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I-Pace  >>  Warum Verbrenner sterben ...
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Autor weitere Bemerkungen
XF-Driver
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Electri-City



BeitragVerfasst am: Mi 29 Jan, 2020 14:38    Titel: Warum Verbrenner sterben ...  

Wie sieht wohl die Flottenbilanz für die JLR Flotte aus? Schwere Autos... Grosse Motoren...Und anders als VW geht JLR ins XJ Luxussegment anstatt in den XE? Mal gespannt wie sich das entwickelt und wie die Kosten weitergegeben werden...
Ob da noch viel Geld für die so heiss erhoffte Wasserstoff-Auto-Entwicklung (&Produktion) übrig bleibt?

https://www.youtube.com/watch?v=A7S0qQw4Ye4
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suparudi
registrierter Benutzer
Marbach a.N.



BeitragVerfasst am: Mi 29 Jan, 2020 18:30    Titel: Alles hat seine Berechtigung !  

Hallo,

es wäre schön wenn wir hier im Jaguarforum solche polarisierenden Aussagen unterlassen könnten.
Die Verbrennermotoren werden aussterben <== Blödsinn
E-Autos sind umweltschädlich <== Blödsinn
Und fast alles andere was zu der Thematik Verbrenner vs. E-Auto vs. Hybrid vs. ...... gesagt wird ist ebenso Blödsinn.

Ja, ich darf das sagen, da ich beide Welten kenne (besitze und fahre) -beides hat seine Vor- und Nachteile und seine Daseinsberechtigung. Ich geniesse die totale Stille im E-Auto genauso wie den Sound im V8 - alles zu seiner Zeit.
Genauso schätze ich die Problemlosigkeit des E-Autos was die Wartung und Reparaturen betrifft wie auch die Problemlosigkeit der luxuriösen Reiselimousine grössere Strecken zu fahren - jedes meiner Fahrzeuge deckt einen speziellen Bedarf.

Ich weiss auch, dass nicht jeder 2 oder 3 Fahrzeuge unterhalten kann oder möchte, man sollte allerdings auch die Toleranz anders denkenden gegenüber aufbringen.

Wer nur Verbrennerfahrzeuge kennt und noch nie ein E-Auto gefahren ist sollte sich mit Stammtischgeschwätz zurückhalten. Den umgekehrten Fall (kennt nur E-Auto und fuhr noch nie einen Verbrenner) wird es vermutlich nicht geben, falls doch gilt da natürlich dasselbe.

Allzeit gute Fahrt in eine interessante Zukunft

Suparudi
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XF-Driver
registrierter Benutzer
Electri-City



BeitragVerfasst am: Do 13 Feb, 2020 12:42    Titel: Jaguar I-PACE | Unser Antrieb  

...da tut sich doch langsam was...

Eindeutiger Titel - oder?

https://www.youtube.com/watch?v=UuSoU1jQb0k
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marcuspk
registrierter Benutzer
braunschweig



BeitragVerfasst am: Mo 24 Feb, 2020 7:52    Titel:  

Nun sagen wir mal so...

Akkuautos werden sich vermutlich nicht durchsetzen... warum?

Ladeinfrastruktur: Geht vielleicht geradeso so irgendwie in Deutschland und Teilen der Welt...

Geht nicht in.. Afrika, Indien, Pakistan, Südamerika, weiten Teilen v. China, Russland. Canada usw usw.

Wo sind die größten Absatzmärkte jetzt und zukünftig?
Wie soll in den o.g. Ländern die Ladeinfrastruktur geschaffen werden wenn noch nicht mal ein Land wie
Italien oder mindestens 9 Länder der G20 das nicht schaffen?

Wer kauft also die Fz. eines Herstellers, der einseitig auf Akkuautos setzt und der keine Alternativen
anbietet?! genau.. Niemand. ...

Darum... Verbrenner sterben aus = Blödsinn

Es wird einen gewissen Prozentsatz an Akkuautos geben.. das ist auch okay und lokal sogar zu begrüßen,
jedoch ist das nicht die Lösung für den Individualverkehr. Das bemerken selbst die Hersteller.

Darum wird Wasserstoff kommen... Als Ersatz für Benzin/Diesel. Ist dann auch ein Elektromotor - aber
was die Reichweite und Möglichkeit angeht besteht da doch ein enormer Unterschied zum Akku.
Den Diesel/Benziner werden wir jedoch die nächsten 25Jahre locker noch erleben.. eher noch länger.
Das allein schon aufgrund der Alternativlosigkeit der Situation im Bereich Schwerverkehr.

Soviel dazu.

VG Marcus
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skylark2001
registrierter Benutzer
Unner Frangn



BeitragVerfasst am: Mo 24 Feb, 2020 7:56    Titel:  

Moin,

warum sollten sich Akkuautos in sonnenreichen Ländern nicht durchsetzen? Dort ist es eher einfacher eine Ladeinfrastruktur zu schaffen ... immerhin schafft Burkina Faso es ja auch ein besseres Mobilfunknetz, als in Teilen Deutschlands (https://www.nordbayern.de/region/netz-in-nordbayern-ist-schlechter-als-in-burkina-faso-1.6629636), auf die Beine zu stellen.

Gruß aus Nordbayern
Dirk
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marcuspk
registrierter Benutzer
braunschweig



BeitragVerfasst am: Mo 24 Feb, 2020 12:00    Titel:  

Muhaha... :) Der war jetzt gut.

Sorry.. Aber es ist schon etwas anderes einen Mast in die Landschaft zu stellen und eine Sendeanlage mit Solarpaddeln in die Wüste zu bauen, als tausende Elektroautos mit Strom zu versorgen! (sieht dann übrigens so aus / Australien Outback Foto aus Dezember)... Wie lange diese Anlage bräuchte mehrere Autos zu laden.. logischerweise nur tagsüber.. :)

EAutos gehen schon gar nicht in Regionen, wo Menschen in eher einfachen Verhältnissen leben... Wie denn?
Nicht mal in Italien / Griechenland usw.kann das funktionieren.. Selbst da bricht das Netz zusammen, würde man dort EAutos massiv aufstocken... Selbst in Deutschland ist der letzte in einer Sackgasse mit einer Wallbox angeschmiert...

Haltbarkeit der Akkus ist nochmal eine ganz andere Sache...
Wartung vor Ort?.. Nein.
Dann sternförmiges pendeln zum Solarladen!? ;) und dann? Bist zu hause ist der Akku halb leer...
usw usw usw.. :) Alles Quark.

DHL / Pflegedienste / Kreisläufer / Lokale Stadtfahrzeuge mit Hausanschluss.. Alles gut und Sinnvoll..
Individual? Nein.
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k.stoertebeker
registrierter Benutzer
Fuerth



BeitragVerfasst am: Mo 24 Feb, 2020 13:53    Titel:  

. immerhin schafft Burkina Faso es ja auch ein besseres Mobilfunknetz, als in Teilen Deutschlands

M.W. würden bei der Leistung der Mobilfunkantennen die Menschen in D tot umfallen ;-)
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Arminko
registrierter Benutzer
Spanien



BeitragVerfasst am: Mo 24 Feb, 2020 21:55    Titel:  

Zitat von Dirk
warum sollten sich Akkuautos in sonnenreichen Ländern nicht durchsetzen? Dort ist es eher einfacher eine Ladeinfrastruktur zu schaffen
Es klappt nicht in der Realität, da hilft die Sonne nicht, wenn die Infrastruktur es nicht hergibt.
So wie Markus schon bemängelte, es liegt an der Umsetzung. Ich lebe in Spanien und bin auch an der E-Mobilität interessiert, Spanien ist ein Sonnenland, also alles klar für Solar und jetzt kommen die Probleme, Strom ist extrem billig für deutsche Verhältnisse, nachts, d.h. 14 Std.lang kostet er nur 11 Ct. und tags 23Ct., aber es gibt nicht genug. Ich als Privatperson kann keine Wallbox installieren, denn die bräuchte Starkstrom, den bekommen nur Firmen. Mein Jaguar Händler in Spanien jammert, denn er kann keine I Pace verkaufen, es fehlen die Genehmigungen, genauso geht es Porsche, die haben gerade den neuen Taycan vorgestellt, aber sagen man kann nur bei ihnen laden, also es funktioniert nicht in den Sonnenländern, es fehlt die Infrastruktur und somit die starken Leitungen . Ladestationen, die entlang der Hauptstraßen sein müssen, fehlen total. Eine Fahrt mit einem E-Auto von Spanien nach Deutschland für mich ca. 2500km wäre im Moment eine "lange Abenteuerreise" mit stundenlangen Stops an normalen Schukosteckdosen. Ein I Pace braucht 35 h für eine 80% Ladung an einer Schukodose, das wird nichts.
Grüße aus dem Sonnenland
Armin
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skylark2001
registrierter Benutzer
Unner Frangn



BeitragVerfasst am: Di 25 Feb, 2020 7:37    Titel: Übergang  

Moin,

das Ganze ist doch ein gleitender Vorgang - nix wird von heute auf Morgen umgestellt. Ich bin grundsätzlich ja technologieoffen und mir ist es letztlich egal, welche Technologie sich durchsetzt. Jedoch: wenn alle auf der Welt so argumentieren würden, wie Ihr hier im Forum, dann hätte sich vermutlich kein Tankstellennetz, kein Telefonnetz und kein "Irgendwas"-Netz durchgesetzt. All diese Infrastruktur war ja auch nicht von Anfang an da.

Zum Thema elektrische Infrastruktur: es gibt eine Studie die der deutschen Straßenbeleuchtung ein Einsparpotential von 2,2TWh jährlich nachsagt, wenn man sie auf LED umrüstet. Damit hätte man den (nach anderen Studien) kompletten Strombedarf der zukünftigen dt. Elektroautoflotte bereits "eingespart" und das Stromnetz, das das alles verkraften kann, ist ja bekanntermaßen auch schon da. Da wird es schon recht dünn mit der Argumentation, dass das alles nicht klappen kann.

Zum Thema Reichweitenproblematik. Dazu gibt es zu sagen, dass in den letzten 6 Jahren die Effizienz von Akkus um ca.50% gesteigert wurde. Wenn wir das in den nächsten 6 Jahren usw. usf. wieder schaffen, sind alle anderen Technologien ziemlich chancenlos.

Zum Thema Wartung. In den USA wächst eine Werkstattinfrastruktur, die sich auf das Recyclen von Akkus spezialisiert hat.

Zum Thema Reparieren von Steuergeräten? Ist heute in Zeiten kein Problem, wo jeder mittelmäßig Begabte sich eine Heißluftlötstation aus China besorgen kann und den Grafikchip seiner Playstation reballen kann und jeder Telefonladen den Chip für die Ladeelektronik auf dem iPhone neu auflötet oder zumindest einen kennt, der das kann.

Lassen wir den Dingen doch einfach mal ihren Lauf. Es wird auf jeden Fall unübersichtlicher bei den Antriebstechnologien. Ein bedauerlicher Fakt, den der VW Vorstand mit einer blödsinnigen vorschnellen Festlegung vermeiden wollte - es wird seinem Konzern nur eben nichts helfen.

Sagt einer, der sich zum guten Schluss noch einmal einen Ami mit 5.7 Hemi gekauft hat.

Gruß
Dirk
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marcuspk
registrierter Benutzer
braunschweig



BeitragVerfasst am: Di 25 Feb, 2020 19:21    Titel:  

Natürlich sollte man "technologieoffen" sein.. Ohne Frage!

Jedoch verstehe ich nicht so recht, wieso die Akku-Freunde das eben nicht sind.
MMn. ist die Akku-Auto Technologie jetzt schon überholt.

Die verfügbaren Wasserstoff-Fahrzeuge funktionieren wunderbar.
Wasserstoff kann gespeichert, demnächst noch in Pulver gebunden und ohne hohen Druck
transportiert werden.. Auch in Burkina Faso kann somit lokal durch Wind und Sonnenenergie Wasserstoff erzeugt - und dann über weite Strecken transportiert werden.. Es kann in Häusern zum Heizen verwendet werden.. Züge, Schiffe sogar Flugzeuge können damit fliegen.. Die Erzeugung bleibt lokal... z.B. auch durch Gas / Atomkraft / Wasser / Windkraft.. das ganze System ist nachhaltig und recht problemlos... Und man muss nicht aber Millionen an Kupfer verbuddeln, Keine Kabel an Laternen stecken die versiffen, fehleranfällig sind, man das Fz. über Stunden ans Kabel bindet usw usw...

Es gibt Anwendungen für Akku Autos.. Ohne Frage.. Leute die wenig/gar nicht fahren ... nicht individual fahren und auch nur einen begrenzten Radius mit dem Fz. nutzen wollen.. Für alle Anderen macht Akku mit all den Einschränkungen keinen Sinn.
Jetzt nicht.. und.. aufgrund der weiter bestehenden Einschränkungen auch in Zukunft nicht.

Da ist die Brennstoffzelle global gesehen Lichtjahre voraus und sinnvoller einsetzbar....
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skylark2001
registrierter Benutzer
Unner Frangn



BeitragVerfasst am: Mi 26 Feb, 2020 7:29    Titel:  

Moin,

es bleibt spannend. Fürs Heizen von Häusern wäre ich übrigens für Methan - wenn das aus überschüssigem PV- bzw. Windstrom hergestellt wird, kann es ohne Bedenken ins vorhandene Erdgasnetz eingespeist werden und wäre in der Herstellung überdies noch effizienter. Nebenbei hat es einen höheren Energiegehalt.

Bei der Mobilität wird es wohl mittelfristig auf Elektromobilität hinauslaufen - kein Motor hat einen höheren Wirkungsgrad. Ob der dann von einer Brennstoffzelle, die mit Wasserstoff betrieben wird angetrieben wird oder von so etwas wie Graphen Akkus oder sonst etwas, das bleibt offen.
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Arminko
registrierter Benutzer
Spanien



BeitragVerfasst am: Mi 26 Feb, 2020 21:15    Titel: Stromanhänger  

Na da habe ich noch was für die Reichweitenverlängerung, ist zwar nicht schick, aber originell und hilft schon mal weiter,top Idee!!
https://www.bild.de/auto/auto-news/auto-news/reichweite-von-e-autos-akku-anhaenger-fuer-die-langstrecke-69021812.bild.html
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skylark2001
registrierter Benutzer
Unner Frangn



BeitragVerfasst am: Do 27 Feb, 2020 6:05    Titel: Alte Idee  

Arminko hat folgendes geschrieben:
Na da habe ich noch was für die Reichweitenverlängerung, ist zwar nicht schick, aber originell und hilft schon mal weiter,top Idee!!
https://www.bild.de/auto/auto-news/auto-news/reichweite-von-e-autos-akku-anhaenger-fuer-die-langstrecke-69021812.bild.html


Jo ... und beim M1 Abrams musste auch immer ein Tanklaster mitfahren ... heute ist doch nicht der 1.4.??? Ist der Wagen dann auch von der Begrenzung auf 100 km/h befreit?
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Arminko
registrierter Benutzer
Spanien



BeitragVerfasst am: Do 27 Feb, 2020 10:26    Titel:  

[b]Ist der Wagen dann auch von der Begrenzung auf 100 km/h befreit?[b]
nein skylark, wie in dem Artikel schon angemerkt, werden die E-Autos eh nicht schneller als 100km/h fahren, um überhaupt anzukommen und somit können sie das Ding auch mitschleppen. Das Video ist ja nicht schlecht gemacht, von der Grundidee wie ein Austausch der Batterien, so könnte man ja auch größere Strecken zurücklegen.Was nützt Dir denn mit einem E-Auto schnell zu fahren, wenn Du dann nach 200km wieder eine halbe Stunde oder länger an der Lade stehst? Da überholen dich dann die mit Anhänger...
Grüße
Armin
https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=ywkLyD9DR8E&feature=emb_logo

https://www.youtube.com/watch?v=rrM1yqVpi6M
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XF-Driver
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Electri-City



BeitragVerfasst am: Do 04 Jun, 2020 12:20    Titel: Donnerstag, 04. Juni 2020  

Keine Prämie für Verbrenner
Rufe der Autoindustrie verhallen ungehört.

Und der ADAC tested zudem Plugin-Hybride und kommt zu erstaunlichen Ergebnissen...
https://youtu.be/f_2TCnUExkQ
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Schnaeutz
registrierter Benutzer
Bonn



BeitragVerfasst am: Sa 06 Jun, 2020 23:55    Titel: Ich kenne beide Welten  

und jedes Antriebskonzept hat seine Daseinsberechtigung. Mit meinem Jag kann ich lange Strecken schnell und bequem ohne aufgezwungene Ladepausen zurücklegen. Ich kann mich spontan entscheiden, nach Spanien zu fahren, wenn ich das Bedürfnis dazu verspüre. Beim E-Auto müsste ich erst einmal checken, welche Ladekarten ich benötige und sie bestellen. Wenn ich irgendwo ein gutes Restaurant in der Nähe der Autobahn kenne, fahre ich hin, auch wenn es keine Ladesäule hat. Beim E-Auto müsste ich mit dem gastronomischen Angebot zufrieden sein, das an der Ladesäsule existiert. Oftmals ist das eine Hamburger-Kette. Kann man mal machen, aber nicht bei jedem Laden. A props Laden: Der Betreiber der meisten Schnellladesäulen (außer Tesla), nämlich Ionity, verlangt für die Kilowattstunde Strom 79 Ct. Je nach Verbrauch kommt man damit locker auf einen Preis von über 20 EUR auf 100 km. Mit dem Verbrenner schaffe ich die 100 km mit nicht einmal 10 EUR. Und dem Vernehmen nach sind selbst die 79 Ct. nicht einmal kostendeckend; es ist nicht unwahrscheinlich, dass an der Preisschraube ncoh weiter gedreht werden könnte.

Mit meinem E-Auto mache ich alle Fahrten in der näheren Umgebung. Mal eben zum Supermarkt oder in die Stadt. Alles Kurzstrecken, die der Motor des Jag nicht wirklich schätzen würde. Das sind die meisten Kilometer, die ich so verfahre. Und die Fahreigenschaften eines E-Autos sind super. Bis der Verbrenner an der Ampel den richtigen Gang gefunden hat, ist ein Elektroauto schon auf 50. Geladen wird in der Regel zu Hause, also zum Preis des Haushaltsstroms.

Aber in der Tat: es ist reiner Luxus, 2 Autos sein Eigen zu nennen. Aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Beim Thema Wasserstoff verstehe ich nicht, warum man nicht Verbrenner auf Wasserstoff umrüstet. Mit LPG oder Erdgas geht das doch auch. Aber vermutlich gibt es da technische Hindernisse - oder angebliche.
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XF-Driver
registrierter Benutzer
Electri-City



BeitragVerfasst am: Fr 31 Jul, 2020 14:55    Titel: Handelsblatt 31.07.2020: Das sind die Baustellen des neuen Chefs von Jaguar Land Rover  

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/thierry-bollore-das-sind-die-baustellen-des-neuen-chefs-von-jaguar-land-rover/26055318.html?ticket=ST-17511137-jEDLUd3FjbFLvIYee0Df-ap5

....
Dann kam der Dieselabschwung,....
....
Die Coronakrise bringt das Unternehmen nun in akute Existenznot. ..
....
Die von großen Dieselschluckern dominierte Modellpalette wirkt zunehmend aus der Zeit gefallen...
...
Nur zwei der 14 JLR-Modelle, der „kleine“ Range Rover Evoque und der elektrische Jaguar-SUV i-Pace, konnten ihren Absatz im vergangenen Jahr steigern....
....
Der Umstieg auf alternative Motoren muss forciert werden....
....
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marcuspk
registrierter Benutzer
braunschweig



BeitragVerfasst am: Fr 31 Jul, 2020 21:30    Titel:  

Lach.. (sorry) aber das liegt doch nicht am Motor!!!

Wenn man ein Auto für lange Strecken sucht, die man fahren muss (nicht will) gibt es keine Alternative zu Diesel
Bei vergleichbarer Leistung und "zügiger Fahrweise" so das man beruflich auch mal 1000km am Tag macht
ist elektrische Fortbewegung UNMÖGLICH. Und das bleibt auf absehbare Zeit auch so, denn der Verbrauch der
gepriesenen Elektroautos ist sobald man mal schneller als 130 fahren will völlig absurd.

Dazu kommen irrwitzige Ladesäulenabenteuer usw. usw.. Mal den NDR Info Blog "die zwei von der Ladesäule" hören.. sehr lustig.

...
Nimmt man einen Benziner liegt man bei der o.g. Fahrweise bei 14 Liter.. Ich rede da von einem Schnitt (!!!) unter der Woche
von um/über 130km/h.. Ja .. das geht... auch Donnerstags auf der A2...
Der gleich stark motorisierte Diesel hingegen schafft den gleichen Schnitt dann mit 9l/100...
Gemütlicher geht immer.. Aber dann halt auch langsamer.. Immer jedoch gewinnt der Verbrenner den Vergleich.

Natürlich wer mit seinem Range 80km pro Woche fährt.. so what.. für den ist trotzdem der Verbrenner die ökologischere Version weil.. Hält länger und hat keinen Akkurucksack..

Also wen machen EAutos glücklich.. Vielfahrer die sich aber so bewegen das sie im Tagesrange ihrer Heim Ladesäule bewegen.. Und für die ist das E dann das 3,Auto... Ökologisch auch wieder fraglich.. Aber wems gefällt.

JLR braucht keine anderen Motoren.. Die brauchen Qualität innen/außen und ein bissl mehr Design und weniger Mainstream
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SovereignV8
registrierter Benutzer
Köln



BeitragVerfasst am: So 02 Aug, 2020 21:34    Titel:  

Neuer Chef kommt vom erfolgsverwöhnten Premiumhersteller Renault und ist nicht mit langjähriger Erfahrung als oberster Boss belastet? Dann wird‘s ja wieder bergauf gehen!

Im Ernst: Das Sterben auf Raten geht weiter. Inzwischen liegt JLR - insbesondere Jaguar - in Agonie. AMS, Porsche, VW feilen an Perfektion und Technik, machen verlorenen Boden gut, genießen international höchste Anerkennung, gelten - mit jeweils eigener Produktbotschaft - als absolut begehrenswert.

Und JLR? Dauerloser in jeder Beziehung. OK, sehen ganz gut aus, aber sonst...Da ist NICHTS. Oh, doch: Plastik, Leistungsdefizite, Übergewicht, lahmes Infotainment und versagende Assistenzsysteme.

Was wird der neue Chef tun? Sparen (Wechsel von Ford-Ka-Plastik auf Renault-Twingo-Plastik), Modellpalette straffen (weg von F-Type und klassischen Limousinen hin zum Kompakt“flitzer“ für die Gattin des Oktavia-Fahrers), Historie wahren (Fahrwerksrost ab Werk, Fahrzeugschlüssel wieder im Ford-Transit-Look), neue DNA einbringen (weg von Motorenbau-Tradition hin zum Einkauf abgespeckter Fremdmotoren), Technik simplifizieren (ab „Premium-HSE“ ein mobiles Medion-Navi gratis, ansonsten nur noch zwei Sorten unbeleuchteter Knöpfe a‘ la Lautstärke-Plastikknubbel und Krampfgriff der manuellen Lenkradverstellung).....

Die letzten Jaguars werden als hilflose Designübungen mit transplantierten BMW-Organen erscheinen - und dann wird Schluss sein. Vielleicht hat Land Rover eine kleine Chance - wenn man es dauerhaft schafft, im JD-Power-Index den guten Platz als zweitschlechtester Hersteller vor Dacia zu behaupten und die BMWisierung nicht zum zweiten Mal in der Geschichte zur Katastrophe gerät.
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Boernie
registrierter Benutzer
Homberg/Efze



BeitragVerfasst am: Do 13 Aug, 2020 18:50    Titel:  

So schlimm wie SovereignV8 empfinde ich die Jaguar Modelle nun auch wieder nicht. Klar, bevor Ford den Hersteller übernommen hatte, waren Jaguar Modelle absolute Meisterwerke, dann kam mit Ford der Mainstream - damit aber auch ein wesentlich höher Absatz an Fahrzeugen. Jetzt unter Tata bauen sie wenigstens wieder eigene Verbrennungsmotoren.
Was die Elektromobilität angeht habe ich die schlimme Befürchtung, dass die derzeitige Entwicklung enden wird wie seinerzeit die hochgelobte Energiesparbirne, über die Torsten Sträter mit Recht gesagt hat: Wenn er aufs Klo geht hätte er gerne sofort Licht.
Die Dinger waren schlecht, im Vergleich zur LED viel zu verbrauchsintensiv und in der Entsorgung eine Katastrophe, weil sie mit Quecksilber belastet waren.
Ganz ähnliche Probleme sehe ich bei den mit Akkus betriebenen E-Autos, die aktuell auf dem Markt sind. Die einzige und wirklich gute Lösung die derzeit in Sicht ist sind Fahrzeuge, die mit Hilfe von Wasserstoff angetrieben werden. Diese Antriebsart wird sich durchsetzen genauso wie sich die LED-Lichttechnik durchgesetzt hat.

Herzliche Grüße aus den Kasseler Bergen

Boernie
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carlos9115
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Salzburg, Austria



BeitragVerfasst am: Sa 15 Aug, 2020 20:50    Titel:  

Sorry aber der quatscht doch seit gefühlt Jahren irgendeinen Müll... mich beschleicht langsam die Annahme, dass der liebe Sovereign ein Mitarbeiter oder Ex-Mitarbeiter von JLR ist, der entweder rausgeworfen wurde oder dem die Beförderung verweigert wurde...

Was bitte in Hinmels willen ist denn an einem VW begehrenswert? Mir fällt da nix ein... außer, dass sie --- können wie Niemand sonst und vom Staat dafür noch subventioniert werden... und ehrlich gesagt von ABM, was kommt denn da Pralles? Ein M5 Competition, wo man 3 Stunden 50 brauchen kann um alle Einstellungen durchzucklicken, um dann doch keine Einstellung zu finden, die einem passt... eine Gurke schaut gleich aus wie die andere und Audi ist ja langweilig bis zum Erbrechen...

Mein XJ, dessen Design über 10 Jahre alt ist, da fragen mich heute noch Leute... ist der neu, kenne ich nicht... der F-Type ist (gebe zu) war der schönste Sportwagen (das FL gefällt mir auch nicht so gut wie ich dachte). Der I-Pace ist nach wie vor der schönste E-Wagen usw. usf. - und dass nicht an jeder Ecke 10 rumstehen, macht die Marke für mich interessanter und nicht umgekehrt...

Ich könnte auch BMW oder Maserati oder was weiß ich fahren ... aber mir gefallen die Jags am besten... das Infotainment funktioniert und ehrlich gesagt, bin ich froh, dass es simpel ist und nicht 10 Ebenen hat und 3 Screens, die man nach 80k km dann versteht... von unseren 5 Jag‘s in der Firma hatte kein einziger irgendein Problem - wir fahren in Service und wechseln Öl und Reifen und das wars... bei den Elektros wechseln wir nicht mal Öl... :-))

Cheers!
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SovereignV8
registrierter Benutzer
Köln



BeitragVerfasst am: Sa 15 Aug, 2020 21:41    Titel:  

Genau. Und weil alle Welt die Fahrzeuge von der Insel so begehrenswert und das deutsche Trio so gurkig findet, läuft es bei JLR auch so phantastisch!
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carlos9115
registrierter Benutzer
Salzburg, Austria



BeitragVerfasst am: So 16 Aug, 2020 9:01    Titel:  

Das habe ich nicht behauptet...

Aber ich fühle mich als Kunde nicht besser oder finde ein Auto besser, wenn der Großkonzern, der dahinter steht, seinen Aktionären und Managern astronomische Summen auszahlt...

JLR muss überleben können, das ist schon klar... für mich muss es aber keine hippe, große Bude für die Masse werden... und das war es auch die letzten Jahrzehnte nie...

Das Elektro Thema haben Sie jedenfalls besser und schneller umgesetzt, als die deutschen Hersteller... wenn auch nicht ganz perfekt, schon richtig...

Ich für mich brauche nicht den Testsieger, damit es mir gut geht... :)
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SovereignV8
registrierter Benutzer
Köln



BeitragVerfasst am: So 16 Aug, 2020 14:28    Titel:  

Du wirst intelligent genug sein, um erkennen zu können, dass es mir um solche Vordergründigkeiten nicht geht. Das unterstelle ich einmal, auch wenn die Entgleisungen in Deinem vorletzten Post andere Schlüsse zuließen...

Wenn mit Jaguar anstelle „grace, space and pace“ nurmehr „plastic material, rusty chassis and buggy software“ verbunden wird, ist Ende. Diese Befürchtung habe ich geäußert und mit der Einschätzung verbunden, dass ein Renault-Mann hier nichts zum Positiven wenden wird.

I-Pace? Der ist überholt. War ein Publicity-Strohfeuer. Kräht kein Hahn mehr nach. Die gehypten, lobbygetragenen Deutschen sind längst vorbeigezogen. Mit den homöopathischen Stückzahlen an I-Paces, die an den Exzentriker gebracht werden, kann Jaguar keinen Blumentopf an schwarzen Zahlen gewinnen - selbst wenn Du sie im Zehnerpack kaufst.
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carlos9115
registrierter Benutzer
Salzburg, Austria



BeitragVerfasst am: Mo 17 Aug, 2020 16:31    Titel:  

Das Niveau meines vorletzten Posts orientierte sich an dem von Dir :) wo ich einfach finde, dass es mehr gibt als schwarz und weiß und Du die Marke dermaßen 'grottig' dargestellt hast, wo ich mich dann einfach frage... was macht so einer in einem Auto-Fan-Forum?

Kritik usw. ist ja gut - aber dass alles nur noch schxxxxx ist... finde ich einfach nicht...!!

Wo Du sicherlich recht hast, ist dass JLR eine kritische Größe hat und viele Nachteile dadurch (Einkauf, Marketing und auch beim Image, da es für Firmen oft noch versnobt wäre Jaguar zu fahren und es im Prinzip nur einen kleinen wirklichen Fan-Kreis gibt...) Verluste usw. sind auch bekannt...

Ich bekomme es ja auch mit, dass die ziemlich gebeutelt sind von der aktuellen Situation... die Produkte finde ich aber gut! Wie gesagt, wir haben in Sachen Zuverlässigkeit bis dato keine Probs gehabt, das Design finde ich bei eigentlich allen Produkten schön, mir reicht auch das Infotainment aus - ich komme sogar mit dem alten System im F-Type klar... aber das ist vielleicht eine persönliche Sache, dass mir bei einem Auto das Design, Image, Motor und Freundlichkeit der Leute wichtig sind und das Infotainment kommt irgendwo an vorletzter Stelle... auch ob der einen Liter/kw/h mehr oder weniger verbraucht, ist doch im Grunde in der Liga völlig Hupe :)

Der I-Pace ist zu teuer ja! Das sind aber ECQ, Etron & Co auch und zumindest für mich ist der I-Pace viel schöner! Hat ja auch alle Preise gewonnen... technisch hat man jetzt nachgebessert... Beim RW-Test kam man weiter als Audi, Mercedes und noch irgendeiner... nur Tesla kam weiter.

Demnach müssten wir alle Model 3 fahren - nur gebe ich ehrlich gesagt nicht gerne jahrelang in ein gemietetes Fahrzeug Daten ein, das nicht mal mir gehört, der jeden Monat umprogrammiert werden kann und wo man nicht genau weiß, woran die wirklich verdienen... ich würde mal sagen nicht nur am Auto! Den Service und den Einstellung der Firma Tesla habe ich erlebt - einmal und nie wieder... da können sie noch so schöne Tankstellen bauen :) Ich habe ein Glück, dass ich von Seiten JLR sehr sympathische und kompetente Leute kenne, die mir auch Angebotstechnisch immer wieder helfen - was einen gewissen subjektiven Blick womöglich erzeugt...

Im Grunde herrschte bei Jaguar sehr oft Untergangsstimmung - Apple war auch mal fast pleite... ich als Kunde und Freund der Marke fahre die Autos solange mir die o.a. Dinge zusagen und beurteile mein persönliches Erlebnis höher als den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

Ich mag die Katzen! Cheers!
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carlos9115
registrierter Benutzer
Salzburg, Austria



BeitragVerfasst am: Do 20 Aug, 2020 16:46    Titel:  

PS ab heute gibt’s den I-Pace auch mit 320 PS und attraktiveren Preisen und staatlicher Förderung... in Österreich ist er damit auch Vorsteuerabzugsberechtigt, aufgrund des niedrigeren Preises - zusätzlich zu den bekannten Förderungen, gibt es für Kaufverträge ab August 2020 14% Förderung extra... wie sinnvoll das alles ist, möchte ich an der Stelle nicht bewerten, aber damit wird das Auto definitiv erschwinglicher... :)

Cheers!
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XJ_12_C
registrierter Benutzer
Niederösterreich



BeitragVerfasst am: Do 20 Aug, 2020 18:34    Titel: Die Germanen kommen...  

... und sie kommen gewaltig.

Im Nachfolgefred hatte ich von meinem Freund geschrieben der sich voll Enthusiasmus 2014 den Tesla 85 mit lebenslanger Ladung gekauft hat. Er hat sich getrennt von diesem Wagen weil es immer wieder und ständig so kleine Detailkalamitäten gab.

Was hat er jetzt im Elektrostall? Einen weissen *Taycan*. Er rief mich spontan an und meinte ich solle doch eine Runde mit ihm drehen.
Tja, entweder ist es die teutonische Voreingenommenheit oder ist der Porsche wirklich besser in allem was der Tesla halt auch so kann.

Verarbeitung, Gimmicks und schlichtweg das Design, da jubelt das Motorgesteuerte Hirn einer geriatrisch dahinlebenden Biomasse.

Ich kenne vom Angreifen, Reinsetzen und Wohlfühlen seinen ex Tesla und jetzt den Porsche. Tag und Nacht ist die richtige Beschreibung dazu. Bei den dünnen Sitzen und dem dünnen Leder kam nie richtig gutes Feeling auf. Eine verstellbare Oberschenkelauflage hat er auch nicht. Wenn so wie mein Freund und ich jenseits der 190 cm Höhe mitbringen ist das Sitzmöbel schon wichtig.

Und ja ich fragte ihn ob denn der i-Pace nie auf seinem Radarschirm war. Ein was oder wer? fragte er. Na der Jaguar i-Pace.
Achso, nööö den einzigen Jaguar den ich kannte, den ich mal fuhr und der mir gefiel war dein 12-Zylinder vom Jahre, was war das für ein Baujahr?.... Er wusste nicht dass Jaguar auch elektrische Fahrzeuge baut!

Ich sagte das sei ein SUV. Ne ein Lastwagen kommt mir nicht ins Haus. Meinte er wie aus der Pistole geschossen.
Und er fuhr mit einem lächeln im Gesicht seinen Porsche über unsere Voralpenstraßen so als ob er am heutigen Tag sein schönstes Geburtstagsgeschenk ausgepackt hat. In Mariazell wollte der Autogott das ein Tesla und der Tycan mit uns an Bord sich begegneten.
In der *30er* Zone. Einige zückten ihr Handy und fotografierten den Porsche. Den Tesla nahm keiner mehr war....
Vielleicht weil er halt schon länger am Markt ist. Oder weil er einfach neben dem Porsche aussieht wie ein billiger Asien Wagen.

So ist das in unserer Multi-Antriebs-Mobilitäts-Welt. Wünsche noch einen schönen Abend. L.G. Peter
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carlos9115
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BeitragVerfasst am: Fr 21 Aug, 2020 7:18    Titel:  

na toll - den Taycan hab ich mir die Tage auch etwas genauer in Tests usw. angesehen...

um den Preis (je nach Modell & Ausstattung) bekommt man 2 I-Pace oder 2 bzw. sogar 3 Tesla... :)

und die Reichweite ist nochmals angegeben um 100 km weniger als beim I-Pace - meines Erachtens ist das eine Totgeburt... was bringen mir 700+ PS, wenn ich aufpassen muss, ob ich von Mariazell nach Wien fahren kann? Und dafür soll man knapp 200k Euro zahlen?

lol - da müssen die Sitze eh gut sein, kann man ja dann genießen beim Laden :-))
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SovereignV8
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BeitragVerfasst am: Fr 21 Aug, 2020 8:17    Titel:  

Viel bezeichnender finde ich: „Einen was oder wer?“ auf die Frage nach dem Jaguar.

Der Post von XJ_12_C macht deutlich: Den Modellen der Teutonen fiebert man entgegen in der angeborenen Gewissheit, dass die Produkte nach dem Naturgesetz der Autogötter selbstverständlich das non plus ultra darstellen werden. Jaguar hingegen kommt in den Gedankenwelten nicht vor. Warum auch?

Reaktion von JLR: Sie bringen eine billigere Version. Warum nicht ein Modell, das ebensolche Begeisterung ob seiner QUALITÄTEN auslöst, wie etwa der genannte Porsche, und sich dadurch bekannt macht?
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marcuspk
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BeitragVerfasst am: So 23 Aug, 2020 13:00    Titel:  

Wir sind ja nicht oft einer Meinung, aber da stimme ich SovereignV8 mal direkt zu.

Die "Flucht" nach unten, da hin wo es unzählige Anbieter mit mehr Großserienknowhow gibt, kann JLR eigentlich nur verlieren.
Wie sollen die sich als englischer "Lexus" durchsetzen, wenn die Firma Toyota als Geld/Materialgeber dahinter fehlt...

Klasse statt Masse kann eigentlich nur die Devise sein... Klappt bei Landrover ja scheinbar auch soweit... Nur Jaguar wird in die falsche Richtung entwickelt. Wenn man sieht wie breit BMW/Audi und Co aufgestellt sind, wie viele kaum auseinander zu haltende Modelle da existieren.. da wird man nicht mit einem kleinen Jaguar herausragen können...
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Arminko
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BeitragVerfasst am: So 23 Aug, 2020 16:46    Titel:  

Ich verfolge auch mit Kopfschütteln die Entwicklung bei Jaguar in Richtung billige Masse, das klappt aber nicht, schon wegen der dünnen Werkstattdichte. Aber irgendwie hängen wir doch an der Marke, sonst könnten wir doch gleich wechseln. Ich suche auch einen Ersatz für meinen XF und sehe mit Schaudern wie billig der XE oder der XF im Moment präsentiert wird, da dominiert Kunststoff und man sieht es auch, bei LR kann man durch entsprechende Ausstattung dem Plastik entweichen.
Muss aber schmunzeln, dass der schärfste Kritiker hier SovereignV8 im F-Pace Forum schreibt, dass er problemlos 150 000km mit seinem XE gefahren ist und sich jetzt einen F-Pace zulegen will, das ist doch Liebe, scheint eigentlich doch nicht alles so schlecht zu sein!! Ich habe mich bei fremden Töchtern umgesehen und finde den MB CLS mit der entsprechenden Ausstattung zwar ordentlich und luxeriös verarbeitet, aber er ist langweilig. Panamera bietet da noch gute Qualität. Der MB Verkäufer schwärmte sogar von einem XJ, den er in Zahlung genommen hat, er fand den toll, das sagt doch was.
Grüße
Armin
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SovereignV8
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BeitragVerfasst am: So 23 Aug, 2020 17:57    Titel: XE, XF, I-Pace...  

... den niemand auf dem Schirm hat. Es ist ja nicht so, als wäre allein der I-Pace ein unbekanntes Wesen. Den XE und den XF kennt auch kein Schwein. Doch: Der geneigte AMS- oder AB-Leser. Und was der zu den Modellen hat lesen dürfen, erweckt das Gegenteil von Interesse und Kauflaune.

Ja, Armin, ich war mit dem XE sehr zufrieden. Null Problem, toll zu fahren, hochsparsam, insgesamt weit mehr als nur eine Alternative zu BMW und Mercedes. Sogar die Verarbeitung war tadellos; 2 Knarzstellen im Interieur, die ich selbst ruhigstellen konnte. Karosserieverarbeitung perfekt. Mir sagt sogar das UI des ICTP nicht weniger zu, als dasjenige des iDrive meines Dienst-Fünfers, die Sitze (vorne) waren toll - wirklich ein sehr gutes Auto, das keinen Vergleich zu scheuen braucht! ABER: Trotz Top-Ausstattungsvariante „Portfolio“ hat der Wagen beim Einsteigen NULL Jaguar-Feeling geweckt! Das Facelift-Modell macht vieles bedeutend besser, aber die erste Version des XE (wie der aktuelle XF und der aktuelle F-Pace) sind Anti-Jaguars in Sachen Interieurdesign und Materialauswahl! Diese Plastikschale als Innentürgriff! Die furchtbare Glanzplastikwüste vor der Nase! Dieser reingeklatschte Plastikhalbkreis unter der Windschutzscheibe! Der Vinylbezug des Armaturenbretts mit Plastikhaube über den biederen Instrumenten. Diese Türverkleidung mit den vibrierenden Plastik-Formteilen über den Türlautsprechern und dem finsteren Materialmix (etwas Leder nebst Abstufung von preiswertem, billigem und billigstem Plastik)! Ich könnte fortfahren...

Zusammengebaut war mein XE sehr gut - ich vergleiche derzeit und bin entsetzt, wie insbesondere im Bling-Bling-Mercedes (C, E usw.) fast jede Oberfläche billig knarzt, wenn man sie andrückt! ABER: ABM wirken jedenfalls nicht abstoßend billig.

Die Jaguar-Macher der Neuzeit haben nie verstanden, welche Attribute den Markenkern ausmachen. Ein Jaguar kann neben der Konkurrenz nur bestehen, wenn er - neben der heutzutage allgemein tadellosen Verarbeitungsqualität - ein Höchstmaß an Sportlichkeit, raffiniertem Luxus und Eleganz bietet. Dafür steht die Marke - erfüllt wird der Anspruch nicht im Ansatz. Ferner ist die Marke belastet mit Hypotheken aus den 70ern (Rost, Verarbeitungsmängel, anfällige Technik). Dieser Hypothek, deren Vorhandensein an jedem neuen Modell von Journaille wie Kundschaft ebenso reflexartig abgeklopft wird, wie bei neuen deutschen Modellen deren vermeintliche technische Überlegenheit - nennt es tradiertes Vorurteil oder wie auch immer - leistet Jaguar mit wilden Sparorgien an plakativsten Stellen wieder und wieder Vorschub!

XE und XF sind tot, weil ihre Interieurs nichts mit (gerne moderner!) „britischer Eleganz“ zu tun haben. Die Autos wirken billig. Und weil man sich etwa bei Geräuschkomfort und Motorklang den letzten Feinschliff ebenfalls gespart hat, wird der (falsche) Eindruck nur verstärkt. WARUM soll man sich einen XE oder einen XF kaufen, wenn man der Marke nicht irgendwie zugetan ist? Ja, sie fahren sehr gut. Andere aber auch - und weisen zudem den „haptischen“ Feinschliff und den technischen Overkill aus, den der Kunde heutzutage erwartet.

Wo steht Jaguar heute? Ingenium-Vierzylinder quäken im Stadtverkehr den Fahrgastraum voll, Reihensechszylinder lassen seit Jahren auf sich warten, für prestigeträchtige V8-Motoren fehlen Geld und Zukunft, der Elektrobomber ist ein technisch abgehängtes Mauerblümchen, der Sportwagen ist eher übergewichtiger GT mit Audifront, E-Pace ist übergewichtiger Pummel, XE und XF sind totgespart, F-Pace ist alt, großer SUV wird seit Jahren nur angekündigt, XJ und XK sind weg, Assistenz und Infotainment sind lediglich solide - die Marke hat sich abgeschafft!

Ja, Armin, ich mag Jaguar. Seit vielen Jahren. Im Urlaub genieße ich gerade meinen XJR - ein gutes, tolles, außergewöhnliches Fahrzeug (trotz Ford-Transit-Schlüssel). Und ich möchte einfach nicht ABM fahren, daher wird der Nachfolger meines (guten) XE wieder ein (gutes) JLR-Modell werden. Entschieden habe ich mich für einen.....

RANGE ROVER Velar D300 HSE R-Dynamic. LR lebt den Markenkern und hat ihn in die Neuzeit evolutioniert. Und mit vielen Konzernteilen ein (top verarbeitetes) Ambiente geschaffen, das ich zukünftigen Jaguar-Modellen nur wünschen kann.
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stephan_Lk
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BeitragVerfasst am: Mo 24 Aug, 2020 16:36    Titel: "Ein Jaguar kann neben der Konkurrenz nur bestehen, wenn er - neben der heutzutage allgemein tadellosen Verarbeitungsqualität ...  

... ein Höchstmaß an Sportlichkeit, raffiniertem Luxus und Eleganz bietet. Dafür steht die Marke - erfüllt wird der Anspruch nicht im Ansatz."

Das ist ein sehr wahrer Satz, mit dem im Bezug auf die Limousinen XE, XF und XJ durch die dann zwingend coupéhafte Linienführung stets ein beengteres Fond einhergeht, was in Vergleichstest zu einem uneinholbaren Punktabzug führt. Wenn man dieses Kriterium aber bauartbedingt bereit ist in Kauf zu nehmen, führt die hohe Preis- und Ersatzteilpolitik von JLR zusammen mit einem zu dünnen Werkstattnetz und Stundenverrechnungssätzen von 150 bis 200 € pro Arbeitsstunde zu einem wenigstens in D kaum nennenswerten Absatzmarkt.

Das alles sehr genau wissend leistet sich Jaguar seit Jahrzehnten die m.E. völlig unverständliche Politik jede Baureihe erst mit einem Facelift so hinzubekommen, wie es der Kunde oder Interessent bereits bei Markteinführung erwartet. Lediglich die letzte XJ-Baureihe ist von Anfang an so wertig und langlebig gebaut, dass es bei unserem Fahrzeug auch nach 10 Jahren nahezu nichts zu bemängeln gibt.

Ganz im Gegensatz zu den eigentlichen Brot- und Butter-Modellreihen XE und XF. Der Erstgenannte war vor dem Facelift mit viel zu viel (Hart-)Plastik im Innenraum verarbeitet und kriegt auch nach dem gelungenen Facelift die Kurve nicht mehr in Richtung wesentlich höherer Absatzzahlen, weil die Grundkonzeption bereits wieder veraltet erscheint. Und der Zweitgenannte ist nahezu ein völliger Flop. Er erscheint nach dem X250 nahezu langweilig - innen wie außen. Ein zu meinem X250 wohl gut weiter entwickeltes Fahrzeug, das aber Null Feeling transportiert. Und auch hier wird das Facelift fast nichts daran ändern können. Man merkt den noch getarnten Versuchsfahrzeugen an, dass es Jaguar an Geld fehlt Misslungenes wirklich zu ändern.

Und dann ist da noch der I-Pace - ein Auto mit dem Jaguar eigentlich hätte mit ganz vorn liegen können. Und wieder hat sich das Unternehmen mit der zu hohen Preispolitik (im Vergleich zu Tesla) und dem völlig unzureichenden Ladeverhalten wenigstens in D gleich wieder selbst aus dem Markt gekickt.

Wer "Premium"-Preise wie die deutschen Hersteller verlangt, muss auch dementsprechend langlebige Leistungsfeatures liefern. Und wer das nicht kann muss deutlich die Preis nach unten anpassen, wenn er am Markt weiter existieren will.

In 40 Jahren Jaguar-Fahren sah es schon mal besser aus mit unserer Marke. Leider.
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SovereignV8
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BeitragVerfasst am: Mo 24 Aug, 2020 17:56    Titel: Richtig, aber  

Preis „nach unten anpassen“ würde nur den Todeskampf verkürzen und - um im Bilde zu bleiben - zu Trauerreden führen, die auch noch das Andenken zerstören würden. Jaguar ist eben teuer und muss teuer sein - wie Porsche, wie (echte) Mercedesse, wie (große oder sportliche) BMW. Preiswertes gerät ganz schnell in den wenig verkaufsförderlichen Ruf, billig zu sein. Und wenn dann noch Plastikorgien gefeiert werden...

Nein, Rettung brächten nur „grace, space and pace“ - und QUALITÄT, QUALITÄT, QUALITÄT! Ein echter moderner Jaguar, schick, schnell, sparsam, innovativ, edel - und mit siebenjähriger Vollgarantie, die niemand in Anspruch nehmen muss.

Ich habe bislang immer Hoffnung gehabt, denn man war grundsätzlich auf einem guten Weg. Gute Alu-Karossen, eine neue Motorenlinie, gute Innovationsideen (vom Navi mit Augmented-Reality-Wegweisung habe ich bei Jaguar schon vor Jahren gelesen; jetzt trumpfen andere auf), tolle Fahrwerke, neue Universalplattform (Verbrenner/Hybrid/E), für einige Wochen Technologieführerschaft (I-Pace).

Leider sind ihnen Basis (Brexit), Geld und Puste ausgegangen. Schlimm mit anzusehen, aber ich gehe jetzt wirklich vom langsamen Sterben aus. Wie sollte es anders sein bei der ausgedünnten, veralteten, großteils unattraktiven Fahrzeugflotte? Von den Rotstiftleuten totgespart.
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Arminko
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BeitragVerfasst am: Mo 24 Aug, 2020 19:05    Titel:  

@ Sovereign V8 ich beglückwünsche Dich zu Deiner perfekten Wahl, der Velar ist im Moment das beste und komfortabelste Fahrzeug bei JLR, er hat mir von Anfang an sehr gefallen, da passt alles und ist modern und hochwertig, so etwas suche ich als Limousine ein SUV ist nicht meine Wahl.Also alles richtig gemacht.
Grüße
Armin
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SovereignV8
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BeitragVerfasst am: Mo 24 Aug, 2020 20:00    Titel:  

Danke Dir, Armin!

Sehr hätte ich mir einen XF im „Jaguar-Velar-Style“ mit Velar-Qualitäten gewünscht; SUV hatte ich bis dato gar nicht im Blick! Aber Range Rover baut auch irgendwie keine „SUV“, sondern eben Range Rovers, und der Velar fährt sich mit einstellbarer Luftfederung (Dynamic-Handling-Paket usw) wie ein großer Kombi.

Ein tolles Auto, innen, außen und fahrerisch! Einen Vergleich mit dem F-Pace (Ambiente.......) spare ich mir...
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XF-Driver
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BeitragVerfasst am: Di 27 Okt, 2020 22:13    Titel: Die Politik verschläft die Zukunft => Deutschlands Autoindustrie rechnet längst mit dem Verbrenner-Ende  

https://www.tagesspiegel.de/politik/die-politik-verschlaeft-die-zukunft-deutschlands-autoindustrie-rechnet-laengst-mit-dem-verbrenner-ende/26225334.html

Die Autobauer planen mit konkreten Ausstiegsdaten für schmutzige Antriebe. Die Politik aber drückt sich um klare Ansagen. Das könnte fatal sein. Ein Kommentar. Henrik Mortsiefer

Die Zeit klassischer Automobilhersteller ist vorbei. Die letzte Plattform für Verbrennungsmotoren wird im Jahr 2026 entwickelt. Die Erreichung der nochmals verschärften Klimaziele in der EU ist möglich und es ist zu begrüßen, dass Europa in Sachen Klimaschutz Vorreiter ist. Der CO2-Preis und der Diesel-Preis sind aber zu niedrig.

Diese Einschätzungen stammen nicht von einem Umweltaktivisten, sondern vom Vorstandsvorsitzenden des weltgrößten Autokonzerns, von Volkswagen-Chef Herbert Diess. Der Sound aus Wolfsburg ist nicht neu. Längst hat man sich in der Autoindustrie daran gewöhnt, dass sich VW anhört wie Fridays-for-Future.

Ob das glaubwürdig ist oder nicht, sei dahingestellt. Unternehmerisch ist es jedenfalls klug: Volkswagen will und muss seine neuen Elektroautos verkaufen, in deren Entwicklung der Konzern Milliarden investiert. Da hilft es wenig, wenn der Chef von Benzinern und Diesel schwärmt.

Leicht ließen sich auch BMW und Daimler oder (fast) jeder andere Autobauer ins grüne Licht rücken. Auf dem Elektro-Trip sind sie alle und das Kalkül ist immer das gleiche: Weil die klimapolitischen Rahmenbedingungen kein „Weiter so“ erlauben und jedes Festhalten an veralteter Technologie teuer wird, muss das Geschäftsmodell geändert werden. Das kostet zwar auch sehr viel Geld und Zeit. Aber die Transformation ist ökonomisch alternativlos – und sie findet global längst statt.

Die deutsche Politik spielt ständige unverbindliche Ausstiegsszenarien durch

Auf den großen internationalen Automärkten ist die Elektromobilität – wie in China – quasi Staatsräson. Volkswagen zum Beispiel verkauft in der Volksrepublik 40 Prozent seiner Autos und ist dort Marktführer. Andere Regierungen setzen für den Verbrennungsmotor ein Ausstiegsdatum: Zuletzt Kalifornien (2035), davor schon Frankreich und Großbritannien (2040), Schweden, Dänemark, die Niederlande, Indien (2030) oder Norwegen (2025).

Gelassen können Herbert Diess & Co also die Diskussion in Deutschland verfolgen, wo die Politik zum x-ten Mal unverbindliche Ausstiegsszenarien durchspielt. Gedanklich und strategisch sind die Automanager längst weiter als Markus Söder (CSU) oder Winfried Kretschmann (Grüne).

Was kümmert es Volkswagen, ob Söder für ein Ende des Verbrenners im Jahr 2035 ist, wo er eben noch eine Kaufprämie für „saubere Benziner und Diesel“ gefordert hat? Oder was hilft es, wenn Kretschmann keinen schnellen Erfolg der Elektroautos erwartet, deren Entwicklung sich Daimler und Porsche in Baden-Württemberg Milliarden kosten lassen? Beide verkaufen übrigens die meisten ihrer Autos in China. Weder der eine noch der andere Landespolitiker wird die Forschungs- und Entwicklungs-Budgets der Autokonzerne umlenken.

Auch die Bundesregierung wird sich absehbar nicht auf ein Ausstiegsdatum festlegen. Und selbst die EU-Kommission hat sich nur darauf verständigt, dass sie sich verständigen will – in den nächsten Monaten. Vielleicht.

Diese politische Unverbindlichkeit im Land der Auto-Erfinder und Ingenieure ist allerdings kein Grund, gelassen zu bleiben. Denn Deutschland ist auf dem besten Weg, zur letzten Bastion des Verbrennungsmotors zu werden, während sich die automobilen Zentren der Welt von dieser Technologie verabschieden. Richtig, auch der Verbrennungsmotor könnte noch eine Zukunft haben, wenn synthetische, klimaneutrale Kraftstoffe zum Einsatz kämen. Aber nach einer bezahlbaren und effizienten Lösung für den Pkw-Massenmarkt sieht es derzeit nicht aus.
Die Industrie braucht auch in Deutschland Planungssicherheit

Es kann deshalb nur im Interesse der Industrie sein, wenn die Politik auch hierzulande für Planungssicherheit sorgen würde. Dann bleibt nur das technisch Machbare, kurzfristig Verfügbare und für den Auto-Normalbenutzer Bezahlbare: Elektromobilität. Dies schließt Technologieoffenheit in der Forschung ja nicht aus. Es geht jetzt darum, die Alternativen zu Benzinern und Diesel endlich auf die Straße zu bekommen. Nicht nur in China und Kalifornien, sondern in Berlin und Hintertupfingen. Das Beispiel der CO2-Regulierung zeigt indes: Die Autoindustrie bewegt sich nur so weit, wie sie muss. Das ist betriebswirtschaftlich rational, volkswirtschaftlich problematisch und klimapolitisch fatal. Die Politik sollte sich also fragen, was sie davon abhält, den Unternehmen auch beim Abschied von der alten Verbrennerwelt ein Datum zu setzen, das ohnehin schon in fast allen Businessplänen eingetragen ist.

Es ist paradox: Einerseits wird vor dem Verlust tausender Arbeitsplätze gewarnt, der mit einem zu schnellen Umbau der Autoindustrie verbunden sei. Andererseits blickt man mit Bewunderung auf Tesla und das Tempo, mit dem der US-Elektroautobauer Innovationen auf den Markt bringt, Fabriken baut und Arbeitsplätze schafft – demnächst auch in Brandenburg.

Herbert Diess geht so weit und bezeichnet Tesla als Vorbild. Dem muss die Politik nicht folgen. Es wäre vielmehr etwas gewonnen, wenn Industrie- und Verkehrspolitiker hierzulande weniger ängstlich am Bestehenden festhielten. Ein definiertes Datum, wann neue Benziner und Diesel im Autoland Deutschland nicht mehr zugelassen werden dürfen, wäre ein Zeichen mit Signalkraft. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
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Stefan_R
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BeitragVerfasst am: Fr 20 Nov, 2020 11:14    Titel:  

Jetzt ist seit der Threaderöffnung noch nicht einmal ein Jahr vergangen und ein paar Aussagen aus den Anfangsthreads ("Verbrenner wird sterben ist Blödsinn" z.B.) sind längst überholt. Großbritannien hat das Ausstiegsdatum nochmals vorgezogen (2030 bzw. Hybride 2035) und damit ist der Weg auf dem Heimatmarkt für Jaguar vorgegeben.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Elektromobilität nicht weh tut, sondern für die meisten Autofahrer mehr Möglichkeiten und Bereicherungen als Einschränkungen bietet (z.B. mehr Leistung und Fahrspaß, weniger Werkstattaufenthalte, geringere Geräuschkulisse, geringes Vibrationsniveau -> entspannteres Fahren etc.).
Und die Reichweite, die wird bald kein Thema mehr sein. Was hat der 3,0 V6 in Verbindung mit dem 60 Liter Tank im X-Type für eine Reichweite gehabt? Die ist mit E-Autos der neuesten Generation bald (oder jetzt schon?) schlagbar, zumindest von Frühjahr bis Herbst. Im Winter muss man zugegbener Maßen dann noch den ein oder anderen Ladestopp mehr mit einplanen. Und die Ladeleistung? Tesla ballert beim Supercharger Version 3 mit 250 kW anfangs der Ladekurve in den 75 kWh Akku des Model 3. Die Kurve fällt zwar dann bald auch ab, aber insgesamt kommt eine Ladezeit 10%-80% von ca. 20 Minuten zusammen, Tendenz fallend (Taycan, noch schneller).
Klar muss die Ladeinfrastruktur und die Energiegewinnung an sich zu erneuerbaren Energien hin noch ausgebaut werden. Aber der Weg ist vorgezeichnet und der Wandel ist machbar.

Jaguar hat mit dem I-Pace einen ersten Schritt in die richtige RIchtung gemacht. Und hätte es den Mitarbeiterrabatt damals auf den I-Pace für uns schon gegeben, wäre ich vielleicht auch in der E-Mobilität Jaguar weiterhin treu geblieben - allein schon wegen der Qualitätsanmutung, die zwar hier oft geschimpft wird, aber in meinen Augen doch vergleichsweise recht hoch ist.
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marcuspk
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BeitragVerfasst am: Sa 21 Nov, 2020 13:11    Titel:  

Und wieder liest man das der Verbrenner sterben wird... Das mag alles sein, aber nicht bevor Wasserstoff verfügbar ist.

Selbst mit dem Taycan waren im Praxistest gerade mal 300km mit max 130km/h drin.. Also von Hamburg zur Ostsee und zurück an einem Tag bei gezügeltem Tempo... Was für ein Irrsinn dafür Geld auszugeben.
Als 2./ 3. / 4 Auto mag das alles schön sein.. Aber als Ersatz für Mobilität? No Way.

Akku Autos haben ihre Berechtigung als Kreisläufer im Stadtverkehr, von Menschen bewegt, die ein Eigenheim mit Solaranlage und Stellplatz haben. Für alle anderen macht EMobilität wenig Sinn.
Hier wird eine Firma wie Dacia maximal abräumen. EAuto für 20k Euro.. mit Förderung nur noch 10k.. Perfekt.
Für den Urlaub mietet man sich dann halt den Verbrenner.

Wer beruflich unterwegs sein muss, am Tag auch 600/800km fährt für den ist und bleibt Akku kein Thema.
Noch nie habe ich einen Tesla mit 160 auf der Autobahn gesehen. Jedenfalls nicht wenn dessen Abfahrt weiter als 30km entfernt war. Natürlich erzieht das zum langsamen fahren.. Aber wer will das? Ja.. die Mobilitätsverweigerer.

Das Killerargument jedoch ist die nicht existente Infrastruktur weltweit. Unabhängig vom Akku.. Wo soll das ganze Kupfer her kommen das weltweit neu verbuddelt werden muss. Wie viele Diesel Aggregate müssten weltweit Infrastruktur vergraben, damit die Akkumobilität funktionieren kann? Afrika? Südamerika? Russland? Australien? No Way.. China außerhalb der Citys? Nö .. Indien? Garantiert nicht! ;) Was bleibt... Europäer die die meinen von Aktivisten und einem genialen Ami getrieben auf ein neues Pferd setzen zu wollen... Man müsste Wasserstoff auch als Direktverbrenner fördern.. Alles Probleme wären so gelöst.
Übrigens ist auch Wasserstoff der mit Kernkraft erzeugt wird CO2 frei.

Und abschließend.. Wer kauft in der Welt denn unserer Autos, sollten wir nur noch Akkuautos bauen, die nirgendwo gefahren werden können... Ja... genau niemand.
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BeitragVerfasst am: Sa 21 Nov, 2020 13:42    Titel: Worin begründet sich diese Wasserstofffantasie als Lösung für den Individualverkehr?  

www.volkswagenag.com/de/news/stories/2019/08/hydrogen-or-battery--that-is-the-question.html#
"...Und was hat nun der Verbraucher davon? Klar ist, dass wasserstoffbetriebene E-Autos im Vergleich zu batteriebetriebenen Fahrzeugen nicht nur in der Anschaffung, sondern vor allem auch im Betrieb immer teurer unterwegs sein werden. Der doppelte Primärenergiebedarf von mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugen im Vergleich zu batteriebetriebenen wird sich in den Verbraucherpreisen widerspiegeln..."

https://newsroom.porsche.com/de/2020/unternehmen/porsche-forschung-synthetische-kraftstoffe-efuels-entwicklung-22014.html
Synthetische Kraftstoffe gelten als realistische Alternative, um den Autoverkehr klimafreundlicher zu machen. Nur gibt es sie bisher kaum. Porsche will das jetzt ändern. Mit Elektro allein komme man nicht schnell genug voran, sagt Entwicklungschef Steiner.

Es kann eigentlich nur an der Now-GmbH liegen...
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marcuspk
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BeitragVerfasst am: Sa 21 Nov, 2020 17:43    Titel:  

Das beantwortet aber nicht die Frage nach dem Absatzmarkt und es beantwortet ebenfalls nicht die Frage nach der Infrastruktur.

Es ist eben die falsche Rechnung zu glauben man fährt billiger elektrisch wenn man nur das benötigte Kabel ohne Ende buddeln muss. Und es macht es auch nicht besser auf der Suche nach Kupfer den Regenwald in Südamerika zu roden. Da rede ich noch nicht vom Akku.

Wenn du genug grüne Energie oder Kernenergie hast, kannst du ganz bequem überall lokal Wasserstoff erzeugen.
Der Faktor der Effizienz ist dann egal da es um die Mobilität geht.

Auch Wasserstoff direkt verbrannt ist eine gute Lösung. Besonders bei Lkw wird genau das kommen. Akkus sind lokal okay . . Nur für Individualität einfach Mist. Aber wir werden es sehen
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BeitragVerfasst am: So 22 Nov, 2020 12:49    Titel: E-Mobilität in Braunschweig  

www.braunschweig.de/leben/stadtplan_verkehr/e-mobilitaet/index.php

Elektromobilität ist der Schlüssel zu einer klimafreundlichen Umgestaltung der Mobilität. Eine Mobilität, die grüner ist, die aber den Nutzer nicht einschränkt. Die Stadt Braunschweig war Teil des bis 2015 vom Bund geförderten Projekts "Schaufenster E-Mobilität" in der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg. Als zweitgrößte Stadt der Metropolregion sind hier noch heute viele große und kleine Projekte zum Thema E-Mobilität angesiedelt....
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BeitragVerfasst am: So 22 Nov, 2020 19:01    Titel:  

Sollte der Text an mich gehen? ;) Immerhin hänge ich hier herum...

Mit der Batteriefertigung in Salzgitter und dem Motorenwerk in Salzgitter, weiteren Werken in Braunschweig, Wolfsburg und Co. werden wir hier schon von diversen EAutos geflutet... Alles Werkswagen.. und natürlich die EGölfe die zu lustigen Preisen in den Markt gedrückt werden... 180km Reichweite.. Für ein halbes Jahr als Leasingauto ganz lustig.. aber ernsthaft ansonsten ein Witz.

Für einen privaten Kunden jedenfalls einfach nur blödsinnig.
Viel von dieser EMobilität ist hier nicht zu sehen.. die Säulen sind meißt leer... Ab und an sieht mal mal nen Tesla... Oder einen Zoe.. Das wars dann auch...

Ich wage auch weiter die Vermutung das jeder der keine eigene Immobilie mit Stellplatz besitzt die Pfötchen weiter von Akkuautos lassen wird.
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BeitragVerfasst am: Di 24 Nov, 2020 8:24    Titel: +++ 08:05 US-Autogigant läuft von Trump zu Biden über +++  

Der US-Autokonzern GM hat erstaunlich plötzlich erkannt, dass E-Autos die Zukunft der Branche sind. Das Unternehmen verkündete am Montag, dass es nicht länger eine Klage der Trump-Regierung gegen die strengen Abgasnormen des Bundesstaats Kalifornien unterstützt. Stattdessen wolle man künftig mit der Regierung Biden bei der Reduktion klimaschädlicher Emissionen zusammenarbeiten. "Der gewählte Präsident Biden sagte kürzlich, 'Ich glaube, dass wir uns den Automarkt des 21. Jahrhunderts wieder aneignen können, indem wir zu Elektrofahrzeugen wechseln'. Wir können dem voll und ganz zustimmen", verkündete GM-Chefin Mary Barra nun, nachdem ihr Konzern jahrelang die Politik Trumps mitgetragen hatte, Umwelt- und Klimaauflagen aller Art aufzuweichen oder aufzuheben, um den Markt für Spritschlucker zu beleben.
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marcuspk
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BeitragVerfasst am: Di 24 Nov, 2020 12:16    Titel:  

?? Merkst du eigentlich das Du keine einzige aufgeworfene Frage beantwortest -
sondern stets deinen Singsang aus Elektro Beführwortung postulierst? ... :)

Macht irgendwie wenig Sinn auf der Basis eine Unterhaltung zu führen..
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Arminko
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BeitragVerfasst am: Di 24 Nov, 2020 19:45    Titel:  

XF Driver schreibt:
Der US-Autokonzern GM hat erstaunlich plötzlich erkannt, dass E-Autos die Zukunft der Branche sind. Das Unternehmen verkündete am Montag, dass es nicht länger eine Klage der Trump-Regierung gegen die strengen Abgasnormen des Bundesstaats Kalifornien unterstützt. Stattdessen wolle man künftig mit der Regierung Biden bei der Reduktion klimaschädlicher Emissionen zusammenarbeiten

Dazu muss man natürlich die ganze Wahrheit schreiben GM verdient keinen Cent an E-Fahrzeugen, sondern hat nur Probleme
hier ein Auszug von der Automobilwoche vom 20.11.20:

Bislang tut sich GM beim Thema Elektromobilität allerdings eher schwer und sieht besonders angesichts des großen Erfolgs von Tesla ziemlich alt aus. Von seinem Elektromodell Bolt verkaufte Chevrolet im dritten Quartal 5682 Exemplare - Tesla verkaufte im gleichen Zeitraum 43.000 Model 3. Für das beliebteste Chevrolet-Modell, den Pick-up Silverado, entschieden sich im dritten Quartal übrigens 148.574 Kunden.
Zuletzt kamen auch noch Probleme Bolt EV hinzu, bei dem wegen des Risikos gefährlicher Batteriebrände ein großer Rückruf nötig wurde. (dpa/swi)


https://www.automobilwoche.de/article/20201120/AGENTURMELDUNGEN/311199935/investitionen-deutlich-erhoeht-gm-weitet-e-auto-offensive-aus

Bei 4,7 Millionen Autozulassungen 2020 in den USA waren im ersten Halbjahr 87 500 E- Fahrzeuge wovon wieder 81% Tesla verkaufte. Also GM kann große Absichtserklärungen verkünden, spielt aber nicht mit.Die verdienen an ihren dicken SUV und die werden in den USA am meisten gekauft. Eine E-Welle sehe ich in den USA nicht.
Grüße
Armin
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