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XK120-150, D Type, E-Type, MK, 420(G), S-Type  >>  Radius arm cup (durchgerostete vordere Befestigung der Schubstrebe an Hinterachse E-Types)
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Autor weitere Bemerkungen
Woolfi
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Dreieich / Frankfurt



Verfasst am: So 02 Okt, 2011 10:40    Titel: Radius arm cup (durchgerostete vordere Befestigung der Schubstrebe an Hinterachse E-Types)  

Mit entsetzen habe ich gestern festgestellt, dass die vordere Befestigung der Hinterachsschubstrebe ABGEROSTET ist. Der "Konus", auf den die Schubstrebe montiert wird und der sich cup nennt, ist von der viereckigen Platte abgerostet. Die Platte ist noch fest am festen Bodenblech angenietet.
Ich brauche Ersatz. Im Katalog von Barrat werden dazu 2 Teile angeboten. MRE073 "radius arm cup mounting plate" für 26,53 Euro und MRE073A "radius arm cup sqare base" für 63,56 Euro.
Mir ist nicht so ganz klar, was ich bestellen muß und wie sich diese beiden Ersatzteile unterscheiden. Brauche ich eines oder beide Teile, um eine Fahrzeugseite zu reparieren. Ich werde sinnvollerweise beide Seiten erneuern.
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza


Zuletzt bearbeitet von Woolfi am Do 20 Okt, 2011 11:13, insgesamt einmal bearbeitet
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jagwaugh
registrierter Benutzer
Zürich



Verfasst am: Mo 03 Okt, 2011 10:32    Titel:  

Woolfi,

Die cups sind genietet, aber die Nieten waren spezielle "High shear" Nieten. Das ganze ist mehrmals am jag-lovers diskutiert worden. Die einfachste lösung ist die Löcher von 3/16" auf 1/4 aufbohren, und mit high tension Schrauben zu befestigen. Einige sind der Meinung dass mann die platten einschweissen sollen, einige meinen Ja nicht (Ich auch).

"MRE" ist ein Martin Robey Teilenr. Laut Barrat webseite ist mre073a der Cup selber mit 4eckige plate (sehe http://www.sngbarratt.com/imaging/partimage1.asp?id=14985), Leider hab ich keine Bilder von mre073 finden konnen. Evtl ist der 2te Teil die verstarkungsplatten die in innenraum ankommt damit die nieten ein "Sandwich" mit der Bodenblech in der Mitte bilden. Mein Rat wäre Barrat/Robey kurz eine Email schreiben. Wenn die kein Deutsch verstehen kann ich auf Englisch fragen für dich wenn du willst.

Evtl konnen Robey/barrat eine passende niete/schraube lösung auch anbieten.

Andrew
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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



Verfasst am: Mo 03 Okt, 2011 19:39    Titel:  

Hallo Andrew !
Danke für die Informationen. ich werde morgen bei Barratt in Holland anrufen und fragen. Die sprechen besser Deutsch als ich Englisch.
In einem meiner Ersatzteilkataloge sieht es so aus, als könnte man passende Schrauben dazu bestellen. Der längliche "Befestigumgsbolzen" ist auf dem Bild jedenfalls quer geriffelt. An andere Stelle wird alllerdings von rivets gesprochen.
Falls es genietet werden müßte, frage ich mich, wer eine passende Nietvorrichtung dazu hat.
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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jagwaugh
registrierter Benutzer
Zürich



Verfasst am: Di 04 Okt, 2011 7:51    Titel:  

Woolfi,

Die Orginale sind ähnlich wie Huck fasteners, sehe http://www.afshuck.net/de/Die_Funktionsweise.html Ausser wenn du jemand kennst der die Werkzeug dazu hat, wird es viel zu teuer. Ich hab sie nür im Hallenbau im gebrauch gesehen, zum die wellenblech am Trägerrahmen zu befestigen.

Ich würde die temporär einnieten, oder schrauben an 3 Löcher mit 3/16" Nieten/schrauben, dann die anderen Löcher aufbohren und mit 1/4-20 High Tensile Schrauben fest machen, dann die ersten 3 am schluss aufbohren.

Beim Schrauben schaue dass du welche findest mit einen Schulter, und löcher eine "close fit" (Enge Passung) die damit das ganze nicht in Bewegung kommen kann, und dass die schulter, falls es doch in Bewegung kommt, nicht an eine Gewinde nagt. Die andere Möglichkeit wäre die hälfte die Löcher _lecht_ versetzen oder alle etwas schräg bohren damit alle schon im Shear sind beim Befestigen. (Wenn du Schräg bohrst, dann ganz wenig, sonst brechen die Köpfe ab)

Und... kontrolliere die Geometrie bevor du damit anfangst, um sicher zu sein dass die hintere achse wirklich 90 Grad zum mittellinien, und dass die beide Cups eine symmetrische Abstand vom mittellinie haben, sonst bekommst du einen hinterradlenkung!

Und... einen 3mm Loch vertical am untersten Stelle der Cup auf der hintere Seite, damit es einen Ablauf hat (Da mann nicht verhinderen kann dass wasser reinkommt JA nicht verhindern dass es rauskommt. Diese Loch kannst du dann benutzen um einen Sprühfilm einzuspritzen (kein MS Fett, da sonst der Loch verstopft.

Und.... Reichlich den Cup mit Copaslip o.A. damit die trailing arms _etwas_ leichter zu enfernen sind beim nächsten mal.

Und.... es heisst dass beim einpressen der Grosse Gummiblock (Donut) kann man die suspension etwas straffer machen indem mann die 2 Aussparung am Gummi quer zum Mittellinie montiert.

Und.....

Tchuss

Andrew
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Rainer-HH
Moderator
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Verfasst am: Di 04 Okt, 2011 9:53    Titel:  

ich fahre die großen Gummilager in der Schubstrebe quer mit den beiden löchern wie Andrew schrieb, war aber ein versehen ;-)Die kleinen Lager sind bei mir aus PU mit zusätzlicher großer Unterlegscheibe jeweils innen an den PU-Lagern. Die großen Lager aus PU waren mir zu teuer und ggf. zu hart. Meine Lager sind von Limora, günstig und in super Qualität. Alle anderen Teile für die Achse habe ich bei Barratt gekauft. Die Straßenlage ist genial.

Wie ich Woolfi bereits gemail habe gibt es heutzutage zur Befestigung wohl nur noch Schrauben bei den Teilehändlern, weil alles andere mit Nieten wohl kaum noch einer kann. Gegen Rost hilft nur lt. WHB ordentlich Fett vor der Montage. Ja, die bei Barratt in NL sprechen super deutsch. Versandkosten immer persönlich aushandeln.

Gruß
Rainer
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jagwaugh
registrierter Benutzer
Zürich



Verfasst am: Di 04 Okt, 2011 10:32    Titel:  

Rainer,

Merkst du eine unterschied mit den Donuts um 90 grad gedreht? Mechanisch ist es ganz klar dass die Donuts eine "weiche", und eine "harte", axis haben, und das es eine Unterschied macht. Einige am Jaglovers berichten dass sie eine Unterschied merken, aber seien wir ehrlich, wenn mann ein 40jährige völlig harte Gummiteil ersetzt mit einen neuen, weichen dann sollte man eher ein sanfteren suspension erleben (analog neue Reifen). Dies angenommen dass die alte Gummiteile nür hart waren statt gerissen, oder ausgerissen. Wir konnten einen Experiment machen... du tust deine Donuts abmontieren, um 90 Grad drehen, alles wieder einbauen, und dann uns einen Bericht schreiben. :-)

Übrigens, Woolfi....

UND... unbedingt alle 8 gummiteil ersetzen, Wenn mann die Donuts so einbaut dass die weiche Richtung seitwärts ist dann werden die 4 Aufhängung entsprechend zusätlich belastet (und die 4 rosten sowieso auseinander nach etwa 10-15 Jahren) Ich hab schon erlebt wie eine ganze IRS nach unten gecrashed war weil die Gummis auseinander gerissen waren, und einmal als ich ein Rad wechseln wollte an einen XJ6l blieb alles einfach am Boden stehen. Mühsam, sehr, sehr, mühsam Es war Winter, es scheite, ich hatte nür den normalen Wagenheber, und obendrauf war ich im Schottenrock bekleidet weil ich auf den Weg zu einen Galadinner war.

Andrew
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Rainer-HH
Moderator
Sponsor 2020
Hamburg



Verfasst am: Mi 05 Okt, 2011 10:12    Titel:  

Hallo Andrew,

klar merke ich einen Unterschied, aber nicht das es an den Donuts lag. Ja, ich baue die jetzt aus, drehe sie und berichte dann ;-) Ich denke, dass in welche Richtung die Löcher zeigen nur wenig Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben. Da sich die Schubstrebe bei weicher Achsdämpfung in Drehrichtung stärker bewegt als seitlich, sind die Donuts-Löcher wohl original in Längsrichtung. Die seitliche Führung der verdrehten Schubstrebe ist mehr vom kleinen Gummilager abhängig. Beim Einbau war meine Achse noch draußen. Das kleine Gummilager hat kaum eine seitliche Führung und die Schubstrebe wackelt dann seitlich wie der Schwanz eines Hundes hin und her. Daher habe ich mich dort für PU entschieden. Da die Klemmwirkung und seitliche Führung mit der losen Hülse der PU-Buchse mir nicht steif genug war, setzte ich eine ca. 30x3mm Unterlegscheibe innen am Lager mit ein. Das Loch der Scheibe aber so groß, dass die Hülse dort reinrutschen kann. Neue Achslager sind sicherlich nicht nötig wenn sie noch ok sind. Ich sehe da keinen wirklichen Zusammenhang. Eine Auswirkung auf diese durch das Drehen der Donuts schließe ich aus. Meine 4 Gummis von den Schubstreben und die 4 Aufhängungen waren noch ok, wenn aber schon die Achse zwecks Teilüberholung raus ist, dann gleich alle Gummilager neu. Die 4 neuen Achslager von Limora passten überhaupt nicht. Es war im Ansatz noch nicht einmal möglich die langen Schrauben für die Montage am Chassis durchzustecken und zum Ausbohren der Gummihalterung war zu wenig Fleisch. Die von Barratt passten sofort auch mit den originalen shims. Im Telefonat riet Barratt mir zu den härteren Upgrades ebenfalls aus Gummi obwohl die günstiger waren. Bei den Originalen von Barrat war ich mir auch nicht sicher, ob es nicht die gleichen schrottigen wie bei Limora wären. Unbedingt die richtige Achsgeometrie symetrisch beibehalten, alles weitere setzt sich dann und die Kiste fährt dann auch gerade aus wenn sie es auch soll.

Da ich zusätzlich hinten meine Koni-Classic von ganz weich auf ca. 2/3 hart eingestellt habe fährt er auch bei Vollgasüberholen auf Spurrillen nun absolut gerade aus. Da man bei den Koni Classic nur die Zustufe einstellen kann habe ich auch vorne die Zugstufe der Konis härter gestellt, so dass wenn man die Kiste hinten runterdrückt (mittlere Druckstufe) er vorne schwerer wieder hochkommt (härtere Zugstufe), bzw. das gleiche umgekehrt. Nun ist alles etwas härter und er schaukelt nicht mehr auf schnellgefahrenen Bodenwellen wie ein Ami von vorne nach hinten bei dem langen Radstand des EV12. Aber auch die Seitenneigung ist geringer und er fährt sehr sicher auf Fahrbahnabsätzen und -Wellen in schnell gefahrenen Kurven ohne das die Kiste eiert oder springt. Die Druckstufe unterstützt den Einfederungsweg und den Stabilisator bzw. ersetzt ihn. Die Zugstufe soll die Feder in ihrem Entspannen dämpfen. Wichtig ist nicht zu hart, sondern alles sehr harmonisch und dennoch sportlich.

So, ist mit meiner Ausführung etwas mehr geworden...

Gruß
Rainer
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utz
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Duisburg



Verfasst am: Do 06 Okt, 2011 14:22    Titel:  

Interessante Sache...

Hat evtl. hier mal jemand auf uniball toe link umgebaut?

so sollte das dann am besten aussehen ...nicht son alte Gummi----

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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



Verfasst am: Do 06 Okt, 2011 17:13    Titel:  

Auffällig ist, dass an diesem blauen Wagen auch ein hinterer Stabilisator montiert wurde. Es wäre interessant zu wissen, wie sich dieser Wagen fährt.
MfG Wolfgang Gatza
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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



Verfasst am: Mi 12 Okt, 2011 23:40    Titel:  

Ich habe heute die Schubstrebe ausgebuat , die 7 Nieten abgeflext und die viereckige Platte die normalerweise den ungedrehten "Eierbecher" hat, an dem das große Gummilager der Schubstrebe befestigt wird.
Bei mir war der "Eierbecher" ABGEROSTET. Zwischen Unterboden und dervierckigen Platte war Rost, die Platte war auf der Rückseite stark verrostet und der Eierbecher bestand auf der Innenseite fast nur noch aus Rostbrösel.
Auf der Unterseute war die Platte in sehr gutem Zusand, da durch Unterbodenschutz geschützt. Das Tückische daran war, dass die Seite , die nicht einsehbar war, total verrostet war. Man kann an einen Cabrio den Teppich des Staufaches hintzer den Sitzen hochheben und in die Kammer schauen, die auf der Rückseite der Platte ist. Ich vermute, dass bei vielen anderen E-types diese Stelle auch schwer vorrostet ist. Von unten sieht alles gesund aus. Ich rate dringend dazu, diese Kammer einzusehen und bei Bedarf mit einem Hohlraumkonsevierungsmittel zu fluten. Man kann eventuell mit einem Zahnarztspiegel von oben die Innenseite des "Eierbechers" anschauen. Ist die Kammer voller Rostbrösel, rate ich dazu, die beiden Platten mit der Schubstrebenaufnahme (Eierbecher, cup) zu wechseln. Die Rostbrösel sammeln sich im Eierbecher und sind ein guter Indikator für das Ausmaß der Verrostung. Bei mir war der Eierbechr innen ca 4 mm hoch mit "Rostgammel" gefüllt. Man kann das von oben sehen. Man kann auch von obe mit einem Schraubenzieher im Eierbecher kratzen und tühren. Dann saugt man die losen Rostpartikel in eine nagelneue Staubsaugertüte. Von der angesaugten Menge Rostbrösel, kann man es dann abhängig machen, ob man vorischtshalber die Platten wechselt. Eine kostet ca 65 Euro. Den Schrasubenset dazu, muß man sich selbst zusammenkaufen. Die Nieten saßen mit enger Passung in den Löchern, damit die Platte nicht "arbeiten" kann. man muß daher auch Bolzen verwenden, die eng im Loch sitzen. Ich will versuchen, 6 mm Bolzen zu verwenden, die auf 8 mm kein Gewinde und die Löcher mit einem 5,9 mm Bohrer zu bohren. Die Nieten haben einen Durchmesser von ca. 5,5 mm. Eventuell kann ich zöllische Bolzen beschaffen, die eng in den originalen Löchern sitzen.
Wenn ein rostfailiger Eierbecher bei schneller Fahrt abfällt, kann es sehr brenzlich werden.
In den nächsten Tagen werde ich versuchen neue Platten anzuschrauben statt anzunieten. Ich werde berichten.
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza




Cup1.jpg

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Cup2.jpg

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Cup3.jpg

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utz
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Duisburg



Verfasst am: Do 20 Okt, 2011 10:34    Titel:  

Huihuihui..

die Bilder haette ich aber nicht gezeigt.
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Woolfi
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Dreieich / Frankfurt



Verfasst am: Do 20 Okt, 2011 11:12    Titel:  

Natürlich ist es sinnvoll, solche Bilder zu zeigen. Bei mir sah von unten auch alles blendend aus. Erst durch das Abbrechen aufgrund von starkem Rostbefall wurde sichtbar, dass es dort im Argen liegen kann. Gefährlich ist es außerdem.
Weil das auch bei Fahrzeugen anderer Forumsmitglieder so sei könnte und um einen Warnhinweis zu geben, habe ich die Bilder eingestellt.
Die andere Seite ist in wesentlich besserem Zustand und braucht nicht gewechselt zu werden. Mein Wagen wurde vor Jahren vom Vorbesitzer hohlraumkonserviert. Nur hat er die "Eierbecher" von innen nicht mit ausgesprüht. Eventuell ist hin und wieder Regenwasser in das geöffnete Cabrio gekommen, das sich an der tiefsten Stelle im Eierbecher sammelt und dort an die Arbeit geht.
Also jeder der diese Horrobilder der Achsaufhängung sieht, sollte mal von oben hinten links und rechts diese Stelle kontrollieren. Wenn man den Bodenteppich der Ablage hinter den Sitzen herausnimmt, kan man mit einer Lampe bequem einen Blick riskieren. Besser als nichtsahnend das Leben zu riskieren.
Wie weit ist der Aufbau des Serie I 2+ 2 ?
Falls jemand eine solche Schubstrebenaufnahme braucht. Ich habe eine zuviel gekauft und würde sie für 50 Euro MIT hochfesten Befestigungsschrauben abgeben.
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza

Fragt interessiert Wolfgang Gatza


Zuletzt bearbeitet von Woolfi am Mo 24 Okt, 2011 18:34, insgesamt einmal bearbeitet
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Woolfi
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Verfasst am: Fr 21 Okt, 2011 14:05    Titel:  

Heute war ich in einer großen Jaguar-Oldtimerwerkstatt und habe per Zufall einen EV12 mit ausgebauter Hinterachse auf der Hebebühne gesehen. Schon der erste flüchtige Blick zeigte eine von außen - wie üblich - gesund aussehende vordere Schubstrebenaufnahme samt einem Loch am oberen Rand. Wie es innen aussieht kann sich jeder leicht denken. Anscheinend sind doch mehr Fahrzeuge an dieser Stelle vom Rost angefressen, als es sich die Besitzer träumen lassen.
"Eierbecher" von innen auf Rostbefall kontrollieren rät Wolfgang Gatza




LochEierbecher.jpg

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Nordlicht
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Zarpen



Verfasst am: Sa 22 Okt, 2011 17:03    Titel:  

Hallo,
mit dem Anschrauben wäre ich vorsichtig. Eine Schraubverbindung kann in diesem Fall dazu führen, dass wenn sich die Schrauben durch Dehnung lösen das Ganze abscheren kann. Deshalb sind dort vormschlüssige Nietverbindungen gewählt worden.

Gruß
Jan
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Woolfi
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Dreieich / Frankfurt



Verfasst am: Sa 22 Okt, 2011 20:50    Titel:  

Danke für diesen potentiell lebensverlängernden Hinweis.
Wäre es sinnvoll, wenn ich die Schrauben alle 2 Jahre versuche leicht nachzuziehen oder zumindst kontrolliere, ob sie noch fest sitzen?
Eventuell werde ich die Platte an den vier Ecken am Bodenblech anpunkten lassen.
Nieten wäre schon besser. Leider kommt man von oben nur schlecht an die Gegenseite der Niete dran.
Mir ist aufgefallen, dass die Nieten, nachdem ich die Köpfe abgeflext hatte, nur schwer mit einem Durchschläger durch das Bodenblech und die innenliegende Verstärkungsplatte treiben konnte. Also saßen sie auch nach 37 Jahren noch sehr stramm.
Man müßte eine Werkstatt finden, die dieses Proplem schon öfters fachlich sauber gelöst hat.
Ich werde beobachten, ob und wie die Jaguar-Werkstatt , die momentan ein ähnliches Problem an einem Kundenwagen hat, das löst.
In den beiden Löchern links und rechts die ohne Schrauben sind, gedenke ich später zwei dickere Schweißpunkte setzen zu lassen. Die Kraft von der Schubstrebe auf die Karosserie beim Beschleunigen wirkt längs des Pfeiles.
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza




Schubstrebenaufnahmeklein1.jpg

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Zuletzt bearbeitet von Woolfi am Mo 24 Okt, 2011 18:38, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Nordlicht
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Verfasst am: Sa 22 Okt, 2011 23:34    Titel:  

Hallo,
schweißen ist die einzige Alternative zur Nietverbindung. Allerdings muß es ja einen Grund geben, warum Jaguar sich fürs Nieten und nicht fürs Schweißen entschieden hat.

Gruß
Jan
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Woolfi
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Dreieich / Frankfurt



Verfasst am: Sa 22 Okt, 2011 23:41    Titel:  

Ich hatte den Eindruck, dass die Platte von unten auch an das Bodenblech mit Schweißpunkten geheftet war. Jedenfalls mußte ich es mit einem schmalen Meißel vom Bodenblech trennen.
Warum längen sich Schrauben und Nieten nicht ?
Gruß Wolfgang Gatza
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Nordlicht
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Zarpen



Verfasst am: So 23 Okt, 2011 7:38    Titel:  

Man unterscheidet zwischen Kraft- und Formschluß. Bei einer Schraubenverbindung werden die Bauteile "zusammengezogen". Nun kann man die Bauteile in 2 Richtungen belasten, 1) längs der Schraube (Zylinderkopfschraube), der Kraftverlauf geht nur der Länge nach durch die Schraube. Alles ist gut, keine Dehnung. 2) quer zur Schraube (dein Fall). Hierbei taucht eine weitere Kraft auf, die die Bauteile gegeneinander verschieben will. Es kommt zur Dehnung, danach zur Lochleibung (die Löcher nuckeln aus) und letztendlich zur Abscherung der Schraube.
Praktischer Vergleich: Nimm einen Draht und reiß ihn durch. Dann schneide den gleichen Draht durch. -> Gleicher Draht, gleicher Durchmesser aber 2 verschieden große Kräfte um das Gleiche Ergebnis zu erzielen.
Beim Nieten hat man den Formschluß, man treibt per Hammerschlägen das Material in die Bohrung und füllt diese restlos aus. Kräftemäßig ist die Niete völlig entspannt.
Desweiteren hat man bei der Niete eine Kaltverformung, die sich positiv auf den Faserverlauf des Materiales auswirkt. Gleichen Effekt hat man bei einem Maulschlüssel oder einem Pleul, die werden gesenkschmiedet. die dadurch erhöhte Festigkeit verhindert beim Pleul das Abreißen, beim Maulschlüsel das Aufbiegen und bei der Niete das Lösen der Bauteile.

Gruß
Jan

Danke , Superbeitrag! Jagman




die-loesung.gif

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Durango2k
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Göttingen



Verfasst am: So 23 Okt, 2011 9:21    Titel:  

Stand des S1 2+2 : Ich kontrolliere die Cups :-), aber das Chassis bekam ich ja fertig saniert von Pete Crespin. Dem traue ich genug Fachwissen zu. Ansonsten kommen grad die Kabel rein, gleich geht's mal weiter dort, bei 2 Grad, uuuaaaa, Schrauben im Kühlschrank.

Offtopic: Fehler anderer Hersteller in diesem Kontext:

Übrigens zur Schraube: Das hat Citroen im XM TD getoppt: Der Servozylinder der Lenkung, gut 5 Kilo schwer und groß, hängt links an EINER Schraube, anfangs 10.8, später 12.9, die wird bei jedem Lenkvorgang quer !!! belastet, und bricht irgendwann. Bei mir auch, Tempo 30, in einer Kurve, mit Baby an Board. Interessiert hat's die Citroen- Assistance nicht, seitdem nenne ich die nur noch Resistance, und verweigere den Kauf neuerer Modelle dort, fahre glücklich E-Klasse seitdem. Passt doch :-).

Ich meine, in den 50ern haben die die Lenkungen in fetten Eisenblöcken mit Seitenraster gelagert, da ist NIE was passiert, am XM sind mir persönlich inzwischen 3 Fälle bekannt, einer davon rief mich nachts aus einer Haltestelle aus an, wo's grad abgebrochen war.

Und nicht genug, wenn der abbricht, dann zerlegt es die Leitungen in der Umgebung, und ca. 5 liter Mineral- Hydrauliköl in grün fließen raus. Danach liegt die Karre auf dem Bauch und hebt sich nicht mehr. Ende. Fast unlenkbar und unhebbar.

Carsten
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Jagman
Administrator
Köln



Verfasst am: So 23 Okt, 2011 9:53    Titel: Abgerissene Schubsterbenhalter an Hinterachsaufhängung E-type  

Ja, das kann auch ich nur bestätigen, ( s. Foto)
die angenieteten Halteplatten sahen von unten gut aus, aber dann - plötzlich - war's abgerissen.
Ich hatte mit seinerzeit die Halteplatten bei www.sngbarratt.com bestellt, und war bei einem LKW Reparaturbetrieb in der Nähe, der mit seiner Spezialzange die Powernieten für eine Kaffespende eingesetzt hat.
Ich habe übrigens von oben ( also im Innenraum) ein entsprechendes Gegesnstück zur Verstärkung eingesetzt
Jagman




schubstreben-ansatz.jpg

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Woolfi
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Dreieich / Frankfurt



Verfasst am: So 23 Okt, 2011 11:12    Titel:  

"Gleich geht's mal weiter dort, bei 2 Grad, uuuaaaa, Schrauben im Kühlschrank."
Ich schraube auch hin und wieder in der kalten Garage bei solchen Temperaturen. Es geht , wenn man einen Jogginganzug in einem alten Skioverall trägt. Damit kann man sogar eine Zeit lang am Boden auf einer Pappe liegen ohne zu erfrieren. Solche Skioveralls bekommt man für 10 Euro in ebay. man sollte allerdings darauf achten, dass er vorne nur verdeckte reißverschlüsse hat, weil man sonst schnell mal Kratzer im Lack macht.
Wie das Foto von Jagman zeigt, findet sich dieser (gefährliche) Schaden doch häufiger an unseren Autos als man denkt. Danke für den Hinweis, dass man Nieten doch verarbeiten kann. Ich frage mich allerdings, wie man von oben an alle Nieten kommt, die teilweise von Blechen abgedeckt sind. Ein Bekannter von mir ist Betriebsleiter in einer großen Karosseriewerkstatt, die auch Sonderfahrzeuge bauen und die Möglichkeitet haben, Stahlnieten zu verarbeiten.
Muß denn die Niete von oben nicht auch "gegengehalten" werden ?
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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jagwaugh
registrierter Benutzer
Zürich



Verfasst am: So 23 Okt, 2011 13:02    Titel:  

Woolfi,

Die Orginalnieten sind, glaub ich, "Blind". Von innen durchgesteckt, von unten langgezogen aber unterhalb der elastizitätsgrenze, dann wird eine "Collar" darauf gesteckt und hydraulisch gebordelt. Die absolute beste Lösung wäre eine Niet verfahren, die sowohl die Shearkraft, als auch genüg Klemmkraft aushält bzw erzeugt. Die untere platte war evt punktgeschweisst, aber eher um die Nietvorgang leichter UND fester zu machen - so fällt die untere Platte nicht runter beim Nieten, und da die Platte nicht absolut flach liegt wird es dann beim Nieten unter Spannung gesetzt.

Nieten sind aber nicht gleich Nieten, Wenn die Jaguar engineers, oder "British pressed Steel" eine spezielle Niete eingesetzt haben denn hat dies seinen Grund. Sonst wäre die Aufnahme anders befestigt. Ich nehme an dass sie Bedenken hatten wegen den Steifigkeit des Bodenblechs hatten, und die Ziel war eine Bindung zu erzeugen der die Kräfte vom Schubstrebe standhält UND dies verteilt auf eine Möglichst grosse Fläche des Bodens, Ohne das die Verbindung durch Rost oder vibration sich löst. Gleichzeitig bedenke dass die E war der erste die dieses IRS bekommen hatten, und damit wäre sicher ihre Neigung das Ganze eher überdimensioniert zu konzipieren ohne komplett zu übertreiben- (dies ist die Lehre von Mark 1 und Mark 2 Saloons - Der Mark1 war schlicht weg überall zu schwer, beim Mark 2 war es besser, aber die Panhardrod Aufnahme war von anfang an eine Schwachstelle). Da die Montage soweit ich weiss gleich blieb an allen Modelle die den IRS hatte haben sie es offensichtlich passend gefunden, sonst wäre es verstärkt, oder vereinfacht geworden in spätere Modellen.

Nun, meine Meinung nach wäre eine high tensile Niete die beste Lösung. Was aber tun wenn mann kein Zugang zu die passende Werkzeug hat? Rundherumschweissen scheint mir falsch, weil dann wird die Bodenblech einfach reissen am Nahtrand. Richtig Punktschweissen ist kaum möglich (unter anderen weil man nicht mit genüg zangendrück darankommt).

Ich finde ausbohren, und ausreiben auf ein leicht untermass, mit Hochfeste schrauben (Schulter im Sandwich) und Metalock Mutter ausreichend. Wenn mann die Schraben mit Metalock Mutter mit dem die Bremsschieben befestigt betrachtet sieht man das die mehr Kraft und Vibrationen aushalten ohne zu lockern. Trotzdem wäre eine Kontrolle kein Schlechte Idee.

Ein Abwasserloch in der tiefste Stelle der "Cup" ist auch klug.

Andrew

p.s. Als Kanadier kenne ich schrauben im Kuhlschrank. Da kann mann gefutterte Overalls kaufen, sicher online zu finden.



Angepunktet
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Woolfi
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Dreieich / Frankfurt



Verfasst am: So 23 Okt, 2011 13:54    Titel:  

"Ich finde ausbohren, und ausreiben auf ein leicht untermass, mit Hochfeste schrauben (Schulter im Sandwich) und Metalock Mutter ausreichend."
Das habe ich so versucht. ich habe M6 Gewinde in die alten 5,5mm Nietlöcher geschnitten, die hiochfesten 12.9 Schrauben bis zum Anfang des Schaftes durchgeschraubt und dann von oben mit selbstsichernden Muttern durchgezogen. Die Gewinde habe ich geschnitten, damit mehr Metall nach innen steht, als es bei einer glatten 6mm Bohrung gewesen wäre.
Gibt es schrauben zu kaufen, die ein 6 mm Gewinde und einen 7 mm Schaft haben ? Dann hätte ich auf 6,6 - 6,8 mm bohren können, die Schraube durchstecken und von oben mit der Mutter die Schraube ganz "durchzerren" können.
Wer auf Mummer sicher gehen will , kann die Schraubvariante mit 8 mm Schrauben 12.9 machen. Die scheren mit Sicherheit nicht ab. Eher "eiern" die Löcher des viiiel weicheren Bodenblechs aus.
Wie hoch sind die Längskräfte an der Schubstrebenaufnahme, wenn man im ersten Gang voll beschleunigt oder voll bremst ? Pro Seite max. 600 kg ? 600 kg : 9 Schrauben hällt wieviele Hochlastwechsel ehe sich die Konstruktion lockert ? 1000 ? 10000 ? 100000 ?
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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Nordlicht
registrierter Benutzer
Zarpen



Verfasst am: So 23 Okt, 2011 15:43    Titel:  

Es gibt Schrauben, die im Schaft größer sind als der Durchmesser des Gewindes (Paßschrauben), . Nur sollte man auch wissen, das um so höher man den Festigkeitswert einer Schraube wählt, die Elastizität dieser verloren geht. Weiter oben gab es in einem Beitrag den Hinweis auf den MX mit der Servogeschichte. Die Schraube brach, da sie zu hart war. Um so härter das Material, desto spröder ist es. Glas ist ein sehr spröder Werkstoff. Ich persönlich würde keine Schraube mit einer höheren Festigkeit als 10.0 bei einer Querkraft verwenden. Bei der Berechnung stellt der Festigkeitswert folgende Grundlage: Z.B. 8.8 -> 8,8 N/mm² Zugfestigkeit. Dabei wird die Schraube auf Zug im oberen Bereich der Elastizitätsgrenze belastet, ohne das eineLängung erfolgt. Querkräfte sind da ein gesonderter Fall, die auch wesentlich weniger Kräfte aufnehmen können. Aber da eine Aussage zu machen, wie hoch die Belastung maximal an den Verbindungen sein wird, ist eine recht komplexe Angelegenheit.

Gruß
Jan
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Rainer-HH
Moderator
Sponsor 2020
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Verfasst am: So 23 Okt, 2011 17:58    Titel:  

sehr interessant die vielen Meinungen und dennoch fügen sich diese sehr gut wie ein Puzzel zusammen. Ich denke auch das die Lösung von Wolfgang garnicht schlecht ist und sicherlich mit Korrositionsschutzspray und jährlicher Überprüfung der Schrauben lange halten wird. Vielleicht wären Schrauben mit einem dickeren Schaft oder spezielle Nieten besser gewesen, in welcher Härte, fraglich. Schweißen sicherlich garnicht, da sich die Kräfte nur auf die dünnen Nähte des Bodenblechs beschränken, und das Blech an der schwächsten Stelle einfach reißen würde. Man hätte vielleicht auch eine dickere UNF-Zollschraube nehmen können und dort bis zum Schaft ein etwas kleineres metrischen Gewinde nachschneiden können (oder war es umgekehrt?), dann wäre die Auflage in der Passung ein paar Zehntel größer und sicherer als in einem Gewinde. Diese Eierbecher, aber auch der Panhardrod oder die Blattfederaufnahmen beim MKII würden noch einmal 50 Jahre halten, hätte man rechtzeitig diese Stellen mit Fluid Film-A oder ähnlich behandelt. Ist wie mit den 5-fach übereinander liegenden Blechen im E-Coupe, 2+2, aber auch MKII, in den Holmen oder anderen nicht lackierten Stellen. Wenn das Wasser erstmal ins innere kommt und es Monate/Jahre dort arbeiten kann, ist der Zerfall dieser Bleche unumgänglich. Ja Wolfgang, ich denke viele von uns haben das Problem, wissen es nur nicht. Du hast viel Glück gehabt, dass es Dir nicht bei 230Km/h ein paar Tage vorher auf der AB passiert ist...

Gruß
Rainer
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ny66
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Verfasst am: Di 25 Okt, 2011 12:49    Titel: ....just4fun....  

...na dann will ich mal meine Erfahrungen mit der Schubstrebenaufnahme zur allgemeinen Erheiterung Preis geben...... E S1 3.8 FHC..... Als es denn soweit war und ich die neuen Robey Bodenbleche einschweissen wollte galt es die alten " Eierbecher" ( übrigens nach fast 30 Jahren immer noch rostarm :-) , wieder auf zu nieten. Doch wo gibt es solche Niete zu kaufen ? Damals , vor so ungefähr 12 Jahren gab es sowas grad nicht , mir schenkte dann unser Werkstattmeister bei der Post , ja die hatten damals eine eigene Fahrzeugbetreuung , eine handvoll Niete - er verstopfte damit die spritleitungen vom Golf Diesel bei Reparaturen - also frisch ran ans Nieten.... aber woher kriegt man Setzstock un Kopftreiber..... So heissen nähmlich die Werkzeuge zum Kaltnieten ! Kaufen... fehlanzeige.... hatte es während meiner Ausbildung zum Fernmeldehandwerker noch gelernt wie man nietet.... also , selbst gemacht..... aus Metall entsprechende Vierkantstäbe gesägt, gebort und gefräst bis die entspechende Nietaufnahme geformt war.... dann in den Kohleofen des Bauern bei dem ich meine Scheune gepachtet habe..... bis zur Rotglut erhitzt und dann in altoel abgeschreckt zum Härten..... und dann der erste Nietversuch.... ich hole aus und treibe vermeintlich den Kopf rund..... und stelle fest der Kopftreiber ist Plattgehauen..... hatte Eisen genommen und keinen Stahl.... Frust.... und dann drei Tage später durch den berühmten Zufall stelle ich fest das die Sensenblätter vom Mähdrescher meines Bauern genau die gleichen Niete zur befestigung haben wie mein E an den Schubstreben..... also ab in den Landmaschinenhandel und da konnte ich mir dann das Werkzeug für ein Pfund Kaffee ne Woche leihen....

....ich könnte ein Buch schreiben über die Restaurierung die seit 1987 andauert.... eine Anekdote nach der anderen....... beim prüfen ob die neu Installierte Scheibenwaschanlage auch funktioniert fülle ich Wasser ein.... drehe den schlüssel auf Zündung .... und betätige den wippschalter.... die kleine Pumpe surrt fröhlich..... und spritzt mir direkt ins offene Auge..... die Scheibe war noch nicht drin......

to be continued :-) ? Was habt Ihr so erlebt ;-))
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Woolfi
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Verfasst am: Di 25 Okt, 2011 13:01    Titel:  

24 Jahre lang restaurieren ! Aua . . . Wann soll der Wagenzum Spaß haben fertig sein ?
Fragt erschüttert Wolfgang Gatza
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ny66
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Verfasst am: Mi 26 Okt, 2011 11:46    Titel:  

.....der Weg ist das Ziel ;-) .... die Restaurierung hat mich mit allen möglichen Gewerken in Berührung kommen lassen... was ich dafür alles lernen musste..... abgesehen davon das mir das coupe besser gefällt aus die offene Variante...... musste ich lernen das grad ein coupe sich verzieht beim schweissen und vorher selber ne Rahmenlehre bauen.... ( die hat übrigens ein Profi als ich fertig war mit schweissen von mir gekauft ) , das einzige was ich nicht selber gemacht habe war lackieren , hab aber in der Zeit beim Lacker die Montagearbeiten der anderen Autos gemacht und so war meine neulackierung quasi kostenlos..... verchromt hab ich nicht selbst weil die Anschaffung der Chemikalien für ein Auto nicht lohnt... und die Kurbelwellen schleiferei und Zylinderbohren und hohnen hat der Weiss aus Duisburg gemacht..... aber alles andere..... i did it my wayyyyyy :-)
Restarbeiten sind noch Nebenaggregate dran , Vergaser überholen , Himmel einziehen und Rückenlehnen polstern..... das war´s.... hätte sicher eher fertig werden können..... aber zwei Scheidungen fordern tribut..... ach ja.... mir fällt gerade ein das ein Problem noch nicht gelöst ist...... da der Block irreparabel gerissen war hab ich nen 4.2 Block verbaut , alles schick aber die Bohrungen für die alte Lichmaschine fehlen..... kann man ne 3.8er plus an masse elektrik auf ne neue Lichtmaschine ändern ? Hab alles neu verbaut..... Kabelbaum, Regler Spritpumpe alles plus an Masse usw..... Jemand ne Idee ?

Gruss aus Neukirchen , der Micha
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Rainer-HH
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Verfasst am: Mi 26 Okt, 2011 17:06    Titel:  

bei einer Gleichstrom-Lima kein Problem, aber eine Drehstrom-Lima hilft nur der Kauf z.B. einer gebrauchten oder neuen bei Ebay-GB. Problem ist die Diodenplatte, die man nicht umpolen kann und natürlich der Regler.

Meinen MGA habe ich der Originalität wegen trotz der einfach umzupolenden Gleichstrom-Lima bei plus an Masse gelassen. Auch der Gleichstromregler arbeitet nur über Widerstände also egal. Die alten Blaupunkt Frankfurt und Becker Europa aus den 60igern kann man meist in plus und minus per Umschalten betreiben und einen potentialfreien Zigarettenanzünder ggf. fürs Navi, mp3 und el. Luftpumpe gibts für ein paar Euro bei Conrad Electronic, habe ich natürlich auch verbaut...

Gruß
Rainer
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jagwaugh
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Verfasst am: Mi 26 Okt, 2011 17:59    Titel:  

Micha,

Es gibt Plus an masse Alternatoren, und es gab sogar umbausatz für die Lucas 11 AC, aber Ich wurde es auf Neg an Masse wechseln. Für eine Lichtmaschine "upgrade" sehe http://www.coolcatcorp.com/faqs/LucasBosch.html Wenn du die Bosch Alternator "normal" montierst (i.e. nicht wie eine SII E) dann ist der Bosch Fan richtig. Jenachdem welche Montagebrackets du mit den Block bekommen hast dann ist es relativ leicht.

Bei eine Polaritätswechsel muss mann

1) Ammeter Anschluss umkehren
2) Uhr im DZM trennen/ersetzen
3) Benzinpumpe auf Dioden kontrollieren & falls vorhanden diode umkehren.
4) E Fan Anschluss wechseln (bin mir nicht sicher ob der Orginal Fan das auch braucht, aber fast alle andern schon)

Andrew
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jag-chef
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Verfasst am: Mi 26 Okt, 2011 20:09    Titel:  

Warum denn bei all der Arbeit und Zeit nicht gleich auf Minus an Masse umgerüßtet ??
Macht das Leben in Zukunft immer einfacher ... Oder etwa nicht ?

Gruß Jörg
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connermacleod69
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Verfasst am: Sa 06 Apr, 2013 11:18    Titel: Radius arm cup Befestigung  

Hallo,

da ich das gleiche Problem bei meinem (US) SII habe und die cups wieder befestigen muss (wenn ich das IRS wieder ganz zusammengebaut habe) bin ich auf folgende Quellen gestossen:

http://www.relicrecyclery.com/Jaguar/page10/63XKE_10.htm
http://www.duncanbolt.com
http://www.fastenal.com/web/home
http://www.fastenal.com/web/products/details/11102661
http://www.alcoa.com/fastening_systems/commercial/en/resources/data/Manuals/ManualTools/194%20and%20196%20(HK255).pdf
http://www.imperialsupplies.com/item/0780920

Oder einfach C98LT-U6-5BR 3/16 googeln

Das Problem bleibt bei mir trotzdem eine Befestigung die im BD22817/16 Stiffening Bracket liegt und man somit nicht mit einer Zange die Nieten ziehen kann.

Probiere villeicht mit
AIRCRAFT GRADE 1/4-20 THREADED PIN RIVETS , 100 pcs NSN # 5320-01-215-1423
von diesem Verkäufer
http://stores.ebay.com/servo-santa?_trksid=p2047675.l2563

Die innere Platte war bei mir mit BD22809 hinten ---.

MfG

Serge Klein
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Nichtschwimmer
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Verfasst am: So 11 Jul, 2021 12:55    Titel: Becher für Schubstreben befestigen  

Moin,

ich greife diesen alten Fred noch einmal auf. Original ist die Aufnahmen genietet. Die Nieten gibt´s sogar bei SNG zu kaufen. Damit sind sie aber nicht drin. Die Frage, warum die Aufnahmen nicht festschweißen wurde diskutiert. Ein wesentlicher Grund warum die nicht festgeschweißt wurden ist, das hier 3 (!) 1,2 mm Bleche übereinander liegen. Die Nieten gehen durch alle durch. Mehrere Bleche richtig durchzuschweißen ist so eine Sache. Vor allem dann, wenn man den Aufbau nicht kennt und die Cups nur an das untere Blech pappt. Grundsätzlich ist gegen Schweißen nichts einzuwenden, wenn der Untergrund tragfähig ist. Bei einem Mercedes die ich restauriert habe, war die Cups auch verschweißt.

Grüße Udo
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Verfasst am: Mo 12 Jul, 2021 20:36    Titel: Aufnahmen Längslenker  

Hallo Woolfi,

kann man die Cups nicht, wie in verschiedenen Beiträgen geschildert, verschrauben und dann die Schrauben mit einem Schweißpunkt an der Cupplatte fixieren? Das hätte doch den gleichen Effekt wie nieten? Oder liege ich da falsch. Wenn ja, ich lerne gerne dazu.

Was die großen Metallasticelemente betrifft, würde ich die immer nur in der von Jaguar verbauten Richtung einbauen. In meinen XJ12, XJS und E-Type habe ich die Einbaulage, die angeblich für das Fahrverhalten härtere Vaiante auprobiert. Das Ergebnis: Egal ob original Selentgummis von Jaguar, Nachbauten oder Polyurethanteile, die sind nach kurzer Zeit alle ausgerissen und mussten vorzeitig erneuert werden. Im Fahrverhalten konnte ich keine signifikante Verbesserung des Fahrverhalten erkennen. In meinem derzeitigen XJS habe ich die normalen Gummielemente und in meinem E-Type die roten, verstärkten Polyurethan Elemente in der werkseitig empfohlenen Einbaulage eingebaut. Bis jetzt funktionieren diese Bauteile problemlos.

Die Auifnahmen für die Längslenker habe ich vom Innenraum mit Timemaxx Fetten satt geflutet und die Töpfe bestreiche ich immer dick mit Kupferpaste. Die Befestigungsschraube bekommt auch reichlich Kupferpaste. Bei einem fälligen Austausch der Gummielemente ist dann der Ausbau kein Problem mehr. Speziell wenn man dafür das Spezialwerkzeug benutzt. Dann reicht meistens ein Hammerschlag mit einem Fäustel und der Radiusarm fallt nach unten.

Viele Grüße
Michael
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Nichtschwimmer
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Verfasst am: Di 13 Jul, 2021 12:03    Titel:  

Moin,

es spricht m.E. nicht dagegen, die Cups so wie du geschrieben hast zu befestigen. Man könnte sie zusätzlich noch an die Karosserie anpunkten. Je nachdem welche Schrauben man verwendet und wo man sie befestigt, können diese mit der Schubstrebe kollidieren weil zu wenig Platz.

Wie sieht das "Spezialwerkzeug" aus?

Grüße Udo
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Rainer-HH
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Verfasst am: Di 13 Jul, 2021 20:28    Titel:  

Ja, das Kollidieren an den Schraubenköpfen entstünde nur beim Ausfedern.

Schrauben gehen vielleicht auch, nur man bekommt sie ggf. nicht dauerhaft auf Spannung fest. Besser wären eine Art Dehnschrauben, ähnlich den speziellen Dehn-Nieten. In der Tat, zusätzlich 4 Ecken, 4 Schweißpunkte, auch eine akzeptable Lösung.

Ich habe bei 90 Grad Verdrehung der großen Gummilager auch keinen Unterschied gemerkt. Die Haltbarkeit des Gummis richtet sich nur an der Qualität. Besser PU. Da ist viel Schrott im Umlauf, insbesondere bei den kleinen aus Gummi. Meine kleinen aus PU von L waren viel zu labbrig, schlimmer als die aus Gummi. Ich habe sie dann mit einer fetten speziellen Unterlegscheibe erst so auf Spannung gebracht. Seit 7 Jahren läuft mein EV12 wie auf Schienen.

VG
Rainer
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MG
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Verfasst am: Di 27 Jul, 2021 20:48    Titel: Selentgummis demontieren  

Nachfolgend ein Bild des Spezialwerkzeuges für die Demontage der Längslenker.

Mit der scharfen Kante und der Biegung nach oben am Rand des großen Selentblocks ansetzen und mit einem
Fäustel ordentlich draufhauen und dann fallt der Längslenker in der Regel schon nach dem ersten Schlag ab.

Dieses Werkzeug habe ich mal beim JEC für wenige Pfund gekauft. Hat sich bisher bestens bewährt.

Gruß Michael




IMG_20210727_142110kl.jpg

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Rainer-HH
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Verfasst am: Di 27 Jul, 2021 22:22    Titel:  

Ein großer Schraubenzieher tuts auch. Einmal kurz gegenüberliegend hebeln und mit einem Klack fällt die Schubstrebe runter.

VG
Rainer
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