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XK120-150, D Type, E-Type, MK, 420(G), S-Type  >>  Benzindruck nach dem Abschalten (MK2, 3,8)
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Autor weitere Bemerkungen
Thomas_S
registrierter Benutzer
Trippstadt



Verfasst am: Mi 23 Jun, 2021 10:02    Titel: Benzindruck nach dem Abschalten (MK2, 3,8)  

Hallo,

kann mir jemand für einen 3.8er MK2 mit orignalen Vergasern, SU Pumpe, einen Erfahrungswert nennen,
wie lange etwa nach dem Abschalten des Motors der Benzindruck anstehen sollte, so daß beim nächsten Start
die Pumpe nicht wieder länger tackert ? Stunden/ Tage ?

Bei mir ist nach etwa 20-24h der Benzinstand im Glasbecher bis zur Unterkante des Filtereinsatzes gesunken, so dass dann wieder ein paar Dutzend Pumpenhübe erforderlich sind bis die Pumpe aufhört. Nach kürzeren Stopps wird nicht oder wenig nachgepumpt. Ist das nach 24h ok oder nicht ?
Ich kann keine offensichtliche Undichtigkeit erkennen.

Hintergrund meiner Frage ist, die Ursache von leichtem Benzingeruch im Wagen zu finden, den hat er eigentlich schon seit Restaurationsende / Inbetriebnahme.

Danke vorab für Tipps,
Grüße Thomas


Zuletzt bearbeitet von Thomas_S am Di 13 Jul, 2021 11:14, insgesamt einmal bearbeitet
Wer liefert was?
      
Jaguar_Serie_3
registrierter Benutzer
Dreieich



Verfasst am: Mi 23 Jun, 2021 12:05    Titel:  

Hallo Thomas,

der Benzinpumpendruck bei Vergasern beträgt etwa 0,2bar. Zündung aus, Benzindruck fast gleichzeitig null.

Im Gegensatz zu Einspritzmotoren, deren Kaftstoffverteilung am Motor hermetisch abgeschlossen ist, verdunstet bei Vergasermotoren, durch die Wärme im Motorraum, relativ schnell Kraftstoff durch die Entlüftung der Schmimmerkammern und der Vergaser allgemein. Die im MK2 verbauten SU-Vergaser sollten an der Verschraubung der Schwimmerkammern Entlüftungsröhrchen, meist aus Kupfer, haben. Diese Röhrchen führen nach unten und enden im freien. Eine Verbesserung kann es bringen, diese Röhrchen mit einem Stück Schlauch nach unten zu verlängern. Auch der Nachlauf eines, sofern vorhandenen, elektrischen Kühlerlüfters reduziert die Geruchsbelastung.

Grundsätzlich sollte die Benzinpumpe, nachdem die Schwimmerkammern voll sind, nicht mehr tackern. Wenn dies trotzdem der Fall sein, auch in Abständen von ca. 1 Minute, sollte die gesamte Spritversorgung akribisch auf Undichtigkeiten, bis hin zur Pumpe, geprüft werden.
Eine einfache Prüfung bei dauerhaftem tickern der Benzinpumpe: den Benzinschlauch zum Filter im Motorraum mit einer Klemme abklemmen, hört das tickern auf, ist etwas undicht.

In diesem Sinn, immer etwas Lavendel im Sprit. Manfred
Wer liefert was?
      
S-TYP34
registrierter Benutzer
65510 Wörsdorf



Verfasst am: Mi 23 Jun, 2021 12:35    Titel: vor allem  

nicht zu vergessen:
da ist noch ein Startvergaser in der Mitte der beiden Vergaser in dem steht der Sprit ganz offen in den Röhrchen
und zwar genau so hoch wie in der Schwimmerkammer des vorderen Vergasers.

Die Frau eines Freundes setzt sich nicht mehr in den -E- u. TR 6 weil diese immer nach Benzin riechen.:-((
So ein klassisches Vergaser-Fahrzeug riecht eben mal nach Benzin und ölt immer etwas.

Heute bei den Einspritzern kennt man den Geruch nicht mehr und bei der HU Kontrolle wird schon ein leichtes ÖL-schwitzen beanstandet.
Wird bald so kommen dass wir keinen Furz mehr lassen dürfen!!!
Harald
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Rainer-HH
Moderator
Sponsor 2020
Hamburg



Verfasst am: Mi 23 Jun, 2021 21:09    Titel:  

Hallo Thomas,
vielleicht hast Du bei Deiner Membranpumpe auch nur das Problem, dass die Flatterventile mit Rückständen nicht mehr ganz schließen und dann muss die Pumpe mehr pumpen und wenn man den Motor abschaltet, läuft der Sprit eher in den Tank zurück.

Die SU und Facet Membranpumpen haben einen kleinen Filter davor, die Hardi nicht. Daher benötigt die Hardi IMMER einen Benzinfilter vor der Pumpe.
VG Rainer
Wer liefert was?
      
Rainer Lindner
registrierter Benutzer
südl. München



Verfasst am: Do 24 Jun, 2021 6:41    Titel:  

Servus zusammen,
genau das ist immer zu empfehlen! Ich habe gerade einen 124er Mercedes in den Händen gehabt, optisch und technisch top , unter 100.000 km, bei dem habe ich zwei Kehrschaufeln Rost aus dem Tank geholt. Wenn da keine Filter gewesen wären, gute Nacht!
Also immer nachrüsten und zwar möglichst nahe am Tank.
Beste Grüße
Rainer
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jphdittmar
registrierter Benutzer
hannover



Verfasst am: Do 24 Jun, 2021 7:48    Titel:  

Das der Sprit aus den schwimmerkammern verdunstet ist normal, das im Filter Luft ist meines Erachtens nicht.

Das können z.b die rückschlagventile der Pumpe sein, das hört man aber auch bei eingeschalteter Zündung ich würde sagen bei mehr als 1 pumpenschlag in 10 sec ist was faul wenn der Druck erstmal da ist.

Jens
Wer liefert was?
      
Jaguar_Serie_3
registrierter Benutzer
Dreieich



Verfasst am: Do 24 Jun, 2021 8:17    Titel:  

Guten Morgen,

Rainer, der MK2 hat normalerweise keine Rücklaufleitung.

Jens, wenn es dauerhaft tickert, wie ich schrieb, die Benzinleitung im Motorraum abklemmen, wenn es weiter tickert ist es die Pumpe, wenn es aufhört ist es irgend eine Undichtigkeit nach der abgeklemmten Leitung.

Gruß Manfred
Wer liefert was?
      
pfljag
registrierter Benutzer
München



Verfasst am: Do 24 Jun, 2021 9:50    Titel:  

Verdunstung und Abfall des Flüssigkeitspiegels sowohl in Filtergehäuse wie in den Schwimmerkammern ist normal. Dazu kommt die relativ große Verdunstungsfläche im (offenen) Startvergaser, zumal bei hohen Temperaturen im Motorraum -> da geht wohl der Sprit aus dem Filtergehäuse auch mit hin hin.

Somit ist Benzingeruch in Maßen nicht zu vermeiden, das System ist an mindestens 3 Stellen offen:
Startvergaser
2x Einlassbrücke

Es muss immer beim Einschalten der Zündung "nachgefüllt" werden, Menge abhängig von Temperatur und Standzeit.

Wie schon geschrieben:
Wenn alles passt muss die Pumpe nach dem Füllen (kann bis zu 20 Sec. dauern) ruhig sein und im Idealfall auch ruhig bleiben. Ein Klack pro 20 sec. würde ich für tolerabel halten aber eigentlich sollte die Pumpe ganz ruhig sein.

Hört die Pumpe nicht aus zu laufen oder fördert sie ständig mit einzelnen kKacks nach, dann ist was inkorrekt:

Nadelventile
Schwimmerstand
sonstige Undichtigkeit.

Auch bei nur leichtem "Fluten" des Vergasers wegen zu hohem Schwimmerstand wird dauerd viel Spritgeruch produziert.
Nomalerweise dürfte der Geruch nicht zu stark sein und im Fahrbetrieb verschwinden. Allerdings ist gerade beim MK2 oft der Entwässerungsschlauch für den Luftkasten fehlend. Wenn der weg ist kommen alle Motorraum Gerüche direkt über die Lüftung in den Innernraum

@ Manfred: (--modus ein: )Das gilt aber nur wenn keine Undichtigkeit zwischen Pumpenausgang und Motorraum besteht (--modus aus)
Grüße Peter
Wer liefert was?
      
Rainer-HH
Moderator
Sponsor 2020
Hamburg



Verfasst am: Do 24 Jun, 2021 19:25    Titel:  

Hallo Manfred,

meinst Du mich Rainer aus dem Norden oder den Rainer aus dem Süden. :-) Aber eigentlich egal. Wir haben aber beide auch einen MKII und wissen das natürlich. Wir beide meinen, wenn die Flatterventile verschmutzt sind, läuft immer der Sprit beim Abschalten des Motors langsam in den Tank über die Benzinpumpe zurück. Schließen die Flatterventile noch schlechter, baut die Pumpe so wenig Druck auf, das der Motor nur noch im Leerlauf und Teillast läuft.

Jepp, immer einen ordentlichen Papierfilter davor.

VG
Rainer aus dem Norden.
Wer liefert was?
      
Thomas_S
registrierter Benutzer
Trippstadt



Verfasst am: Fr 25 Jun, 2021 8:39    Titel: Benzindruck nach dem abschalten  

Hallo zusammen,
danke für die vielen Rückmeldungen !

Also das der Sprit zurückfließen kann durch ein nicht ganz schließendes Flatterventil,und verdunstet, speziell über den Startvergaser, war mir schon klar.
Meine Frage galt aber eher der Zeit, in der das passieren darf bzw. was normal ist.

Die Pumpe stoppt nach dem Füllen wunderbar und bleibt dann lange Zeit völlig ruhig, da gibt es keinen Handlungsbedarf.

Die Frage kam bei mir auf, nachdem ein befreundeter MGB Fahrer, mit Hardi,und Vorfilter,
sagte, das es bei seinem Wagen mehrere Tage dauert, bis es dann leerverdunstet
ist, und die Pumpe wieder deutlich länger vorfördern muß. Dessen Wagen riecht auch nicht
nach Benzin.

Was ich noch nicht ganz verstehe, ist das der Pegel im Glasgehäuse bis zur UNTERKANTE
des Papierfilters absinkt., also offensichtlich verdunstet und nicht rückfließt, denn die
Benzinschläuche sind ja 2-3cm darüber...fließen kann da nichts. Der Papierfilter hat
natürlich eine große Oberfläche, die beschleunigt sicher die Verdunstung.

Ich werde jetzt mal die Dichtheit des Filtergehäuses prüfen. Oder ist hier die mehrheitliche Meinung, das dies nach 20-24h völlig normal ist ?
Grüße, Thomas
Wer liefert was?
      
Nichtschwimmer
Sponsor 2021
Mannheim



Verfasst am: Fr 25 Jun, 2021 13:57    Titel:  

Moin,

ich habe gerade mal beim E-Type S1 / 3-fach SU nachgesehen. Das Auto steht seit 2 Wochen, der Glasbehälter mit dem Benzinfilter ist randvoll, es riecht auch nicht nach Benzin. Beim Starten tickert die Benzinpumpe bei beiden E-Types i.d.R. gefühlte 5 bis 10 Sekunden, dann ist Schluss.

Grüße Udo
Wer liefert was?
      
Fam_mueller
registrierter Benutzer
Stadtbergen



Verfasst am: Fr 25 Jun, 2021 16:24    Titel:  

Hallo Thomas,

das kann ich auch bestätigen. Bei meinem S2 ist das Benzifiltergehäuse mit dem Papierfilter immer voll, egal wie lange er steht. Bei Zündung AN tickert die Pumpe erst ein paar mal schnell und dann in immer in längeren Intervallen und hört dann kurz darauf ganz auf, keine 10 sec.

Auch stinkt es nicht nach Benzin in der Garage. Nur ganz leichten Bezingeruch. Der stammt aber sicherlich aus der Tankentlüftung.

Gruß
Dieter
Wer liefert was?
      
Rollijag
Sponsor 2021
Dänischenhagen



Verfasst am: Di 29 Jun, 2021 10:20    Titel: MK II hab ich zwar nicht  

aber das Klackern meiner neuen Hardy (von Rainer HH empfohlen) im E Serie 3 höre ich während der Fahrt deutlich aber dezent.
ist das zubeanstanden. ??? Benzinwolke ist vor dem Start immer zu erschnüffeln.
Wer liefert was?
      
paulchen
registrierter Benutzer




Verfasst am: Di 29 Jun, 2021 11:12    Titel:  

Purer Service von Hardy !
Eine tickernde Pumpe läuft,
ohne tickern kaputt.

so simpel kann Fehlersuche sein !
Paulchen
Wer liefert was?
      
Rainer-HH
Moderator
Sponsor 2020
Hamburg



Verfasst am: Di 29 Jun, 2021 20:03    Titel:  

Der S3 EV12 hat eine hin- und rückführende Benzinleitung (vorne links nähe Vergaser einem Rückschlagventil) gegen Dampfblasenbildung. Daher pumpen die Membranenpumpen immer etwas. Die Originale SU-Doppelpumpe ist in Schaumgummi gekapselt, daher hört man sie nicht/ kaum.

Wenn es nach Sprit stinkt, ist was undicht. Bereits alte Benzinschläuche mit feinen Rissen lassen den Sprit raus diffundieren, dann stinkt es. Bei mir stinkt keiner nach Sprit.

VG
Rainer
Wer liefert was?
      
Jag-S-Type
registrierter Benutzer
Hildesheim-Giesen



Verfasst am: Di 13 Jul, 2021 9:50    Titel:  

Hallo Thomas,

bei meinem S-Type 3,8 ist habe ich exakt das gleiche Phänomen. Nach ca. 2-3 Tagen (je nach vorheriger Fahrt und Witterung) ist bei mir im Glasbehälter das Benzin bis zur Unterkante des Papierfilters verdunstet, egal welche der beiden Benzinpumpen grade angewählt ist (der S-Type hat 2 Tanks mit 2 Pumpen). Beim Einschalten klackert die Pumpe dann ca. 10 Sek, bis der Glasbehälter wieder voll ist, dann klackert nichts mehr. Einen leichten Benzingeruch habe ich auch.

Ich habe mir schon den berühmten "Wolf" nach möglichen Leckagen oder porösen Leitungen gesucht, aber nichts gefunden. Beide Benzinpumpen (SU) wurden im Laufe der Jahre (aus anderem Grund) gewechselt, ohne dass dies irgendeinen Einfluss darauf gehabt hätte.
Den Glasbehälter sowie die Vergaser habe ich incl. Dichtungen komplett überholt, die Überlaufröhrchen mal kurz mal lang, alles das brachte keine Änderung.

Ich glaube, man muss mit diesen Originalitäten der Katzen leben müssen (oder dürfen) :-)

Gruss
Fred
Wer liefert was?
      
Thomas_S
registrierter Benutzer
Trippstadt



Verfasst am: Di 13 Jul, 2021 11:11    Titel:  

Hallo Fred,

danke für die Rückmeldung. Was ich nicht verstehe, ist, warum stoppt der "Verdunstungsvorgang" bei Erreichen der Unterkante des Filters ? Mein Wagen steht nun seit >3Wochen etwa, und der Benzinpegel im Glas nimmt nicht weiter ab, genau wie bei Deinem Wagen. Es könnte natürlich sein, das das Filterpapier mit seiner sehr großen Oberfläche
und Kapillarwirkung einen (sehr sehr kleinen )-Benzin-Dampfdruck erzeugt, der sich natürlich nicht mehr einstellt, wenn der Pegel unterhalb ist. Die Frage ist ,wohin geht dieser Benzindampf? Durch die roten Dichtungen des Filters hindurch ?

Im Übrigen kann ich natürlich mit dem Problem leben, der Wagen läuft ja ansonsten top.
Ich würde es nur gern verstehen.
Gruß Thomas
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Thomas_Schmid
Administrator
Dülken



Verfasst am: Di 13 Jul, 2021 13:14    Titel:  

Vielleicht nicht ganz wissenschaftlich, aber dennoch mal eben aus meiner Sicht erklärt...
Sollte ich was nicht richtig deuten, konstruktive Diskussion erwünscht.

Jedes Niederdrucksystem, also mit Schwimmernadelventilen gesteuert, hinterlässt den typischen Garagengeruch, eben leicht nach Benzin.
Es sollte aber in einem Rahmen sein, der nur in geschlossenen Räumen wahrnehmbar ist, wenn auch im Freien der Geruch permanent da ist, stimmt was nicht. Ausgenommen natürlich heisser Motor, grade abgestellt, der muss stinken.
Das kommt daher, das sich der Sprit in der Schwimmerkammer ausdehnt und der Überfluss durchs Röhrchen abläuft.

Der Stand ist beim abstellen des Wagens in der Schwimmerkammer voll, heisst Ventil ist ohne Pumpendruck auf dem Stand gescjhlossen.
Die Pumpe hat ein Rückschlagventil, also kann nach dort nichts zurückfliessen.
Nun verdunstet auch wenn der Wagen sich abkühlt immer noch Benzin aus der Schwimmerkammer.
In der Leitung zwischen Pumpe und Kammer sitzt noch der Filter, dessen Inhalt sich beim abstellen auch erwärmt hat und dabei den Ausdehnungsfaktor noch in die Schwimmerkammer drückt.
Wird es dann wieder Kühler, so bildet sich ein minimaler Unterdruck in der Leitung, die Druckdiffernz zwischen dem Dampfdruck des Benzin, erhöht sich und es gast ganz langsam aber sicher aus, es bilden sich Dampfblasen in Leitung und Filter.

Dann kommen Temperaturschwankungen in der Umgebung zum Zug, die Dampfblasen dehnen sich viel stärker aus beim Erwärmen als die Flüssigkeit, bei jedem Erwärmen wird wieder etwas Benzin, was natürlich in der Leitung unten steht, durchs Schwimmerventil, bzw wenn das durch Verdunstung in der Kammer schon geöffnet hat, läuft die Leitung bis zum Filter leer.
Dann haben wir den Stand, Nadelventil offen, Leitung leer gelaufen, ein offener Weg zur Verdunstung aus dem Filter heraus, wie schon angesprochen verstärkt die Kapilarwirkung und die Oberfläche des Filters die Verdunstung extrem.

Ist der Stand einmal unter dem Filter, wirds schagartig sehr sehr viel weniger verdunsten, denn es bleibt nur noch wenig Oberfläche, es findet durch das System bis dort unten im Filter kein Luftaustausch mehr statt, der zudem noch durch den Filter abgeschirmt wird. Daher geht es ab dort extrem langsam.

Das erlärt, in dem Zusammenhang auch, warum nach langen Standzeiten die tief liegenden Bauteile der Vergaser sprich bei unseren Katzen die Schwimmerkammer so starke Ablagerungen haben. Bei vielen Fahrzeugen sind da aber auch noch die Düsen ganz unten in der Schwimmerkammer, also voll im Dreck.
Die gesamte Verdunstung des Benzin findet dort statt, denn aus den Leitung läuft alles dort hinein. So sind die auftretenden Verharzungen also nicht nur die nicht flüchtigen Bestandteile des Kammervolumens an Benzin, sondern vom gesamten im System befindlichen Kraftstoff bis zum Filter, der ja oben angeordnet ist.

Ich hoffe, soweit richtig zu liegen mit diesen Gedanken. Deckt sich zumindest mit meinen Erfahrungen.
Wer liefert was?
      
Nichtschwimmer
Sponsor 2021
Mannheim



Verfasst am: Di 13 Jul, 2021 13:48    Titel:  

Moin,

interessante Ausführungen. Nur: das Problem des TE ist, dass das Benzin im Filtergehäuse nach 20-24 Std. verschwunden ist. Das läßt sich m.E. nicht mit Verdunstung erklären. Wahrscheinlicher halte ich ein undichtes Rückschlagventil. Bei meinem XKE-Motor mit 3-fach-SU ist der Filterbecher auch nach 3 Wochen noch randvoll.

Grüße Udo
Wer liefert was?
      
Rainer-HH
Moderator
Sponsor 2020
Hamburg



Verfasst am: Di 13 Jul, 2021 20:11    Titel:  

Ich bin da bei Udo und kann nur erneut nur vorschlagen einfach die Flatterventile/ Rückschlagventile in der Benzinpumpe kurz zu säubern. Das dauert doch nur ein paar Minuten. Aber aufpassen, dass einem die Federn nicht wegfliegt.

Wie gesagt, ich hatte das bei meinem MGA auch. Zuerst lief der Sprit langsam über Wochen zurück, dann nach ein paar Tagen und als ich dann ein Stückchen winzigen Kork dazwischen hatte, konnte ich kein Volllast mehr fahren, weil kein Druckaufbau. Das alles streckte sich über etwa 1 Jahr mit der Hardy. Ringsum auf den Rückschlagventilen aus Kunststoff war der Dreck zu sehen. Danach die beiden Rückschlagventile gesäubert, den Filter davor und gut is. Ist alles schon 20 Jahre her.

Im Laufe der vielen Jahre habe ich ein Konvolut zahlreicher unterschiedlicher Membranpumpen zum Testen gekauft und hier liegen. Die SU habe ich wieder verkauft. Bei unseren alten Tanks sollte man unbedingt einen Papierfilter vorschalten, wie er bei der Hardy vorgeschrieben ist. Der eingebaute Drahtfilter in der SU und in der Facet sind recht fein, es bilden sich trotzdem über die Jahre leichte Ablagerungen, die ein Zurücklaufen des Sprits in den Tank verursachen. Die Facet gibt es daher auch mit Feinfilter, erkennbar an der Farbe. Zum Testen in meinem EV12 fahre ich seit ca. 5 Jahren nicht die 180€ Facet, sondern ein billigen Nachbau für 30€ aus China. Die bringt stattliche 150L/h.

VG
Rainer
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Thomas_Schmid
Administrator
Dülken



Verfasst am: Mi 14 Jul, 2021 7:29    Titel:  

Die Ausführungen bezogen sich nur auf die präzise Frage warum das so ist.
Letztlich wird klar, dass es bei zu schnellem Leerlaufen des Filters, nur an den Rückschlagventilen der Pumpe, oder eben einer Undichtigkeit im System liegen kann.

Kenne bei intaktem System (420 mit 2 SU HD8) Pumpenlaufzeiten von unter 5sec bis alles gefüllt ist.
Nach einigen Monaten, auch durchaus mal etwas länger, aber auch nicht viel.
Wer liefert was?
      
Jag-S-Type
registrierter Benutzer
Hildesheim-Giesen



Verfasst am: Fr 23 Jul, 2021 9:07    Titel:  

Hallo zusammen,

ich habe jetzt mal einen kleinen Test durchgeführt:
- Motor abgestellt nach längerer Fahrt, nach ca. 2 Tagen war das Benzin im Glasbehälter genau bis zur Unterkante des Filtereinsatzes verdunstet, nach weiteren 3 Tagen keine weitere Änderung
- Zündung eingeschaltet und Glasbehälter vollpumpen lassen (ca. 7 sek tackern), danach wieder kalt ausgeschaltet ohne den Motor zu starten
- nach 5 Tagen ist der Glasbehälter immer noch voll

Bei mir sieht es so aus, dass keine Leckage vorhanden ist, sondern dass das Benzin im Glasbehälter dann verdunstet, wenn es im Motorraum heiss ist (z.-B. über die beiden Überlaufröhrchen an den Vergasern). Eine Leckage würde ja auch bei kaltem Motor dazu führen, dass der Glasbehälter sich leert.

Gruss
Fred
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kejaguar
registrierter Benutzer
Paderborn



Verfasst am: Fr 23 Jul, 2021 10:29    Titel:  

Hallo Fred,
steht denn, wenn das Filterglas leer ist, noch Kraftstoff in den Schwimmerkammern?
Wenn da noch (genügend) Kraftstoff drin ist, glaube ich nicht an deine Theorie.
Viele Grüße von
Klaus
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Jag-S-Type
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Hildesheim-Giesen



Verfasst am: Fr 23 Jul, 2021 10:51    Titel:  

Hallo Klaus,
guter Einwand, das werde ich mal genauso testen und berichten.
Gruss Fred
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kejaguar
registrierter Benutzer
Paderborn



Verfasst am: Fr 23 Jul, 2021 11:51    Titel:  

Hallo Fred,
vielleicht kannst du ja noch einen 2. Test parallel laufen lassen.
Und zwar: nimm doch mal ein Schnapsglas oder ähnliches, befüll es mit Kraftstoff und warte dann mal (24 Stunden?) ab, wie schnell der Sprit verdunstet. Dann hast du eine Vergleichsgröße.
Bitte die Sicherheitsregeln beim Umgang mit Kraftstoff beachten!!!
Ich habe es noch nie gestestet, aber ich glaube nicht, daß so ein Pinneken in 24 austrocknet.
Und die Kraftstoffanlage ist ja zudem nicht so offen wie ein Schnapsglas!

Viele Grüße von

Klaus
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Jaguar_Serie_3
registrierter Benutzer
Dreieich



Verfasst am: Fr 23 Jul, 2021 13:08    Titel:  

Hallo,
ein Rücklaufen des Sprits durch die Benzinpumpe zum Tank ist nicht möglich. Die Anschlüsse des Benzinfilters befinden sich auf der Oberseite des (Original) Filters.
Wie Harald und ich bereits oben schrieben, sind sowohl die Schwimmerkammern als auch der Startvergaser zum Umfeld offen. Benzin dehnt sich bei einer Temperaturerhöhung um 20° mindestens um 2 Volumenprozent aus. Dazu kommt noch die erhöhte Flüchtigkeit des Benzins.
Bei einer Motorraumtemperatur von mindestens 100° nach dem Abstellen, erklärt sich der Spritverlust eigentlich von selbst. Dies bestätigt auch der Versuch von Fred, bei kaltem Motor passiert gar nichts.
Wie der Spritgeruch etwas zu minimieren ist, hatte ich oben beschrieben. Vorausgesetzt ist natürlich die Dichtheit des Systems. Diese sollte gegeben sein, wenn die Benzinpumpe nach wenigen Sekunden aufhört zu tickern.

Immer etwas Sprit im Tank wünscht Manfred
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Jag-S-Type
registrierter Benutzer
Hildesheim-Giesen



Verfasst am: Fr 23 Jul, 2021 16:16    Titel:  

ich werde die Idee von Klaus mal umsetzen. Neben das Glas mit Sprit stelle ich dann noch ein Glas mit Whisky (Marke Lap....) , dann weiß ich endlich auch, was schneller verdunstet :-)

Gruss
Fred
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Thomas_Schmid
Administrator
Dülken



Verfasst am: Sa 24 Jul, 2021 9:00    Titel:  

Entspricht ja meinen Theorien was sich da abspielt, allerdings sind 2 Tage sehr schnell.

Daher denke ich, dass du leicht poröse Dichtungen am Filter hast.
Bei dem geringen Benzindruck der Pumpe geht nichts raus, zudem die Dichtungen ja minimal quellen.
Wenn er steht läuft das dann in die Schwimmerkammern ab, unterstützt von der Ausdehnung und dem Gasdruck.
Von daher denke ich werden die Schwimmerkammern nicht leer sein nach 2 Tagen.

Du brauchst auch in die Schwimmerkammer garnicht reinschauen. Starte den Wagen einfach mal direkt wenn das Glas leer ist, wenn noch was in den Kammern ist wird er gleich anspringen ohne Pumpenvorlauf.

Einfach mal neue Dichtungen an den Filter setzen, Anschlüsse, wie auch am Glas, dann sollte sich das erledigt haben.
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Hildesheim-Giesen



Verfasst am: Sa 24 Jul, 2021 18:31    Titel:  

Hallo Thomas,
alle Dichtungen (Vergaser und Filter) habe ich schon sukzessive erneuert, ohne dass dies jeweils irgendeine Veränderung bewirkt hat.
Außerdem würde eine poröse Dichtung ja eigentlich auch bei kaltem Motor eine Verdunstung zulassen, dies passiert aber nicht. Das Filterglas leert sich nur, wenn ich das Fahrzeug mit heißem Motor abstelle.

Morgen werde ich eine längere Strecke fahren und dann abstellen, am Mittwoch dann mal die Schwimmerkammern öffnen und berichten.
Gruss Fred
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Thomas_Schmid
Administrator
Dülken



Verfasst am: So 25 Jul, 2021 9:45    Titel:  

Hmmmm, auch die Leitungen selber erneuert?
Ich vermute schon, dass es oben am Filter Luft zieht beim Abstellen in warmem Zustand.
Das scheint ja abzulaufen, was bei einem völlig dichten System nicht geht.

Mich würde interessieren, wann es beginnt sich zu leeren, nach ner Stunde, nach 12 Stunden, einfach um zu sehen, ob es nicht schon in der Abkühlphase des Motorraumes leer läuft. Dann wäre nämlich auch ein Haarriss im Filtergehäuse in Betracht zu ziehen, der in kaltem Zustand dicht hält.
Wer liefert was?
      
Jag-S-Type
registrierter Benutzer
Hildesheim-Giesen



Verfasst am: Di 27 Jul, 2021 15:42    Titel:  

Nächster Kurzbericht:: Fahrzeug am Sonntag Nachmittag heiß abgestellt. Heute morgen war der Glasbehälter wie üblich bis zur Unterkante des Filtereinsatzes geleert. Die beiden Schwimmerkammern der Vergaser waren aber nicht leer (höchstens 2-3mm unter Höchststand).
Ich habe mir dann in aller Ruhe einmal sämtliche Schraub- und Schlauchverbindungen der Leitungen angeschaut. Einige sahen "verschwitzt" aus. Ich habe sie dann abgewaschen und dann Zündung und damit die Pumpen kurz eingeschaltet ... tok-tok-tok ... nach ca. 10 Sek. Glasbehälter wieder voll. Alle Verbindungen wieder angeschaut - alles trocken, nichts läuft raus. Fahrzeug 3 Stunden kalt stehen lassen.

Heute Nachmittag Glasbehälter immer noch voll, kein weiteres tok-tok-tok beim Einschalten. Alle Verbindungen nach wie vor trocken, auch nach 15 Minuten mit "Zündung ein" keinerlei Benzinaustritt an irgend einer Stelle.

Ich habe dann den Motor im Leerlauf heiß laufen lassen ... und auf einmal (nach ca. 20 Minuten) intensivierte sich bei immer noch laufendem Motor etwas der Benzingeruch. Nach etwas längerer Suche bei laufendem Motor habe ich dann bei 2 Verbindungen festgestellt, dass die auf einmal leicht feucht waren: 1. Schlauchverbindung an der rechten Benzinpumpe, 2. Anschluss an der Schwimmerkammer zum hinteren Vergaser. Ich versteh absolut nicht, weshalb heißer oder kalter Motor da einen Unterschied machen kann (speziell bei der hinteren Benzinpumpe nicht), habe aber trotzdem jetzt noch einmal sämtliche Verbindungen fest angezogen (jaja, ich weiß, nach fest kommt ab, aber die beiden Feuchten liessen sich tatsächlich mehr nachziehen als die anderen).
Danach wieder eine längere Strecke gefahren (mit gefühlt etwas weniger Benzingeruch als sonst, aber das kann auch ein Placebo-Effekt sein) und grade heiß abgestellt.

Am Freitag werde ich dann sehen, ob der Glasbehälter wieder leer ist oder nicht.

Gruss
Fred
Wer liefert was?
      
Jag-S-Type
registrierter Benutzer
Hildesheim-Giesen



Verfasst am: Mi 28 Jul, 2021 11:23    Titel:  

Abschlussbericht: Ich habe grade mal kurz nachgeschaut: der Glasbehälter ist bereits jetzt (also nach ca. 20 Stunden) wieder leer bis zur Unterkante des Filtereinsatzes. Nach Benzin riecht nichts, alle Verbindungsstellen der Leitungen sind absolut trocken.

Ich geb's auf und werde auch weiterhin damit leben, dass es nach dem einschalten erst einmal 10 Sekunden tok-tok-tok macht.

Gruss
Fred
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pfljag
registrierter Benutzer
München



Verfasst am: Mi 28 Jul, 2021 12:51    Titel:  

Hallo Fred,

auch wenn ich glaube dass da was Du siehts ganz normal ist (ist bei meinem MK2 auch so ähnlich, habe es ber mnagels interesse noch nie so genau wie Du recherchiert), noch ne Theorie:

Die Überläufe an den Schwimmerkammern sind nicht nur wirkliche Überläufe wenn der Schwimmerstand zu hoch ist.
Sie wirken auch wie eine "Entlüftung" der Schwimmerkammern und sind zur Atmosphäre offen.

Fällt der Level ein wenig bei warmen Motor durch Verdunstung gehen damit auch die Nadelventile auf- die Verbindung zum Benzinfilter ist somit offen.

Der Papierfilter in Verbindung mit der Motorwärme wird eine erhebliche "Verdampferleistung" haben.
Dieser gasförmige Überdruck wird dann via Schwimmerkammer entlüftet.

Das geht so lange, bis der Papierfilter aus der Flüssigkeit draussen ist. Dann stabilisiert sich das ganze wieder auf normale Verdunstung.

Fülltst Du aber bei kaltem Motor Filtergehäuse und Schwimmerkammer, so bleiben die Nadelventile geschlossen, somit kaum verdunstung über die Entlüftung.

Grüße
Peter
Wer liefert was?
      
Jag-S-Type
registrierter Benutzer
Hildesheim-Giesen



Verfasst am: Mi 28 Jul, 2021 13:27    Titel:  

Hallo Peter,

deine Ausführungen sind nachvollziehbar bis auf einen Punkt: weshalb verdunstet das Benzin in den beiden Schwimmerkammern bei heißem Motor nicht ? Bei heißem Motor müsste dort doch die gleiche Verdunstung über die Überlaufröhrchen stattfinden wie in dem Glasbehälter.

Gruss
Fred
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Jaguar_Serie_3
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Verfasst am: Mi 28 Jul, 2021 13:55    Titel:  

Weil die Schwimmerkammern ein ganzes Stück unter dem Benzinfilter liegen und der Sprit aus den Leitungen nachläuft.
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pfljag
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Verfasst am: Mi 28 Jul, 2021 14:07    Titel:  

Hallo Fred,

an das habe ich auch schon gedacht.
Meine Theorie geht davon aus, dass die Verdunstung aufgrund Kapilarwirkung und deutlich größerer Oberfläche im Filtergehäuse ein vielfaches der Verdunstung des Flüssigkeitsspiegels in den Kammern ergibt. Und auch noch bei niedrigeren Termperarturen stattfindet.

Also Reihenfolge:

1: Schwimmerkammern verlieren Volumen durch Verdunstung - dieser Prozess endet aber deutlich früher als im Filter und ist deutlich geringer.

2: Nadelventile öffnen ab einem gewissen Level - erst dann kann der Gasdruck aus dem Filter entweichen, vorher ist das zu und der Filter verliert nichts

3: die Verdunstungsrate in der Schwimmerkammer nimmt ab, da der Motor zunehmend abkühlt

4: die Nadelventile bleiben aber offen, somit kann der deutlich höherer Verdunstungsanteil aus dem Filter nach wie vor entweichen bis auch dort der Level unter den Papierfilter fällt und Kapilarwirkung+ große Filteroberflläche nicht mehr zum Zuge kommen

Denkbar ?

Grüße
Peter
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Verfasst am: Mi 28 Jul, 2021 14:52    Titel:  

Hallo Peter und Manfred,

je beides ist denkbar und folgt physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Dies heißt im Umkehrschluss aber auch, dass das bei allen Fahrzeugen mit ähnlichen Filter-Schwimmerkammer-Anordnungen auftreten müsste, was - wenn ich die Kommentare hier lese - aber nicht der Fall ist. Irgend einen anderen Hintergrund muss es da also wohl auch noch geben.

Wie auch immer, für mich ist das Ganze jetzt soweit geklärt, dass ich nicht mehr nach einer Leckage suchen muss - für meine Katze gehört es sich eben einfach so.

Gruss
Fred
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Jaguar_Serie_3
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Verfasst am: Mi 28 Jul, 2021 15:55    Titel:  

Unter gleichen Bedingungen, gleiches Fahrzeug, Anordnung Benzinfilter, Leitungsverlegung, Vergaser usw. sowie den gleichen Bedingungen im Umfeld wie Temperatur, Belüftung Motorraum usw. treten auch die gleichen Gesetzmäßigkeiten auf.
Wie ich bereits schrieb, ist es relativ einfach den Kühlerlüfter, welcher meist auch im MK2 verbaut ist, sowohl über den Kühlwasserthermostat als auch über einen im Motorraum installierten 2. Thermostat, der bei ca. 80°-90° Motorraumtemperatur, unabhängig von der Zündung, zu schalten.
Diese kleine Maßnahme, sollte sowohl die Geruchsbelästigung, als auch das Startverhalten bei heißem Motor verbessern.

Gruß Manfred
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Rainer-HH
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Verfasst am: Mi 28 Jul, 2021 18:54    Titel:  

Moin zusammen,

der frühere 65er S-Type von unserem Konrad, er hat ihn nach ca. 20+ Jahren gegen einen RR getauscht, aber auch der 3.8 MKII von unserem Uli und mein 3.8 MKII stinken weder innen noch im Motorraum nach Sprit.

Als mein MKII in 2007 im Kofferraum mal nach Sprit stank und letztlich sogar mit Aussetzern liegen blieb, war die 1,5 Jahre alte SU defekt. Seit dem fahre ich mit der Hardi. Auch die originalen Benzinfilter im Glas vor den Vergasern, sind bei allen die ich kenne steht’s voll, auch nach vielen Wochen. Nach 5 Monaten Winterschlaf tickert die Pumpe ein paar Sekunden länger, aber alles ok. Mein MKII und Konrads 3.8 haben nur den mechanischen Lüfter und die Wassertemperatur steht immer auf 74 Grad. Mehr als 78 Grad im Stop and Go bei 30+ Grad hatte ich noch nie.

Ich finde man sollte diese Benzinverdunstungsmacken nicht verallgemeinern und so offen wie bei Vorkriegsmodellen sind die Vergaser nun auch nicht. Es ist ja durchaus möglich, das sich lose Stahlschelle bei Hitze so stark ausdehnen, dass dann Sprit aus dem Filter läuft. Man sollte hier weiter den Fehler suchen, bevor die Karre mal abbrennt ;-)

Weiterhin viel Erfolg.

VG
Rainer
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Thomas_Schmid
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Verfasst am: Do 29 Jul, 2021 7:24    Titel:  

Ich tendiere immer noch zu minimal undichten Leitungen bzw Anschlüssen am Filter, der ja ganz oben liegt.
Sonst würde das nicht so schnell abhebeln in die Schwimmerkammern.

Irgendwas ist dort suboptimal, ob es sich jetzt dafür lohnt die Welle zu machen steht auf einem anderen Blatt, denn da ja immer noch was in den Schwimmerkammern ist, kann man den Motor sofort starten und losfahren, man muss ja nicht warten bis nichts mehr tickert.

Also ein Problem sehe ich da nicht unbedingt, aber abstellen würde ich es auch, alleine wegen dem Garagengeruch.
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Verfasst am: Fr 30 Jul, 2021 9:01    Titel:  

Hallo zusammen,

alle Statements sind irgendwie richtig. Es gibt aber 2 Punkte, die für mich nicht erklärbar bleiben:

1. Nach 2 Tagen ist das Benzin im Glasbehälter bis zur Unterkante des Papierfiltereinsatzes verdunstet, aber eine weitere Verdunstung findet dann auch nach Wochen nicht statt, sondern es bleib dann stabil auf diesem niedrigen Niveau. Wenn der Glasbehälter oder eine der Leitungen undicht wären, müsste der Verdunstungsprozess doch trotzdem weitergehen.

2. Wieso ist die Verdunstung in den Schwimmerkammern so viel geringer als im Glasbehälter, obwohl dort doch eine direkte offene Verbindung zur Umgebung über das Überlaufröhrchen vorhanden ist ? (nach einem wochenlangen Stillstand habe ich dort allerdings noch nicht nachgeschaut)

Gruss
Fred
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Thomas_S
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Trippstadt



Verfasst am: Sa 31 Jul, 2021 15:19    Titel: Benzindruck nach dem Abschalten  

Hallo zusammen,

ich bin etwas weiter. Ich habe ein Leck entdeckt im Benzinschlauch, der
von der Pumpe abgeht. Ist wohl im Lauf der Zeit porös geworden, fing an zu tropfen
von einem Tag auf den anderen. Ich denke, das vor dem offensichtlichen Leck
dort schon lange Verdunstung stattgefunden hat.

Nach einem Tag Standzeit dauert es nun keine 15-20sec. mehr, bis die Pumpe aufhört,
sondern nur noch etwa 5-7 +/-.

Der Benzinstand im Glas ist nach einem Tag aber immer noch wie zuvor
Unterkante Filter, das ist geblieben, ist schon seltsam.

Weiterhin habe ich nach mehreren 50km- Touren, dann Abstellen in der Garage mit
geschlossener Haube, nach je etwa 10-20min Wartezeit die Temperaturen geprüft.
( bei etwa 20-22° Außentemperatur )

Sie sind weitaus geringer als angenommen. Das Filter- Glasgehäuse ist nur handwarm,
die vordere Schwimmerkammer ebenso. Kühlwasser beim Thermostat 80°C.
( PT1000 Kontaktfühler) Der Wagen hat keinen E-Lüfter.

Wenn ich nach 24h starte, ohne die Pumpe abzuwarten, springt er auch sofort an.
Die Schwimmerkammern sind also nicht ( ganz.. )leer.

Ich werde es jetzt erstmal dabei belassen, höchstens noch mal Temperaturmessungen machen, wenn
es richtig heiß draußen ist. Und natürlich weiter beobachten.

Die nächste Baustelle hat sich angekündigt, der OD bekommt keine Spannung weil der
4.-Gang Getriebeschalter wohl defekt ist. Es wird nicht langweilig ;-)

Danke für alle Rückmeldungen,

Gruß Thomas
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Thomas_Schmid
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Dülken



Verfasst am: Mo 02 Aug, 2021 8:27    Titel:  

Wenn du an einer Stelle schon undichte Leitungen hast, dann mach gleich einen Rundumschlag und mach die komplette Leitung von vorn bis hinten....
Also jedes Stück Schlauch neu, jede Verbindung reinigen und abdichten, sonst dauert es nicht lange, bis du an der nächsten Stelle ran musst.

Bei OD-Schalter, check erstmal die Kabel, respektive die Steckverbindungen, bei meinem 420 habe ich beim Versuch die Stecker zu trennen auf Höhe der Kupplungsglocke (Kabel hatte dort eine Trennung, als kleiner Subkabelbaum), die Kabel am Getriebe schlicht zerissen, war nur noch grünes Zeugs mit porösem Plaste drum, der Begriff Kabel durfte diesen Überresten nicht mehr zuteil werden.
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Mark_S
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Verfasst am: Mi 18 Aug, 2021 8:01    Titel:  

Hallo,

nochmal zum Thema Benzingeruch.

Dem bin ich auch lange nachgelaufen. Schwimmer exakt nach Handbuch eingestellt und dennoch stank es.
Schwimmernadelventile 2 * getauscht (jeweils neu) ohne Verbesserung.

Vorschlag:

1. Motor kurz laufen lassen und ein paar mal Gas geben.

2. Luftfilter ab, Glocken ab, Kolben rausziehen. (bitte nicht die vom Kirchturm und auch nicht die vom Motor)

3. mit einem Schweißdraht messen, wie weit der Kraftstoff unter der Düsenoberkante steht. Wenn man die Düsen ganz reindreht, geht es besser. Wenn es gut 2mm sind wäre es gut.

4. 24 Stunden warten

5. Batterie abklemmen, Zündung an

6. Mit Lampe den Schwimmerflutvorgang beobachten und schauen ob es lange aus der vorderen Hauptdüse überläuft.

7. Wenn er überläuft waren wahrscheinlich die 2mm oben nicht erreicht. In dem Fall den Schwimmerstand korrigieren.

Hat bei mir geholfen.

Viele Grüße

Mark
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Rainer-HH
Moderator
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Verfasst am: Mi 18 Aug, 2021 11:31    Titel:  

Hallo zusammen,

ich habe die letzten Jahre recht viele Schwimmerkammer Nadelventile gekauft. Die Qualität wird immer schlechter, besser NOS, gibt es günstig sogar nebst Messingfilter direkt dran in der GB-Bucht.

Trotzdem testen. Einfach das Ventil mit dem Finger ganz leicht zu drücken und oben ein paar Tropfen Bremsenreiniger rein. Wenn nicht dicht, leicht die Nadel im Sitz drehen und erneut testen. So erspart man sich das Ganze Aus- Eingebaue. Von den überteuerten mit der Kugel halte ich nichts.

VG
Rainer
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Verfasst am: Mi 15 Sep, 2021 18:18    Titel:  

Hallo zusammen,

parallel zu den Arbeiten an meinem "Anlasser-Problem" habe ich weiter versucht, dem Benzin-Verdunstungsphänomen auf die Spur zu kommen. Dazu habe ich folgende Schritte nacheinander durchgeführt:

1. Motor warm laufen lassen, danach Abschrauben der Benzinzuführungen an den beiden Vergaser-Schwimmerkammern und beide Leitungsenden (ganz schnell) mit einem Gummistopfen verschlossen. Ergebnis nach 3 Tagen: Glasfilter voll, nichts ist verdunstet ==> die Verdunstung muss also hinter dem Filter passieren.

2. Alles wieder angeschraubt, Motor warm laufen lassen, Benzinleitung nur am vorderen Vergaser abgeschraubt und verschlossen. Ergebnis nach 3 Tagen: Glasbehälter fast noch ganz voll (nur 2 kleine Ticks der Benzinpumpe beim einschalten)

3. Alles wieder angeschraubt, Motor warm laufen lassen, Benzinleitung am hinteren Vergaser abgeschraubt und mit Gummistopfen verschlossen. Ergebnis nach 3 Tagen: Glasbehälter ziemlich leer, 20-30 Ticks der Benzinpumpe nach einschalten der Zündung.

Conclusio: die Verdunstung findet irgendwo im vorderen Vergaser statt.

Da beide Vergaser nach außen hin dicht sind, kann es meiner Meinung nach nur an der Besonderheit des vorderen Vergasers liegen: dem Start-Vergaser. Wenn dies systembedingt wäre, müsste es aber eigentlich dann bei jedem Jag mit der "Hisser"-Startautomatik auftreten, was es aber scheinbar nicht der Fall ist.

Hat jemand eine Idee, was sonst noch an diesem vorderen Vergaser falsch sein könnte ?

Gruß
Fred
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Verfasst am: Mi 15 Sep, 2021 18:23    Titel:  

nicht zu vergessen:

@ Mark-S: deine Anregung habe ich ausprobiert, bei mir ist aber nichts übergelaufen. Vielleicht habe ich etwas aber auch falsch verstanden: wie hats du das mit den 2mm Wie hats du das mit den 2mm bzw. mit der Düsenoberkante gemeint ?
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pfljag
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Verfasst am: Do 16 Sep, 2021 7:01    Titel:  

Hallo Fred,

neben meiner bereits geäusserten Meinung dass das Phänomen systembedingt ist und kein Grund zu Sorge:

Der Startvergaser ist natürlich komplett offen.
Daher kommt ja auch nach Deiner Recherche vermutlich über diesen die Verdunstung zustande.

Ich kenne viele Startvergaser die falsch eingestellt sind und eigentlich nicht funktionieren können.
Das Prinzip basiert ja darauf dass die Menge Zusatzsprit, die eingesogen wird wenn der Lufteinlass durch den Magentschalter freigeben ist über eine Nadel geregelt wird.
Die Grundposition der Nadel ist einstellbar. Mit zunehmenden Vaccuum wird die Nadel gegen die Feder nach unten gezogen und verschließt so die Düse (= reduziert die Spritmenge für den Zusatzvergaser)

Da die Vergaser gerne - insbsondere bei zu hohem Schwimmerstand überlaufen ist oft die Nadel ganz weit reingedreht = Verschließt die Düse. So kann die Startanreicherung zwar nicht mehr funktionieren - oft wird das aber einfach durch ein recht fettes Gemisch ausgeglichen.

Als ich meinen MK2 aus Kalifornien bekommen habe war damals die Düse sogar mit einem federbelasteten Pin von unten verschlossen - also das Ganze komplett zu :-)

Eine weitgehend verschlossene Düse that natürlich weniger bis keine Verdunstung mehr.
Das könnte die Unterschiede (neben dem Schwimmerstand in der Kammer und somit auch im Startvergaser) erklären.

Grüße
Peter
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Mark_S
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Verfasst am: Do 16 Sep, 2021 13:30    Titel:  

Hallo Fred,

wenn der Kraftstoff sich nicht aus der Düse rausdrückt beim Benzinpumpenstart ist alles gut.

Der Schwimmer des ersten Vergasers definiert auch den Kraftstoffstand im Startvergaser.

Dort steht immer flüssiger Kraftstoff an. Beim Kaltstart wird dieser Kraftstoff direkt eingesaugt um einen schnellen Start zu ermöglichen. Durch den dann entstehenden Unterdruck zieht sich die Nadel des Startvergasers nach unten und regelt die Kraftstoffzufuhr. Luft wird über den mittleren Kanal neben dem Magnetventil angesaugt. Die Öffnung ist von dem Metall plättchen abgedeckt.

Sobald der Kaltstartvorgang unterbrochen wird, füllt sich der Bereich wieder mit Kraftstoff. Von dort kann er dann verdunsten. Du könntest höchstens mal als Test einen Lappen oder einen Gummistöpsel in die Öffnung stecken und schauen, ob es einen Einfluß macht.

Ist schon beeindruckend welche Geduld Du bei den Tests hast.

Gruß

Mark
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Jag-S-Type
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Hildesheim-Giesen



Verfasst am: Fr 17 Sep, 2021 5:53    Titel:  

Hallo zusammen,

danke für die Anregungen. Da das Problem nicht generell bei jedem Jag mit diesem Startvergaser auftritt, muss bei mir ja etwas falsch sein.
Im beigefügten Bild habe ich die aus meiner Sicht für die Verdunstung in Frage kommenden Punkte rot mit A - D gekennzeichnet, die ich jetzt ja dann eigentlich "nur" sukzessive verschliessen muss, um zu sehen, wo etwas falsch ist. Ich hoffe, das seht ihr auch so.

Mit dem einfachsten werde ich anfangen gem. Tip von Mark: Verschluss der Luftzufuhr unter dem Abdeckplättchen, dann mal weitersehen.

@Mark: stimmt, ich verschwende mittlerweile viel Zeit für diese an sich kleine Problemchen. Ich will es auch nicht unbedingt lösen, dazu ist es viel zu klein. Aber ich will wissen, wieso das so ist. Mich fuchst es, wenn ich etwas partout nicht verstehen kann bzw., sich jeglicher (oder besser gesagt meiner) Logik nicht erschließt.

Gruss
Fred




Startvergaser.jpg

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pfljag
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Verfasst am: Fr 17 Sep, 2021 7:51    Titel:  

Hallo Fred,

nochmal:
Ich denke nicht dass bei Dir was falsch ist - eher bei denen die KEINE Verdunstung sehen.

Deine Markierungen A+B kommen nicht in Frage - hier würde wenn überhaupt nur in die Einlassbrücke verdampfen. Da A aber wohl schließt (sonst ware der Hisser immer an) ist das hier alles ok.

Punkt D ist zwar möglich - aber dann müsste es da feucht sein.

Die Ursache liegt an Punkt C verbunden evtl. einem etwas zu hohen Flüssigkeitsstand in der Schwimmerkammer.
Der Flüssigkeitsstand kann evtl. sogar technisch ok sein, wenn aber das Auto etwas schräg steht kann dennoch der Level im Startvergaser zu hoch gehen. Wenn Du die Röhre wie von Mark beschrieben mal testweise verschließt sollte die Verdunstung weg sein. Dann geht aber der Startvergaser nicht.

Noch ne Anmerkung:
Für MK2 and S-Type tritt der Effekt eigentlich immer auf und ist nach meiner Meinung nicht ein Fehler.
Für andere JAG kann man die Aussage nicht treffen, Temperaturverteilung im Motorraum und Position der Benzinfilter schaffen da völlig andere Bedingungen. Somit sind nach meiner Ansicht die Äusserungen ob der Effekt auftritt oder nicht nach Fahrzeugtypen zu differenzieren.

Happy Hunting
Peter
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Jaguar_Serie_3
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Dreieich



Verfasst am: Fr 17 Sep, 2021 8:32    Titel:  

Guten Morgen,
wie Peter schreibt.
Zusätzlich noch die Ent- Belüftungen der Schwimmerkammern sowie die Verdunstung in die Ansaugkrümmer und Luftfilter.

Irgendwo hier im Thread hieß es, die Temperatur im Bereich des Benzinfilters sei Handwarm.....
leg mal ein Fernthermometer in den Motorraum.

Bei meinem MK2 3,8 läuft bei hohen Außentemperaturen und/oder strammer Fahrt der Zusatzelektrolüfter nach dem Abstellen des Motors bei ca. 80°, geschaltet über einen Thermoschalter im Motorraum, an. Das sollte eine ausreichende Erklärung für die Verdunstung des Sprits sein.
Übrigens machen das ALLE unsere Schätzchen mit SU und Strombergvergasern, warum sollte sonst die Benzinpumpe beim einschalten der Zündung anlaufen?

Gruß Manfred
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Thomas_Schmid
Administrator
Dülken



Verfasst am: Fr 17 Sep, 2021 8:46    Titel:  

Aus meiner Sicht völlig normal, dass er Sprit verdunstet, weil es eben kein völlig abgeriegeltes Hochdrucksystem ist.
Beschleunigt wird es wohl am wahrscheinlichsten, durch Verharzungen an der Nadel im Startvergaser, denn der wird weniger genutzt als die eigentlichen Vergaser und zudem mit weniger Aufmerksamkeit gepflegt.

Frag mal Zweiradschrauber danach....
Erheblich grössere Überläufe, da sich der Sprit direkt überm heissen Motor viel mehr ausdehnt, folglich ist bei vielen Moppeds nach 2 Wochen die Schwimmerkammer schon fast leer verdunstet.
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Thomas_S
registrierter Benutzer
Trippstadt



Verfasst am: Fr 17 Sep, 2021 9:21    Titel: Benzindruck nach dem Abschalten  

Hallo Manfred,

ich habe das geschrieben mit "Handwarm".

stellst Du gerade in Frage, das ich nicht weiß, was "Handwarm" ist ?
bzw. nicht weiß wann ich mir die Finger verbrenne ?

Ich habe dies x-mal in dieser Saison, auch bei sehr ordentlichen Außentemperaturen
geprüft nach je längerer strammer Fahrt und Wartezeit.

Sowohl die Schwimmerkammer, als auch Benzinfilter sind sehr angenehm
dauerhaft anzufassen.

Die etwa 80° des Blocks übertragen sich definitiv nicht in dieser Höhe
auf Schwimmerkammern und Filter.

Deutlich wärmer sind die Vergaserglocken. Gerade noch flächig anfassbar,
nicht lange. Aber auch keine 80°.

Gruß Thomas
Wer liefert was?
      
Jaguar_Serie_3
registrierter Benutzer
Dreieich



Verfasst am: Fr 17 Sep, 2021 10:27    Titel:  

Hallo Thomas,

es liegt nicht in meinem Interesse, hier oder wann und wo auch immer, jemandem auf den "Schlips" zu treten.
Ich schrieb lediglich, dass es in meinem MK2 unter bestimmten Bedingungen im Motorraum über 80° wird.

In diesem Sinne, sorry. Manfred
Wer liefert was?
      
Thomas_Schmid
Administrator
Dülken



Verfasst am: Sa 18 Sep, 2021 7:50    Titel:  

Es braucht auch lange keine 80 Grad um extreme Verdunstung im Sprit zu erzeugen.

Selbst bei einem Mopped wirds direkt über dem Motor, trotz Luftkühlung nicht 80 Grad warm, sonst würde es im Tank gleich überm Motor heftig kochen, erst recht bei einer Maschine mit Verkleidung.
Dennoch reicht die Temperatur dort, um bei einer falschen Biegung im Benzinschlauch Dampfblasen zu erzeugen, die für Aussetzer sorgen, trotz stetigem Durchfluss.

Kenne den Siedepunkt der modernen Benzine nicht, aber alleine der erhöhte Dampfdruck reicht um gewaltig Sprit zu verdunsten.
Wer liefert was?
      
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