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XK120-150, D Type, E-Type, MK, 420(G), S-Type  >>  Kompression V12
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Autor weitere Bemerkungen
JAGXKE
registrierter Benutzer
Hamburg



Verfasst am: Do 09 Mai, 2013 12:29    Titel: Kompression V12  

Hallo, ich habe den Motor meines E-V12 vor 8 Jahren (komplett) überholen lassen. Damals habe ich keine Kompressionswerte gesehen. Mit der Leistung und dem Kaltstartverhalten war ich nie ganz zufrieden. Nun habe ich den Wagen in einer Werkstatt gehabt und neben einer Vergasereinstellung wurde auch Kompression gemessen. Laut Werkstatt ist die Kompression zu niedrig und ungleichmäßig. Deshalb sollte man über Einstellung der Ventile nachdenken. Nun meine Frage welche Werte sollte der V 12 denn haben? Die gemessenen Werte Zylinder 1-6 liegen zwischen 4,9 und 5,9 / Zylinder 7-12 zwischen 5 und 6 bar.

Da ich kürzlich in den Norden umgezogen bin suche ich auch noch nach Fachleuten die sich mit solchen Motoren/Fahrzeugen noch auskennen. Danke im Voraus für Rückmeldungen.
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Kickstarter
registrierter Benutzer
Ludwigsburg



Verfasst am: Do 09 Mai, 2013 15:44    Titel:  

Ich habe zwar keine V12, aber die Werte erscheinen mir doch sehr niedrig. ! bar Differenz ist allerdings nicht unbeding zuviel.
Ich würde mal DESOLITE zum Reinigen von Brennraum und Ventilen ins Benzin schütten und dann die Ventile einstellen. Danach nochmal Kompression messen.
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kuhno
registrierter Benutzer
Schöneck bei Frankfurt



Verfasst am: Do 09 Mai, 2013 16:25    Titel:  

die Verdichtung des V12 liegt bei 9:1, die über die Kerzenlöcher gemessene Kompression sollte schon bei über 10 bar liegen, eher sogar 11-12
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Franz_vm
registrierter Benutzer
Höfen, Tirol



Verfasst am: Do 09 Mai, 2013 17:03    Titel: zu wenig  

Hallo
die Werte wären für einen Vorkriegs-Motor seitengesteuert gut aber nicht beim V12.
Normalerweise ist die Zylinderkopfkonstruktion bzgl. Ventilspiel sehr stabil, will bedeuten man kann kaum hoffen mit Ventileinstellen es zu verbessern.
Ich würde mal in de Kerzenlöcher etwas Öl einspritzen und nochmals messen. Wird es signifikant besser kannst du die nächste Motorrevision einplanen. Vielleicht nicht ubedingt beim gleichen Motroenbauer

Franz.
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Rainer-HH
Moderator
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Hamburg



Verfasst am: Do 09 Mai, 2013 17:05    Titel:  

Bj. 71 bis 72 Comp 9:1 Motorbezeichnung SA oder SB
Bj. 73 bis 74 Comp 7,8:1 Motorbezeichnung LA oder LB

Es gab sogar unter den ersten 100 welche mit 10:1 und 10,5:1

.
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JAGXKE
registrierter Benutzer
Hamburg



Verfasst am: Do 09 Mai, 2013 18:11    Titel:  

Danke für die raschen Antworten. also der Motor ist aus 1973 . Wenn ich das richtig lese sollte er also ca. 7,8 bar Kompression haben? kann die Differenz zu den 5/6 bar aus dem Ventilspiel stammen? Wer macht so etwas im Raum Hamburg vernünftig. Der damalige kommt eh nicht mehr in Frage!
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Franz_vm
registrierter Benutzer
Höfen, Tirol



Verfasst am: Do 09 Mai, 2013 18:40    Titel:  

das siehst du falsch, alles unter gemessenen 10 würde ich als schlecht ansehen. Das Verdichtungsverhältnis steht nicht im direktem Zusammenhang zum Kompressionswert.

Die Ventilfrage ist immer im Vorfeld zu klären, da sie einfach zu beantworten ist. Lese dich mal hier etwas ein, vielleicht auch in der Rubrik XJ speziell die Stichworte blowby, Druckverlustmessung, leaktest etc.

Denke daran, beim V12 immer erst intensiv nachdenken bevor man zum Schraubenschlüssel greift! Es spart ungemein Geld und Nerven

viel Erfolg
Franz
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Rainer-HH
Moderator
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Hamburg



Verfasst am: Do 09 Mai, 2013 18:46    Titel:  

Hallo Unbekannter,

mit einer kurzen Vorstellung nebst Namen fährt man am besten ;-)

Einer der besten Motorinstandsetzer, nicht nur im Norden, ist die Fa. Schweinfest. Rechne für eine komplette Motorrevision um die 9.000€ bei Anlieferung.

http://www.schweinfest.de/

Die Compression bei Deinem ist wohl 7,8:1 was aber nicht in bar gemessen wird, so dass gemessen wohl um die 9-10bar rauskommen sollte. Nein, die Differenz kannst Du nicht mit Ventileeinstellen kompensieren. Lass Dich in ener Fachwerkstatt beraten...

.
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Rainer-HH
Moderator
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Verfasst am: Do 09 Mai, 2013 18:48    Titel:  

Franz, Du warst schon wieder etwas schneller. Ich hatte Dir vorhin eine E-Mail geschickt ;-)
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JAGXKE
registrierter Benutzer
Hamburg



Verfasst am: Do 09 Mai, 2013 19:28    Titel:  

Nochmals Danke. Also mit der Motorrevision hatte ich ja schon und seither sind erst 12 Tkm vergangen. Das war auch eine anerkannte Werkstatt und nicht günstiger als der genannte Preis. Was das vorstellen angeht - kein Problem : Andreas aus Hamburg, aber erst seit 6 Monaten, zumindest privat, beruflich schon seit einigen Jahren. Der Wagen stand immer in Nrw und wurde auch dort gewartet. Letztes Jahr wurde dann halt der niedrige Kompressionswert festgestellt, mit dem Hinweis man sollte mal das Ventilspiel prüfen, da oftmals die ungleichen Werte aus Ventilproblemen stammen, aber auch andere Ursachen haben kann.Dann Umzug, Winter und jetzt mal wieder mit dem Auto unterwegs und nachgedacht wohin mit dem Auto wegen der Ventileinstellung etc?
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Rainer-HH
Moderator
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Hamburg



Verfasst am: Do 09 Mai, 2013 19:43    Titel:  

Hallo Andreas,

na geht doch :-) nur Spaß! Da kann ich Dir Sven Zukowsky empfehlen, aber bitte mit FESTPREIS! Ansonsten fällt mir jetzt auch keiner ein, der an meinen EV12 dürfte. Lasst Dich von Sven beraten und hole Dir einen KV. Sind schnell 1.200€ wech...
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JAGXKE
registrierter Benutzer
Hamburg



Verfasst am: Do 09 Mai, 2013 20:19    Titel:  

Danke Rainer, die Website sieht ja ganz vielversprechend aus. Schauen wir mal. Wenn ich Ergebnisse habe gibt es hier ein Fedback.
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Rookie
registrierter Benutzer
Gladbeck



Verfasst am: Do 09 Mai, 2013 21:50    Titel:  

"Mit der Leistung und dem Kaltstartverhalten war ich nie ganz zufrieden."
Wenn die Ventildeckel ab sind würde ich als erstes die Steuerzeiten checken.
An Deiner Stelle würde ich allerdings vorab einen Druckverlusttest machen. Einen Druckluftanschluss für´s Kerzengewinde basteln, den zu testenden Zylinder auf OT stellen, Gang einlegen, Fahrzeug zusätzlich gegen wegrollen sichern und dann Druckluft drauf. Dann siehst Du wo´s zischt.
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Franz_vm
registrierter Benutzer
Höfen, Tirol



Verfasst am: Fr 10 Mai, 2013 9:51    Titel:  

@Rainer
unter Vorbehalt, weil ich den Laden nicht kenne: der Sven Zukowsky kommt mir für dieses Problem etwas oversized vor. Ich hätte bedenken, daß er versucht eine richtige Baustelle aufzumachen.

@Rookie
der Druckverlusttest ist schon richtig, aber man muß den Selbstbau schon etwas genauer beschreiben. Max 1-2 bar Druck, Lochblende als Volumendrossel vorsehen, etwas Zischen ins Kurbelgehäuse tuts immer wegen Kolbenringstoß, besser prof. Meßgerät nehmen mit Druckregler und Manometer.

@Andreas
ein V12 ist auch nur ein Motor wie jeder andere auch. Wenn ein Werkstatt Handbuch vorhanden ist kann jede halbwegs vernüftige Werkstatt mit zölligem Werkzeug dir helfen. Jeder Alfa Schrauber z.B. kann helfen weil er die gleiche Problematik hat (nur die shims hat er nicht).Also kurzum in HH muß es genug Leute geben, die dir helfen können, wenn sie denn wollen.

viel Erfolg
Franz
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Rainer-HH
Moderator
Sponsor 2020
Hamburg



Verfasst am: Fr 10 Mai, 2013 12:02    Titel:  

Hallo Franz und Andreas,

der Sven Zukowsky macht schon gute Arbeit, hat schon sehr gute Mechaniker und die schrauben sehr viel an Jaguar und anderen Engländerinnen. Ich ließ dort an meinem 3.8er MKII eine neue Kupplung einbauen. Nur mit den Preisen muss man aufpassen, also nur KV mit max 10% Aufpreis oder Festpreis! Kennste eine, kennste alle! ;-) Nun gut Ventileeinstellen ist recht einfach, nur zeitaufwendig. Ich mache ja auch alles selber. Trotzdem, die 1-2 Spezialwerkzeuge sollte man haben, nebst einer Werkstatt des Vertrauens. Also letztendlich genau sagen was sie machen sollen, sonst wirds teuer...

Ich kenne noch 2-3 andere Werkstätten, aber die sind so klein, dass man bei denen diesjahr keinen Termin mehr bekommt. Und TR-Nord oder zu British-Open würde ich nicht einen Jag hinbringen, obwohl die sich auch alle mit Jaguar-Service rühmen. Viele aus meiner Umgebung fahren auch zu Joachim Bunkus in Bönningstedt mit ihren Jags, aber der ist auch meist ausgebucht...
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Jaglex
registrierter Benutzer
Hamburg



Verfasst am: Fr 10 Mai, 2013 14:56    Titel:  

Ich versuche eigentlich immer, mir selbst zu helfen. Aber man bekommt ja doch so einiges mit. Zum Beispiel:
Von Dag Burmester in der Zimmerstr. 16 in Hamburg Tel. 51 70 41 gab es hier im Forum schon einige positive Berichte zu lesen.
Und Volkrad Daum sitzt zwar in Geesthacht (Tel. 04152 - 728 33), hat aber ein sehr gutes Händchen für unsere Katzen und dürfte preislich durchaus vernünftig sein.
Viel Erfolg,
Jaglex
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Rainer-HH
Moderator
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Hamburg



Verfasst am: Fr 10 Mai, 2013 15:27    Titel:  

Moin Alex,

ja, von Volkrad Daum hörte ich auch nur gutes. Aber ich bekam für meinen Kupplungswechsel leider keinen Termin. In der Saison muss man sich rechtzeitig um einen Termin um planbare Arbeiten kümmern.

Das Ambiente im Gasthof Klint war ja idyllisch. Na, dann lass uns demnächst mal wieder ne Runde mit den E's drehen.

Gruß
Rainer
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rainer_owl
registrierter Benutzer
Paderborn



Verfasst am: So 12 Mai, 2013 10:04    Titel:  

Hallo,
ich möchte noch mal zu der ursprünglichen Frage zurück kommen.

Hier ging es um Kompression und Ventilspiel.

1. Kompression.
Der gemessene Druck ist immer höher als der rechnerische Wert.
Bei den Messergebnissen ist es wichtig, dass die Werte alle möglichst gleich sind und das eine gewisse Höhe erreicht wird, die höher seien sollte als der rechnerische Wert.
Beim Messen der Kompression können schon viele Fehler gemacht werden.
- Der Motor sollte warm sein
- alle Zündkerzen raus
- Gaspedal auf Vollgas
- zweite Batterie parat halten, damit die Anlassdrehzahl konstant bleibt

2. Ventilspiel
Ein geringe oder ungleichmässig Kompression kann natürlich am Ventilspiel liegen!!
Wenn die Ventile zu straff eingestellt sind, sprich nicht richtig schliessen, drückt die Kompression daran vorbei. Hatte ich auch schon bei einem Fahrzeug, sprang sehr schlecht an, lief aber sonst ok. Ursache Ventile zu straff!!

3. Ursachenforschung / Woher kommt die geringe Kompression?
- Falsche Messung / Unwahrscheinlich
- Kompression entweicht irgendwo
- an den Kolben vorbei
- an dem Ventilen
- an der Kopfdichtung

- Kopfdichtung schliessen wir mal aus, dann würde es auch noch an anderen Stellen zu sichtbaren Dingen führen
- Kolben würde bedeuten, dass er erheblichen Druck im Kurbelgehäuse aufbauen würde. Mal den Öleinfülldeckel abnehmen und gucken wieviel er rausdrückt
- Bei den Ventilen sollte das Spiel gepüft werden.

Wenn du selber schrauben kannst, würde ich zunächst das Ventilspiel prüfen. Bei der Gelegenheit kannst du, wie schon beschrieben, per Pressluft prüfen wo der Druck entweicht. Du nimmst einen alten Kompressionstester von dem du das Kerzengewindeteil mit Schlauchanschluss nimmst. Jetzt suchst du dir einen Zylinder aus und guckst das beide Ventile zu sind. Nun Pressluft auf den Zylinder geben. 1-2 Bar sollten reichen. Jetzt gut horchen wo es hin zischt.

Viel Glück beim probieren.

Rainer
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jphdittmar
registrierter Benutzer
hannover



Verfasst am: So 12 Mai, 2013 10:54    Titel: Erstmal abwarten.  

Wenn bei der letzten Motorrevision nicht totaler Mist gebaut wurde (oder du mit kaltem Motor Beschleunigungsrennen fährst) ist das Ergebnis nicht plausibel.

Ich würde erstmal ne grosse Runde fahren und dann einen Druckverlusttest machen lassen (in einer anderen Werkstatt). So gleichmässig so wenig Kompression ist eigentlich kaum glaubhaft und ich denke eher an einen Fehler beim messen.

Wenn es sich aber bestätigt ist der Motor auf (oder jeder Zylinder hätte zu wenig Ventilspiel) man kann auch mit kleinen Tricks differenzieren ob der Motor am Kopf oder unten Kompression verliert.
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Rainer-HH
Moderator
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Verfasst am: So 12 Mai, 2013 13:27    Titel:  

also wenn ich mir den Ursprungsthread durchlese:

...Mit der Leistung und dem Kaltstartverhalten war ich nie ganz zufrieden...gemessenen Werte Zylinder 1-6 liegen zwischen 4,9 und 5,9 / Zylinder 7-12 zwischen 5 und 6 bar...

Ich denke, da wurde bereits beim Motorüberholen in Sachen Ventilen oder ZKD Mist gebaut. Ventileeinstellen und die richtige ZKD einbauen kann doch eigentlich nicht so schwer sein. Gleiches später beim Kompressionstest. Und bei den schlechten Werten bei allen 12 Zylindern liegts auch nicht an einer defekten ZKD. Da der Motor mit 12TKm noch ganz frisch ist hätte man das gleich bemängeln müssen. Wenn das nun nicht mehr geht, hilft hier als Nichtschrauber eben nur eine Werkstatt, die sukzessive alles analysiert in der Hoffnung die Kuh günstig vom Eis zu bekommen...
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Rainer-HH
Moderator
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Verfasst am: So 12 Mai, 2013 13:29    Titel:  

also wenn ich mir den Ursprungsthread durchlese:

...Mit der Leistung und dem Kaltstartverhalten war ich nie ganz zufrieden...gemessenen Werte Zylinder 1-6 liegen zwischen 4,9 und 5,9 / Zylinder 7-12 zwischen 5 und 6 bar...

Ich denke, da wurde bereits beim Motorüberholen in Sachen Ventilen oder ZKD Mist gebaut. Ventileeinstellen und die richtige ZKD einbauen kann doch eigentlich nicht so schwer sein. Gleiches später beim Kompressionstest. Und bei den schlechten Werten bei allen 12 Zylindern liegts auch nicht an einer defekten ZKD. Da der Motor mit 12TKm noch ganz frisch ist hätte man das gleich bemängeln müssen. Wenn das nun nicht mehr geht, hilft hier als Nichtschrauber eben nur eine Werkstatt, die sukzessive alles analysiert in der Hoffnung die Kuh günstig vom Eis zu bekommen...
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Rainer-HH
Moderator
Sponsor 2020
Hamburg



Verfasst am: So 12 Mai, 2013 13:32    Titel:  

also wenn ich mir den Ursprungsthread durchlese:

...Mit der Leistung und dem Kaltstartverhalten war ich nie ganz zufrieden...gemessenen Werte Zylinder 1-6 liegen zwischen 4,9 und 5,9 / Zylinder 7-12 zwischen 5 und 6 bar...

Ich denke, da wurde bereits beim Motorüberholen in Sachen Ventilen oder ZKD Mist gebaut. Ventileeinstellen und die richtige ZKD einbauen kann doch eigentlich nicht so schwer sein. Gleiches später beim Kompressionstest. Und bei den schlechten Werten bei allen 12 Zylindern liegts auch nicht an einer defekten ZKD. Da der Motor mit 12TKm noch ganz frisch ist hätte man das gleich bemängeln müssen. Wenn das nun nicht mehr geht, hilft hier als Nichtschrauber eben nur eine Werkstatt, die sukzessive alles analysiert in der Hoffnung die Kuh günstig vom Eis zu bekommen...
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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



Verfasst am: Mo 13 Mai, 2013 8:03    Titel:  

Messung mit warmem Motor und Vollgas wiederholen.
Ich hatte vor 25 Jahren mal einen Audi 100 kalt gemessen, Die Werte waren jämmerlich. nach 3 Minuten Motorlauf waren Sie gut.
MfG Wolfgang Gatza
Wer liefert was?
      
JAGXKE
registrierter Benutzer
Hamburg



Verfasst am: Do 23 Mai, 2013 15:27    Titel: 1. Ergebnisse  

Hallo zusammen, nach den diversen Tipps ist meine Skepsis vor den Werkstätten noch gestiegen und ich habe erst einmal Euren Vorschlägen folgend selber gemessen. Das ganze mit einer einfachen Gunson Kompressionsmessuhr, dann stellten sich folgende Ergebnisse ein:
alle 12 Zylinder kalt zwischen 8 und 9 bar; Messung bei Betriebstemperatur brachte kaum eine Veränderung. Nur minimalste Abweichungen.
Allerdings nach Einspritzen von Motoröl in den Zylinder auf Anhieb 3 bar mehr = 11 bar
Wie kommt es zu den Werten aus der Werkstatt ( Gerät mit Aufschrieb! Ergebnis liegt mir vor)????

Ist eine Wert von 8/9 bar akzeptabel? (Alle Zylinder gleich!) - Als Referenz habe ich dann noch einen XK 150 Motor gemessen.
Der ist nicht überholt (zumindest die letzten 10 Jahre) , läuft aber tadellos.
Ergebnis (kalt) noch näher beieinander 7,8 bis 8 bar. Also fast identisch mit dem (angeblich) schwächelndem 12 Zyl.

Welches Fazit ziehe ich?
Die Nummer mit den Ventilen (da alle Zylinder fast gleich) vernachlässigen da erst 12 TKM nach Einstellung gelaufen?
Mit den 8/9 bar leben und wegen der Kaltstartprobleme nochmals bei Vergasern und Einstellung anfangen?

Ist die Erhöhung der Kompression nach einspritzen von Motoröl überhaupt ein eindeutiges Indiz für Verschleiß oder gar generell falsche (maße) Kolbenringe o. ä. ???
Wer liefert was?
      
kejaguar
registrierter Benutzer
Paderborn



Verfasst am: Do 23 Mai, 2013 15:53    Titel:  

Hallo,
nach 8 Jahren und 12tkm darf man die Ventile schon mal auf Spiel zur Nockenwelle prüfen, auch wenns lästig erscheint!
Normalerweise macht man sowas bei überholtem Motor erstmalig schon nach ca. 1000 km.

Die gemessenen "Druckwerte" sind akzeptabel.

Wegen des schlechten Startverhaltens braucht man nähere Angeben, z. B. wie lange wurde das Fahrzeug vor dem Starten nicht bewegt, wie reagiert der Motor auf den Choke, wie reagiert der Motor auf Warmstart, stimmt die Zündung, wie hoch ist die Batteriespannung beim Starten etc.

Gruß

Klaus
Wer liefert was?
      
Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



Verfasst am: Do 23 Mai, 2013 15:53    Titel:  

Dieses Werte sind etwas besser als die meines alten 5,3er V12 Motors. Trotzdem war das Kaltstartverhalten gut.
Das Kaltstartverhalten ist mehr von der richtigen Gemischzusammensetzung während des Anlaßvorgangs abhängig, als vom Kompressionswert.
Wenn die Vergaser auf ca 4 - 6 % CO im Standgas eingestellt sind, ist jedenfalls die Standgasgemischeinstellung im grünen Bereich.
Zusätzlich kann man den Choke einstellen. Am besten dazu das WHB lesen.
Wie zeigt sich das nicht zufriedenstellende Kaltstartverhalten ?
Wie reagiert der Motor auf ein unterschiedlich weit gezogenens Choke?
Es gibt eine Winter- und eine Sommereinstellung für das Choke am Vergaser. Welche ist davon gewählt ?
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
Wer liefert was?
      
JAGXKE
registrierter Benutzer
Hamburg



Verfasst am: Do 23 Mai, 2013 16:19    Titel:  

Ok, dann mal zurück zum Kaltstart und der dann nicht abrufbaren Leistung: (siehe unten)

Dieses Werte sind etwas besser als die meines alten 5,3er V12 Motors. Trotzdem war das Kaltstartverhalten gut.
Das Kaltstartverhalten ist mehr von der richtigen Gemischzusammensetzung während des Anlaßvorgangs abhängig, als vom Kompressionswert.
Wenn die Vergaser auf ca 4 - 6 % CO im Standgas eingestellt sind, ist jedenfalls die Standgasgemischeinstellung im grünen Bereich
--> Gerade beim TÜV gemessen 5,2 % CO

Zusätzlich kann man den Choke einstellen. Am besten dazu das WHB lesen.
--> WHB gelesen und nochmals Choke geprüft - M.E. nach genau parallel eingestellt und Drehzahlen ok

Wie zeigt sich das nicht zufriedenstellende Kaltstartverhalten ?

--> Um die Tiefgarage raufzukommen müsste ich den Wagen mindestens 5 Minuten warm laufen lassen. Dann kommt aber vorher die Feuerwehr. Also nach einer Minute komme ich nur mit viel Glück raus bis zur Hälfte ins Freie und muss ihn dann warmlaufen lassen weil er die Steigung nicht schafft. (Peinlich! Weil dann jeder Depp kommt und fragt ob man ein Problem hat)

Wie reagiert der Motor auf ein unterschiedlich weit gezogenens Choke?
-->Ganz gezogen dreht er über 2000 U/min - ca. halb gezogen noch 1500 U/min
Wenn warm und ohne Choke läuft er im Stand ganz normal seine 720 Min
Egal wie der Choke gezogen wird, irgendwann stirb der Motor ab. (Zu fett ?) - Also muss man ständig nachregeln

Es gibt eine Winter- und eine Sommereinstellung für das Choke am Vergaser. Welche ist davon gewählt ?

Kenn ich - beide schon ausprobiert, welche ich im Moment drin habe müsste ich nochmals prüfen

Letztes Jahr wurde in der Werkstatt Vergaser, Zündung und Choke eingestellt. Er läuft gut, nur wenn das Problem beim Kaltstart nicht wäre. Das war auch direkt nach der Werkstatt schon so. Deshalb war ich jetzt auch ein Jahr nicht mehr in der TG bis letztens.
Wer liefert was?
      
Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



Verfasst am: Do 23 Mai, 2013 18:19    Titel:  

Entweder ein Motor läuft nicht, weil das Gemisch viel zu fett ist , oder weil es etwas zu mager ist.
Man müßte wissen, ob der Motor im "Absterbefall" zu mager oder zu fett läuft. "Feuerwehr kommt" deutet auf zu fett hin.
Theoretisch könnten müssen nicht alle 12 Zylinder ähnlich laufen, sondern 3 oder 6 können ein falsches Gemisch haben.
Mfg Wolfgang Gatza
Wer liefert was?
      
jagscrew
registrierter Benutzer




Verfasst am: Do 23 Mai, 2013 18:27    Titel:  

Hallo JAGXKE,

da das Problem beim Kaltstart auftritt, kann es sein, daß die Zündung einschließlich der Unterdruckverstellung in dem Bereich nicht korrekt arbeitet.

Da die V12-Motoren, wenn sie in Ordnung sind, mit der Werkseinstellung einwandfrei laufen,
würde ich die einzelnen Bereiche, soweit noch nicht geschehen, der Reihe nach wie üblich gemäß WHB überprüfen.

Benzinversorgung

Zündungseinstellung einschließlich Unterdruckverstellung

Vergaser einschließlich Temperatur-Kompensatoren.

Gruss

Hans
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Franz_vm
registrierter Benutzer
Höfen, Tirol



Verfasst am: Fr 24 Mai, 2013 7:48    Titel:  

also ich gehe mal davon aus, daß der Motor kein Gas annimmt und mehr oder weniger abstirbt.
wenn der Motor zu fett läuft sogar jenseits der Rauchgrenze dann sieht man das am Auspuff! Feuerwehr hin- oder her.
Läuft er zu mager kann man ihm nach dem Kaltstart zusätzlich etwas Benzin zum "Schnüffeln" geben, nimmt er dann besser Gas an?

für den Zündungsfall:
Ein anderer Punkt wäre natürlich eine verharzte Zündungsfrühverstellung die kalt irgendwo festklemmt und erst nach 5 Minuten Wärme sich löst. Dann noch mein spezieller Freund der OPUS Amplifier! Hier ist mit allem zu rechnen, Oszillatorfrequenzverschiebung kalt/warm, kalte Lötstellen und (eher unwahrscheinlich) Schalttrransistor außerhalb der Produkttoleranz. Kurzum das Auto muß in eine gescheite Werkstatt, Motortester dran und Kaltstart.

viel Erfolg
Franz
Wer liefert was?
      
jagscrew
registrierter Benutzer




Verfasst am: Fr 24 Mai, 2013 11:00    Titel:  

Hallo Franz,

bei der Zündung ist das genau meine Vermutung, daß die standardmäßig unterdruckverstellte Spätzündung im Leerlauf nicht funktioniert.
Zur Zündungsüberprüfung gehören selbstverständlich auch der Vorwiderstand (Ballast Resistance Unit) und der Opus-Zündverstärker (Amplifier).

Deine Abhandlung über mögliche aktuelle Zündverstärker , die die Original-Opus ersetzen können, finde ich Klasse.
Ich bin gespannt auf die angekündigten Ergänzungen.
Ein weiteres Gebiet in dem Bereich ist der Vorwiderstand.
Der herstellerunabhängige Neubau mit aktuellen Teilen wird sicher auch der Oldie-Pflege und dem Erhalt dienen.

Gruss

Hans
Wer liefert was?
      
Rainer-HH
Moderator
Sponsor 2020
Hamburg



Verfasst am: Fr 24 Mai, 2013 12:37    Titel:  

probiere das Kalt- und Warmstartverhalten mit und ohne Unterdruckdose mal aus. Zieh den Unterdruckschlauch der Unterdruckdose am Vergaser ab und stecke eine M5 Schraube Richtung Vergaser rein. Bei meinem EV12 ist alles nebst Unterdruckverstellung und Zündung perfekt. Da man eine Spätdose genauso benötigt wie ein Pickel am Hintern habe ich die wie oben bereits beschrieben vor 3 Jahren abgeklemmt und bau irgendwann mal auf Frühdose mit Vergaserumbau um. Ob nun mit oder ohne Dose macht nicht viel aus. Die Drehzahl verändert sich etwas.

Beim Messen des CO-Gehaltes: 5.2% mit Abgasreinigungsanlage/Luftpumpe und Kurbelentlüftung angeschlossen? Dann wäre das Gemisch zu fett. Ohne das Zeug 4-6%.

Bei meinem sehr mager eingestellten EV12 sind es nur 4% mit angeschlossener Kurbelwellenentlüftung, so dass dann der TÜV ein halbes Prozent abzieht und die AU so ok geht. Die Abgasreinigungsanlage/Luftpumpe wurde von irgend einem mal vor vielen Jahren komplett entfernt. Sobald meiner mit Choke angesprungen ist, muss der Choke zum Rausfahren aus der ebenen Halle von Chokestufe 3-2. Dann Draußen stehend von Chokestufe 2-1. Dann Halle zuschließen, anfahren und direkt den Choke aus. Zu fett hört man, dann spukt er dumpft und will nicht fahren. Zu mager hört man aber auch, dann gibts Aussetzer und er will auch nicht fahren. Dann kurz in die Chokestufe 1 und er nimmt wieder fahrt auf.

Wie bereits andere schon sagten. Entweder zu mager oder zu fett. Hört sich nach zu fett an!!! Hast Du probiert mal ohne oder Stufe-1 oder Stufe-2 oder Stufe-3 Choke die Auffahrt hochzufahren? Vielleicht gehts ohne hoch...

.
Wer liefert was?
      
jagscrew
registrierter Benutzer




Verfasst am: Fr 24 Mai, 2013 13:54    Titel:  

Hallo Rainer,

die Änderungsmöglichkeit auf Frühzündung beim V12-Vergasermotor wird seit Jahren von mehreren Eignern praktiziert.
Es ist auch bekannt, daß das einige Vorteile im Bereich des Gasannehmens und beim Spritverbrauch bringt.
Wenn der Umbau bei Anmeldung in Deutschland noch von TÜV/DEKRA abgesegnet wird, fantastisch.

Nur frage ich mich, ist es sinnvoll, ob jemand, der selbst oder dessen Werkstatt den Motor noch nicht in der Werkseinstellung einwandfrei zum Laufen bekommen hat, mit einer Umrüstung nicht erst recht zum derzeitigen Zeitpunkt noch größere Schwierigkeiten bekommt.

Denn weder er noch seine Werkstatt haben aller Wahrscheinlichkeit nach für den eingebauten Motor eine exakte Umbauanleitung, Teilebedarfsliste mit Teilenummern einschließlich Bezugsquellen und die Einstellwerte für Zündung und Abgasverhalten.
Wenn man den Umbau selbst durchführt mangelt es meist auch noch an einigen Werkzeugen/Meßinstrumenten.

Deshalb empfehle ich zuerst die Werkseinstellung damit das Auto erst mal richtig läuft. Danach kann man erwägen, ob Änderungen/Verbesserungen durchgeführt werden sollen.

Gruss

Hans
Wer liefert was?
      
Rainer-HH
Moderator
Sponsor 2020
Hamburg



Verfasst am: Fr 24 Mai, 2013 20:43    Titel:  

Hallo Hans,

meinen Tip mit dem Abklemmen der Spätdose gab ich nur, um festzustellen, ob die Dose ggf. defekt ist und vielleicht das Standgas und Gemisch so verändert, dass JAGXKE nicht seine Tiefgarage hochkommt ;-) Aber ich denke, dass wohl seine Gasfabrik nicht korrekt eingestellt ist. Der Choke wirkt beim V12 nicht auf alle 4 Strombergs, sondern nur auf die beiden hinteren. Also quasie 6-Zylinder im kalten Zustand ;-)

Das Problem was ich habe ist, dass ich noch keine geeignete Frühdose unter 100EUR gefunden habe. Die meisten vom Pre-HE verstellen zu viel und dann klingelt so ein früher 71er Motor recht schnell. Na ja und den Zugang mit Röhrchen hinter der Drosselklappe müsste ich noch setzen. So ne Frühdose bringt ca. 1 Liter Spritersparnis in Teillast, sonst eigentlich wenig. Kommt bei mir noch später, alles der Reihe nach... :-)

.
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jagscrew
registrierter Benutzer




Verfasst am: Sa 25 Mai, 2013 10:05    Titel:  

Hallo

@ Rainer

falls es Dich interessiert kann ich Dir ein paar PDF-Dateien zum Umrüstungsthema per e-mail schicken.

@ JAGXKE

konntest Du schon etwas unternehmen ?

Gruss

Hans
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Rainer-HH
Moderator
Sponsor 2020
Hamburg



Verfasst am: Sa 25 Mai, 2013 10:34    Titel:  

Hallo Hans,

Dein Angebot mit den Unterlagen nehme ich sehr gerne an. Meine E-Mail Addi ist im Forum hinterlegt. Vielen Dank!
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JAGXKE
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Verfasst am: So 02 Jun, 2013 10:16    Titel:  

Hallo zusammen, anscheinend habe ich heute die Ursache gefunden oder zumindest eingegrenzt. Nach dem abklemmen der unterdruckdose stirbt er nicht mehr ab und nimmt das Gas wesentlich besser an. Tiefgarage konnte ich noch nicht testen, aber subjektiv hat er von vornherein mehr Leistung. Ich meine auch er läuft insgesamt auch nach der Warmlaufphase besser und qualmt weniger.
Die Leerlaufdrehzahl ist von vorher 720 jetzt konstant bei 650 Umdrehungen.
Gibt es sonst Auswirkungen durch den geänderten Zündzeitpunkt? Warum wird auf spät verstellt? Wie kann man feststellen ob eine spät oder Frühdose verbaut ist?
Die Abgasentgiftungsanlage wurde vor meiner Zeit komplett entfernt. Lediglich die Verbindung Vergaser Kurbelwellengehäse ist noch vorhanden.

Gruß aus Dem endlich sonnigen HH

Andreas
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Rainer-HH
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Verfasst am: So 02 Jun, 2013 20:03    Titel:  

Hallo Andreas,

original bei der Spätdose geht der Stutzen auf dem der Schlauch sitzt in Richtung Verteiler. Bei einer Frühdose immer entgegengesetzt, also vom Verteiler weg nach außen.

Die Spätdose soll nur das Abgasverhalten im Leerlauf verbessern. Braucht man sonst nicht. Ich fahr seit 3 Jahren ohne. Besser ist eine Frühdose, die spart Sprit. Dazu muss man aber eben die Unterdruckabnahme am Vergaser erst bauen/bohren und eine Frühdose mit geringer Frühverstellung erstmal finden. Fahr also ohne...

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Woolfi
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Verfasst am: So 02 Jun, 2013 20:21    Titel:  

Wie Rainer schon sagte, ist die Spätdose überflüssig.
ich würde auf den Stutzen, an dem der Unterdruck abgenommen wird, ein kurzes Stück Gummischlauch stecken, der mit einer eingedrehten Schraube verschlossen wird.
MfG Wolfgang Gatza
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Verfasst am: Mo 03 Jun, 2013 9:23    Titel: unterduckdose  

hallo,
ich habe, nicht zuletzt auf anraten von Rainer, den Verteiler mit Spätverstellung gegen eine 123 ignition (123/GB) mit Unterdruckdose getauscht.
Somit habe ich eine Frühverstellung und alle Probleme mit den US-Spezifikationen haben sich erledigt.
Leider ist die 123 ignition m.E. nur für 6-Zylinder Motoren erhältlich.
Ich habe bei 123 in NL einen speziellen Verteiler für einen Cosworth-Rennmotor auf 123 ignition Technik umbauen lassen. Vielleicht wäre es auch möglich, dass in NL ein V12 Verteiler umgebaut werden kann.

Gruss
Alfred
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Rainer-HH
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Verfasst am: Mo 03 Jun, 2013 21:18    Titel:  

Hallo Alfred,

ich kenne den Firmengründer und Eigentümer Albert de Gier etwas, da ich seit 2005 Testfahrer für die 123/MG für pos. und neg. Polarisationen einen Prototypen in meinem MGA fahre. Die 123 läuft immer noch perfekt und ging nach einem Jahr Testfahren dann in die laufende Produktion. Berichte schreibe ich nun keine mehr. Aber auch in meinem MKII fahre ich eine normal gekaufte 123 seit 2007. Die Teile verkaufen sich zu vielen vielen tausend Stück fast wie geschnitten Brot...

Ich sprach vor einem Jahr mit Albert, leider wirds keine 123 für den V12 geben, so dass ich mir ja deswegen eine REPOPUS-H mit Hallpickup zugelegt habe. Läuft aber auch sehr gut. Die Frühdose kommt später...

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JAGXKE
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Verfasst am: Di 04 Jun, 2013 14:19    Titel:  

Hallo Rainer,

wenn das so ist wie beschrieben:

original bei der Spätdose geht der Stutzen auf dem der Schlauch sitzt in Richtung Verteiler. Bei einer Frühdose immer entgegengesetzt, also vom Verteiler weg nach außen.

... dann war bei mir eine Frühdose verbaut. Welche Änderungen werden dazu am Vergaser vorgenommen? Möchte mal schauen ob die überhaupt gemacht wurden.

Gruß
Andreas
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Woolfi
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Dreieich / Frankfurt



Verfasst am: Di 04 Jun, 2013 23:22    Titel:  

Eine Frühdose muß an einer anderen Stelle des Vergasers angeschlossen werden, als eine Spätdose. Die Spätdose wird irgendwo am Ansaugkrümmer angeschlossen und bekommt dadurch vollen Unterdruck bei geschlossener Drosselklappe.
Die Bohrung für die Frühdose am Vergaser endet ca 2 - 4 mm VOR der Drosselklappe und hat einen Durchmesser von ca. 4 mm.
Unterdruck bei Standgas gegen Null.
Unterdruck bei Volllast sehr niedrig und Ausschlag der Membran in der Dose Null.
Unterdruck bei ganz wenig Drosselklappenöffnung ist maximal und damit höchste Auslenkung der Membran = maximale Unterdruck-Frühverstellung.
Ich habe hier in sehr aufwendigen Beiträgen vor Jahren den Umbau am Vergaser für ein Frühdose mit Bildern beschrieben.
Mit freundlchen Grüßen Wolfgang Gatza


Zuletzt bearbeitet von Woolfi am Fr 07 Jun, 2013 0:38, insgesamt einmal bearbeitet
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Rainer-HH
Moderator
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Verfasst am: Mi 05 Jun, 2013 9:00    Titel:  

Hallo Andreas und Wolfgang,

das Loch muss schief gebohrt werden, so dass es möglichst 1mm vor der Drosselklappe endet. Je weiter es weg ist, desto mehr verlagert sich ungünstig die zusätzliche Frühverstellung beim Öffnen der Drosselklappe und somit in höhere Drehzahlen und dann klingeln irgend wann motorschädigend die Ventile. Das Geradebohren ist ohne Führung nur sehr schwer, weil man nie weiß wo man rauskommt ;-) Man kann Strombergs auch mit diesem bereits serienmäßigen Anschluss kaufen, aber es gibt sie für Früh- und Spätanschluss auch an dieser gleichen schiefen Stelle, da es sereinmäßig auch diese mit einer zusätzlichen waagerechten Bohrung im Innern gibt. Von außen kann man das nicht erkennen. Am besten selber bohren.

Fotos kann ich leider wegen Upload Quota Grenze nicht mehr einfügen.
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Woolfi
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Dreieich / Frankfurt



Verfasst am: Fr 07 Jun, 2013 0:42    Titel:  

Rainer kann recht haben. Es gibt Stromberg-vergaser, die diese "Früh-Bohrung" haben. Man müßte mal einen dieser Vergaser untersuchen und Lochlage und -Größe fotografieren und hier einstellen.
MfG Wolfgang Gatza
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DrSpeed
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Verfasst am: Do 22 Jul, 2021 10:01    Titel: Meinung zu Kompressionswerten  

Hallo zusammen,
es wird ja empfohlen vor dem Kauf eines V12 die Kompressionswerte zu messen. Folgende Werte habe ich vom Objekt meiner Begierde erhalten. Es hat einen Motor mit dem Kürzel "SA", also mit einer Verdichtung von 9:1.
Hier die Messwerte und das Zündkerzenbild.

Die Kompression scheint im Rahmen zu sein, allerdings variieren die Werte um mehr als 10%, welche Peter Crespin in seinem Praxisratgeber als Toleranz angibt.

Was ist Eure Meinung? Daumen hoch oder runter

Gruss
Armin




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