komplett elektrisch... so genau wissen die das bei JLR selbst noch nicht...

Ich habe mich bewusst für ein 'altes' Auto entschieden, da nicht alles besser wird und genau so wie ich ein gutes Steak und eine Flasche Rotwein einem Quinoa-Salat mit Smoothie vorziehe, genauso geht es mir im Vergleich mit einem einem 'Supercharged XJ' zu einem xxx was auch immer da in Mode ist... :-))

Es gibt auch zur Zeit noch ein großes Angebot an (fast) neuen XJ, gerade in Deutschland, die man sich jetzt günstig anlachen kann... solche Königs-Mietzen wird es Mittel- und langfristig nicht mehr geben und wenn ich was bei JLR kritisieren möchte, dann dass sie 'deutsche Tugenden' immer mehr übernehmen und mit gewiefter Taktik das Ergebnis steigern wollen, indem sie weniger Auto für mehr Geld vertreiben wollen... Stichwort E-Pace, Pakete usw.

Für mich ist der XJ der letzte 'echte' JAG und ich bin froh, dass ich mir diese tolle Raubkatze eingefangen habe!

PS zum gleichen Preis bekommt man in GER sogar einen XJR 575 - diese Großkatze hätte mich ehrlich gesagt noch mehr gereizt... gibt es aber in Österreich nicht und ist hier auch unbezahlbar!
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Arminko
registrierter Benutzer
Spanien



BeitragVerfasst am: Fr 07 Jun, 2019 18:13    Titel:  

Natürlich ist hinterher das Gejammere groß, aber wie carlos9115 schon schreibt, wir hätten ihn ja alle kaufen können, dann würde er noch in der Produktion sein. Von unwirtschaftlichen Produkten trennen sich auch große Firmen, die wirklich Reserven haben, denke da an den Phaeton, für den wurde extra eine fantastische Fabrik in Dresden gebaut, das Auto selbst war top, aber keiner wollte ihn
und was hat Daimler mit dem Maybach gemacht, der Beetle und jetzt der TT, alles, was sich nicht rechnet, kommt weg. Bentley und Aston Martin und co. können sich noch exclusive Modelle leisten, aber da spielt der Preis keine Rolle.
Grüße
Armin
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Bernard
registrierter Benutzer
Rheingau



BeitragVerfasst am: Fr 07 Jun, 2019 21:32    Titel:  

Naja - ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass die meisten, die hier diskutieren, ihn auch gekauft haben?? Der Phaeton war oben an die Produktreihe von VW angeflanscht worden - ein Experiment, das nicht geglückt ist, und nach Meinung vieler Experten auch nicht glücken konnte. Eine Massenmarke braucht nicht von oben gezogen zu werden. Maybach war eine eigene Marke; die strahlte zu wenig auf MB aus, und zielte auch das gleiche Klientel wie Bentley ab und vielleicht noch RR; vielleicht eine Marke zu viel in dem Segment, und man braucht einen sehr langen Atem. Den wollte MB halt nicht haben. Beetle und TT passen auch nicht vom Vergleich her - es bleiben genügen Modellreihen übrig.VW und Audi stecken das weg. Und abgesehen davon: ob diese Entscheidungen weise sind, wird sich auch erst zeigen; Beetle und TT sind emotionale Autos, die ihre Fangemeinde haben. Ich vermute hier das Saab-Syndrom: Fans der Modelle werden diese Modelle hegen und pflegen und sie ganz lange fahren und keine andere Fahrzeuge dieser Marken kaufen. So mache ich es dann auch mit meinem XJ.

Machen wir uns nix vor. Jaguar kommt aus der 12-Zylinder Ära und hat grosse, luxuriöse Autos gebaut. Nicht jede Marke ist für die E-Ära geeignet. Die Marke wird von derartigen Modellen gezogen. Nur der Nimbus bewegt Käufer dazu, in die Marke Jaguar zu investieren. Ich liebe die Marke ja auch, aber trotz aller Verbesserungen sind Reparatur- und Wartungskosten weit oberhalb jeder anderen Marke, die ich je gefahren habe. In 35 Autojahren und vielen Erfahrungen mit diversen Marken kann ich sagen, an meinen Jaguar war am meisten defekt. Wird die Marke austauschbar, werden die meisten sie fallen lassen, auch aus Kostengründen. Ohne XJ und XK macht das Werkstattsystem so keinen Sinn - die ganze Positionierung wankt. Wer Premiumsegment sein möchte, braucht seine high end product range. Geld wird dann mit den XEs verdient - die müssen besser laufen. Da wurden leider auch Fehler gemacht. Und ohne XJ gibt es dann noch weniger Glanz und Gloria und Gründe, dieses Einstiegsmodell zu wählen.
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SovereignV8
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BeitragVerfasst am: Sa 08 Jun, 2019 0:13    Titel:  

Zitat:
[...] aber trotz aller Verbesserungen sind Reparatur- und Wartungskosten weit oberhalb jeder anderen Marke, die ich je gefahren habe. In 35 Autojahren und vielen Erfahrungen mit diversen Marken kann ich sagen, an meinen Jaguar war am meisten defekt.

Das kann ich nicht bestätigen, allerdings erst nach 31 Autojahren, aber ebenso vielen Erfahrungen mit diversen Marken. Echte Defekte kann ich bei den XJ an einer Hand abzählen - beim XJR allein eine gelockerte „Hauptsicherung“ -, mein XE geht auf problemfreie 90tkm zu. Und Wartung kostet nichts (XE) bis durchschnittlich/untere Grenze. Defekt- und Kostenkönige waren stets Audis (A6), die scheinen sich bei Laufleistungen > 100tkm regelrecht zu zerlegen. Bei BMW nerven viele Kleinigkeiten. Und ein Porsche-Werkstattmensch kommentierte Ölverlust am 911 mit der Bemerkung, es stehe bei 120tkm grundsätzlich eine Motorüberholung ins Haus. Na ja...

Stichwort Maybach: Maybach war kein Klassiker, wie der XJ, sondern ein lächerlicher Versuch, sich in dem großen, wiederbelebten Namen zu sonnen. Die Autos waren zwar oberluxuriös, aber hässlich, wie die Nacht. Zur Riesenbanane aufgemotzte S-Klassen, die ihrerseits schon keinen Schönheitspreis verdient hatten. Damit zugleich exklusiv und profan. Das zog nicht.

Die Aufassung
Zitat:
Wer Premiumsegment sein möchte, braucht seine high end product range. Geld wird dann mit den XEs verdient - die müssen besser laufen. Da wurden leider auch Fehler gemacht. Und ohne XJ gibt es dann noch weniger Glanz und Gloria und Gründe, dieses Einstiegsmodell zu wählen.

teile ich allerdings uneingeschränkt!
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Ittou1975
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Ostrhauderfehn



BeitragVerfasst am: Sa 08 Jun, 2019 1:35    Titel:  

https://www.youtube.com/watch?v=LuANURnBzWQ&t=139s

Ich werde ihn vermissen!
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Wieseldiesel
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EUDSSR



BeitragVerfasst am: Fr 14 Jun, 2019 7:46    Titel:  

diese großen Limousinen will zumindest in europa doch keiner mehr
haben. wann sieht man denn schon mal eine aktuelle S-Klasse auf der Straße,
von den anderen wie BMW7oder Audi8 ganz zu schweigen.
Und die Gretageneration wird auch nicht für einen Nachfrageschub sorgen,
von daher glaube ich nicht an ein (eigenständiges) XJ-Nachfolgemodell.
Vielleicht irgendwie ein umgelabelter 7-er BMW, aber eher/früher geht Jaguar
dann wohl in den Orkus.
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marcuspk
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BeitragVerfasst am: Fr 14 Jun, 2019 13:57    Titel:  

Nun ich weis ja nicht wo Du Dich so aufhältst...
Aber ich sehe hier eine Menge A8 und SKlasse herum fahren..
In meiner Region mehr A8 zugegeben..

Schaust Du mal bei den 5-7 jährigen sieht man noch mehr davon.
(klar .. die kreisen ja auch durch die City) ;)

Denke schon das es einen Markt dafür gibt..
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cumberland
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BeitragVerfasst am: Fr 14 Jun, 2019 18:50    Titel:  

Moin!

Ich halte die Einstellung des Flagschiffs der Modellpalette für einen schweren markenpolitischen Fehler.

Nachdem der XK eingestellt wurde und damit schon das traditionsgebende Segment der GT-Fahrzeuge verlassen wurde, ist der XJ das einzige Fahrzeug, das sich auf eine immerhin 50-jährige Tradition berufen konnte.

Und Tradition ist - wie bei Mercedes - ein Wert, der erheblich auf die Marke einzahlt und vom Kunden in der Regel honoriert wird.
Es gibt zwar keiner zu, aber viele fahren noch heute Mercedes, weil es ein Mercedes ist und nicht, weil es so ein tolles Auto ist.
Das ist mit Jaguar nicht anders. Ich glaube kaum, dass die identischen XE und XF gekauft würden, wenn Dacia vorne drauf stehen würde. (Nichts gegen Dacia, aber das ist eben ein anderer Markt.)

Autos sind auch heute noch (in der Premium-Preisklasse, in dem Kundensegment) *identitätsbildend* und für den privaten Besitzer auch eine bedeutende Investition, die er in der Regel sorgsam vornimmt.
Und da sucht er sich die Marke sorgsam aus.
Will ich eine traditionsreiche Marke?
Oder steht es mir besser, eine Marke mit Startup-Attitüde zu fahren?

Fakt ist aber, dass das KBA-Fahrzeugsegment der Oberklasse (XJ, S-Klasse, 7er, A8) seit vielen Jahren rückläufig ist. Früher haben solche Fahrzeuge auch mal gut verdienende Privatleute aus der oberen Mittelschicht *neu* gekauft, man denke nur an die vielen W126 mit privaten Erstbesitzern (freilich aber nicht immer überzeugender Ausstattung und Motorisierung).

Fahrzeuge dieses Segments werden seit Jahren schon eigentlich nur noch an Geschäftsführer oder Vorstände in Unternehmen ausgeliefert, als Dienstfahrzeug. Der Markt dafür ist recht begrenzt (in jedem Unternehmen vielleicht auf 1-2 Stück).

Was diese Klientel aber nicht möchte, sind Diskussionen nach dem Prinzip "Was hast Du denn da gekauft?".
Da ist man mit einem XJ oder einem Maserati Quattroporte eben ziemlich exzentrisch aufgestellt.
Und das möchten viele einfach nicht. Eine S-Klasse hinterfragt niemand. Sie ist der VW Golf der Vorstände.

Jaguar hat schon seit Jahren sein Heil im "normalen Dienstwagenmarkt" gesucht, also mit XF, XE, F-Pace, E-Pace eine gleichwertige Alternative zu den üblichen Dienstwagen im oberen Angestelltensegment anzubieten. Dazu das erfolgreiche Design von BMW (z.B. XE mit Hofmeister-Knick), Motoren mit geringem Co2-Ausstoß gem. Dienstwagenrichtlinie.
Das alles ist nicht Jaguar vorzuwerfen.
Allein mit Oberklasse und GT kann ein Fahrzeughersteller nicht mehr überleben.

Aber die Axt dort anzusetzen, wo die Markenidentität angesiedelt ist und herkommt - halte ich dennoch für falsch.
Ich habe manchmal das Gefühl, das Jaguar-Management möchte die Markentradition gezielt ablegen, um modern und frisch daher zu kommen. Das wäre schade - und in der Tat langfristig der Untergang der Marke.
Vielleicht ist am Markt auch anderes nicht mehr möglich, vieles wurde ja "traditioneller" probiert (X350).

Ich glaube übrigens schon, dass die Marke Jaguar für das E-Zeitalter taugt.
Das hätte man auch mit dem XJ als Flagschiff hinbekommen, wie Mercedes das auch mit der S-Klasse tun wird.
Ich nehme schon an, dass man einen batterielektrischen "großen" Jaguar bringt.

Vielleicht als Crossover, aber sicher unter einem neuen Namen - damit man ihn bloß nicht mit dem traditionellen XJ verwechselt.
Bloß nicht alt wirken.

Hinsichtlich des gerüchteweisen Verkaufs von JLR an PSA kann man auch nur Sorgen haben.
Sicher werden die Marken dann überleben und profitabel sein, aber an *die* künftige Plattformstrategie möchte ich heute nur ungern denken...

Das waren meine Gedanken zum Wochenende.
Wir werden erleben, was kommt.
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marcuspk
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BeitragVerfasst am: Di 18 Jun, 2019 11:27    Titel:  

@Cumberland

Ein toller Beitrag dem ich eigentlich zu 100% zustimmen möchte... Eine Ergänzung jedoch vielleicht noch...

JLR ist zum großen Teil mit ex BMW Managern ausgestattet... Gerade die sollten sehr gut wissen wie es zu laufen hat.
Und genau aus dem Grund bezweifle ich stark das es keinen XJ mehr geben wird.

Auf der anderen Seite finde ich es schon... "bemerkenswert", ein Modell das ewig auf dem Markt steht einzustellen ohne
direkt einen Nachfolger zu präsentieren. Da scheint das Marketing gar nicht gut zu funktionieren.

Auf mich wirkt es auch ein wenig so als ob sie zwar viel können.. oder könnten.. aber wenig "dürfen"... Oder es ist halt
doch alles "so" eng... Naja.. gut das wir nur Kunden und keine Angestellten sind.. wer weis...

VG Marcus
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Celine
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BeitragVerfasst am: Di 18 Jun, 2019 14:36    Titel:  

Wir sollten uns mal die Verkaufszahlen des XJ ansehen.
Ganz besonders im Vergleich zur direkten Konkurrenz.

Ich kenn nur die Zahlen von vor 2-3 Jahren, die aktuellen habe ich nicht auf dem Schirm aber der XJ spielte jedenfalls keine Rolle.
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cumberland
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BeitragVerfasst am: Di 18 Jun, 2019 15:45    Titel:  

Produktionszahlen:

Jaguar XJ Series 6 bzw. X 308 (1997-2003, inkl. Daimler): 126.260 Einheiten

Jaguar XJ Series 7 bzw. X 350/X 358 (2003-2009, inkl. Daimler): 83.556 Einheiten

Jaguar XJ Series 8 bzw. XJ /X 351 (Zahl 2009-2016, noch in Produktion): 114.373 Einheiten

Quelle:Focus
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Celine
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BeitragVerfasst am: Di 18 Jun, 2019 18:57    Titel:  

Danke für die Mühe.

Ich werd auch mal gucken.
Ich meinte die Zulassungszahlen der einzelnen Modelle, vor allem in D.
Hab mich falsch ausgedrückt.

Da hätte man gesehen, dass x mal soviel 7er etc wie.XJ zugelassen wurden.
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cumberland
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BeitragVerfasst am: Di 18 Jun, 2019 21:27    Titel:  

Gerade der deutsche Markt mit seinen "eigenen" Marken in der Oberklasse dürfte da wenig aussagekräftig sein. Hierzulande spielten ausländische Marken in der Oberklasse nie eine Rolle.
Der Weltmarkt ist anzusehen und daher auch die weltweiten Produktionszahlen, wobei Jaguar seit je her eine eher kleine (und vielleicht auch deswegen feine) Marke ist.

Aber:
Gerade aufgrund der gleichen Plattform wie beim XF, der gleichen Motore, Getriebe etc. müsste auch ein Oberklassefahrzeug mit niedrigen Stückzahlen und hohen Preisen rentabel zu bauen sein.

Man kann nur spekulieren, warum man den XJ ohne sofortigen Nachfolger auslaufen lässt. Ich meine, in der Presse schon Zeichnungen von einem Nachfolger gesehen zu haben, bei dem das Stufenheck wieder stärker ausgeprägt gewesen war. Möglicherweise war man mit dem Erfolg der derzeitigen Form dann doch nicht zufrieden. Oder oder oder...
Man wird es uns nicht sagen.
Wir können nur abwarten, was kommt.
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Celine
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BeitragVerfasst am: Di 18 Jun, 2019 23:28    Titel:  

Die stäken Märkte sind China, USA, Russland.
Die bevorzugen die Limos made in Germany.

Auch in diesen Märkten wird der XJ nur hinterherhinken.
Genaue Zahlen habe ich nicht aber ich bin sicher, dass der XJ nirgends anführt.
Wahrscheinlich nichtmal in GB ;)
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skylark2001
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Unner Frangn



BeitragVerfasst am: Mi 19 Jun, 2019 6:06    Titel: Tradition  

Hallo zusammen,

Zitat:
...Und Tradition ist - wie bei Mercedes - ein Wert, der erheblich auf die Marke einzahlt und vom Kunden in der Regel honoriert wird. ...


Da hinkt Jaguar den anderen Marken mit ihren Klassikabteilungen ebenso hinterher. Man mag noch tolerieren, dass eine große Limousine von einem Jaguar Händler nicht mehr in Zahlung genommen wird. Dass aber Jaguar in den vorangegangenen Jahren seine Oldies so komplett außen vor gelassen hat und den Markt teils abenteuerlich agierenden Teileschiebern überlassen hat, das zerstört die Tradition einer Marke langfristig recht nachhaltig.

Gruß
Dirk
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cumberland
registrierter Benutzer
Norddeutschland



BeitragVerfasst am: Mi 19 Jun, 2019 20:35    Titel:  

Moin Dirk,

erlaubst Du eine kleine Konkretisierung?
Weiter oben hast Du geschrieben:

> Das ist vorbei und damit wird Ratan Tata wieder eine große britische Marke
> gegen die Wand gefahren haben, so wie er auch bei Rover tatkräftig weitere
> Löcher in den Boden des untergehenden Wikingerschiffs gebohrt hat.

Es ist zwar richtig, dass die Markenrechte an "Rover" 2008 zusammen mit JLR an Tata übergegangen sein sollen (wie übrigens auch die Rechte an der Marke "Daimler" und "Lanchester"). "Rover" als Unternehmen hat er aber gar nicht mehr in der Hand gehabt, da "Rover" 2008 schon pleite war. BMW verkaufte die Marke im Jahr 2000 an die Phoenix Venture Group, die dann bis 2005 noch die "MG Rover Group" betrieben, bis die Mitgift von BMW aufgebraucht war. Dann war Schluss.

Oder beziehst Du Dich auf die kleine Episode, in der genau diese Eigentümer zusammen mit Tata einen nicht konkurrenzfähigen Kleinwagen auf den britischen Markt gebracht hatten - das war in der Tat ein weiterer Sargnagel:
City Rover alias Tata Indica: https://de.wikipedia.org/wiki/City_Rover

Interessant ist - um wieder auf das hier diskutierte Thema zurückzukommen - ein Interview, das Herr Tata mit der Autobild im Jahr 2015 führte:

https://www.autobild.de/artikel/interview-ratan-tata-ueber-jaguar-land-rover-und-seine-autosammlung-7160793.html

Eigentlich war er an Jaguar gar nicht interessiert, sondern an LandRover. Die Marken waren aber zu sehr über die Technik verbunden, als dass man sie trennen konnte.

Zitat aus dem Artikel:
"Und Jaguar? Da hatte ich lange gar keine Idee, was wir mit der Marke anstellen sollten. Ich habe verhandelt, ob wir die Marken nicht trennen könnten. Das wollte aber Ford nicht."

Das war kein guter Anfang.
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skylark2001
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Unner Frangn



BeitragVerfasst am: Do 20 Jun, 2019 7:11    Titel: Tatü TATA  

Moin Hans Georg,

ebendiese Episode mit dem City Rover ist es, auf die ich mich beziehe ... die scheinen ihm die Briten auch noch sehr nachzutragen wie man gelegentlich liest ... https://www.motoringresearch.com/car-news/features/great-motoring-disasters-mg-rover-cityrover/

Und sind wir mal ehrlich: Er hat auch heute noch keine Idee, was er mit der Marke anstellen soll.

Gruß

Dirk
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SovereignV8
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BeitragVerfasst am: Do 20 Jun, 2019 15:18    Titel:  

Müsste er auch nicht haben, wenn die Markenverantwortlichen, die er nach deren eigenem Bekunden an der sehr langen Leine führt und auch finanziell nicht ganz schlecht ausstattet, diese Idee hätten und „proper Jags“ bauen würden, die ein „must have“ auslösen und an denen sich kleine Jungs - sofern sich ein Teil überhaupt noch für Autos interessiert - die Nasen platt drücken. Mr. Tata würde sich freuen!

Mit der anglo-amerikanischen Strategie „mehr Plastik, weniger Technik, geringerer Preis“ ist man offensichtlich auf ganzer Linie gescheitert. Funktioniert schon im „gehobenen Normalo-Bereich“ nicht und führt im Premium-/Luxussektor unweigerlich zum Exitus.
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cumberland
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BeitragVerfasst am: Mo 24 Jun, 2019 21:48    Titel:  

Offenbar soll es mit J-Type und RoadRover weitergehen:

https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/neuer-jaguar-xj-2020-nicht-nur-als-elektromodell/
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Arminko
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BeitragVerfasst am: Di 25 Jun, 2019 19:28    Titel:  

Danke für den Artikel, das ist ja mal ein Lichtblick und hört sich gut an!!
Grüße
Armin
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Bernard
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Rheingau



BeitragVerfasst am: Di 25 Jun, 2019 21:47    Titel:  

Den Artikel habe ich jetzt auch gelesen - und verstehe JLR npch weniger. Der Road Rover... hat auf den die Welt gewartet? Wo doch selbst die Innenstädter auf dem SUV Trip sind? Von Kannibalisierungseffekten mal abgesehen...

"J-Type" - braucht es das wirklich nach so vielen Jahrzehnten XJ? Man kann doch modernisieren und Traditionen trotzdem mal lassen.

Mixes messages also hier - Jaguar scheint sich nicht so ganz klar zu sein, und hält sich Optionen offen. Ob das die Fans der Marke bei der Stange hält?
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Emerald_Dream
Sponsor 2019
Bonn



BeitragVerfasst am: Mi 26 Jun, 2019 6:58    Titel:  

Vielen Dank für den Artikel. Ein Satz darin fiel mir noch besonders auf:

Insgesamt wird der Jaguar XJ außerdem in den Dimensionen zulegen und über eine große Heckklappe verfügen.


Finde ich persönlich schade. Der XJ war für mich immer das Fahrzeug, welches durch Design und Eleganz besticht und nicht mitmachen muß im "Ich-auch-ich-auch-Fingerschnipsen" der anderen "Dickschiffe". Okay, zugegebenermassen waren schon X350 und X351 mir zu voluminös, ich konnte mich aber einer Rest-Hoffnung nicht erwehren, daß der Trend sich irgendwann zugunsten von wieder etwas mehr Eleganz statt Außenmaß umkehrt.

Nun ja, mal sehen, wie der "Neue" dann so aussieht.
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cumberland
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BeitragVerfasst am: Mi 26 Jun, 2019 8:00    Titel:  

Ich glaube auch nicht, dass ein Fahrzeug mit einer Heckklappe in dieser Klasse jemals ein Erfolg sein wird.
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SovereignV8
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Köln



BeitragVerfasst am: Mi 26 Jun, 2019 8:36    Titel:  

XJ a‘la Ford Scorpio I - mich würde es nicht wundern.
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cumberland
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Norddeutschland



BeitragVerfasst am: Mi 26 Jun, 2019 8:47    Titel:  

Der Scorpio (Auto des Jahres 1986) hat diese Form aber nicht erfunden. In seinem Segment kamen vorher z.B. Rover 3500 (Auto des Jahres 1977) oder Renault 25, später noch Citroen XM (Auto des Jahres 1990). Allen Auszeichnungen zum Trotz zeigte sich die Zielgruppe schon in der oberen Mittelklasse eher konservativ. Alle diese Autos blieben bescheidene Erfolge.
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SovereignV8
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Köln



BeitragVerfasst am: Mi 26 Jun, 2019 11:57    Titel:  

Stimmt.

Den Ford habe ich genannt, weil er vor der Scheidung zur Verwandtschaft gehörte ;-) Wobei in diesem Zusammenhang bemerkenswert ist, dass Jaguar sich aus dem Konzernbaukasten lieber bei den einfacheren Modellen bedient hat: Zündschlüssel vom Ford Ka (ok, ein „Bartelement“ mehr), Schalter vom Ford Transit usw.

Man hat dort seit jeher ein ganz sicheres Gespür dafür, wie man grundsätzlich guten Autos durch lieblose Detaillösungen an prominenter Stelle jede Premiumanmutung raubt. Die hilflose C-Säulen-Plastikkappe beim (noch) aktuellen XJ etwa ist auch so ein Highlight...
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cumberland
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Norddeutschland



BeitragVerfasst am: Fr 05 Jul, 2019 22:08    Titel:  

Die Planungen für einen elektrischen Nachfolger gehen offenbar voran:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/brexit-jaguar-will-e-limousinen-in-england-bauen-a-1275991-amp.html
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bohemian
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Vöcklabruck



BeitragVerfasst am: Fr 27 Sep, 2019 9:20    Titel: "Hat hier irgendwer Ahnung, welchen Druck man hat wenn man konkurrenzfähig bleiben muss?"  

konkurrenzfähig wird man auch durch die charaktereigenchaften "unverwechslbarkeit" und "kontinuität"
die unverwechselbarkeit starb als man aus dem xj einen citroen machte. einfach nur traurig. kann mir keiner sagen dass es nicht möglich ist creativ und ästhetisch die wunderschöne form des klassischen automobils in ihrer genetik auch für 2019 upzudaten.
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cumberland
registrierter Benutzer
Norddeutschland



BeitragVerfasst am: Fr 27 Sep, 2019 9:45    Titel:  

Das ginge vielleicht, aber die Frage ist, ob es gekauft wird.

Heute zählt vor allem der chinesische Markt und da muss es "0Bling-Bling" sein. Brauchst Dir ja nur die schrecklichen BMW-Nieren-Entwürfe anzusehen, die derzeit kursieren.
Claus Luthe würde sich im Grabe umdrehen.
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