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Autor weitere Bemerkungen
Dutton
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BeitragVerfasst am: Sa 30 Mai, 2020 20:25    Titel:  

"Auto lief wie ein Traktor ..."

An dieser Feststellung vor mehr als 14 Tagen hat sich trotz vielfältiger Aktivitäten im Ergebnis leider nichts geändert (das einzig Positive ist, dass die Temperaturentwicklung mittlerweile völlig ok ist).

Zur Erinnerung:

Damals haben meine Frau und ich mit dem Auto einen herrlichen 300 km-Ausflug unternommen, lief wie ein Uhrwerk, keine Probleme. Abends dann fast eine ganze Tankfüllung E10 eingefüllt und anschließend noch 14 km bis nach Hause gefahren, keine Besonderheiten.

Am nächsten Tag wollten wir dann wieder in die Eifel, sind aber nur 40 km weit gekommen. Nachdem das Auto von Anfang an schon recht unruhig gelaufen war, trat dann dieses eigentümliche Sirren (wie wenn die Zündung Massekontakt bekommt) auf, kombiniert mit Aussetzern und entsprechendem Bollern/Rumoren im Auspufftrakt.

Wir sind dann fast im Schritttempo doch noch heim gekommen, aber seitdem läuft der Motor zwar nicht schlecht (keine Aussetzer etc. mehr), aber eben wie ein Traktor, also nicht rund. Man hat den Eindruck, jemand habe nachts die Zündkabel vertauscht (habe ich selbstverständlich der Ordnung halber überprüft, sind aber alle richtig gesteckt).

Es haben sich ungezählte Reparaturversuche angeschlossen, hier die Zusammenfassung:

- Verteilerkappe, Läufer, und Kabel geprüft; mit Stroboskoplampe Zündung überprüft, es blitzt auf allen 12 Zylindern.

- Kerzen zigmal rausgeschraubt: Kerzenbild weitgehend ok, alles in akzeptablem Rahmen, obwohl auch nach längerer Fahrt schon mal (wechselnd) einzelne Kerzen leicht verrußt oder nass waren.

- Die Interims-Pierburg-Kreisel-Benzinpumpe wieder gegen die blaue Kolben-Benzinpumpe getauscht, die bei Übernahme eingebaut war. Funktioniert einwandfrei.

- Kompression gemessen: Ausnahmslos auf allen Zylindern um die 9 atü

- Vergaser nochmals exakt eingestellt/abgestimmt, sind definitiv in Ordnung

- Zündverstärker der XJ12-Zündanlage getauscht: Keine Verbesserung

- Kabel zum Drehzahlmesser vom Zündverstärker abgenommen: Nichts genützt

- Pickup ausgetauscht: Kein Erfolg

- Heute die Ignitor-Zündanlage, die anfangs bei Übernahme des Autos verbaut war, wieder komplett mit dem alten Verteiler eingebaut: Zündet super, aber ansonsten alles wie vorher (Traktor)

Ich habe bestimmt noch Einiges vergessen, aber ich denke, die Auflistung reicht zur Verdeutlichung meiner derzeitigen Stimmungslage.

Ich bin wieder mal mit meinem Latein am Ende und Manfred als Ideengeber ist gerade nicht verfügbar. Wenn also jemand eine zündende Idee hat, bitte her damit. Ich werde jedem Hinweis nachgehen.

Wenn jemand meint, das gibt es doch nicht, sowas haben wir noch nicht erlebt, kann ich nur sagen: Stimmt, ich auch nicht. Bin kurz davor, den norwegischen Troll-Regierungsbeauftragten anzuschreiben und zu fragen, wie man diese Plagegeister wieder aus dem Auto kriegt ... :-))

Im Voraus vielen Dank und beste Grüße

Hajo
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Nichtschwimmer
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BeitragVerfasst am: So 31 Mai, 2020 8:13    Titel:  

Moin,

eine zündende Idee habe ich nicht. Nasse Zündkerzen sind nicht o.k. Wie schon einmal gepostet, würde ich ein Zündoszilloskop und einen 4-Gastester dranhängen. So kannst du die Qualität der Verbrennung und zylindergenau Probleme mit der Zündung, den Zündspannungsverlauf, ZÜndaussetzer das Gemisch etc. überprüfen. Vielleicht lassen sich die Ursachen so eingrenzen.

Grüsse Udo
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Dutton
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Nörvenich



BeitragVerfasst am: So 31 Mai, 2020 9:56    Titel:  

Hallo Udo,

mit so einem Zündoszilloskop kenne ich mich nicht aus; da würde ich wohl eher in die Werkstatt gehen, als mir jetzt auch noch so ein Teil anzuschaffen (obwohl es bei den Beträgen, die das Auto bislang verschlungen hat, darauf auch nicht mehr ankommt).

Zur Vergaserabstimmung siehe Bild.

Wie gesagt habe ich mit der Stroboskoplampe mehrfach jedes einzelne Zündkabel abgeblitzt: Alle positiv.

Das Verrückte ist aber, dass das Kerzenbild jedesmal anders ist (anhängend einige Beispiele, die Kerzen sind immer nach Bänken sortiert).

Ich habe die Kerzen mehrfach sofort nach längeren Probefahrten rausgeschraubt und vertauscht wieder eingesetzt. Stets waren eine oder zwei Kerzen nass oder leicht verrußt, aber - wie gesagt - immer andere in anderer Konstellation. Beim letzten Versuch war - erstmals! - die linke Bank komplett ok, die rechte dagegen divers.

Ich verstehe das Ganze einfach nicht. Manfred und ich gehen davon aus, dass die Vergaser ok sind. Und bezüglich der Zündung haben weder der Tausch des Pickups noch der Einbau einer komplett anderen Zündanlage was gebracht. Was bleibt da also noch als mögliche Ursache, die sich wortwörtlich "über Nacht" eingeschlichen hat?

Grüße vom ratlosen

Hajo




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Dutton
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Nörvenich



BeitragVerfasst am: So 31 Mai, 2020 9:58    Titel:  

Noch ein paar Beispiele:



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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



BeitragVerfasst am: Mo 01 Jun, 2020 8:35    Titel:  

Wenn die "Nässung" zwischen den Kerzen = Zylindern hin und her wandert, dürfte es kein Defekt sein, der in der Zündanlage "nach" dem Verteilerfinger lokalisiert ist.
Es dürfte auch nicht an einzelnen Vergasern liegen, weil sonst immer die gleiche(n) Dreiergruppe(n) betroffen sein müßten.
Folgene Fehler sind für mich denkbar:
- Stromversorgung der Zündspule,
- Zündspule,
- Zündverstärker
- Pick-up der Zündanlage,
- Verkabelung der Zündanlage, Bereich von Pickup zu amp, Amp Stromversorgung, plus und Masseleitung der Zündspule,
- Balastwiderstand und seine Verkabelung.

Ich erwähnte in einem früheren Beitrag schon mal die frei 'zusammenphantasierte' Hypothese, dass einzelne Zündaussetzer zu einer Anfettung des nächsten Arbeitstaktes führen könnten, wenn sich der unverbrannte Kraftstoff zum Teil an den Zylinderwänden niederschlägt und erst beim nächsten Arbeitstakt verbannt wird.

Es gibt einen billigen Zündfunkenstärkemesser aus nicht leitendem Kunststoff, der wie eine Schere konstruiert ist. Man steckt ein Zündkabel auf den einen Kontakt und leitet vom anderen Kontakt ein Zündkabel an die Zündkerze oder an Masse. Dan läßt man den Motor laufen und öffnet die 'Schere' / Spingstrecke langsam. Man kann dann beobachten, wie weit der Funke springt, bis er nicht mehr erscheint. Der Zündfunke einer "gesunden" Zündanlage sollte min 12 mm weit springen. Schafft Ihr Zündfunke das nicht, liegt ein Fehler in der Zündanlage vor, der zu einem permanent schwachen Zündfunken führt.

https://www.ebay.de/itm/1pcs-Einstellwerkzeug-Zundabstandtester-Zundfunkentester-Zundkerzentester/264744629076?hash=item3da4027354:g:RUMAAOSwpWJezfPV

https://www.arnoldproducts.de/media/XCS_WEB/assets/arnold/pdf/anleitungen/6011-X1-0078_d_f.pdf

Das könnte erklären, warum sie mit dem Stroboskop anscheinend permanent vorhande Zündfunken beobachten können, diese aber zu schach sein könnten.
Das ist nur eine gewagte frei phantasierte Hypothese.

Ich würde mal überprüfen, ob der Funke ausreichend weit springt, das heißt die Zündenergie ausreichend groß ist. Ich habe schon öfter schwache Funken an schlecht laufenden Motoren gesehen, die nach Beseitigung des Mangels wieder normal stark waren.

Waidmannsheil wünscht Wolfgang Gatza


Zuletzt bearbeitet von Woolfi am Di 02 Jun, 2020 7:28, insgesamt einmal bearbeitet
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Dutton
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Nörvenich



BeitragVerfasst am: Mo 01 Jun, 2020 11:53    Titel:  

DANKE erstmal für diese durchaus interessante Hypothese!

Werde mein Glück versuchen!
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Nichtschwimmer
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Mannheim



BeitragVerfasst am: Mo 01 Jun, 2020 13:15    Titel:  

Moin,

Ich halte die Hpothese nicht für gewagt, deshalb auch mein Vorschlag mit dem Oszi. Dass es so günstige Zündfunkentester gibt, ist mir neu. Man lernt nie aus.

Grüsse Udo
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Franz_vm
registrierter Benutzer
Höfen, Tirol



BeitragVerfasst am: Mo 01 Jun, 2020 13:42    Titel:  

Hallo Wolfigang
da wir in dieser Sache schon lange im Bereich der Verzweifelungstests angelangt sind (statt meßtechnisch sauber das Problem zu analysieren) ist dein Vorschlag ein guter weil natürlich die Elektronik des Stroboskopes so oder so triggert wenn nur ein wenig Zündimpuls vorhanden ist.
Allerdings glaube ich, daß es mehr als nur ein paar weniger sporadischer Zündaussetzer bedarf um eine Kerze naß zu machen. Meine beiden V12 XJ-S2 und XJS HE hatten schon immer Zündaussetzer im LL. Irgendwann gab ich die Suche auf da nur im LL

Leider ist der vorgeschlagene "Tester" Zündfunkenlänge hier nicht so ganz zielführend da er nach Masse kurzschließt.
Wir wollen doch Funkenstabilität insitu mesen. Normalerweise nimmt man hierzu einen Motortester mit Oszilloskop für die Zündspannung. Da hier nicht vorhanden und wohl ein alter erfahrener Fachbetrieb kaum mehr greifbar eine einfache Testmethode:
- man nehme 12 Einmalspritzen 20ml (gegen Spende in die Kaffeekasse bei jeder Praxis beschaffbar)
- der Kolben wird abgezogen und durch den Ausgangskonus der Spritze eine passende Schraube gesteckt, M4 x20 sollte passen
- an den Kerzen den Z-Kabel-Anschluß abdrehen, da kommt , glaube ich M4 Bolzen hervor
- im Baumarkt Distanzbolzen mit Innengewinde M4 kaufen und Spritzen auf die eingebauten Kerzen aufschrauben
- den Kolbenboden an einer Stelle seitlich durchbohren für eine dünne Litze, daran eine U-Scheibe mit passendem Durchmesser anlöten
- die Uscheibe auf den Kolbenboden mit Heißkleber festkleben.
- die Litze seitlich am Spritzenkolben herausführen und Schraube M4x25 anlöten, Nippel des Kerzenanschlusses draufdrehen und in Zündkabel stecken
- fertig sind die Tester für Zündspannung mit Vorfunkenstrecke
****************************************************************************************
Motor starten und langsam Kolben aus der Spritze herausziehen bis der jeweilige Zylnder ausfällt. Es läßt sich ganz elegant an der Skallierung ein relatives Maß der jeweiligen Vorfunkenstrecken ermitteln. Normalerweise sollte auf allen 12 Spritzen der Kolben an der gleichen Höhe stehen.

Man kann es sich aber auch einfach machen und sucht sich einen alt eingessenen Boschdienst der noch so einen ollen Bosch oder SUN Motortester hat der die einzelnen Zündspannungen analog anzeigen kann. Indirekt hatte ich dies bereits schon vor 100 Einträgen weiter oben vorgeschlagen......

Franz

jetzt gehe ich lieber Spargel essen bevor mir noch so ein Unfug einfällt
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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



BeitragVerfasst am: Di 02 Jun, 2020 8:05    Titel:  

Diesen Text habe ich im Internet gefunden. Es handelt sich dabei um ein Moped.

"Hallo zusammen,
ich habe seit geraumer Zeit das Problem, das meine KR51/1 im warmen Zustand nicht mehr anspringt. Nicht falsch verstehen: Sie fährt prächtig, wenn sie heiß ist. Sie geht auch nicht von selbst aus und nichts.
Sie springt nur leider nicht mehr an, nachdem ich sie ausgemacht habe . Nicht mit schieben, nicht mit guten Worten. Erst nach einer halben Stunde oder so läuft sie wieder, wenn auch anfangs recht schlecht.
Heute habe ich die Zündfunkenstrecke geprüft: Der Funke springt nur 4-5 mm weit. Unter Druck ist ab 4 bar kein zuverlässiger Funke zu haben, bei 5 bar gar keiner mehr.
Das ist doch zu wenig, oder?
Hat jemand 'ne Idee, wo ich den Fehler zuerst suchen soll? Kondensator? Zündspule? Oder was im Unterbrecher?
Viele Grüße,Dominik"


"Sie springt nur leider nicht mehr an, nachdem ich sie ausgemacht habe . Nicht mit schieben, nicht mit guten Worten. Erst nach einer halben Stunde oder so läuft sie wieder, wenn auch anfangs recht schlecht."

Diesen Satz habe ich im Laufe der 3XX Beträge dieser Diskussion doch auch schon öfter gelesen.
So einen primitiven Scheren-Zündfunkenweitspringtester kann man sich aus zwei dünnen Holzlatten oder Kunststoffleisten und etwas Metall doch auch selbst schnell basteln.
Gaaanz primitiv. Kerzenstecker plus 30 cm Kupferzündkabel, aus dem am Ende eine Kuperdorn mit 50 mm Länge herausragt. , Holzbrettchen, weiteres Kupferzündkabel mit "Kupferdorn, welches zum Verteiler führt. Ein Zündkabel wird mit 2 dünnsen Kabelbindern fest auf dem Holzbrett fixiert, das andere Kabel wird gegenüber mit einem dicken Kabelbinder etwas klemmend aber verschiebbar fixiert. Fertig ist die "Weitsprunggrube". Zwischen einer Zündkerze und Verteiler anschließen und Motor starten. Wenn man den Abstand ziwschne den Spitzen der Kupferdorne auf 12 mm einstellt, sollte noch ein Funken springen. Wenn (?) ich mich nicht täusche, dann sprang der Funke an meiner OPUS-Zündanlage bis zu 18 mm an meiner "Schere" weit.

Man kann jeden Zylinder damit einzeln testen. Ich vermute mal mutig, dass alle Zylinder schwächeln.
Welche Zündanlage ist in diesem Wagen eingebaut ? Die originale OPUS oder etwas anderes ? Die OPUS neigt irgendwann zum langsamen dahinsiechen nach dem Motto: "wird Dein Funke schwach, dann mußt Du an der Tanke stark sein."

Mir fällt gerade ein, dass die "Sprungwahrscheinlichkeit" eines geschwächten Zündfunkens mit steigender Verdichtung / Druck im Zylinder abnimmt. Das könnte (? ? ?) erklären, dass solcherart gehandicapte Motore zwar irgendwie laufen, bei mehr Gas aber starke Aussetzer bekommen und die Karre schwer lahmt. Normalerweise schließt man daraus auf eine Abmagerung, weil deren Symptomatik sehr ähnlich ist und sucht sich im "Vergaserbereich/Kraftstoffbereich" mit "Herumprobieren" dumm und dämlich. Irgendein Dummerle, der im Forum dazu schreibt "Mach doch mal neue Kerzen rein", schreibt dann 128 Beträge später, wenn der ursächliche Fehler gefunden und ausgemerzt wurde: "Zündung, habe ich doch gleich gesagt".
(Suuuper Hypothese, meine Mutter kann ev. stolz sein auf Ihren Sohn. Das gibt bestimmt einen Nobelpreis in "Garagenbasteln"
Franz hält dann die Laudatio.)

Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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Franz_vm
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Höfen, Tirol



BeitragVerfasst am: Di 02 Jun, 2020 13:37    Titel:  

...gerne, Laudatio´s halten ist meine Spezialdomäne.

Soweit ich mich erinnere ist der letzte Stand Ignitor II mit Hallgeber also nicht OPUS.

Jetzt im Ernst, es geht kein Weg daran vorbei den Punkt "ordentlich funktionierende Zündung" ein für alle mal konsequent abzuklären.
Das geht ohne Motortester kaum und der Mann vor dem Oszilloskop sollte graue Haare haben und einen durchgewetzten grauen Tittel tragen.....
Je länger der thread hier läuft desto mehr kommt in mir der Verdacht auf daß wir es hier mit einem Fake-thread zu tun haben.


Franz
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Dutton
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BeitragVerfasst am: Mi 03 Jun, 2020 7:12    Titel:  

" ... da wir in dieser Sache schon lange im Bereich der Verzweifelungstests angelangt sind ..."

Stimmt, schon SEHR lange!!

"ich habe seit geraumer Zeit das Problem, das meine KR51/1 im warmen Zustand nicht mehr anspringt. Nicht falsch verstehen: Sie fährt prächtig, wenn sie heiß ist. Sie geht auch nicht von selbst aus und nichts. Sie springt nur leider nicht mehr an, nachdem ich sie ausgemacht habe . Nicht mit schieben, nicht mit guten Worten. Erst nach einer halben Stunde oder so läuft sie wieder"

Wer sich erinnert: Genau das war der Effekt, als ich das Auto im Dezember 2019 übernommen habe. Springt kalt problemlos an, aber wehe, Dir geht unterwegs mal der Motor aus. Abschleppen mit Automatikgetriebe verursacht jedesmal Gänsehaut ...

"Man kann es sich aber auch einfach machen und sucht sich einen alt eingessenen Boschdienst der noch so einen ollen Bosch oder SUN Motortester hat der die einzelnen Zündspannungen analog anzeigen kann. Jetzt im Ernst, es geht kein Weg daran vorbei den Punkt "ordentlich funktionierende Zündung" ein für alle mal konsequent abzuklären. Das geht ohne Motortester kaum und der Mann vor dem Oszilloskop sollte graue Haare haben und einen durchgewetzten grauen Tittel tragen..."

Das ist jedenfalls eine der als Nächstes anstehenden Aktionen.

"Welche Zündanlage ist in diesem Wagen eingebaut ? Die originale OPUS oder etwas anderes ?Soweit ich mich erinnere ist der letzte Stand Ignitor II mit Hallgeber also nicht OPUS."


Aktueller Stand: Als ich das Auto gekriegt habe, war meine erste Frage im Forum nach den Details der OPUS. Sehr schnell stellte sich heraus, dass diese Zündanlage zwar noch vorhanden, aber "abgeklemmt" war, also nur noch optische Funktion hatte. Ihren Dienst tat stattdessen besagte Ignitor II. Die wurde dann im Verlauf der folgenden Restrukturierungsmaßnahmen durch eine Anlage aus dem XJ12 ersetzt. Nachdem das Auto dann kürzlich nach einem völlig problemlosen 300 km-Ritt erneut zickte, habe ich im Rahmen der Ursachenforschung die Ignitor wieder eingebaut. Ergebnis: Keine Verschlechterung des Zündverhaltens im Vergleich zur XJ12-Anlage. Die Ignitor ist jetzt noch drin.

"Ich vermute mal mutig, dass alle Zylinder schwächeln."

Sorry, aber hier noch eine Anmerkung zur Perfektionierung der Verwirrung:

Gestern habe ich mal die Vergaserdeckel abgeschraubt und die Federn und Kolben rausgenommen. Völlig überraschende Erkenntnis: Linke Bank/beide Vergaser absolut sauber, keine Besonderheiten. Rechte Bank/beide Gaser siehe Bilder, kompletter Ansaugtrakt mit feinem Rußfilm überzogen.

Ich frage mich, wie dies möglich ist nach den kürzlich dargestellten wechselnden Kerzenbildern. Ich kann mich nur erinnern, dass die rechte Bank schon zu Zeiten, als das Auto noch 80 Liter Sprit auf 100 km verbrauchte, besondere Probleme machte. Bei den Probeläufen knallte es stets fast nur auf der rechten Seite (Zündaussetzer). Ich konnte damals auch anhand der ausgetauschten Vergaserteile erkennen, dass sich die Vorbesitzer schon mit den offenbaren Unterschieden zwischen rechter und linker Zylinderbank beschäftigt hatten.

Mein erster Gedanke gestern war, dass doch die Steuerkette auf der rechten Seite um einen Zahn versetzt ist, aber das kann eigentlich nicht sein: Ich habe die Position beider Nockenwellen mehrfach mit dem speziellen Messwerkzeug (Schablone) überprüft. Außerdem ist das Auto ja zwischenzeitlich immer mal wieder problemlos gelaufen.

Es dürfte also immer noch so sein, dass unverbrannter Sprit erst im Auspufftrakt zündet. Dazu passt irgendwie auch die Qualmerei beim Start, die ja bekanntlich ganz zu Beginn meiner Beschäftigung mit dem Auto unbeschreiblich intensiv war ... ...

"Je länger der thread hier läuft desto mehr kommt in mir der Verdacht auf daß wir es hier mit einem Fake-thread zu tun haben."

Schön wär's ja, dann hätten wir wenigstens alle was zum Lachen und ich könnte diesen Thread als Buch auflegen lassen. Ich kann aber versichern, dass die vielen Bilder nicht durch Fotomontage entstanden sind ...

Wir bemühen uns weiter ... drückt die Daumen!

Viele Grüße

Hajo




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Dutton
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BeitragVerfasst am: Mi 03 Jun, 2020 7:13    Titel:  

Das noch:



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Nichtschwimmer
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BeitragVerfasst am: Mi 03 Jun, 2020 8:01    Titel:  

Moin,

ist die Nadel schief oder täuscht das Bild. Mit einem Oszilloskop kann man nicht nur das Zündsystem prüfen, sondern man erkennt zylindergenau ob das Gemisch zu mager/fett ist. Unterschiedliche Kompressionen lassen sich erkennen. Voraussetzungen sind allerdings ein Motortester mit O. und die Fähigkeit die Zündkurven interpretieren zu können.

Grüsse Udo


Zuletzt bearbeitet von Nichtschwimmer am Mi 03 Jun, 2020 12:11, insgesamt einmal bearbeitet
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Woolfi
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BeitragVerfasst am: Mi 03 Jun, 2020 10:15    Titel:  

Ist es sicher, dass die Schwimmerventile ALLE dicht sind ? Kann es sien, dass die Schwimmerventile kurzfristig dicht waren. mittlerweile aber druch Schmutz wieder Probleme machen ?
Wenn amn die Zündung anschaltet läuft die Kraftstoffpumpe los. Kann man dann in den offenen Vergasern beobachten, dass Kraftstoff zu den Düsen nach oben in den Luftkanal austritt oder vorne in die Luftfilterkäste läuft ? Die Schwimmerkammern haben jeweils eine Entlüftung, durch die Kraftstoff austritt, wenn die Schwimmerventile nicht sauber schließen.
Lassen sich die nassen Kezen bestimmten Vergasern zuordnen ?
Wen man jetzt den Motor laufen läßt und losfährt und dann die Krafstoffpumpe mit eienm saparaten Schalter abstellt, läuft der Wagen dann irgenwann sauber , bevor er später wegen Kraftstoffmangel abstirbt ?

Der Motor MUSS zu viel Kraftstoff bekommen oder zu wenig Zündenergie, (vermute ich stark.).

Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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Woolfi
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Dreieich / Frankfurt



BeitragVerfasst am: Mi 03 Jun, 2020 13:16    Titel:  

Gefunden im Bentley-Forum:

"Hallo zusammen,
ich hatte bei meinem Derby Bentley als auch bei meinem S2 Conti immer mal Probleme mit der Kühlung bzw. der Kühlwassertemperatur. Beim Derby (der vor meinem Kauf jahrzehntelang stand) sobald der Auto im Stillstand war, beim S2 Conti an heissen Tagen ebenfalls bei Stillstand.
Da beide Fahrzeuge viele Jahre auf der britischen Kalkinsel bewegt und gewartet wurden, habe ich das Kühlsystem bei beiden Fahrzeugen mit Zitronensäure (10%-ige Mischung) gereinigt.
Ihr werdet nicht glauben, was beim Spülen an "Material" und grünem Dreck herauskam - ich habe die Prozedur 2x durchgeführt und dann 2x mit frischem Wasser gespült, danach mit 50:50 Frostschutz/Wasser (Derby) bzw. 100% Frostschutz(S2) aufgefüllt.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen - der Derby bleibt nun ganze 20°C kühler bei rund 80°C, der S2 immer schön mittig im Temperaturbereich, kein Temperaturanstiegt im Stand mehr.
Ich hatte mir einen 10kg Eimer Zitronensäure bei ebay für ~20€ gekauft und dachte mir, dass vielleicht noch mehr Bentley-Fahhrer die Probleme haben könnten."


Aus Wikipedida:
"Citronensäure ist häufig in kalklösenden Reinigungsmitteln enthalten, da sie geruchlos ist. Durch die saure Wirkung löst sie Calciumcarbonat automatisch zum wasserlöslichen Calcium-dicitrato-Komplex, einen typischen Chelatkomplex [Ca(Cit)2]4−. Der Komplex zerfällt durch steigende Temperatur und steigenden pH-Wert, es fällt wasserunlösliches Calciumcitrat Ca3(Cit)2 aus. Bei einem Überschuss an Citronensäure löst sich Calciumcitrat wieder.[12] Es wird aufgrund der Verstopfungsgefahr nicht empfohlen, Citronensäure-Lösung als Entkalker für erhitzte pumpenbetriebene Rohrleitungssysteme wie Kaffeemaschinen oder Wärmetauscher anzuwenden."
Hoppla !

"Zum Lösen von Kalk- sowie Eisen- und Manganverbindungen, die sich bei der Verockerung von Brunnen bilden, wird Citronensäure gemeinsam mit einer geringen Zugabe von Ascorbinsäure als Reduktionsmittel (alternativ Natriumdithionit) eingesetzt.[13]
Der vielfache Einsatz von Citronensäure in Lebensmitteln wird kritisiert, da sie als Komplexbildner Aluminium löst."
Hoppla !

"Je nach Anwendung bzw. Gerät werden unterschiedliche Entkalker verwendet.

Essigsäure kann zu Korrosion an Metallen und Beschädigungen an Dichtungen führen und sollte daher nur zur Entkalkung von Geräten verwendet werden, die vollständig aus Edelstahl oder anderen säurebeständigen Materialien bestehen und deren gegebenenfalls vorhandene Dichtungen leicht austauschbar sind.

Bei der Verwendung von Zitronensäure sollten Geräte mit Wassererhitzung (Kaffeemaschine, Durchlauferhitzer, Wasserkocher etc.) nicht eingeschaltet werden. Erwärmte Säure löst zwar den Kalk schneller, durch das Erhitzen fällt jedoch der Kalkrückstand wieder aus und kann zu schwer löslichen Ablagerungen und Verstopfungen führen. Reinigungstabs für Kaffeemaschinen enthalten aus diesem Grund oft Milchsäure."

"Bei Amidosulfonsäure treten Probleme mit Korrosion oder hartnäckigen Ablagerungen im Allgemeinen nicht auf. Sie wird daher in der Mehrzahl der im Handel erhältlichen Entkalkungsmittel eingesetzt, die einen breiten Einsatzbereich haben."

"Hallo Zusammen,
wenn der Motor zu warm wird....
Bei den ersten längeren Fahrten mit meiner Cornichte stellte ich fest das sich der Zeiger der Wassertemp.Anzeige bei Fahrt in der Mitte des weißen Feldes befand und auch im Stand höchstens bis 3/4 des weißen Feldes hoch ging.(beim meinem Shadow ist es 1/4 bis 1/2 des weißen Feldes)
Gut dachte ich, das sind wohl Messtoleranzen das Instrumentes .
Mann muß allerdings dazu sagen das ich im Vorfeld sämtliches Abgasrückführungsgedönse + Kat+ Drossel(Dichtring nach Kat mit kleinerem Durchgang um die Abgasgegendruck zu erhöhen und den Kat schneller auf Tep. zu bringen) ausgebaut hatte und durch EU Teile ersetzt habe.
Auch Kühler + Thermostat + Viskokupplung + Wasserschäuche +Überdruckventil habe ich gleich aus Sicherheitsgründen (das man da auf jeden Fall Ruhe hat) ersetzt.
Nun, die Tage wurden wärmer und die Wassertemparatur stieg. Bei Autobahnfahrten blieb die Temparatung wie Vorher, aber dann im Stopandgo ging der Zeiger bis zum Ende des weißen Feldes !
Sch...e dachte ich, Kopfdichtung !! >:(
Schnell das Hazetgerät besorgt um einen Kopfdichtungstest bei betriebswarmen und laufendem Motor(wie vorgeschrieben)zu machen.
Ich habe den Test unzählige male wiederholt ,-NEGATIV !!! die Testflüssigkeit blieb blau !!
Es hat, bei warmlaufendem Motor mit offenem Kühlerdeckel auch nicht rausgeblubbert, auch hatt er bei (zu) warmem Motor keine Flüssigkeit zum Überlauf rausgedrückt.
die Wasserschäuche waren, bei warmem Motor (normal) prall.
Das Problem war auch nur im Stand, beim rangieren, Stau usw. Bei Fahrt war die Nadel (wie gesagt) in der Mitte.
Der nächste Schritt war eine Themparaturmessung mit der Infrarotpistole.
Ergebins: Ende des weißen Feldes waren gemessen am Thermosttatgehäuse 116°
Also die Anzeige sprach die Warheit !
hmmm...was nun
Das Problem wurde, mit steigender Außentemparatur natürlich nicht besser, (1/2 - 4/4 des weißen Feldes) ...also noch mal den Kopftest gemacht . wieder negativ !!! dann habe ich spasseshalber den Motor abgestellt, ein bischen gewartet und den Test wiederholt (bei stehendem Motor) und siehe da - Bingo, die Testflüssigkeit verfärbte sich gelb.
also doch Kopfdichtung.
an 1-2 Stellen hat man auch an der ausgebauten Kopfdichtung leicht Spuren gefunden.
Nach dem erfolgreichen Zusammenbau des Motors (Die Köpfe wurden natürlich auch geplant) ging es auf die ersten Probefahrten. Ergebniss : Es war besser aber für meinen geschmack nicht gut. Die Nadel bewegte sich im Stand und bei Fahrt zwischen 1/2 und 3/4 des weißen Feldes ,...Mist !!!!!!!!!!!!!!!
Überlegt und nochmal überlegt , die Waserpumpe kannst doch nicht sein, die ist doch dicht und auch nicht laut ....
Egal, zum 385ten mal das Kühlwasser abgelassen und die Pumpe ausgebaut (geht ja recht flott)
Im Alugeäuse des Pumpenrades sah man dann leichte Schleifspuren (vom Pumpenrad) !! ok. die Pumpe in den Schraubstock gespannt und mit der Wapu versucht das Pumpenrad auf der Welle zu verdrehen,.. und. man konnte es drehen !!!!!!!!!!!! das Ganze mit der Lötlampe leicht warm gemacht (ca 100°) - man konnte es leichter drehen !!!!
Das war der Hauptfehler !!

Die blöde Pumpe hatte vermutlich meine Kopfdichtungen auf dem Gewissen !!
ok. das Abgasrückführungszeug mit Kat hat mit Sicherheit auch seinen Teil dazu beigetragen.
Aber natürlich war das auch ein Fehler den niemand vorher gehabt hat !! mich hats getroffen
flux die neue Pumpe eingebaut , probegefahren, Wassertemparatur 1/3 bis max 1/2 des weißen Feldes, so wies sein soll !!
Also Männers, im Zweifel schaut auch nach Euren Wasserpumpen."

Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
Wer liefert was?
      
Gerhard Meyer
registrierter Benutzer
Wedemark



BeitragVerfasst am: Mi 03 Jun, 2020 16:00    Titel:  

Hallo,

mein E Serie 2 kam aus USA und hatte die Stromberg-Vergaser. Nach Überholung der Vergaser
hatte ich dann große Probleme mit dem Motorlauf. Wie sich dann herausstellte waren die neuen
Gummimembranen von einem hiesigen Händler zu weich. Erst nach Einbau anderer Membranen
von SNG lief der Motor vernünftig. Evtl. ist es schwierig bei den Händlern 4 Membranen in der
gleichen Härte zu bekommen. Auch die verschiedenen genutzten Dämpferöle beeinflussen die
Vergaser unterschiedlich. Was bei 2 Vergasern evtl. noch gelingt, wird bei 4 zum Problem.

Ich wünsche endlich gutes Gelingen, Gerd
Wer liefert was?
      
Dutton
Sponsor 2020
Nörvenich



BeitragVerfasst am: Mi 03 Jun, 2020 20:06    Titel:  

Hallo Gerd,

dieses Problem haben wir auch schon bearbeitet. Die beim Kauf installierten Membranen waren viel zu weich, Manfred hat daher bei der Vergaserüberholung härtere verwendet. Nützt aber irgendwie alles nix ...

Jetzt stelle ich einfach mal eine ketzerische, von mir aus auch provokante Frage:

Gibt es eigentlich für den EV12 eine alternative Vergaserbestückung?

Ich habe von diesen Strombergs, die mich in meinem TR6 schon an den Rand der Verzweiflung gebracht haben, sowas von die Nase voll. Ich weiß, viele von Euch schwören auf die Dinger, ICH NICHT!

Jetzt bitte keine Belehrungen dahingehend, wie toll und eigentlich völlig unkompliziert die Dinger sind, wenn man nur richtig damit umgehen kann (kann halt nicht jeder ...). Bitte einfach nur meine Frage beantworten: Gibt's für den EV12 was von Weber, Dellorto etc.? Sogar SU halte ich für wesentlich umgänglicher ...

Bin gespannt!

Hajo
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kejaguar
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BeitragVerfasst am: Mi 03 Jun, 2020 20:20    Titel:  

Hallo,
ja , gibt es. Z.B. 6 Doppelweber.
Was ich davon halte, willst du jetzt garantiert nicht wissen!
Ich wollte NUR deine Frage beantworten

Schöne Grüße von

Klaus
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Rainer-HH
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BeitragVerfasst am: Mi 03 Jun, 2020 22:15    Titel:  

Moin Hajo und Freunde von E-Type V12 Kurzgeschichten,

Oh, es geht mit den undichten Nadelventilen wieder zum xten mal los. Aber wer weiß, ob wie ich mehrfach geschrieben habe erneut Dreck aus verrosteten Benzinstahlleitungen oder Strahlgut die Überflutungen verursachen. Nachschauen dauert aber nur ein paar Minuten.

Die Strombergs sind die einfachsten und problemlosesten Vergaser ever. Es gibt Unmengen kostenlose Einstellanweisungen, Anleitungen usw. im Netz. Die sind Kindergeburtstag. Ich habe auch DCOE45 Weber. Das ist aber mit 10.000 Möglichkeiten an Gemisch eine ganz andere Liga.

Ich hatte in einen der tausend Posts den Eindruck, dass Du mal andere Vergaser kurzfristig montiert hast und er lief trotzdem beschissen.

Es dreht sich alles mehrfach im Kreis. Und wenn Du nach der Ignitor und XJ12 noch ein paar Zündanlagen verbaust, wird's nicht besser. An der Zündung liegt es nicht. Noch immer nicht.

Die Vergasernadeln mit dem dicken Fuß sind federgelagert und müssen nicht zentriert werden.

Die Fallstrom Webervergaser mit ca 35mm Manifolds und heißer Ansaugluft sind scheixe. Hatte ich mal bei einem EV12 Kumpel verbaut. Dann hat er die Möhre verkauft weil ich kein Bock mehr hatte. Der wollte nur Vergaserfreund zu mir sein.

Wenn dann die außen sitzenden Weber Querstromvergaser DCOE mit ca 600mm geschwungenen Manifolds, Filterkästen und kalter Ansaugluft von vorne. Von diesen Manifolds gab's im Rennsport aber nur weniger als wenig.

Entweder sind's wieder die Vergaser, auch wegen der Fehlzündungen und Rückverbrennung in die Vergaser, weil die Brennräume z.T. geflutet sind, oder es liegt an der Ventilsteuerung, weil z.B. die Steuerzeiten und der Kettenspanner nicht stimmt.

Nach dem es scheinbar völlig egal ist, ob man Zündkerzen benutzt, die nicht in einer Vergleichsliste zum 5.3 sind, siehe anderen Thread, wundert mich gar nichts mehr an den Reparaturversuchen. Auch was sonst hier noch für esoterische Messmethoden vorgeschlagen werden, obwohl die Zündung schon hin und her getauscht wurde, wundert mich noch weniger.

Konstruktive Fehlersuche, Analysen, Innovate Lambatester, Boschdienst oder Zündtester ob wirklich zur richtigen Zeit der Funke kommt usw. und nicht am Ignitor liegt, wird seit gefühlt ewig überlesen und immer wieder neue überflüssige Dinge wie XJ12 Zündung und Wasserbooster verbaut. Wenn das alles nicht so traurig wäre, würde ich wieder mit dem Lachen anfangen. Eigentlich wollte ich nichts mehr hier schreiben, weil es eh nichts bringt, aber ich hatte nur lange Weile.

Mit nur danebenstehen und in den Motorraum schauen erreicht man mit dem Bierchen in der Hand das gleiche, bzw. man hat mehr Freude.

Ja Franz, dass mit dem Fake, aber Bitteschön, dass habe ich schon viel früher vor Dir gedacht und geschrieben. Auch wenn man jeden 2ten Post löscht, wurde schon alles mehrfach geschrieben. Dass das alles nur von einem Auto ist, unglaublich.

Weiter viel Spaß am Schrauben, zumindest kann der nächste Owner alles wieder rückgängig machen... ;-) :-)

VG
Rainer
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kejaguar
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BeitragVerfasst am: Do 04 Jun, 2020 7:56    Titel:  

Hallo Rainer,
ich habe mal vor ein paar Jahren einen EV12 erlebt. Der fuhr mit 6 Doppelweber- Fallstromvergasern gar nicht mal schlecht.
Ganz selten mal eine Fehlzündung, untenrum schon ein schönes, kräftiges Ansauggeräusch und ab 5000 UpM auch mindestens akustisch mehr Leistung.

Hajo wollte ja nur wissen, ob es da etwas gibt!
Und Anette Hue müßte die auch einstellen können.

Ich freue mich schon darauf, wie es hier weitergeht.

Noch einen schönen Tag wünscht

Klaus

PS:
Sooooo schwarze Vergaserkolben habe ich noch nie gesehen. Die sehen für mich aus wie galvanisch beschichtet!!!
Wie bekommt man sowas hin, besonders oben, knapp unter der Gummimembran???
Die Explosion sollte im Brennraum stattfinden, im Vergaser bringt das nur Ärger!


Zuletzt bearbeitet von kejaguar am Do 04 Jun, 2020 9:44, insgesamt einmal bearbeitet
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Nichtschwimmer
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BeitragVerfasst am: Do 04 Jun, 2020 9:31    Titel:  

Moin,

da wird man staunen, wenn die Rechnung von der Hue kommt. Der Vorbesitzer meines ehm. TR250 hat dort die 2 Weber einstellen lassen.

Jeder Vergaser kann einen zur Verzweiflung bringen, wenn er alt und verschlissen ist oder ständig mit Rost- und Dreckpartikeln geflutet wird. Das hat nichts mit Stromberg zu tun.

Grüße Udo
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Dutton
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BeitragVerfasst am: Do 04 Jun, 2020 20:06    Titel:  

Zunächst mal vielen Dank für die konstruktiven Vergasertipps.

Lieber Rainer,

wow, da hast Du dem Dödel, der einfach nicht auf das hört, was Du immer schon geschrieben hast, und sich nur dauernd im Kreis dreht, aber nochmal klar gezeigt, wo der Hammer hängt, nämlich hoch oben im Norden.

So einfach ist die Sache aber nicht.

Heute hat sich das Auto, nachdem es mittlerweile kaum noch zum Anspringen zu bewegen war, wieder in den PLZ-Bereich 6 begeben, auf Hänger natürlich. Dort haben sich neben meiner Wenigkeit ein erfahrener Ferrari-Spezialist und jemand, der sich mit unserem EV12 super auskennt, den ganzen Tag lang (bin gerade erst wieder zuhause in PLZ 5 angekommen) intensivst gekümmert und das Teil bis tief in die Eingeweide zerlegt.

Die Erkenntnis des heutigen Tages werden wir erst verraten, wenn sich unsere These tatsächlich in der Praxis bewahrheitet. Sie dürfte dann aber für viele Forumsteilnehmer doch sehr überraschend sein ...

An dieser Stelle auch nochmals herzlichen Dank an alle, die diesen langen Thread mit ihren vielen Hinweisen mit Leben erfüllt haben. Wir hatten heute Gelegenheit, etliche dieser wertvollen Tipps zu erinnern und auf Stichhaltigkeit zu prüfen.

Viele Grüße

Hajo

P. S.: Welche Rolle hat eigentlich ein "Administrator" im Forum??
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Dutton
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BeitragVerfasst am: Do 04 Jun, 2020 20:08    Titel:  

Sorry, ich meine natürlich die Rolle des "Moderators" ...
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Rainer-HH
Moderator
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BeitragVerfasst am: Do 04 Jun, 2020 20:36    Titel:  

Moin Hajo,

"wow, da hast Du dem Dödel, der einfach nicht auf das hört, was Du immer schon geschrieben hast, und sich nur dauernd im Kreis dreht, aber nochmal klar gezeigt, wo der Hammer hängt, nämlich hoch oben im Norden. "

Neben mir fast alle anderen auch mehrfach ;-)

Vielleicht hättest Du nach dem xten mal der gleichen Reparatur, des gleichen Nachschauens, des ständigen An- und abbauens, usw. usw. nicht besser gleich einen Fachmann zur Rate ziehen sollen? Wer bei Strombergvergasern schon die Hände über den Kopf schmeißt, ist vielleicht doch etwas überfordert. ;-)

Ich setze hoffentlich genügend Smileys. So ist es ja nicht, daher würde ich mich für Dich sehr freuen, wenn er endlich bald läuft, obwohl uns allen dann sicher was fehlen würde ;-) Und wir alle sind schon sehr gespannt...

Als Moderator muss ich hier nur eher selten einschreiten, ist eher ein aufräumen, löschen, verschieben. Zu richtig bösartigen oder fremdenfeindlichen Äußerungen kommt es doch eher selten. Zu 99% schreibe ich hier so privat wie Du auch :-)

VG
Rainer
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Dutton
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BeitragVerfasst am: Do 04 Jun, 2020 22:01    Titel:  

Alles gut! :-)) :-)) :-))
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Woolfi
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BeitragVerfasst am: Fr 05 Jun, 2020 10:12    Titel:  

"Die Erkenntnis des heutigen Tages werden wir erst verraten, wenn sich unsere These tatsächlich in der Praxis bewahrheitet. Sie dürfte dann aber für viele Forumsteilnehmer doch sehr überraschend sein ..."

Leider ist es öfters an solchen Fahrzeugen so, dass der Teufel ein Eichhörnchen ist und es ein ganz vertrckter Fehler ist, auf den man lange nicht gekommen ist.
Ich drücke die Daumen, dass nach der langen 'Durststrecke' mit dem an MS erkrankten Fahrzeug, endlich DER Fehler gefunden wird und der Eigentümer von dem Dauernerv, den Kosten und der Zeitverschwendung erlöst wird.

Bin gespannt was es letzendlich ist.

Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza (Dreieich)
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kejaguar
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BeitragVerfasst am: Fr 05 Jun, 2020 10:16    Titel:  

Guten Morgen,
sicherlich ist bei diesem langwierigen Thema jeder gespannt, ob er nun mithelfen und unterstützen konnte oder nicht, wo letztendlich wohl der Hase im Pfeffer gelegen hat.
Jeder kann hier nur dazulernen!!!

Ich gebe nach Hajos letzten Ausführungen mal einen Tipp ab:

Nockenwellensteuerzeiten

Viele Grüße von

Klaus
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Woolfi
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BeitragVerfasst am: Fr 05 Jun, 2020 11:05    Titel:  

"Damals haben meine Frau und ich mit dem Auto einen herrlichen 300 km-Ausflug unternommen, lief wie ein Uhrwerk, keine Probleme. Abends dann fast eine ganze Tankfüllung E10 eingefüllt und anschließend noch 14 km bis nach Hause gefahren, keine Besonderheiten.
Am nächsten Tag wollten wir dann wieder in die Eifel, sind aber nur 40 km weit gekommen. Nachdem das Auto von Anfang an schon recht unruhig gelaufen war, trat dann dieses eigentümliche Sirren (wie wenn die Zündung Massekontakt bekommt) auf, kombiniert mit Aussetzern und entsprechendem Bollern/Rumoren im Auspufftrakt."


Ich kann mir nicht erklären, wie sich Steuerzeiten im Fahrbetrieb so weit verändern, dass der Motor danach besch . . . . lief.
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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Nichtschwimmer
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BeitragVerfasst am: Fr 05 Jun, 2020 11:17    Titel:  

Moin,

wir machen eine Raterunde. Wer gewinnt, bekommt eine Auszeichnung.

Es war was ganz banales, ein loses Kabel bzw. schlechter Kontakt.

Grüße Udo
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kejaguar
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Paderborn



BeitragVerfasst am: Fr 05 Jun, 2020 11:31    Titel:  

    Ich kann mir nicht erklären, wie sich Steuerzeiten im Fahrbetrieb so weit verändern, dass der Motor danach besch . . . . lief.


Vorstellen kann ich mir das schon. Die schwarzen Vergaserkolben sprechen eigentlich dafür.
Aber war ja auch nur eine Vermutung.

Schöne Grüße von

Klaus
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Woolfi
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BeitragVerfasst am: Fr 05 Jun, 2020 11:34    Titel:  

Aber Udo,
wir machen hier doch seit gefühlten 1000 Beträgen eine Raterunde. Und jetzt willste "Wetten dass " draus machen ?
Showmaster ist dann Peter Krankenfeld ?

Ich vermute, dass Loriot seit Beginn diesen ganzen Thread heimlich orchestriert hat. 'Dutton' wirkt ja teilweise wie von bösen Mächten ferngesteuert

Wer wird Millionär ? Manfred natürlich ! Wenn 'Dutton' wieder an der von Franz angeregten 50-Euro Frage scheitert. Soviel dürfte unter Brüdern ein erster Test an einem alten Bosch oder Sun Motortester kosten.

Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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hummeltier
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BeitragVerfasst am: Fr 05 Jun, 2020 20:41    Titel:  

...unter 1000 Beiträgen hört hier keiner auf.... Verteilerwelle !
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daimler-v8
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BeitragVerfasst am: Fr 05 Jun, 2020 20:47    Titel: Masse  

Ich setze auf Masseband, Masseverbindung.

Gruß daimler-V8
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Rainer-HH
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BeitragVerfasst am: Sa 06 Jun, 2020 9:03    Titel:  

da erhöhe ich doch mal schnell meine Chancen und wiederhole mal die tausend mal erwähnten Tipps :D

In der Tat, es ist mit Sicherheit nur eine Kleinigkeit.

- Strahlrückstände in den Stromis
- kontaktprobleme im Zündschloss und somit zu kleinen unkontrollierten Zündfunken und Aussetzer der Benzinpumpe
- rostige Benzinleitungen
- defektes loses Massenband zum Motor oder zur Batterie
- falsche Steuerzeiten wegen defektem Kettenspanner

Herrlich wie sich dieser Thread immer wieder erneuert. Mit rennt gerade eine Träne runter, da vielleicht bald das Ende kommt...

VG
Rainer
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Dutton
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BeitragVerfasst am: Sa 06 Jun, 2020 13:06    Titel:  

:-)) Wirklich herrlich! :-))

Endlich mal wieder was zum Lachen!

Nur ein kleiner Fingerzeig an die sehr verehrten Kandidaten:

Allen, aber auch ALLEN Hinweisen (Dreck in den Stromis, Kontaktprobleme im Zündschloss, rostige Benzinleitungen, Masseverbindungen, Steuerzeiten, Kettenspanner [ist mittlerweile in der Tat kaputt], Verteilerwelle, schlechter Kontakt usw. usw.) wurde nachgegangen ...

Aber wie bereits gesagt: Wir werden berichten, sobald das Auto NACHHALTIG ordentlich läuft.

Bis dahin alles Gute

Hajo
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BeitragVerfasst am: Sa 06 Jun, 2020 19:59    Titel:  

Zwischenbericht an alle Interessierten,

als das Auto im März bei mir war, die Vergaser überholt waren und eine intakte Zündanlage eingebaut war, lief er einwandfrei.
Eine finale Probefahrt, mit letzter Einstellung der Vergaser, war wegen thermischer Problemen und einem defekten Lima-Regler nicht möglich.

Nachdem Hajo zwischenzeitlich etliche Reparaturen ausgeführt hat, Anlasser, Kühler, Lima-Regler, Tank , Auspuffkrümmer usw. lief er immer schlechter. Die Ausführungsart der Reparaturen sollte in diesem Fall nicht zur Diskussion stehen, auch nicht bei der norddeutschen Fraktion. Dank mancher konstruktiver Ideen, viele hier aus dem Forum, hat Hajo zig Versuche unternommen dieses schlechte laufen des Motors in den Griff zu bekommen, leider ohne Erfolg.

Nun ist er wieder bei mir.

Auch ich habe keine schlüssige Erklärung für diesen miserablen Motorlauf. Wenn das Auto einmal eine norwegische Zulassung gehabt hätte, hätte ich geglaubt, es ist der Wohnsitz einer Trollfamilie.

Um nun wirklich alle möglichen und unmöglichen Fehlerquellen auszuschließen geht es eben bei Adam und Eva wieder los.
1. Zylinder mit Messuhr auf OT. Markierung Kurbelwelle stimmt. Beide Nockenwellen stimmen. Ventilspiel stimmt. Mit Endoskop die Ventilschafftdichtungen kontrolliert, keine zweifelsfreie Feststellung des Zustands möglich. Zum Ausbau der Nockenwellen und Überprüfung der Ventilschaftdichtungen und eventueller Erneuerung, die Steuerkette entspannt und Supergau,
Steuerkettenspanner gebrochen.
Mit Galgenhumor betrachtet hat dieser Supergau den Vorteil, es gibt jetzt einen wunderschön sauberen Stirndeckel und Ölwanne, und das von allen Seiten. Zweifelsfrei steht nun auch fest, die Wasserpumpe ist neuwertig und das Pumpengehäuse (Stirndeckel) ist einwandfrei.

Mal schauen wie schnell die Teile kommen und wie es weiter geht.

Bis zum nächsten Zwischenbericht. Manfred
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BeitragVerfasst am: Sa 06 Jun, 2020 22:22    Titel: Treffer  

Immerhin lag Rainer-HH mit seinem Tipp: - falsche Steuerzeiten wegen defektem Kettenspanner schon mal nicht schlecht!

VG
daimler-V8
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BeitragVerfasst am: Sa 06 Jun, 2020 22:48    Titel:  

"Immerhin lag Rainer-HH mit seinem Tipp: - falsche Steuerzeiten wegen defektem Kettenspanner schon mal nicht schlecht!"

Falsch!

Die Möglichkeit hätte in der Tat bestanden, aber der Spanner ist beim Wiederaufsetzen des rechten Kettenrads gebrochen, wohl auch, weil er bereits ziemlich spröde, verhärtet und eingelaufen war. Mit den zuvor festgestellten Motorlaufeigenschaften hat das aber absolut nichts zu tun. Die Steuerzeiten waren da absolut korrekt!
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BeitragVerfasst am: Di 09 Jun, 2020 10:33    Titel:  

Moin, kleine Zwischeninfo u.a. für Rainer HH,

die Aralleute sind nicht zu blöd ihre Zapfsäulen richtig zu deklarieren, in Ultimate ist nun wirklich min. 5% Ethanol drin.
Zumindest hier bei uns. Wie schon ein Forumsmitglied schrieb, in Zukunft werden wir um Ethanol im Sprit nicht mehr umhinkommen.

Gruß Manfred
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BeitragVerfasst am: Di 09 Jun, 2020 11:19    Titel:  

Moin,

ich habe folgenden Text den FAQ von Aral entnommen:

Bei der Herstellung von Aral Ultimate 102 wird auf die Zugaben von Bioethanol verzichtet, wodurch der Hochleistungskraftstoff für alle Fahrzeuge mit Ottomotor geeignet ist. Aral Ultimate 102 ist ein unverbleiter, schwefelfreier Ottokraftstoff und entspricht bzw. übertrifft teilweise deutlich die Anforderungen der Kraftstoffnorm DIN EN 228 für Super Plus Ottokraftstoffqualitäten.

https://www.aral.de/de/global/retail/kraftstoffe-und-preise/unsere-kraftstoffe/faq/faq-aral-ultimate.html#accordion_ultimate-4

Grüße Udo
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BeitragVerfasst am: Di 09 Jun, 2020 11:47    Titel:  

Hallo Udo,

das scheint nicht mehr ganz aktuell zu sein.
Wir haben eben 20l Ultimate für unser Sorgenkind geholt und es steht explizit an der Zapfpistole "mit 5% Bioethanol".

Habe ich eben von Aral im Internet gefunden:

Wir können Ihnen mitteilen, dass die Neuauszeichnung an unseren Zapfsäulen zur Erfüllung der Vorgaben der Zehnten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (10. BImSchV - Verordnung über die Beschaffenheit und die Auszeichnung der Qualitäten von Kraft- und Brennstoffen) dient.

Wir möchten Ihnen hiermit mitteilen, dass die Produktzusammensetzung von Aral Ultimate 102 nicht verändert wurde. Aral Ultimate 102 ist ein unverbleiter, schwefelfreier Ottokraftstoff und entspricht bzw. übertrifft teilweise deutlich die Anforderungen der Kraftstoffnorm DIN EN 228 für Super Plus 98 Ottokraftstoffqualitäten. Wie wir Ihnen bereits mitgeteilt haben, wird bei der Herstellung des Aral Ultimate 102 auf die Zugabe von Bioethanol verzichtet.

Da der Kraftstoff entsprechend der vorgenannten Norm bis zu 5%-Vol. Bioethanol enthalten darf, sind wir gemäß der 10. BImSchV verpflichtet an der Zapfsäule den Hinweis „Enthält bis zu 5% Bioethanol“ deutlich sichtbar anzubringen. Dieser Hinweis ist auch dann erforderlich, wenn ein Ottokraftstoff kein Bioethanol enthält.

Ich muss nicht alles verstehen. In diesem Sinn, Gruß Manfred
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BeitragVerfasst am: Di 09 Jun, 2020 12:26    Titel:  

Moin,

wie du schon zitiert hast: Gem. der zehnten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über die Beschaffenheitund die Auszeichnung der Qualitäten von Kraft- und Brennstoffen -10. BImSchV) muss schwefelfreier Ottokraftstoff mit einem max. Ethanolgehalt von 5 %, der der DIN EN 228 genügt „Enthält bis zu 5 % Bioethanol“ im Zeichen enthalten.

Max. 5 % fängt bei 0 an und hört bei 5 auf. Aral ist also nicht zu blöd um und den Kraftstoff richtig auszuzeichnen sondern muss es so machen.

Ich bin froh, dass in diesem unserem Lande alles so klar und verständlich geregelt ist -:)))

Grüße Udo
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Rainer-HH
Moderator
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BeitragVerfasst am: Di 09 Jun, 2020 18:30    Titel:  

ja, dass sind eben die Mindestanforderungen nach DIN EN 228 und das muss so ausgezeichnet werden. Fakt ist ebenfalls, dass das 102 Oktan ausschließlich in der BP Raffenerie in Gelsenkirchen hergestellt wird, bundesweit zu den ca 1.800 mit 102 Oktan Zapfsäulen gefahren wird und es nach dem UVV Datenblatt zur Brandbekämpfung, Sicherheit und Vergiftungsgefahr bis 15% ETBH enthält und somit kein Ethanol. Datenblatt siehe Aral Homepage.

Und im Gegensatz zu Ethanol verbrennt und verdunstet das ETBH rückstandslos!!! Vom DEUVET haben wir damals ein unabhängiges Gutachten in Auftrag gegeben und dieses auch der Bundesregierung vorgelegt. Bis auf den Hinweis, dass die meisten Kraftfahrzeuge ab 2000 Ethanol vertragen können, kam leider gar nichts. Gerade offene Vergaser aus der Vorkriegszeit, also Veteranen, aber auch alte mechanische und elektromechanische Einspritzanlagen aus den 80-90er Jahren mit geringen Einspritzdrücken verkleben nach dem Verdunsten des Benzins. Übrig bleibt ein klebriger Rückstand vom Ethanol.

Des Weiteren helfen die ein paar Oktan mehr auch beim langen überwintern und das ETBH zieht anders als Ethanol auch kein Wasser. Passt perfekt zum EV12 mit 97-98 Oktan und zu meinem MKII, der unbedingt 100 Oktan benötigt. Auf Motorklingeln und Ventileklappern habe ich kein Bock.

Wer sich die tolle Reinigungswirkung des Aral anschauen möchte, empfehle ich das 2 teilige Video, als JP Krämer oder wie er heißt, im Testlabor von Aral war. Die haben u.a. auch einen E-Type auf einem der 6 Computer gesteuerten Prüfstände getestet.

Was interessieren mich ein paar Cent mehr, bei Oldis für so viel Kohle.

VG
Rainer
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BeitragVerfasst am: Fr 12 Jun, 2020 23:07    Titel:  

2. Zwischenbericht an alle Interessierte,

heute Abend war es so weit, der Motor war wieder komplett.

Die Vergaser und die Zündung auf Grundeinstellung und er ist beim ersten Startversuch, nach wenigen Sekunden, angesprungen, ohne Qualm und Mucken. Morgen wird die Zündung korrekt eingestellt, die Vergaser synchronisiert und, hoffentlich macht das Wetter mit, die erste Probefahrt gemacht. Nach ein paar Kilometern, nicht Schleiffahrt, werden die Kerzen ausgebaut und nach Kerzenbild die Vergasernadeln nachjustiert. Und das sicher 2 - 3 mal.

Der Grund für den schlechten Motorlauf war nicht der EINE Fehler, es hatten sich mehrere Kleinigkeiten kumuliert. Mit ursächlich waren sicher die wiederholten Probeläufe und im Stand warm laufenlassen mit Choke. Der verrostete Tank mit verstopfter und abgeknickter Saugleitung im Tank tat sein übriges. Der Austausch verschiedenster Teile und immer wieder Probelauf / Kaltstart mit Choke.
Irgendwann war er so verrußt, dass er nur noch auf einzelnen Zylindern lief, dann einzelne Komponenten wie Kerzen, Zündkabel und Elektroversorgung der Zündanlage ausgetauscht wurden, er aber immer schlechter lief und somit eine vernünftige Probefahrt nicht mehr möglich war.
Die mehrmalige Demontage der Vergaser aufgrund der Erneuerung der Auspuffkrümmerdichtungen
hat sicher auch nicht zum perfekten Motorlauf beigetragen.

Ausgetauscht, geprüft und erneuert wurde:

Steuerkettenspanner erneuert. Dieser brach bei der Entspannung der Steuerkette und hatte nichts mit dem miserablen Motorlauf zu tun.

2 der Iridium Kerzen hatten aufgrund von Ruß und Ablagerungen das Funken eingestellt. Sie wurden vorläufig ersetzt durch 12 Beru UXT2, hatte ich noch da.

Der Einlasstassenstößel des 1. Zylindern war schwergängig, wurde instandgesetzt.

Da Hajo immer davon sprach, dass der Motor qualmt, wurden die Ventilschaftdichtungen erneuert.
Die alten sahen m. E. noch gut aus, aber da eh alles offen war......

Die Lukas Zündanlage AB14 mit angefertigten Kupferzündkabeln ohne Wiederstandsstecker wurde komplett mit 12 Zündkerzen auf der Werkbank aufgebaut, getestet und für gut befunden.

Die Vergaser hatte ich ja beim letzten Besuch komplett überholt. Trotzdem wurden nun noch einmal die Schwimmerkammern abgeschraubt, Schwimmernadelventile und Schwimmerstände geprüft. Es hatten sich zwar Schmutzpartikel, wahrscheinlich aus den Benzinleitungen, in die Schwimmerkammern geschafft, aber nur minimal. Hajo hat ja mittlerweile einen neuen Tank eingebaut. Sicherheitshalber habe ich vorläufig, unmittelbar vor die Vergaser, einen einfachen durchsichtigen Plastikfilter eingebaut, für den Fall, dass noch Schmutz in der Benzinleitung ist.

Das E10 im Tank haben wir abgepumpt und 20l Ultimate aus einem Kanister eingefüllt. Hoffentlich reicht es bis zur Tankstelle, sie ist nur um die Ecke.

Zwangsläufig wurde der Kurbelwellensimmering, er war hart wie Bakelit, und die O- Ringe der Ölleitungen rund um die Ölpumpe erneuert. Kleiner Nebeneffekt, er hat einen höheren Öldruck.

Von Steuerzeiten träume ich mittlerweile Nachts, sie sind vorwärts, rückwärts, nach rechts und nach links zigfach geprüft und sie haben immer gestimmt.

Jetzt bin ich gespannt auf morgen, entweder er läuft oder hoch auf dem "gelben Wagen".

Gute Nacht und hoffentlich keine Alpträume wegen Steuerzeiten. Manfred
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BeitragVerfasst am: Fr 12 Jun, 2020 23:30    Titel:  

Ich drücke Euch die Daumen.
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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gehawe
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BeitragVerfasst am: Sa 13 Jun, 2020 8:55    Titel:  

Viel Erfolg!
Bin gespannt, wie der Krimi ausgeht! :-)
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BeitragVerfasst am: Sa 13 Jun, 2020 18:31    Titel:  

Danke für´s Daumendrücken, hat geholfen und der Krimi endet selbstverständlich mit einem Happy end.

Heute: Ist sofort angesprungen, Zündung 12 Grad vor OT eingestellt, bei 2600 U/min 28Grad vor OT, stimmt auch.
Leerlauf bei ca. 700 U/min (Automatik). Vergaser synchronisiert, alles gut.

Um die Füße wird es ölig. Wieder hoch, neuer O-Ring vom Ölfilterkopf undicht. Motoröl wieder raus und noch einmal einen neuen O-Ring eingesetzt. Öl wieder rein.... und dicht.

Wassertemperaturanzeige, keine Funktion. Wahrscheinlich bei den zig Ein-und Ausbauten das Kapillarröhrchen beschädigt. Aus dem Fundus ein original Smith Instrument eingebaut und angeschlossen. Alles gut.

Fahrt zur Tankstelle, doch ca. 1,5 Kilometer ohne Pannen. Das ist doch schon mal ein Erfolgserlebnis. Im laufe dieses Thread´s
wird man ja so genügsam.

Mit Ultimate vollgetankt und eine kleine Eingewöhnungsrunde um´s Dorf, wie bei Hajo.
Er wird zu heiß. Ab auf einen Parkplatz, Haube auf. Dies war ein Moment, in dem ich Hajo nichts Gutes wünschte.
Ausnahmsweise hatte er keine Schuld, wir hatten einen Stecker der Lüfter nicht aufgesteckt.
Ich muss noch eine Lanze für Hajo brechen. Er hatte Anfang des Jahres die Ventile eingestellt, und die stimmten perfekt.

Wieder zurück haben wir die, gebrauchten und beim Einbau teilweise schwarzen, Kerzen ausgebaut. Obwohl wir nur ca. 20 Km gefahren sind und die Vergasernadeln noch nicht optimal eingestellt sind, sieht das Verbrennungsbild ganz gut aus.

Auf weitere "Einstellungsfahrten" muss die Diva jetzt erst einmal warten. Ich bin für ein paar Tage im Urlaub (mit Jaguar, oh je).

Wenn ich zurück bin, führen wir uns noch einmal die Vergaser zu Gemüte, schneiden ein Loch für den Ölmessstab in die Haube und schweißen sie zu. Dann bin ich mir sicher, dass die Diva eine ganze Zeitlang ohne Motorprobleme laufen wird.

Allen eine coronafreie Zeit. Manfred
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Willi
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BeitragVerfasst am: Sa 13 Jun, 2020 20:45    Titel:  

schneiden ein Loch für den Ölmessstab in die Haube und schweißen sie zu.

Was der Sinn wohl davon ist ? :)

Grüße, Willi
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BeitragVerfasst am: Sa 13 Jun, 2020 21:23    Titel:  

Nachtrag.

Hajo hat in den vergangenen Monaten nichts anderes gemacht wie ich vor 6 Jahren, er wollte sein Auto in einen möglichst zuverlässigen Zustand versetzten.

Sowohl sein als auch mein V12 wurden rund 40 Jahre in den USA gewartet, was schon schlimm genug ist. Anschließend standen die Autos monate- oder jahrelang irgendwo rum, mit ein bisschen Kosmetik für den TÜV, das H- Kennzeichen und das Opfer welches diese Kisten für viel Geld kaufen soll.

Auch wenn Hajo und ich eine Jahrelange Schraubererfahrung mit den verschiedensten Autos, Motorrädern und Booten mit V8 Motoren haben, ist es ein Unterschied ob du Holy-Vergaser überholst und einstellst oder Stromberg. Jedes Fahrzeug hat seine Besonderheiten und man muss sich damit erst einmal auseinandersetzen. Heutige Fachbetriebe schulen wie oft ihr Personal um dann doch bei einer Fehlerdiagnose fulminant zu scheitern. Wir haben uns diese Schulungen am Objekt der Begierde selbst zuteil werden lassen und auch wir scheitern noch manchmal.

Ich habe an meinem V12 eigentlich alles überholt und instandgesetzt. Fast alles was man anlangte war kaputt, falsch oder mangelhaft repariert. Das hat aber seine Zeit gedauert und ich musste viel dazulernen. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Teile ich "kaputtrepariert" habe und noch weniger möchte ich wissen, was das alles gekostet hat.

Hajo wird sich, wie viele andere Schrauber auch, mit dieser speziellen Materie vertraut machen und dann anderen helfen können wie ich das auch mache.

Aber jetzt, gute Nacht. Manfred
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daimler-v8
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BeitragVerfasst am: Sa 13 Jun, 2020 21:37    Titel: Klasse  

[i]Hajo wird sich, wie viele andere Schrauber auch, mit dieser speziellen Materie vertraut machen und dann anderen helfen können wie ich das auch mache. [/i]

Dieser Satz hat mir sehr gut gefallen !

Gruß Daimler-V8
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Rainer-HH
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BeitragVerfasst am: Sa 13 Jun, 2020 21:53    Titel:  

Moin,

da ihr ja schon öfter den/ die vermeintlichen Fehler gefunden glaubtet hoffe ich nun, dass Ihr es nun geschafft habt. Hier noch ein paar mit unter auch wiederholte Tipps.

- denkt daran, dass ihr bei dem Umbau der Zündung von der Ignitor, bzw. ursprünglichen OPUS AB3 Box, die Startanhebung mit dem Relais (neben dem Scheibenwischermotor) auf den Ballastwiderstand auszuschalten. Die AB14 Box mit dem "Morgenstern" arbeitet ohne Balastwiderstand, also weder beim Starten noch beim Fahren. Die Zündspule, bzw. die beiden um 0,4/ 0,6 Ohm Zündspulen im XJ12 in dem eckigen Zündspulenblock, muss sehr Niederohmig sein. Als Alternative empfehle ich die Lucas DLB198 in der passenden originalen runden mit Öl gefüllten Hochleistungszündspule. Sie ist eine 12V Zündspule, hat 0,7 Ohm, sie hat ein Ratio von 100:1 und wird ohne Vorwiderstand betrieben. Macht dann bei primär 300-350V multipliziert mit 100 um 30-35KV.

- die Wassertemperaturanzeige arbeitet nicht mit einem Kapilarröhrchen wie bei anderen in den 60igern. Der elektrische Sensor sitzt vorne rechts im Thermostatgehäuse.

- der Choke hat 3 Stufen. Unbedingt richtig einstellen. Die 3te Stufe wirkt nur als Choke für Vergaser HL und VR zum Starten. Stufe 1 und 2 sind nur Schnelllaufstufen auf alle Vergaser, ähnlich einem Handgas. Starten in Stufe 3. Dann nach 1min rein auf Stufe 2. Aus der Halle fahren und in der 3ten Minute in Stufe 1. Einfach nur den Ohren spitzen. Bei jedem Brubbeln wieder eine Stufe magerer. Mit der fährt man dann los und schaltet unmittelbar danach den Choke komplett aus. In der kalten Jahreszeit fährt man die Stufe 1 etwas länger. Dabei ist das Gemisch aber nie so fett, dass alles an den Zündkerzen verrußt. Soll heißen, den 3-stufigen Choke braucht man in der Saison im Stand oder beim Fahren nur die ersten 2-3 Minuten.

- ja, die Beru Ultra-X UXT2 mit 4 x Elektroden helfen sowohl bei fettem, als auch mageren Ultra heißen Motor. Der Arbeitsbereich dieser Zündkerzen ist sehr breit. Sie brennt sich sehr schnell frei. Ich fahre sie seit locker 15 Jahren. Elektrodenabstand Max 0,7mm.

Wie von mir und schon von vielen anderen geschrieben, der EV12 ist keine Diva. Man muss ihn einmal mit Sachverstand nach WHB einstellen. Der V12 läuft mit den einfachen Strombergvergasern auch, wenn sie völlig ausgeluscht und ausgeschlagen sind. Das gleiche mit der originalen OPUS AB3 Zündung. Die hat nur 18KV. Stimmt der Luftspalt nicht oder die elektrischen Tolleranzen des externen Schwingkreises zwischen Pickup und kapazitivem Kabel oder die Bauteile auf der Plantine verändern sich, geht die Zündspannung runter auf 12KV. Aber da fährt er immer noch. Wir reden hier von einem fetten V12!!! Das ist nicht Diva, dass ist Bauernmotor. Erst darunter fängt der Motor bei fettem Start an zu spucken und ab 4.500U hat er keine Leistung mehr.

Hajo, also wenn er nun endlich läuft, nicht mehr anpassen, nur noch Öl kontrollieren und tanken und alle 10TKm einen Ölwechsel, dann könntest Du 30TKm ohne was am Motor machen zu müssen einfach nur fahren. Anders mache ich es auch nicht...

Ich bin gespannt. Viel Glück
Rainer
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BeitragVerfasst am: So 14 Jun, 2020 8:10    Titel:  

Hallo zusammen,

Ihr seht, es geht voran, aber zäh ...

An einer Stelle möchte ich Manfred korrigieren:

Das Auto wurde nicht 40 Jahre in USA gewartet, sondern ab 1974 (Baujahr) von einer Ärztin in Michigan/USA gefahren, dann 1990 in dem auf den Fotos ersichtlichen Zustand nach Belgien verkauft und dort rund 2 Jahre lang für sehr viel Geld einer "frame-off-Restaurierung" unterzogen. Mir liegen mehr als 20 Seiten akribisch genauer Detailbeschreibung der durchgeführten Arbeiten vor. Diese Unterlagen befanden sich neben der originalen Betriebsanleitung in der wohl von Jaguar der Käuferin bei Auslieferung übergebenen Ledermappe ...

Als meine Frau und ich das Auto in Holland zum ersten Mal sahen, waren wir überrascht von dessen Zustand. Die Lackierung war sehr gut und die Technik frei von Anzeichen für Vernachlässigung. Der Motor präsentierte sich so, als sei er nach erfolgter Wartung eben erst aus der Werkstatt gekommen.

Folglich beschränkte sich meine "Probefahrt" auf eine Strecke von ca. 400 Metern, zumal das Auto anstandslos lief. Der hier im Forum lang und breit geschilderte Frust begann erst, als ich die ersten Gehversuche zuhause unternahm, und auch da lief das Auto eigentlich zunächst unauffällig, abgesehen von dem wahnsinnigen Spritverbrauch (21 Liter auf 25 km) und dem Umstand, dass es in warmem Zustand nicht mehr ansprang. Den "Rest" kennt Ihr ...

Ich widerspreche Manfred ungern, aber an seiner These der zunehmenden Verrußung durch wiederholtes kurzes Anlassen habe ich meine Zweifel. Immerhin - ich habe berichtet - lief das Auto an einem Tag mit herrlichem Wetter völlig problemlos mehr als 300 km am Stück mit der Konsequenz, dass ich mich mit Dank aus dem Forum verabschiedete. Die neuerlichen Macken traten erst auf, nachdem ich am Abend nach dieser Tour erstmals E10 getankt hatte.

Aber wie dem auch sei, es geht ja anscheinend voran.

@ Rainer: Ich habe mir gerade einen 1989er Land Rover Defender mit 84-PS-Dieselmotor zugelegt. D A S ist ein Bauernmotor. Ich bleibe dabei, dass der EV12 aufgrund seiner Komplexität eine Diva ist. Mit all meinen vielen anderen Autos habe ich dieselben Erfahrungen gemacht, wie Du es oben beschreibst: Die liefen einfach, auch wenn etliche Komponenten unzulänglich waren.

Jetzt bin ich gespannt, wie meinem Liebling demnächst die Luftveränderung von Dreieich nach Nörvenich bekommt. Er ist nämlich soooo sensibel ...

Viele Grüße

Hajo




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BeitragVerfasst am: So 14 Jun, 2020 8:12    Titel:  

Und:



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Rainer-HH
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BeitragVerfasst am: So 14 Jun, 2020 11:04    Titel:  

Hallo Hajo,

na ja, als er ohne Choke schon 21Liter auf 25Km verbrauchte, also 80Liter/100Km, waren die Zündkerzen schon am Verrußen, mal abgesehen, wie fett er mit Choke beim Anlassen und Warmlaufen noch fetter alles im Brennraum, Zündkerzen und mit unkontrollierten Ruß-Zündung sogar in die Vergaser zurückschlug und die Vergaserkolben sogar verrußten. Alles unglaublich. Daher hat Manfred schon völlig Recht.

Dein Motor nebst Vergaser, völlig verrostetem Tank, Motor innen verdreckt und überhitzt, war 20 Jahre völlig verwahrlost. So ein Schrott kann nicht laufen. Wenn Du die Erfahrungen wie ich zu Dutzenden EV12 hättest, könntest Du es auch beurteilen oder zumindest verstehen. Du weißt es einfach nicht besser. Der EV12 ist in seiner einfachen Konstruktion ein Bauernmotor, der gut für 300TKm ist, ohne viel daran machen zu müssen. Daher hört und liest man, außer von Dir, in ganz Deutschland solche Geschichten eben nicht. Der EV12 Motor ist keine Diva wie ein Doppelnocker Ferrari oder Lamborghini Motor aus gleicher Zeit, der bereits nach 50TKm eine Motorrevision benötigt. Auch da kenne ich ein paar Kumpels in Hamburg.

VG
Rainer
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Franz_vm
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BeitragVerfasst am: So 14 Jun, 2020 20:53    Titel:  

Hallo zusammen,
es stimmt einfach nicht daß der V12 Motor problematisch sein soll. Ich habe einen XJ12 S2 ( mit Opus) über 175TKm tag täglich gefahren, die Karre blieb niemals stehen oder hat sonst ernsthafte Mucken gehabt. Regelmäßig Öl wechseln, etwas nach dem Rechten sehen und weiterfahren. Man kann Autos auch kaputt reparieren.
Mein XJS HE hatte außer einer defekten Flanschdichtung am Krümmer auch noch nie ein Problem.
Meine Meinung ist daß je weniger man an den Autos macht (außer routinemäßige Wartung) DESTO UMKOMPLIZIERTER LAUFEN SIE.

kurzum gesagt, einmal nach dem Kauf alles i.O. bringen dann nur noch jährlich eine Grundwartung und gut isses....

Franz

p.s. ich mag den Vergleich eigentlich nicht aber unter den Gran Tourismo Fahrzeugen gibts außer Porsche (nicht mein Fall), US V8 und Jaguar nichts das im täglichen Gebrauch problemlos läuft.
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BeitragVerfasst am: So 14 Jun, 2020 21:54    Titel:  

"Dein Motor nebst Vergaser, völlig verrostetem Tank, Motor innen verdreckt und überhitzt, war 20 Jahre völlig verwahrlost. So ein Schrott kann nicht laufen. Wenn Du die Erfahrungen wie ich zu Dutzenden EV12 hättest, könntest Du es auch beurteilen oder zumindest verstehen. Du weißt es einfach nicht besser."


Hallo Rainer,

jetzt ist mal gut. Ich bin es satt, mich hier immer wieder über unfundierte Unterstellungen ärgern zu müssen und den Deppen abzugeben.

Mit Manfreds Unterstützung werde ich zusehen, dass das Teil irgendwie ans Laufen kommt. Wenn das im nächsten Anlauf nicht klappt, wird er halt weg gestellt, auch wenn ich mittlerweile eine Menge Kohle in das Teil versenkt habe. Ich habe genügend andere Fahrzeuge, die mir keinen Ärger machen und anstandslos laufen.

Bye, das war's jetzt wirklich!
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Rainer-HH
Moderator
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BeitragVerfasst am: Mo 15 Jun, 2020 20:50    Titel:  

Hallo Hajo,

so ist das nun mal, ist ja nicht böse gemeint. Du hast technisch eben eine Grotte gekauft. Was soll an dem Motor oder der Karre revidiert sein, wenn Du einen völlig verrosteten Tank usw. hast und trotz Benzinfilter 84Liter auf 100Km mit den ausgeluschten Strombergs verbrauchst. Mal abgesehen, dass Du den Bremskraftverstärker abgeklemmt hast und die Hitzeprobleme mit zusätzlichen elektrischen Wasserpumpen löst, statt allen Problemen systematisch auf den Grund zu gehen und erst einmal die Usachen zu bekämpfen. Und jemand der das erste mal an einem V12 im E-Type schraubt und behauptet der Motor bzw. die Stromberg sind kompliziert oder Diva, obwohl Du die gleichen Strombergs aus Deinem Triumph kennst, was sollen wir Leser bei allen Deinen Geschichten denken. Hier sind schon ein paar hundert EV12 Owner, von denen wir solche tollen Geschichten noch nie gehört haben. Hinzu kommt, der V12 ist fast genauso aufgebaut wie der XK-Motor und auch da liest man nichts vergleichbares. Bei den über 400 Post musst Du Dir das schon gefallen lassen. Ich bin nur ehrlich, nicht unfreundlich. Was glaubst Du, wie sich hier alle zurücknehmen, dass war hier schon ganz anders. Aber schön, dass Dir Manfred helfen konnte und Du hoffentlich nun endlich fahren kannst.

Woran viele zu heißen V12 Motoren leiden, sind insbesondere in der gebauten Menge und günstige XJ12, weil sie in den USA ohne Frostschutz fuhren, ware weggefressende Zylinderkopfdichtungen nebst dem Alu. Oft haben die Wasser im Öl oder umgekehrt. Bei denen gehen kaum die Köpfe runter.

VG und nichts für ungut
Rainer
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