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XJ Serie 1 bis 3  >>  XJ6C: Öl drückt durch Zündkerzengewinde nach oben - welche Zündkerzen und Kabel?
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Autor weitere Bemerkungen
tombolino
registrierter Benutzer
Zürich



BeitragVerfasst am: So 08 Nov, 2020 12:58    Titel: XJ6C: Öl drückt durch Zündkerzengewinde nach oben - welche Zündkerzen und Kabel?  

Hallo Leute

ich hätte da noch eine Frage im Zusammenhang mit meinen Wartungsarbeiten am 1975er XJ6C:

Nachdem ich nun Motorenöl und Filter gewechselt habe, habe ich auf einer Probefahrt festgestellt, dass der Motor nicht rund läuft und dann festgestellt, dass es bei 2 der 6 Zylinder Öl durchs Kerzengewinde hoch nach oben drückt. Bei einer ganz wenig, bei der zweiten hat es beim Motorbetrieb im Leerlauf kleine Luft- und Ölblasen geblubbert. (das habe ich an dem XJ6 so noch nie gesehen, aber wie gesagt, er ist nun eine Weile gestanden und die Kerzen sind mind. 20 Jahre alt...) Mangelnde Kompression wäre aber wohl ein Grund wieso der Motor nicht richtig rund gelaufen ist.
(Siehe Bilder unten, wo man auch den Zustand der Kerzen sieht.)

Mein pensionierter Citroen-Oldtimer Mechaniker hat gemeint, das wär nix schlimmes, die Kerzen wären einfach nicht genügend angezogen gewesen. ich soll einfach neue Kerzen reinmachen und die genügend anziehen (aber auch nicht zu fest).

Habt ihr das auch schon gehabt? muss ich mirBPR6ES da irgendwelche Sorgen machen oder hat mein Mech recht?
Sehen die Kerzen normal aus oder ist da was auffällig?

Dann meinte er noch, ich solle NGK Kerzen nehmen, die wären besser als die Champion die drin sind.
Ich hab jetzt ein bisschen rumgesucht aber die Threads zum Thema Kerzen sind alle schon etwas älter. Ich hdachte aber, ich würde die NGK BPR6ES reinmachen. Nun sind aber bei Limora die BPR6ES als für 12-Zylinder angegeben und für 4.2 L Vergaser gibt Limora die BPR5ES an. Was mach ich nun?

Und dann habe ich gedacht, ich sollte vielleicht auch grad die Zündkabel mit ersetzen. Bei Limora gibts da normale für ca. €40.- und sogenannte Hochleistungskabel für ca. € 60.-. Auf die € 20.- kommts mir da nicht an, würde mich aber dennoch interessieren, welche Kabel ihr verwendet und wie oft die gewechselt werden. Und ob ich den Verteilerdeckel auch grad wechseln soll?

also hier nochmals die Fragen:
1. reicht es, einfach neue Kerzen reinzutun oder muss ich mir wegen des Ölaustritts grundsätzlichere Sorgen machen?
2. Welche Kerzen nehmt ihr? die originalen N11C oder NGK BPR5 oder 6ES?
3. soll ich auch gleich Zündkabel und Verteilerdeckel wechseln und wenn ja welche Kabel?

Herzlichen Dank für eure Tips und einen schönen Sonntag!

Thomas




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Nichtschwimmer
Sponsor 2020
Mannheim



BeitragVerfasst am: So 08 Nov, 2020 15:13    Titel:  

Hallo,

die Zündkerzen BP5ES haben den richtigen Wärmewert. Ziehe sie mit 25 bis 30 Nm an und gugg ob noch Öl rauskommt. Das Gewinde im Zylinderkopf vorher reinigen.

Dass der Motor nicht rund läuft, könnte am Zündsystem liegen. Aufs Ge­ra­te­wohl würde ich ausser den Zündkerzen gar nichts erneuern, sondern erst alles systematisch durchprüfen: Kompression, Zündzeitpunkt, Zündung, Kraftstoffversorgung, Vergaser.

Worin der Unterschied zwischen den beiden Limorzündkabelsätzen besteht, erschließt sich anhand der Beschreibung nicht. Ich verwende für den XKE-Motor Kupferzündkabel.

Grüße Udo
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Ribolla
Sponsor 2020
Graz



BeitragVerfasst am: So 08 Nov, 2020 20:09    Titel: Kerzenbild  

Mir fällt beim oberen Kerzenbild noch was auf: die Kerze ist völlig hinüber, konkret gesagt mit Ascheablagerungen aus überschüssigem Motoröl überzogen (kann seltener auch von ungeeigneten Kraftstoffzusätzen oder Zweitaktöl stammen).
Falls Du keine Additive verwendest, solltest Du dringend abklären, woher das Öl kommt - Ventilschaftdichtungen oder Kolbenringe defekt.
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tombolino
registrierter Benutzer
Zürich



BeitragVerfasst am: Mo 09 Nov, 2020 18:09    Titel: Öl im Verbrennungsraum?  

Hallo

Danke an Nichtschwimmer und Ribolla für Eure Antworten.

Zur Bemerkung von Ribolla:

nein, ich verwende keine Additive.

Was ich vor 1 Woche getan habe:
ich hab den Ölfilter und das ca. 20 Jahre alte Motorenöl durch Castrol Classic 20W50 ersetzt.
(hab mich im Netz über Classic-Öle informiert, und mich dann für dieses Öl entschieden.)

Bis davor hatte ich keine Probleme festgestellt.
Bin seit dem Motorenölwechsel ca. 50 km gefahren.
Kann es sein, dass das Castrol Classic Additive drin hätte, die den Motor irgendwie undichter gemacht haben?

Betreffend Kontrolle von Ventilschaftdichtungen resp. Kolbenringe:
wie kann ich feststellen, woher das Öl kommt?
(was ich als Hobbymechaniker zu wissen glaube: für die Ventilschaftdichtungen muss "nur" der Zylinderkopf ab. Für die Kolben würde es wohl heissen: Motor raus und revidieren, korrekt?)
also wie finde ich raus, was von beiden bei mir allenfalls gemacht werden muss?

Danke für Eure Hinweise und liebe Grüsse

Thomas
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tom65
registrierter Benutzer
Zemmer



BeitragVerfasst am: Di 10 Nov, 2020 7:59    Titel:  

Hallo Thomas,
für solche Fragen gibt es Profis die das beurteilen können.
Bei mir in der Gegend ist das z.B. Redhead. Dorthin bringe ich meinen Jaguar im Dezember und werde dann (hoffentlich) wissen wie der Zustand meines Motors ist. Und was eventuell notwendige oder wünschenswerte Reparaturen kosten.
Diese Firma hat viele Videos über ihre Arbeit auf YouTube eingeteilt. Da kann man sich einen Eindruck über deren Arbeitsweise verschaffen.
So etwas müßte es ja auch in der Schweiz geben.

Viele Grüße
Thomas
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Ribolla
Sponsor 2020
Graz



BeitragVerfasst am: Di 10 Nov, 2020 9:07    Titel: Öl im Brennraum  

Hallo Thomas,

da schliesse ich meinem Vorredner an - schau bitte mal bei einem echten Jaguar-Spezialisten vorbei!

Der beste Experte in der Schweiz ist Georg Dönni in Roggliswil, er kümmert sich je nach Kundenwunsch kostendämpfend aber hochprofessionell um XJS und XJ, macht aber auch absolute High Level-Restaurationen.

Emil Frey Classic kenne ich nicht, aber mein Jaguar wurde 1971 von dieser Firma ausgeliefert - und vorher intensiv hohlraumkonserviert, was mir noch heute Freude bereitet.

Zu Deinen Punkten im Detail:

- das Castrol Classic ist absolut ok - wenn das alte Öl 20 Jahre drin war, erklärt das viel.
- Für die Ventilschaftdichtungen muss nur der Kopf ab - den würde ich aber generalüberholen lassen, kostet nicht die Welt.
- Kolbenringe sind der "worst case" - Komplettrevision. Je nach Zustand Deines Jaguars ist es das aber wert, vor allem wenn Du das Auto länger behalten willst. Ich habe das vor 7 Jahren bei M&R in Günnding machen lassen, der Mottor läuft seidenweich, springt IMMER an, braucht kein Öl und relativ wenig Benzin. Zuverlässigkeit irgendwo zwischen Golf Diesel und BMW Benziner, aber ganz anderer Sound!

Wünsche Dir alles Gute!

Ribolla
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OldAndi
registrierter Benutzer
Im Lande



BeitragVerfasst am: Di 10 Nov, 2020 9:39    Titel:  

das alte Öl 20 Jahre drin war

das ist die Ursache allen Übels und Gift für jeden Motor .
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Nichtschwimmer
Sponsor 2020
Mannheim



BeitragVerfasst am: Di 10 Nov, 2020 11:52    Titel:  

Hallo Thomas,

derTausch der Ventilschaftdichtungen funktioniert vielleicht auch ohne den Zylinderkopf auszubauen. Nockenwellen, Stößelbecher, Shims etc. Zylinder auf OT, Druckluft drauf und KW blockieren damit das Ventil nicht runter fällt. Ventilschaftdichtungen gibt´s nur auf der Einlassseite. Wie und ob der Ölaustritt mit den Ventilschaftdichtungen zusammenhängt, weiss ich nicht. Zur Info: bei den frühen 4.2-Liter-Motoren im E-Type gab´s überhaupt keine Ventilschaftdichtungen.

Kolbenringe kannst du mit einem Druckverlusttest prüfen - und einiges andere auch. Sowas gibt´s im Hobbybereich schon für kleines Geld https://www.scheuerlein-werkzeuge.de/motoren-pruefwerkzeuge/druckverlusttester/.

Hast du schon neue Kerzen mit dem korrekten Drehmoment eingeschraubt? Kommt noch Öl raus? Läuft der Motor besser - bei dem gezeigten Kerzenbild würde es mich nicht wundern, wenn die Kerze nicht mehr (richtig) zündet und der Motor unrund läuft.

Du kannst davon ausgehen, dass ein so alter Motor nicht mehr ganz frisch ist. Eine Revision ist eine teure Angelegenheit, die man sich bei einem XJ genau überlegen sollte. Ich würde erst mal prüfen (lassen) in welcher Verfassung der Motor ist und versuchen mit Einstellungs- und Wartungsarbeiten den Motor vernünftig zum Laufen zu bringen.

Grüße Udo
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Thomas_Schmid
Administrator
Dülken



BeitragVerfasst am: Mi 11 Nov, 2020 9:38    Titel:  

20 Jahre sind ne Hausnummer, da hätte man den Motor besser erstmal aufs Laufen vorbereitet.
Nun ja, das Kind ist in den Brunnen gefallen, es kann schlicht sein, dass in der Zeit jemand mal nach dem Ding geschaut hat und die Kerzen nur handfest eingedreht hat, da würde ich jetzt erstmal keinn Drama draus machen sondern neue rein, ordnungsgemäß anziehen und schauen was passiert.

Soviel zum Thread, wer sich näher damit befassen möchte, siehe unten.

An der Stelle, mal meine Vorgehensweise zur Wiederbelebung alter Motoren, denn was m,an so im Fernsehen zu sehen bekommt, graust der Sau.
Bremsenreiniger und gib ihm, dann gleich mal ordentlich hochdrehen....
Mag ja sein, dass übervolumisierte Militärkisten das ab können, aber selbst die würden eine fachgerechte Wiederbelebung sicherlich danken.
Folgende Vorgehensweise kann man mit Sicherheit noch etwas verfeinern oder ergänzen, hat sich aber im Laufe der Jahre so entwickelt und wurde auch von Fachleuten mehrfach so bestätigt.
Habe etliche Motoren aller Art wieder belebt, einziger Grund, weshalb einige dennoch revidiert worden sind im Nachgang waren Ölleckagen, es gab bislang nicht einen Motor der die Prozedur mit Defekten bis hin zum Motorschaden quittiert hat.

Zuerst, bevor man irgenwas am Motor macht, den Finger in die Ölöffnung, um die Ecke greifen ob Rost auf der Nocke ist, wenn ja, ist alles ohne Revision äusserst ungesund für den Motor. Bei vielen Motoren muss dazu der Ventildeckel runter.
Erst wenn dort kein Rost ist, kann man mal zart über wiederbeleben nachdenken.
Wir reden ja nicht über eine 2-Takt Gartenfräse, sondern über einen Motor an dem jedes Teil richtig Geld kostet.

Fangen wir beim Öl an, erst alte Suppe raus, neue rein, einfach mal ein billiges Baumarktöl, denn das ist besser wie damalige Spitzenöle und reicht zum Spülen des System aus.
Dann Kerzen raus und einen ordentlichen Spritzer Ballistol in die Brennräume. Das löst die in den alten Ablagerungen verklebten Kolbenringe, so dass diese auch ihre Arbeit verrichten können.

Dann kann man den Motor von Hand drehen, optimaler weise über mehrere Tage immer wieder mal drehen, denn so fährt man zum einen die Laufbuchsen mit der Ballistolpampe ab schmiert und reinigt sie, zum anderen können die Ventilfedern sich setzen. Die Federn waren ja Teils gedrückt die ganzen Jahre. Daher auch wenn er läuft nicht hochdrehen, sollte eine Feder zu Anfang etwas lahmen, kann es zu bösem Kolbenkontakt kommen.

Derweil der Motor so verbereitet wird, Zündkontakte reinigen/ersetzen, Schwimmerkammern reinigen und Schwimmerventile gängig und sauber machen. Luftfilter säubern, evtl wenn er feucht war ersetzen. Feuchter Staub gibt eine undurchdringliche Masse und er soll ja auch atmen können.
Alle Unterdruckschläuche checken ob einer abgerutscht oder gerissen ist.

Danach dann lässt man ihn mal kurz ohne Kerzen drehen mit dem Anlasser um sicher zu gehen, dass sich alles einwandfrei dreht.
Erst dann, auch wenns Tage gedauert hat, NEUE Kerzen rein, Benzin auf Druck pumpen lassen und Starten.
Sicherheitshalber den Fuss am Gas lassen, für den Fall, dass die Gemischaufbereitung versifft ist. Den Motor so erstmal gerade am Laufen halten, wenn er Standgas hält, erstmal was laufen lassen und dann Stossweise immer mal wieder was hoch drhen, max Drittel Nenndrehzahl.
Wenn er Betriebswarm ist, Öl und Filter wechseln, nochmal billige Suppe rein.... Ruhig mehrfach das System spülen, schadet nicht und jeglicher Dreck und jegliches alte Öl aus der letzten noch so kleinen Bohrung soll ja raus.
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OldAndi
registrierter Benutzer
Im Lande



BeitragVerfasst am: Mi 11 Nov, 2020 11:35    Titel:  

denn was man so im Fernsehen zu sehen bekommt, graust der Sau.
Bremsenreiniger und gib ihm, dann gleich mal ordentlich hochdrehen....


Made by Steel Buddys auf DMAX Richtig ? ;-)
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Thomas_Schmid
Administrator
Dülken



BeitragVerfasst am: Do 12 Nov, 2020 7:58    Titel:  

Unter anderem Steelbuddies.....
Wobei wie gesagt, Motoren, die Bauartbedingt ohnehin nie unter Last kommen sondern immer nur Bruchteile der wirklichen Leistung abrufen, können auch erheblich mehr ab.

Man siehst aber auch bei Fast 'n .....
Nen alten Flathead nach 50 Jahren Standzeit, da werden festgerostete Ventile mit dem Hammer ein paar mal bewegt, dann angeschmissen und Gas geben.
Geht gar nicht sowas, zeugt für mich davon, dass man keinerlei Respekt davor hat, was die Hersteller damals geleistet haben. Und von technischem Verständnis für die mechanischen Belange solch alter Teile zweifel ich doch sehr.
Aber wenn man eben alle Teile für relativ kleines Geld bekommt, kann man ja damit umgehen wie Sau.... Kostet ja nix im Vergleich zu einem Satz weggebrannten Reifen, die man dort regelmässig auf dem Platz lässt.

Was den Thread angeht, war mir aber noch eingefallen:
Sicher dass es Öl war was an den Kerzen blubberte?
Vielleicht wars einfach nur viel zu fett, weil Gaser und Luftfilter verschmoddert sind. Wenn sie nicht zündfähiges zu fettes Gemisch da durch drückt, schaut das auch aus wie Öl nachdem es im Kerzengewinde allen alten Gammel aufgelöst hat.
Es wäre sogar denkbar, je nachdem wie die Gewinde beim letzten Kerzenwechsel aussah, dass die Kerzen wegen Gammel ihr Drehmoment hatten, bevor die Dichtung ganz auflag und keiner hats gemerkt, weil er nicht so viel zu fett lief und es folglich nicht gelöst hat, sondern eher noch mehr Ablagerungen dort festgebrannt wurden...

Kerzengewinde gründlich reinigen, neue Kerzen rein und dann mal darum kümmern, dass der Motor das richtige Gemisch bekommt, könnte das Blubbern wie auch den schlechten Lauf beseitigen. Wie schon gesagt, nach der Zeit ist Kontrolle der Zündung und der Vergaser unumgänglich.
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OldAndi
registrierter Benutzer
Im Lande



BeitragVerfasst am: Do 12 Nov, 2020 10:56    Titel:  

Thomas ,zumindest die vorliegende Erkenntnis des 20 Jährigen Öls und der daraus sicher weitergehenden vernachlässigten Wartung ,würde deine These sehr stützen .

Übrigens was in den DMAX Sendungen, die ich sehr gern sehe , so abläuft , bezeichne ich als Show für den Zuschauer . Action ,eben. Ob die das im Alltagsbetrieb wirklich immer so machen , bleibt offen.

VG
Andi
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tombolino
registrierter Benutzer
Zürich



BeitragVerfasst am: Di 24 Nov, 2020 10:38    Titel:  

Hallo Freunde

danke für eure interessanten Infos.

Zuerst noch eine kurze Präzisierung:
der XJ6C ist nicht die ganzen 20 Jahre komplett gestanden, er war ca. 10 Jahre gestanden als ich ihn 2011 gekauft habe. Seit damals wurde er von mir ca. 2000km bewegt, hab ihn aber die letzten 2-3 Jahre nicht mehr bewegen können. Bis da waren keine nennenswerten Standschäden vorhanden - hoffe dass dem immer noch so ist.

Was ich nun gemacht habe ist folgendes:

- ich hab die Kerzen rausgenommen und die Schafte gereinigt.

- Dann hab ich zusammen mit meinem pensionierten Citroen-Mechaniker die Kompression der Zylinder gemessen.
Es sind alle gut, bis auf den 5. Zylinder (von vorne gezählt). Dieser hat nur etwa 60% der Kompression der anderen.
Mein Mech hat gemeint, es könnte sein, dass durch die Standzeit die Ventile dieses Zylinders nicht ganz schliessen und ich solle den Wagen bewegen und dann schauen, ob die Kompression wieder besser wird.

- Dann haben wir neue NGK BPR5ES Kerzen reingemacht.

Als nächstes werde ich nun noch das Kühlwasser, die Bremsflüssigkeit und die 30jährigen Reifen wechseln und dann den Wagen etwas bewegen und hoffen, dass die Kompression von Zylinder 5 wieder besser wird.
Und falls nicht, wohl mal schauen, wie es mit den Ventilschaftdichtungen aussieht, resp. ob sich eine weitergehende Revision des Motors empfiehlt...

Also nochmals herzlichen Dank und liebe Grüsse an alle und bleibt gesund!

Thomas
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tombolino
registrierter Benutzer
Zürich



BeitragVerfasst am: Di 24 Nov, 2020 10:44    Titel:  

... ach ja und ich werde mir die Bemekrungen des anderen Thomas betreffend Vergaser und Zündung etc. noch zu Herzen nehmen.
(Die Vergaser hätten wohl auch eine Reinigung verdient, denn bei einem ist es mir nun zweimal passiert, dass nach der langen Standzeit der Schwimmer verhockt war und die Pumpe nicht aufgehört hat zu pumpen.

Grüsse
t
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stefan_s
registrierter Benutzer




BeitragVerfasst am: Di 24 Nov, 2020 15:13    Titel: und denk daran,  

bei den Engländern wird vom Abtrieb her gezählt, d.h. Zylinder Nr. 1 ist der an der Spritzwand und Nr. 6 der am Kühler - nur falls das mal eine Rolle spielt...

Viel Erfolg und Gruß

Stefan
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Peter Hilgenstock
Moderator
Frankfurt am Main



BeitragVerfasst am: Di 24 Nov, 2020 18:12    Titel: und wie ........  

.........begründet sich dann die umgekehrte Zählung an V12-Motoren - auch in England produziert ? Gruß - Peter aus FFM
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Thomas_Schmid
Administrator
Dülken



BeitragVerfasst am: Mi 25 Nov, 2020 7:39    Titel:  

Na dann viel Erfolg, ist durchaus denkbar, dass sich die Werte wieder bessern wenn er mal gründlich warm gefahren wird und dann mal arbeiten muss.

Der Überlaufende Schwimmer lässt in der Tat viel zu fettes Gemisch vermuten, da auch im Betrieb der Schwimmerstand zu hoch sein könnte, oder auch der Schwimmer abgesoffen ist. Die können auch mal undicht werden und voll laufen, also nicht mehr schwimmen.
Öl solltest du auf jeden Fall checken ob es stark nach Benzin riecht....

Mit der Kompression kann es sein, dass der Wagen sehr lange gestanden hat mit offenem Ventil am "2"ten (diese Zählung verwirrt mich auch immer wieder) Zylinder.
Dann kann er dort an der Sitzfläche Rost angesetzt haben, oder er kann verkohlt sein, wenn der Vergaser direkt an diesem Zylindereinlass das Benzin so durchlaufen liess.
Ach ja, bedenke bitte, dass die Ventilfedern die Jahrelang in gedrückter Stellung waren, sich erst wieder richten müssen, also mehrfache Erwärmung auf Betriebstemperatur und anschliessende Abkühlung tun da Wunder, vorher kann es sein, dass diese Feder das Ventil einen Hauch langsamer schliesst, es kann also bei hoher Drehzahl zum Kontakt mit dem Kolben und somit zu grossem Schaden kommen. Die ersten paar Ausfahrten nicht volle Drehzahl bitte.
Hast du die 2 Vergaseranlage drauf oder die 3er? Bei der 2er, liegt der 2te Zylinder ja direkt vor dem Vergaser.... es kann also sofort durchlaufen.

Zur Reinigung des Motors, auch der Spritversorgung nehmen viele Bekannte von mir das Shell V-Power oder Aral Ultimate.
Zwar kann den höheren Oktanwert der Motor eh nicht umsetzen, aber die Reinigungsadditive sind sehr gründlich.
Befreit dich nicht davon, die Schwimmerkammern zu checken und zu reinigen, aber kann dir mit etwas Glück ersparen die Vergaser komplett zu zerlegen.
Schau auf jeden Fall dass die Schieber in den Vergasern gut laufen und schau nach dem Dämpferöl in den Vergasern.

Viel Erfolg und halt uns doch auf dem Laufenden.
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OldAndi
registrierter Benutzer
Im Lande



BeitragVerfasst am: Mi 25 Nov, 2020 11:15    Titel:  

Zur Reinigung des Motors, auch der Spritversorgung nehmen viele Bekannte von mir das Shell V-Power oder Aral Ultimate.

Es gibt auch sehr gute Reinigungszusätze von Liqui Moly . Davon kippe ich turnusmäßig ,immer mal ein Töpfchen in den Tank.
Wer liefert was?
      
tombolino
registrierter Benutzer
Zürich



BeitragVerfasst am: Do 26 Nov, 2020 19:27    Titel: Dämpferöl in den Vergasern?  

Hallo Leute
Danke erneut für eure guten Tipps.
Ich hab 2 Vergaser - ich glaub das sind SU-Vergaser. (hab dasselbe auch beim Volvo Amazon 122S mit B18 Motor - dem Alltagswagen meiner Frau)

Eine Frage hätte ich noch: was ist das mit dem "Dämpferöl" im Vergaser?
(kenn mich mit den SU-Vergasern nicht wirklich aus (bei meinen alten Citroens gibts Solex-Vergaser und dort hats nur Benzin und Luft drin und meine CXe haben Bosch Einspritzung).

Das einzige was ich da jeweils gemacht habe wenn ich lange nicht gefahren war, war die Schrauben oben in den Vergasern aufschrauben, die Stifte rausziehen und warten (hat mir mal ein Mech gesagt, soll ich beim Volvo Amazon machen). Aber wie gesagt: habe von den Vergasern eigentlich keine Ahnung.

wo hats im Vergaser Öl drin, wofür brauchts das und wo muss ich das nachleeren/nachprüfen und was für welches?

Zu Additiven:
mir hat einmal einer beim Schweizer TÜV bei einem 280er SL gesagt, ich solle Neoval Rubin G8 ins Benzin kippen, bei den Wagen, die ich nur selten fahre und die lange stehen. Seitdem mache ich das bei meinen Wagen (DS, CX, Fiat 238) und ich habe echt nie Probleme dass die Autos nicht anspringen, auch wenn sie länger nicht laufen.

Grüsse und Danke für eure Bildungskurse :-)

Thomas
Wer liefert was?
      
Nichtschwimmer
Sponsor 2020
Mannheim



BeitragVerfasst am: Do 26 Nov, 2020 20:34    Titel:  

Moin,

wenn du an den Vergasern rumbastelst, mach dich vorher anhand des Werkstatthandbuchs schlau. Dort oder in anderen Schriften zu SU-Vergasern steht alles drin.

Zu deinen Fragen. Du benötigst Dämperöl in der richtigen Viskosität (SAE20) da das Dämpferöl das Verhaltens des Vergasers beeinflußt http://sucarb.co.uk/dampers-caps-oil/damper-oil.html. Um das Öl nachzufüllen muss man die Schraube oben auf der Glocke lösen und den Dämpfer herausziehen. Wenn du in die Glocke reinguggst siehst du ein Röhrchen. Dieses füllst du bis zur Oberkante des Röhrchens abzüglich der Höhe des Dämpferkolbens auf. So läuft nix über wenn der Dämpfer das Öl verdrängt.

Grüße Udo
Wer liefert was?
      
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