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How to do - Selbermachen-Anleitungen  >>  x308/x100 Eaton Gen V Kompressor einbauen
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xjr2014
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Wiesbaden



BeitragVerfasst am: Fr 30 Jun, 2017 14:57    Titel: x308/x100 Eaton Gen V Kompressor einbauen  

Hi zusammen,
ich habe mich aufgrund leichter Lagergeräusche meines Kompressors im Leerlauf nach etwa 200.000 km Laufzeit entschieden ihn mit einem Generation V Eaton M112 zu ersetzen. In den /R-Modellen der 4.0 L Motoren sind Gen IV Kompressoren verbaut, die Gen V dann ab den 4.2 L Motoren (S-Type R, XJR X350, XKR 4.2L). Ihr Vorteil liegt in besseren Kugel- und Nadellagern der Roots-Schrauben, ebenso wie in einer verbesserten Beschichtung der Rotoren selbst. Dadurch ergibt sich ein geringerer Verschleiß und das Laufgeräusch soll ebenfalls leiser sein.
Den Ausbau des Kompressors habe ich in einem separaten Thread hier im Forum bereits beschrieben.

Der Einbau des Gen V Kompressors kann analog des „alten“ Kompressors geschehen, da die Bolzenaufnahmen identisch mit denen der Gen IV Kompressoren sind. Ebenfalls sind die Abmessungen gleich, so dass an keinem der umgebenden Bauteile (Ablasskanal, Ansaugwinkelstutzen mit Bypass-Ventil etc.) eine Anpassung gemacht werden muss. Ich kann jetzt nur für die AJ27 Motoren Bj.2000 die Plug’n’Play Kompatibilität bestätigen. Es gab im Antriebsriemensystem mehrere Anpassungen, die ich jetzt nicht im Detail kenne. Bei meinem ist ein einseitig gerippter Keilriemen mit 8 Rippen verbaut. Der direkte Tausch sollte somit bei allen Motoren funktionieren, die 8 rippige Laderkeilriemen verbaut haben (egal, ob jetzt einseitig oder beidseitig gerippt).
Einziger visueller Unterschied zwischen den beiden Generationen sind jedoch die hinteren Nadellager der beiden Rotorschrauben. Beim Gen V treten die Lagerkappen aus dem Gehäuse hervor und sind nun nicht mehr plan mit der Kontaktfläche zum Ansaugwinkelstutzen. Hierdurch wird es unmöglich den neuen Kompressor mit der alten Metall-Dichtung zu verwenden. Die Teilenr. der neuen Dichtung, wie sie in den 4.2 L Motoren verwendet wird, ist: AJ83292. Diese ist anders geformt und hat Aussparungen für die beiden hervorstehenden Lagerkappen. Zusätzlich ist der Metallkern der Dichtung nun mit Gummi ummantelt, so dass von einer besseren Abdichtung ausgegangen werden kann. Dadurch ist die Dichtung jedoch etwas dicker als die Vorgängerdichtung. Da der Kompressor fest auf dem Motorblock verschraubt ist und somit eine definierte Position hat, verschiebt sich der Ansaugwinkelstutzen um 1-2 mm nach hinten Richtung Spritzwand. Das stellt jedoch kein Problem dar. Man kann die beiden dreieckigen Halterplatten, an denen der Ansaugwinkelstutzen befestigt ist, lockern, was dann ausreichend Spiel gibt um den Ansaugwinkelstutzen in seiner neuen Position zu fixieren. Auf das AGR-Ventil und die Drosselklappe hat die Verschiebung keinen Einfluss.

Im Anhang nun ein paar Bilder, die vergleichend den alten Gen IV mit dem Gen V Kompressor zeigen, sowie die Passigkeit mit der neuen Dichtung.


Zuletzt bearbeitet von xjr2014 am Sa 01 Jul, 2017 12:34, insgesamt einmal bearbeitet
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xjr2014
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BeitragVerfasst am: Fr 30 Jun, 2017 14:58    Titel:  

...
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DriDon
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Rheinland



BeitragVerfasst am: So 16 Feb, 2020 15:06    Titel:  

Hallo, dein Post ist ja schon eine Weile her, ich wollte mal fragen, ob sich der Umbau bei dir bewährt hat?

Ich überlege, den Kompressor auf meinem AJ26S-Motor ebenfalls durch den 5. Gen M112 zu ersetzen.
Das Teil zwischen Drosselklappe und Kompressor (manifold intake ellbow) unterscheidet sich zwischen AJ26S und AJ27S und AJ33/34 (4.2 L) und, wie du geschrieben hast, muss auf jeden Fall die neuere Dichtung mit Gummi verwendet werden, um die hervorstehenden Lager zu berücksichtigen.

Du hast es ja geschafft, den 5.-Gen-Kompressor ohne Modifikation des Intake-Ellbows zu verbauen. Ist die Dichtung denn tatsächlich so dick, um die herausstehenden Lager zu kompensieren ohne am Verbindungsstück zwischen Drosselklappe und Kompressor etwas zu modifizieren zu müssen? Im amerikanischen Forum kursieren Bilder von modifizierten Teilen, bei denen der Lagerbereich ausgefräst wurde. Wäre es denn sinnvoll

Und letzte Frage noch: hält die Dichtung denn tatsächlich dicht, obwohl die Dichtlippen kein richtig passendes Gegenstück haben?

Vielen Dank für deine Expertise!
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xjr2014
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Wiesbaden



BeitragVerfasst am: Di 18 Feb, 2020 14:01    Titel:  

Moin Moin,

ja, der Umbau hat sich definitiv bewährt. Bisher kann ich nach wie vor keine Undichtigkeiten feststellen. Ich habe den Wagen bis Sept letzten Jahres als Daily Driver mit knapp 30tkm/Jahr gefahren - alles top!

Die Nadellager des Gen.5 Laders ragen nicht so weit hinaus, als dass ich den Ansaugwinkelstutzen hätte ausfräsen müssen. Aber entsprechende Bilder habe ich vor dem Umbau in den Foren ebenfalls gesehen.
Die Abdichtung mit der neuen Dichtung ist mehr als ausreichend. Wenn Du Dir diese anschaust, wirst Du um die kreisförmigen Aussparungen für die Nadellager aufgewölbte Dichtlippen entdecken. Die alte Dichtung besitzt lediglich eine einzige derartige Dichtlippe - der Rest ist nur ein Metallrahmen.
Eine Abdichtung des Ansaugkanals ist somit gewährleistet, da die Dichtung kanalseitig eine Gegenfläche am Winkelstutzen findet.

Ich gebe Dir Recht, dass die neue Dichtung nicht komplett vom Winkelstutzen abgedeckt wird, wie es bei der 4.2er Ausführung der Fall wäre. Allerdings sehe ich keine Notwenigkeit hierzu. Es sei denn, man müsse fürchten, dass Ladedruck aus dem Innern des Laders an den Nadellagern vorbei entwiche.

In meinem Fall hatte ich zwischen der Lagerkappe und der Passfläche des Winkelstutzens einen Spalt von etwa 0.5-0.8 mm. Das sollte meiner Einschätzung nach für Ausdehnungsvorgänge aufgrund Abwärme etc ausreichen. Vorstellbar wäre jedoch, dass dieser Spalt je nach Lader augrund baulicher Unterschiede anders ausfällt. Für diesen Fall hatte ich einen Dremel mit kleinem Fräskopf bereitliegen. Wäre per Hand sicherlich nicht so schön geworden, wie mit einem maschinengesteuerten Fräser, aber für den Zweck mehr als ausreichend.

Viele Grüße, Alexander
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DriDon
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BeitragVerfasst am: Di 18 Feb, 2020 14:27    Titel:  

Super, dann werde ich das Projekt angehen. Einen Kompressor habe ich schon gefunden. Mal sehen, ob der noch überholt werden muss oder nur neues Öl reicht...
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xjr2014
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BeitragVerfasst am: Di 18 Feb, 2020 17:36    Titel:  

Weißt Du, welche Laufleistung der neue Lader hat?

Mein damaliger Gen V war aus 'nem S-Type mit um die 110tkm. Es ist dieselbe Federkupplung wie beim Gen IV M112 verbaut. Beim Zerlegen war die Kupplung noch funktional, jedoch konnte man erste sich bildenden Risse im Gehäuse erkennen. Aber ich hatte ohnedies vor 'ne neue Kupplung einzubauen - einfach um ein paar tausend Kilometer später nicht dieselbe Arbeit nochmal machen zu müssen.

Die Kupplung meines ursprünglichen Laders war nach etwa 180tkm Kernschrott.

In beide Lader hab' ich die grüne Nylon-Kupplung aus den USA eingebaut - kann nicht klagen. Mit der Federkupplung (die damals nirgends zu vernünftigen Preisen erhältlich war) läuft der Lader im Stand/Leerlauf wohl leiser und es werden Unruhen vom Motorlauf besser vom Rotorenpack entkoppelt - das spielte für mich aber nur eine untergeordnete Rolle, denn ich hab' Fahren dem Leerlauf vorgezogen ;-)

Ich hab' für den Gen 5 Lader gleich auch die Lager für die Antriebswelle in der Kompressor-Schnauze mitbestellt, diese aber aus Zeitgründen nicht eingebaut. Je nachdem, wie hoch Dein Perfektionsanspruch ist, kannst Du die 2-3 Stunden zusätzlich noch investieren und hast dann auf jeden Fall Ruhe. Jedoch ist es keinesfalls so, dass irgendeiner meiner beiden Lader je ein defektes Lager im Antrieb gehabt hätte.
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BeitragVerfasst am: Mi 19 Feb, 2020 22:20    Titel:  

Er soll aus einem 2009er XKR sein mit 110tkm. Hintere Lager sind schon neu. Vorderes Lager sei noch gut.
Wie er in echt aussieht, werde ich erst sehen. Vielleicht montiere ich die "snout" von meinem (180tkm) drauf, der hat nämlich vorne ein neues Lager, aber von den Geräuschen her eine heftig verschlissene Kupplung.
Die Federkupplung gibt es jetzt beim XKStore in Österreich (120€) oder aus Amerika ($60+Versand+MwSt+Zoll).
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DriDon
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BeitragVerfasst am: Fr 21 Feb, 2020 22:19    Titel:  

Kompressor angekommen, Rotoren sehen gut aus, hintere Lager frisch, vorderes Lager spielfrei und die Federkupplung auch einwandfrei. :-)))
Aber jetzt ist er schon offen, dann kommt auch eine neue Kupplung rein. Ist für mich nicht das vertrauenserweckendste Bauteil, so ein sprödes Kunststoffrädchen mit Kunststoffeinsätzen und Metallfeder...
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DriDon
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BeitragVerfasst am: So 29 März, 2020 14:27    Titel:  

Kurze Ergänzung:
Der Kompressor der 4,2 L-Modelle passt zusammen mit der richtigen Dichtung auch beim AJ26S-Motor plug&play :)
Bei mir passte die Befestigung des Ansaugtrakts zwischen Kompressor und Drosselklappe am Motor trotz der etwas dickeren Dichtung immer noch.
Ist also für alle XJR, XKR und Daimler Super V8 auch vor MY 2000 eine gute Option ohne Bastellösungen.

Der Tausch hat uns 4-5 Stunden gekostet, ist also machbar. Klopfsensoren wurden dabei prophylaktisch erneuert, an die kommt man nämlich nur mit ausgebautem Kompressor ran.
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