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XJ Serie 1 bis 3  >>  Differential/Sperre XJ6 S3
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Autor weitere Bemerkungen
Jagmac
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Berlin



BeitragVerfasst am: Do 08 Aug, 2019 15:07    Titel: Differential/Sperre XJ6 S3  

Hallo in die Runde,
nachdem uns Mieze den Sommer über perfekt durch Deutschland gefahren hat, geht mir das Differentialsingen doch zunehmend auf die Nerven. Es ist das bekannte lastabhängige jaulen, bei warmem Öl. Ich werde im Spätherbst das Diff. ausbauen und überholen lassen, weil ich mir das mehrfache Einstellen von Teller und Kegelrad ersparen will Mein Diff hat eine Sperre und eine 3,07:1 Übersetzung. Ich bin der Meinung, ich kann auf die Sperre verzichten, weil keine Rennen und kein Wintereinsatz. Vielleicht spare ich auch noch einen Tropfen Sprit. Ich denke auch über eine 2,88:1 Übersetzung nach.
Meine Fragen: Hat jemand Erfahrungen mit Sperr ja/nein und hat jemand Erfahrungen mit 2,88:1 Übersetzung ?
Grüße aus Berlin
Klaus
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dacapo
Sponsor 2019
Woltersdorf bei Berlin



BeitragVerfasst am: Di 13 Aug, 2019 6:02    Titel:  

Hallo Jagmac,
eine Sperre nutzt eigentlich nur dem,der sein Auto so benutzt,dass die Räder hin und wieder durchdrehen würden.
Wenn Du also weder eine sportliche Fahrweise hast,Fahrten bei Glätte sowieseo nicht machst und losen Untergrund bei Geländefahrten vermeidest,kannst Du gut auf eine Sperre verzichten.Also:ordentliche Reifen fahren,Sperre weglassen und freuen,dass es ein Problemfeld weniger gibt.

Daniel
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Wieseldiesel
registrierter Benutzer
EUDSSR



BeitragVerfasst am: Di 13 Aug, 2019 8:02    Titel:  

Hi, wenn man die Sperre wegläßt,
wird das auto auch handlcher-lenkt besser ein.
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Jagmac
registrierter Benutzer
Berlin



BeitragVerfasst am: Mo 18 Nov, 2019 21:40    Titel:  

Heute will ich beginnen meinen Thread über Hinterachse/Differential/Sperre fortzusetzen. Ich habe von einem Freund die Adresse eines Jaguarspezialisten in Brandenburg bekommen, den ich dann auch besucht habe um mal eine weitere Meinung zu hören. Das Ergebniss meiner und seiner Überlegung. Ich werde den Hinterachshilfsrahmen komplett ausbauen. Achsgehäuse, Achswellen und Kardanwelle werde ich ihm bringen, er wird Radlager, Kreuzgelenke und die Gehäusedrehlager ersetzen. Das Differential wird ersetzt durch ein überholtes mit einer Übersetzung von 2,88:1 und einer 25% Sperre. Sperre nun doch. Ich fahre zwar keine Rennen aber sehr oft auf Landstraßen, auch im Regen, vielleicht doch auch mal im Winter, wer weiß. Dann habe ich begonnen. Zuerst muss der Jaguar in meine Werkstatt auf die Bühne. Die ist 5m tief und 10m lang. Die Bühne, eine Zweisäulen Consul mit 2,5 to. Traglast steht längs, ich komme also nur mit Rangierrollern um die Ecke. Aber dann ist er drinn. Die hinteren Hebepunkte sind wegen des Abbaus der Längslenker nicht verfügbar, so werden lange Hartholzbretter mit Schlitzen unter den Schwellern verwendet. Und sie halten, das spricht für die Schweller. Ganz nach oben geht es aber nicht, weil eine Krahnbahn die Höhe über dem Kofferdeckel begrenzt. Die Lösung: im sitzen arbeiten. Gar nicht so schlecht für den Rücken. Nun an den Ausbau der Auspuffanlage. Mit British Leyland Prägung eventuell noch die Originalanlage ? Auf jeden Fall ordentich zusammengerostet. Hauptsächlich Endtöpfe und Verbindungsrohre. Bei den Lösungsbemühungen zeigt sich, daß das schwere Auto doch ziemlich schwankt auf der 2 Säulen Bühne.Zwei sog. Assistenten unter den originalen hinteren Aufhängunspunkten und ein Getriebeheber unter der Vorderachse beheben das Problem. Mit geballter Zweimannpower, viel Schweißbrenner und Geduld lösen sich die Rohre aus den Endtöpfen ohne Beschädigungen. Soweit der heutige Tag. Nächster Arbeitsgang: absenken des Hilfsrahmen mittels Getriebeheber. Aber Gewichtsverteilung !!!! Vorn Motor/Getriebe, hinten nichts mehr. Also Vorderräder ab und in den Kofferraum. Beide Tanks randvoll. Ich bin gespannt und werde weiter berichten.
Schönen Abend aus Berlin
Klaus




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Peter Hilgenstock
Moderator
Frankfurt am Main



BeitragVerfasst am: Di 19 Nov, 2019 11:17    Titel: klingt so richtig nach viel Arbeit.....  

Hallo Klaus,

das macht wieder mal so richtig "Lesespaß" und dabei lehne ich mich entspannt zurück und freue mich ein wenig, das alles für einige Zeit hinter mir zu haben. Gleichwohl verfolge ich solche Arbeiten ja bekanntlich sehr gerne - in Deinem Falle: ohne selbst beratend eingreifen zu müssen, da Du ja bestens mit dem, was da so auf Dich zukommt, vertraut bist.

Gerne bin ich auf die Fortsetzung Deines Berichtes gespannt.

Gruß - Peter aus FFM

PS: ich freue mich derzeit auf den ersten Winter seit 2010 mit einer gut funktionierenden Heizung- und Klimaanlage .........es wird endlich auch innen einmal wohlig warm !! Der Rückbau auf den Delanair Mk2 - Stand hat sich sehr gelohnt !! Die Sanierung des Kühlsystems steht unmittelbar vor dem erfolgreichen Abschluss und die Gaffer auf A4 wird demnächst auch aktiv angegangen (Kerzenloch auf A4 muß nachgefräst werden.....damit die Kerze oben richtig dicht schließt......)

es gibt halt immer wieder etwas zu tun.........aber das brauchen wir doch auch, oder ??
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Jagmac
registrierter Benutzer
Berlin



BeitragVerfasst am: Do 21 Nov, 2019 15:07    Titel:  

Hallo Jaguarfreunde,
morgen wird der Tag der Erkenntniss sein. Nämlich wie sich die Gewichtsverteilung auf einer 2-Säulen Bühne ohne Hinterachse gestaltet. Morgen kommt sie raus, nachdem etliche der Aufängungsschrauben harten Widerstand geleistet haben und nur durch intensive Wärme zur Aufgabe überredet werden konnten. Jetzt denke ich schon mal über die Ersatzteibeschaffung nach. Radlager,Aufhängungselemente, Kreuzgelenke, Überholsätze für die Tragarme evtl. Stoßdämpfer. Natürlich kenne ich die üblichen Verdächtigen, wie OVS, Limora, SNG, David Manners. Aber meine Erfahrungen bei diesen Verschleißteilen halten sich in Grenzen. Mangelhafte Qualität bei vielen dieser Teile würden zu nochmalige Ausbauten führen, muß nicht sein. Bitte, wer einschlägige Erfahrungen mit diesen Teilen hat, bewahrt mich vor Fehlkäufen. Im Gegenzug verspreche ich bebilderte Berichte meiner Winteraktivitäten.

Grüße aus Berlin
Klaus
P.S. Peter, Du hast doch Deine Hinterachse bestimmt schon mal überholt. Vielleicht hast Du ja doch den einen oder anderen Tip für mich.
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Peter Hilgenstock
Moderator
Frankfurt am Main



BeitragVerfasst am: Do 21 Nov, 2019 17:29    Titel: Direkt angesprochen........  

Hall Klaus,

.........kann ich nur sagen: diese Kur habe ich in 25 Jahren schon 3x hinter mich gebracht 1992, 2008 und 2011 mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen. Wenn man sich streng an das WHB hält, kann eigentlich nichts schiefgehen. Da du an einen Wechsel des Differentials denkst, entfällt die Revision dieses Teiles, was die Sache deutlich vereinfacht.

besondere Sorgfalt und somit u.U. Bedarf an fachmännischer Hilfe ist der Radlagerjustierung zu widmen.......alles andere ist m. E. durchschnittliches Schrauberniveau.......

Wir können gerne in Kontakt treten, wenn Du spezielle Fragen hast. Ich versuche dann gerne, Dir mit Rat zur Seite zu stehen....

Ich wünsche Dir gutes Gelingen......Gruß - Peter aus FFM
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pfljag
registrierter Benutzer
München



BeitragVerfasst am: Fr 22 Nov, 2019 11:41    Titel:  

Hallo Klaus,

Hinterachse habe ich 2018 in einer Werkstatt machen lassen.
Aufnahme der 2-Säulenbühne: an den 4 Hebepunkten für den Wagenheber
Verteilung: Säule etwa auf Höhe 1/3 von vorne der vorderen Türe (somit ziemlich mittig zwischen den Hebepunkten)

Hat ohne besondere Hilfsmittel auch die Balance gehalten ohne eingebauten Achsträger. Kein Gegengewicht erforderlich
Kipprisiko also überschaubar.

Viel Erfolg!

Peter
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Nichtschwimmer
Sponsor 2019
Mannheim



BeitragVerfasst am: Fr 22 Nov, 2019 13:09    Titel:  

Moin,

üblicherweise tolerieren Hebebühnen eine Gewichtsverteilen von 1/3 zu 2/3. Für den Ausbau der nicht ganz leichten Hinterachse kann man das Auto so auf die Bühne stellen, dass der Schwerpunkt etwas hinter den Säulen liegt. Durch den Ausbau wandert er nach vorne. Ich unterstützte das Auto vorne mit einem Getriebeheber unter dem Motor. Die Unterstützung beruhigt mich vor allem beim Einbau. Denn wenn man die HA von unten an die Karosserie hebt und man nicht aufpasst, hebt man schnell das ganze Heck mit hoch.

Grüße Udo
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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



BeitragVerfasst am: Fr 22 Nov, 2019 16:38    Titel:  

Darf ich mal fragen, in welchem groben Preisrahmen sich das alles zusammen bewegt ?

Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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Jagmac
registrierter Benutzer
Berlin



BeitragVerfasst am: Sa 23 Nov, 2019 16:28    Titel:  

Hallo Jaguarfreunde,
das Wichtigste zuerst, die Hinterachse ist raus und das Auto ist auf der Bühne geblieben. An Peter und Udo, Ihr hattet Recht die Bühne ist stabil geblieben, trotz des Gewichtsunterschieds. Ich hatte aber auch 2 Räder im Kofferraum und beide Tanks randvoll. Zusätzlich die Vorderachse abgestützt und 2 Assistenten hinten unter die eigentichen Anhebepunkte gesetzt. Daduch blieb das Ganze auch bei festerem Zupacken (Auspuffausbau) stabil und schaukelte nicht. Nachdem alles notwendige von der Hintearchse entfernt war rutschte sie vollkommen unspektakulär auf dem Getriebeheber nach unten. Wie man auf dem Bild sieht haben wir sie dann seitlich aus dem Kotfügelausschnitt gezogen und an den Werkstattkran gehängt. Das Hebebühnendisplay bleibt jetzt wohl bis zum Wiedereinbau so. Höher kriege ich ihn sowieso nicht, weil wie man sehen kann die Kranbahn quer über den Kofferdeckel läuft. Natürlich ohne Kontakt. Dieses Manko führte aber dazu, daß ich im fortgeschrittenen Alter eine tolle Neuerung entdeckt habe. Man kann ganz bequem, ohne Rückenschmerzen im sitzen arbeiten, wenn man einen verstellbaren Sitz benutzt. So, zur Hinterachse zurück, die ruht jetzt auf 2 Böcken, da kann ich sie von allen Seiten grob vorreinigen. Anschließend soll sie auf einen Werkstatttisch kommen um zerlegt zu werden.
An Wolfgand Gatza, einen Kostenrahmen habe ich nicht. Bezahlen muß ich den Einbau der neuen Radlager,Kreuzgelenke in Achswellen und Kardanwelle. Den Aus und Einbau mache ich selbst und bei den Ersatzteilen bin ich noch am recherchieren, was ich wo kaufe. Das überholte Differential mit 2.88 Übersetzung und 25% Sperre kostet ca. 2000,- Euro.
So, das wars erstmal, ich melde mich wieder, wenn ich anfange zu zerlegen.
Grüße aus Berlin
Klaus




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Nichtschwimmer
Sponsor 2019
Mannheim



BeitragVerfasst am: Sa 23 Nov, 2019 17:07    Titel:  

Hallo,

die Teile sind nicht so teuer. Der Zusammenbau benötigt seine Zeit was die Kosten in die Höhe treibt. Wichtig ist es bei den Kreuzgelenken, Handbremsbelägen und den Gummilagern hochwertiges Material zu kaufen. Die Bremsen würde ich mir ggf. auch vornehmen. Das Einstellen des Radlagerspiel ist kein Hexenwert, wenn man verstanden hat wie es funktioniert und wie Peter schon geschrieben hat sorgfältig vorgeht. Möglicherweise geht die Antriebswelle aus dem Gehäuse schwer raus.

Grüße Udo
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patrickfehr
registrierter Benutzer
Schweiz bei Basel



BeitragVerfasst am: Sa 23 Nov, 2019 21:48    Titel: Hnterachse Instandstellen  

Hallo Zusammen

Ich habe bereits selber 2 Hinterachsen zerlegt und wieder zusammengebaut. Das eine war ein XJ 6 mit ca 180000 km das ander ein XJ-S V12 mit ca. 120000 km Laufleistung.
Nach der Zerlegung hat sich gezeigt,dass speziell die inneren grossen Lager vom Tellerrad abnützungsspuren zeigten! Die äusseren Lagerschalen und jene der Eingangswelle waren jeweils noch gut erhalten! Der zustand von Kegel und Tellerrad war noch zufriedenstellend und nochmahls zu gebrauchen!
Somit habe ich im bei den beiden Hinterachsen alle Lager Ausgetauscht und die Einstellungen geprüft.

Da diesse Arbeiten schon einige Jahre zurückliegen bin ich mit dem Ergebnis immer noch zufrieden. Keine Gerüsche bemerkbar und Getriebe sind dicht!

Somit rate ich je nach Einsatzbedingungen der Getriebe nach der Zerlegung der Einzelteile den Verschleiss zu Prüfen und dann zu entscheiden welche Teile getauscht werden sollen!

Gruss Patrick




Hinterachse Einbaufertig.jpg

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Jagmac
registrierter Benutzer
Berlin



BeitragVerfasst am: So 24 Nov, 2019 0:07    Titel:  

Hallo Jaguarfreunde,
an Patrick, tolles Ergebniss. Ich hoffe am Ende auch so tolle Endergebnissbilder schicken zu können. An PeterFFM, danke für die WE-Transfer-Bilder. Muß ich weniger eigene Fotos für den späteren Zusammenbau machen. Auch das Sperren-PDF ist unheimlich wertvoll. Wenn ich so da durch blättere erinnert mich das an meine Zeit als KFZ-Mechaniker bei BMW. Wir habe dort sehr viele Differentiale repariert, weil die zu Anfang bei der neuen Klasse (BMW 1500/1600/1800) sehr häufig kaputt waren. Die Einstellung von Tellerrad/Kegelrad erfordert viel Fingerspitzengefühl und Routine. Die habe ich nach 50 Jahren nicht mehr, Darum lasse ich mir ein Differential nach meinen Wünschen machen. Für Wettbewerbsfahrzeuge, später 1602/2002 haben wir auch Sperren verstärkt. 75% waren keine Seltenheit. Mir reichen jetzt 25%.
Allen ein schönes Wochenende
Grüße aus Berlin
Klaus
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Jagmac
registrierter Benutzer
Berlin



BeitragVerfasst am: Mi 04 Dez, 2019 22:22    Titel:  

Hallo Jaguarfreunde,
mal ein kleiner Zwischenbericht von der Hinterachse. 1. Alles ist sehr schwer, die Achswellen, Lenkarme. 2. Alles ist unheimlich fettig, ölig dreckig.Die Achswellen sind mit Radnaben ausgebaut und gereinigt fertig für den Transport nur die Teile sind noch nocht da. Radlagersätze von SKF, Kreuzgelenke vom OVS. Der erste Lenkarm ist ausgebaut und die Lager sind inspiziert. Ergebniss, Lager gut, Beilagscheiben und Gummiringe zum Teil defekt oder fehlen. Da war wohl schon mal jemand dran. Ebenso fehlen die Drahtsicherungen der Bremssattelbolzen.Schwierigkeiten bereitet der Ausbau des Handbremsseils. Im Gegensatz zu allen WHB_Beschreibungen gibt es keine Splint gesicherten Gabelbolzen. Ich vermute das kunststofbehüllte Seil muß durch die Schlitze in den Halteböcken gedrückt werden. Es gibt aber einen hohen Widerstand und ich will die Kunststoffhülle nicht beschädigen. Ich zeige mal zwei Bilder vielleicht hat jemand eine Idee.
Soweit aus meiner sehr engen Werkstatt,Grüße aus Berlin
Klaus




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Jagmac
registrierter Benutzer
Berlin



BeitragVerfasst am: Mi 18 Dez, 2019 22:44    Titel:  

Hallo Jaguarfreunde,
wieder mal ein Zwischenbericht von der Hinterachsaufhängung. Inzwischen ist alles vom Hilfsrahmen getrennt. Das große Reinigen geht weiter. Mein Kaltreiger/Bremsenreinigerverbrauch steigt, aber es geht voran. Inzwischen sind auch alle bestellten Ersatzteile eingetroffen.Meine Frage bezüglich Handbremsseil kann ich selbst beantworten. Im Laufer der Jahrzehnte wird der Schlitz durch den das Seil gedrückt werden soll durch Korrosion und Schmutz eng. Ein bischen kratzen, etwas Öl auf das Seil und es flutscht ohne Beschädigung raus. Manchmal hilft nachdenken. Aber fragen ist einfacher. Darum gleich zu nächsten Frage. Wie bekommt man die Drahtsicherungen so perfekt hin? Meine Vorgänger haben sie an den Bremscheibenbolzen einfach weggelassen, an den unteren Bolzen des Differentials waren sie schlecht gemacht, so daß sich die Bolzen gelöst haben und die kleinen Beilagscheiben zerbröselten oder ganz weg waren. Schraubensicherung wäre eine Lösung. Ihr kennt mich ich bin bekennender Purist, also Bewahrer der Asche. Bis ich soweit bin werden noch viele arbeitsreiche Tage vergehen. Ihr könnt Euch Zeit lassen mit den Lösungsvorschlägen.
Bis zum nächsten Zwischenbericht, nächtliche Grüße aus Berlin
Klaus




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Peter Hilgenstock
Moderator
Frankfurt am Main



BeitragVerfasst am: Mi 18 Dez, 2019 22:57    Titel: Drahwirbelzange.......  

Hallo Klaus,
als ich meine Tage so bei Harald Klein in Wörsdorf bei Idstein als "Lehrling" in Sachen Wiederherstellung eines V23 Motors verbracht habe - immerhin auch schon fast 7 Jahre her - habe ich gelernt, daß es für diese Sicherungsdrähte eine kleine Hilfe durch ein Werkzeug gibt und meine heutige Suche im Netz hat folgendes ergeben:

https://www.tecbike.de/drahtwirbelzange-zange-draht-drehzange-mit-feder-200-mm-schwarz-fuer-drahtstaerken-bis-0-8-mm.html

aber unter dem Stichwort werden auch von anderen Herstellern Werkzeuge angeboten, die derartig perfekt aussehende und sicher sichernde Drähte zusammenflechten lassen

Weiter viel Erfolg - Peter aus FFM
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Nichtschwimmer
Sponsor 2019
Mannheim



BeitragVerfasst am: Mi 18 Dez, 2019 23:23    Titel:  

Moin,

genau diese Zange ist sehr hilfreich. Der Draht wird in der Zange fixiert und durch Drehen derselben verzwirbelt. Wichtig ist, den Sicherungsdraht so anzubringen, dass er auf Zug belastet wird, wenn die Schraube sich lösen möchte. Der verzwirbelte Draht sollte mind. ca. 60° um den Schraubenkopf herumgeführt werden - hat mir ein Flugzeugbauer erklärt. Auch speziellen Safty Wire verwenden und nicht irgend einen Draht aus dem Bauhaus.

Grüße Udo
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Jagmac
registrierter Benutzer
Berlin



BeitragVerfasst am: So 22 Dez, 2019 1:09    Titel:  

Hallo in die Runde,
das ist ja mal wieder ein Volltreffer an Forumhilfe. Danke Peter, danke Udo. Elke hat jetzt ein Weihnachtsgeschenk für mich.
Vorweihnachtliche Grüße aus dem nächtlichen Berlin
Klaus
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Jagmac
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BeitragVerfasst am: Di 18 Feb, 2020 21:13    Titel:  

Hallo zusammen und allen Jaguarfreunden ein gesundes neues Jahr. Ja, kommt ein bischen spät, habe mich ja auch in 2020 noch nicht gemeldet. Die Zeit von meinem letzten Bericht bis jetzt war ausgefüllt mit reinigen, entrosten, grundieren. Zusammenfassend muß ich sagen,daß ich mir den gesamten Aufwand wohl nicht so richtig vorgestellt habe. Wenn man das alles ordentlich, sauber und lackiert haben will ist das schon eine Menge. Dann kommen noch die technischen Fragen und Probleme. Die Lager der Querlenker innen und außen, die Handbremsmechanismen, die Zentrierung der Bremsscheiben im Verbund mit der Sturzeinstellung.Mit der Firma Gutjahr in Rietz bei Treuenbrietzen habe ich einen Spezialisten gefunden, der mir die Radlager und alle Kreutzgelenke in Antriebswellen und Kardanwelle ersetzt hat. Nebenbei auch immer gute Tipps und Erklärungen auch über Spezialwerkzeuge wie Sturzmesser oder Abzieher, damit man nicht aus den eigenen Fehlern lernen muß. Ich glaube im Raum Berlin und Brandenburg eine sehr gute Adresse.Ersatzteile kamen größtenteils von SNG. Bei den Radlager wollte ich es besonders gut machen SKF Lager über kfz-Teile 24. Haben leider nicht gepaßt. Mein Gerede nichts wegwerfen, auch keine Verpackung habe ich dann mal ignoriert und die Radlagerverpackungen entsorgt. Somit Rückgabe unmöglich. Nu ja Anfängerfehler. Ich hab jetzt noch mal einige Bilder, alle nicht so doll reinigen, Rost hat man schon oft gesehen. Aber was ist ein Bericht ohne Bilder. Ich beginne jetzt zügig mit der Technik und dem Zusammenbau und werde weiter berichten. Bis dahin
Grüße aus Berlin
Klaus




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BeitragVerfasst am: Di 18 Feb, 2020 21:16    Titel:  

So, weils so schön ist noch nen Nachschlag.
Klaus




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BeitragVerfasst am: So 23 Feb, 2020 19:09    Titel:  

Hallo Jaguarfreunde, jetzt wirds mal etwas interessanter. Die Dreckarbeiten sind vorbei, auch die endlosen Lackierarien der Einzelteile. Alle zu lackierenden Teile sind mit Hammerit lackiert worden. Ich weiß, daß nicht jeder ein Fan von Hammerit ist. Ich wars auch nicht. Aber es gibt ein paar Punkte, die mich zu Hammerit gebracht haben. Die Vorarbeiten zum Beispiel gestalten sich wesentlich einfacher als mit Fertan,Grundierung und Acryllack. Das heißt nicht auf dicken Rost pinseln. Schon sauber entrosten und mehrfach naß in naß auftragen. Die Widerstandsfähigkeit ist größer als bei Acryl und die Ausbesserung von Schäden ist einfacher. Der Verlauf beim Auftragen läßt einen fast an Beschichtung glauben. Last but not least , auch mein "Projektbetreuer" Herr Gutjahr in Treuenbrietzen arbeitet mit Hammerit. So jetzt gehts ans komplettieren und das wird noch mal ganz spannend wegen der fehlenden Erfahrungen. Die Einstellungen der Lager am Querlenker und letztendlich die Sturzeinstellung. Auch die Reihenfolge der Komplettierung wirft noch Fragen auf. Für Tips bin ich wie immer dankbar. Eine Drahtwirbelzange habe ich inzwischen mit guten Erfolgen ausprobiert. Einen großen Erfolg habe ich beim abschmieren erzielt. Bei Wagner Schmiertechnik habe ich alle gängigen Schmiernippel gekauft . Aber es gibt eine Spitze für die Fettpresse, die den Nippel eigenständig umklammert. Das lästige gegendrücken entfällt. Im Verbund mit neuen Nippel ein Gewinn. Ein Bild davon stelle ich mit ein. Die Schmierung der Schrägrollenlager in der Radnabe (nicht die Radlager) geht zügiger, wenn man die kleine Entlüfterbohrung verschließt und zusieht wei das alte Fett durch neues herausgedrückt wird.
Klaus




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BeitragVerfasst am: So 23 Feb, 2020 19:12    Titel:  

So, wie immer noch ein paar Bilder hinterher.
Klaus




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Peter Hilgenstock
Moderator
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BeitragVerfasst am: So 23 Feb, 2020 19:18    Titel: es macht Spaß......  

......Deinen Berichten folgen zu dürfen, bitte weiter so......Gruß - Peter aus FFM
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