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XK120-150, D Type, E-Type, MK, 420(G), S-Type  >>  Vorgehen beim Oldieverkauf
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Autor weitere Bemerkungen
Gustav Gans
registrierter Benutzer
Buxtehude



BeitragVerfasst am: Fr 28 Feb, 2020 9:08    Titel: Vorgehen beim Oldieverkauf  

Hallo liebe Forumskollegen,

ich denke darüber nach, mich langsam von meinem heißgeliebten E-Type zu trennen.
Ich habe Erfahrung im Verkauf von gebrauchten Fahrzeugen. Allerdings nicht vom Verkauf solch hochpreisiger Wagen.

Wie geht ihr bei soetwas vor?

Behebt ihr vorher ALLE Mängel oder lasst ihr noch ein wenig unfertig? Ich schreibe von optischen Kleinigkeiten im Bereich Unterboden, Buchsen etc.
Oder gebt ihr solche Fahrzeuge lieber gleich zum Händler?

Schönes Wochenende wünscht
DER GUSTAV
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kejaguar
registrierter Benutzer
Paderborn



BeitragVerfasst am: Fr 28 Feb, 2020 9:33    Titel:  

Hallo,
nie und nimmer würde ich ein "heißgeliebtes" Kfz verkaufen!!
ICH würde mich nach dem Verkauf mit absoluter Sicherheit grenzenlos darüber ärgern.

Gruß

Klaus
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Franz_vm
registrierter Benutzer
Höfen, Tirol



BeitragVerfasst am: Fr 28 Feb, 2020 10:50    Titel:  

@Hallo Gustav
auf die Frage wirst du zig Meinungen hören von 10 Antwortern....
Meiner Meinung nach kommt es auf den derzeitigen Gesamtzustand an. Wenn es ein Fahrzeug der ehrlichen Kat. 2- und abwärts ist auf keinen Fall vorher was machen. Bei Kat. 2 kann man darüber nachdenken und ab 2+ sollte es gemacht sein oder ein seriöser Kostenvoranschlag vorliegen. Um diesen Preis reduzierst du dann den Verkaufspreis als VHS alternativ bietest du an diese Arebiten noch machen zu lassen oder halt selbst zu erledigen.
In den nächsten Tagen kommt das neue Preisübersichstheft der Zeitschrift Oldtimer Markt heraus da kannst du alle Info´s zu Kathegorien und Preise finden.

@Hallo Klaus
sicher kann man das so sehen, aber der E ist nunmal ein durchaus oft gehandelter Oldtimer der meist überschätzt wird. Noch schlimmer ist es bei 911ern oder Pagoden, die stehen alle auf der Retroklassik im Dutzend rum. Meine Meinung ist alles was man wieder beschaffen kann kann man auch verkaufen und notfalls wieder beschaffen. Das ist die emotionslose Sicht der Sache, wenn du allerdings ein besonderes Abenteuer verbindest dann sieht die Sache anders aus. Warum wohl richtet sich jemand einen Karman Ghia mit dem gleichen Aufwand wie bei einem 356er wenn es darin nicht zum Äußersten mal gekommen wäre?????

Franz
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kejaguar
registrierter Benutzer
Paderborn



BeitragVerfasst am: Fr 28 Feb, 2020 11:41    Titel:  

Hallo Franz,
bezogen auf deine letzte Äußerung fällt mir spontan der englische Film "Ein Ehemann dreht durch" ein.
Meiner Meinung nach sollte den jeder E-Type- Fan mal gesehen haben!!

Schöne Grüße von

Klaus
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Franz_vm
registrierter Benutzer
Höfen, Tirol



BeitragVerfasst am: Fr 28 Feb, 2020 12:18    Titel:  

Hallo Klaus
genau, du hast es auf den Punkt gebracht,
selbst die abgemilderte Form des "Außersten" genügt manchen schon einen Karman Ghia zu restaurieren!!!

in diesem Sinne :

a bisserl was geht immer.....

Gruß
Franz
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Nichtschwimmer
Sponsor 2020
Mannheim



BeitragVerfasst am: Fr 28 Feb, 2020 13:42    Titel:  

Moin Gustav,

mit den aktuellen Marktwerten von Classic Data Stand 02/2020 für den S 1,5 2+2 kann ich dienen:
Zustand 1 Zustand 2 Zustand 3 Zustand 4 Zustand 5
98'000.- € 75'300.- € 52'700.- € 24'000.- € 11'600.- €

Meine Erfahrung beim Verkauf von Oldtimern: Je teurer das Auto und je besser die Zustandsnote, umso mehr stören sich Käufer an kleinen Mängeln bzw. nutzen diese um den Kaufpreis zu drücken. Es gibt viel Schrott auf dem Markt, die meisten wollen oder können nicht schrauben und wollen ein Auto das keine Probleme bereitet und möglichst wenig Folgekosten nach sich zieht. Bei Rost entsteht oft Panik, auch bei Schraubern. Für einen erfolgreichen Verkauf muss zuerst der "haben-will-Reflex" ausgelöst werden. Wenn das Auto emotional nicht sofort anspricht, wird man sich erst gar nicht näher mit der Sache befassen.

Ich würde alles was leicht und kostengünstig zu beheben ist, in Ordnung bringen und das Auto innen, außen, unten und im Motoraum aufbereiten. Die Probefahrt muss die Katze anstandslos überstehen, es sollten auch alle Knöpfe und Uhren funktionieren. Wenn das nicht möglich oder zu teuer ist, sind die Nichtschrauber meist draußen und es wird schwer einen guten Preis zu erzielen - zumal es auch ein 2+2 (Automatik?) ist.

Wahrscheinlich wird ein Händler einen geringeren Preis bezahlen. Ich würde den E-Type trotzdem dort mal anbieten. Man bekommt zumindest ein Feed back.

Ich schätze den Markt momentan für schwierig ein und glaube nicht, dass die o.g. Classic-Data-Werte von privat zu erzielen sind.

Grüße Udo
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Franz_vm
registrierter Benutzer
Höfen, Tirol



BeitragVerfasst am: Sa 29 Feb, 2020 10:52    Titel:  

.... in Karlsruhe stehen in einem Showroom ein E SIII und ein MK II 3,8 seit Monaten rum ohne daß sich was bewegt obwohl beides sehr gute Autos sind.
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Gustav Gans
registrierter Benutzer
Buxtehude



BeitragVerfasst am: Di 10 März, 2020 9:48    Titel:  

Hallo,

vielen Dank für die vielen Antworten.

@Nichtschwimmer:
Die Preise für die 2+2-Fahrzeuge sollten doch eig. den Mittelwert abbilden.
Dabei sind:
-Rechtslenker
-Automatikfahrzeuge
-Leistungsreduzierte US-Varianten
-sehr "polarisierende" unpopuläre Farbgebungen

Alle diese preisredzuzierenden Merkmale treffen für mein Fahrzeug nicht zu. Mein E ist ein für große Fahrer optimierter ehem. 2+2-Automatik mit 5-Gang, 3SU, Servolenkung, div. kleineren Optimierungen und steht äußerlich in (für mich) perfektem Signalred (kein carmenred) dar. Nur die etwas breiteren Speichenfelgen und die Grünkeilfrontscheibe weichen äußerlich vom Original ab.

Das Fahrzeug ist also schon etwas speziell. Aber im positiven Sinne. Ich beobachte den Markt bei mobile seit Jahren. Ein vergleichbares Fahrzeug taucht nur alle paar Jahre dort auf.

@Franz_vm:
Der Oldiemarkt erwacht doch immer erst im Frühling zum Leben.... So habe ich es bisher immer beobachtet.

Ich wünsche allen Mitlesern eine schöne Arbeitswoche

Gustav
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Nichtschwimmer
Sponsor 2020
Mannheim



BeitragVerfasst am: Di 10 März, 2020 10:38    Titel:  

Moin Gustav,

wie Classic Data ihre Zahlen herauswürfel weiss ich nicht. Meine persönlichen Erfahrungen mit dem Odtimerverkauf unterschiedlicher Marken: vor einigen Jahren war es möglich, höhere Preise zu erzielen als die Marktpreise, seit dem letzten Jahr leider niedrigere. Bei speziellen und hochpreisigen Fahrzeugen wie diesen, ist der Markt klein, es gibt nur relativ wenige Käufer. Vielleicht ist einer dabei, der genau dein Auto sucht, z.B. weil er groß ist, die Serie 2 häßlich findet, lieber schaltet etc. Biete ihn zu deinem Wunschpreis bei mobile an, dann siehst du was passiert. Ein Käufer ist ja ausreichend.

Grüße Udo
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Kickstarter
registrierter Benutzer
Ludwigsburg



BeitragVerfasst am: Sa 21 März, 2020 18:01    Titel:  

Im Laufe der letzten 20 Jahre ist mir als Organisator einer Oldtimerveranstaltung schon so der eine und andere Händler über den Weg gelaufen. Was mir so aus den Gesprächen in Erinnerung geblieben ist neben dem Haltungswechsel zur Lackierung, ist das Argument "Original" und "Matching Nummbers". Da wird jeder Händler für jede Änderung (egal wie gut gedacht und gemacht) einen heftigen Abzug in die Diskussion werfen (und beim Weiterverkauf eventuell als Pluspunkt) .
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Gustav Gans
registrierter Benutzer
Buxtehude



BeitragVerfasst am: Di 24 März, 2020 16:20    Titel:  

Hallo Kickstarter,

ich bin auch bis letztes Jahr als Organisator für eine Veranstaltung tätig gewesen.

Durch die blöden Vieren ist das mit dem Verkauf aber auch wohl sehr schwierig. Oder vielleicht gerade jetzt .... wo die Leute auch mal Zeit haben??

Die Orginalität ist das Totschlagsargument für viele Leute... weil sie mal gehört haben, dass sich das besser verkauft.
Aber mein Auto im Originalzustand? Mit Automatik, 2-Vergaseranlage, Abgasrückführung, ohne Servo und in einer baujahrstypischen gedeckten Lackfarbe... das wäre wohl ein eher unverkäuflicher Jag. Sowas sind bei der S1,5 meist die günstigsten Offerten.

Und bei bestimmten anderen Oldtimern überwiegt auch ein unverkäufliches Überangebot von Originalfahrzeugen...

Schöne Woche noch
Gustav
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Nichtschwimmer
Sponsor 2020
Mannheim



BeitragVerfasst am: Di 24 März, 2020 17:06    Titel:  

Moin,

Originalität punktet auf jeden Fall. Ob ein E-Type mit einer nicht-originalen aber attraktiven Ausstattung mehr bringt als ein originaler mit einer unattraktiven, weiss ich nicht. Beides führt zu einem geringeren Preis im Vergleich zu einer originalen, attraktiven Ausstattung. Ist aber banal.

Ich glaube dass der Verkauf z.Z. extrem schwierig ist. Wir stürzen in einen Rezession ungeahnten Ausmaßes. Nicht nur kleine Unternehmen haben zu, sondern auch die Großen fahren die Produktion runter, Umsatz = Null.

Schon jetzt ist der Wert der Wertpapierdepots drastisch gefallen. Zur Angst um die Gesundheit kommen Existenzängste oder bei den Betuchteren die Angst vor Vermögensverlusten dazu. Wer außer Schnäppchenjäger will sich da einen teuren Oldimer kaufen? Wer hat Lust sich so was anzusehen und mit fremden Menschen in Kontakt zu kommen?

Grüße Udo

P.S. Lichtblick: der Virus wird sich nicht lange halten, ist ja made in China.
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Franz_vm
registrierter Benutzer
Höfen, Tirol



BeitragVerfasst am: Di 24 März, 2020 18:18    Titel:  

es ist offensichtlich, daß zur Zeit kein Markt besteht. Vielleicht kommen ein paar Notverkäufe vor aber dies wird die Ausnahme sein. Klar ist auf jeden Fall, daß jeder sein Pulver trocken hält und vor Herbst mit einer Klärung der Lage nicht zu rechnen ist.
Man muß nicht unbedingt der absolute Schwarzmaler sein aber der Markt stand doch schon 2019 unter Druck. Ich persönlich glaube die Hochzeit der Oldtimerei ist vorbei, die Leute werden in den nächsten Jahren anderes zu tun haben und dann werden sich die Personen, die sich für Oldtimer interessieren, in ihrer Gesellschaftsstruktur geändert haben. Man interessiert sich zum großen Teil an Fahrzeugen seiner Jugend und da sind unsere alten Vehikel ohne Zielgruppe da die Interessenten aus dem aktiven Leben verschwunden sind.....

Dieses ganze verkommerzialisieren unseres Hobbys geht doch am wesentlichen vorbei - freut euch eueres E-Type, Mk II, oder XK´s sollen sich die Erben darum kümmern. Meine Erben sind eher gestraft wenn sie das alles wegräumen müssen!
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Oldtimersammler2
registrierter Benutzer
RAVELSBACH



BeitragVerfasst am: Sa 11 Apr, 2020 21:19    Titel: Re  

Hallo, klingt zwar nicht nachdem was Gustav sicher gerne hören würde aber ich fürchte die allgemeine Meinung trifft zu, es liegt auf der Hand, daß die Zeiten schlechter werden ,wobei schöne Fahrzeuge, wie deiner ja sein dürfte einigermaßen leichter zu verkaufen sind , jedoch sind die offiziellen Marktpreise meiner Einschätzung nach Theorie ,Angebot ist denke ich grösser als die Nachfrage.
Bei den schlechten Fahrzeugen sicher noch schlechter da die Genration der Schrauber langsam ausstirbt und ein perfektes feretiges Fahrzeug billiger kommt als Fahrzeugkauf Zustand 4 plus Restaurationskosten.
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Dutton
Sponsor 2020
Nörvenich



BeitragVerfasst am: Mi 10 Jun, 2020 23:46    Titel:  

Hallo zusammen,

sorry, wenn ich diesen Thread nochmal aufnehme. Ich bin aber eben zufällig drüber "gestolpert", finde das Thema ungeheuer aktuell und interessant und möchte Gustavs Eingangsfrage doch noch - mit meinen eigenen Erfahrungen angereichert - beantworten.

Ich schraube schon von Kindesbeinen an an alten Autos, damals mehr aus Gründen billiger Fortbewegung und günstigen Weiterverkaufs von Massenvehikeln wie VW Käfer, Ford P3, Opel Kadett und Ähnlichem. Seit etwa 30 Jahren betreibe ich die Oldtimerei als echtes Ausgleichshobby, habe also die einzelnen Phasen der vergangenen Jahrzehnte im Wege des Kaufs und Verkaufs einiger Dutzend Autos mehr oder weniger bewusst durchlebt.

Fazit:

Früher war die Sache viel einfacher. Wenn ich einen mittelmäßig intakten Fiat 124 Spider, einen MGB, Triumph Spitfire oder auch ein Serie 2 e-type Coupe von 1970 zum Kauf angeboten habe, war die Sache meist innerhalb weniger Tage erledigt. Das Preissegment war stets so, dass sich mit zunehmendem Wohlstand auch "Otto Normalverbraucher" die Anschaffung noch leisten konnte.

Heute hingegen ist nichts mehr einfach. Das Interesse an Autos mit antiquierter Technik ist insgesamt stark gesunken, Youngtimer haben Oldtimer mittlerweile in der Käufergunst überholt. Angebliche Interessenten sind überaus kritisch, kommen erst gar nicht zu vereinbarten Terminen oder machen das jeweilige Fahrzeug mit Unterstützung vermeintlicher "Fachleute" systematisch madig, um den Preis in inakzeptable Regionen zu drücken.

Ich kann nur sagen, dass mich die letzten Jahre richtig madig gemacht haben. Ich habe auf die permanente Auseinandersetzung mit solchen Typen absolut keine Lust mehr. Vor einigen Jahren wollte ich auf einen Schlag mal 3 Fahrzeuge aus meinem Bestand (Opel GT, Austin Healey Sprite/Frosch, Triumph TR6) veräußern, hatte etliche - stattgefundene, oft abgesagte - Treffen mit Interessenten, die aber letztlich so ätzend waren, dass ich die Anzeigen nach knapp 4 Wochen wieder gelöscht und mir Gedanken über alternative Verkaufsmöglichkeiten gemacht habe.

Nach dem Motto "Auch Immobilien werden über Makler verkauft" habe ich mich an professionelle Vertreter dieser Branche gewandt, aber als ich hörte, was dort von meinen Preisvorstellungen (netto) übrig blieb, hab ich diese Schiene schnell wieder verlassen.

Anschließend habe ich mich mit dem Thema "Tausch" beschäftigt. Nach längerem Suchen fand ich einen Händler in Holland, mit dem ich zweimal mehrere meiner Autos (einmal 3 : 1, einmal 2 : 1) gegen ein bestimmtes Modell meiner Wahl tauschen konnte. Diese beiden Geschäfte gingen völlig unkompliziert, unbürokratisch (wie Holländer eben so sind) und ohne großen Aufwand über die Bühne.

Auf diese Weise konnte ich meinen Fahrzeugbestand schnell um mehrere Autos reduzieren. Ich will aber nicht verhehlen, dass diese Tauschgeschäfte gewisse Risiken beinhalten und daher nur von Leuten getätigt werden sollten, die sich mit Oldtimern halbwegs auskennen und wenigstens im Ansatz wissen, auf was sie sich einlassen.

In anderen Fällen ist es mir gelungen, Automobile gegen Motorräder zu tauschen, was mir letztlich mehr Platz in meinen Garagen verschafft hat. Über eine solche Aktion habe ich dann jemanden kennengelernt, der sich - "halbprofessionell" - mit dem Verkauf von Oldtimern und Exoten bestens auskennt. Und weil ich die "Entsorgung meiner Oldtimersammlung" nicht demnächst meinen Töchtern als Erben überlassen möchte, werde ich diesem Bekannten zu gegebener Zeit (ich weiß, es ist nie der richtige Zeitpunkt ...) meinen gesamten Bestand zur Verwertung überlassen. Ihm macht es im Gegensatz zu mir Spaß, sich mit potenziellen Käufern abzugeben, und seine Konditionen kann ich nur als fair bezeichnen.

Um nochmal auf Gustavs Eingangsfrage zurückzukommen:

Nach meiner Einschätzung verschärft sich die Problematik mit zunehmendem Fahrzeugwert. Niedrigpreisige Autos finden - auch wenn sie nicht in einem Zweierzustand sind - meist doch noch einen Käufer, zum einen, weil das Haushaltsbudget die hobbymäßige Anschaffung noch halbwegs verkraftet, und zum anderen, weil diese Spezies Interessent in gewissem Umfang noch selbst Hand an das Fahrzeug anzulegen bereit ist. Bei teuren Fahrzeugen wie dem EV12 wird die Luft dünner. Hier wird durchweg auf Perfektion Wert gelegt, daher werden sich - wie oben bereits gemutmaßt - verstärkt "Experten" beratend einmischen und die Preisvorstellung des Verkäufers schnell ins Reich der Träume verbannen.

Daher werde ich demnächst auf jeden Fall externe Hilfe in Anspruch nehmen. Über die Details der Vorbereitung muss ich mir allerdings noch Gedanken machen.

Ich sehe es letztlich so, dass bei unserem Hobby weniger der Anlageaspekt als die Freude an und mit unseren alten Fahrzeugen im Vordergrund stehen sollte. Jede Wertanlage unterliegt Schwankungen je nach den aktuellen Rahmenbedingungen (so haben die Finanzkrise ab 2008 und gerade auch die Coronakrise viele Depots auf einen Bruchteil ihres ursprünglichen Werts sinken lassen). Solange meine Frau und ich das noch können, wollen wir unsere Oldtimer in vollen Zügen genießen, und wenn es an der Zeit ist, werden sie nach dem Motto "Es war schön mit Euch" an den Meistbietenden vergeben.

Ich wünsche Gustav viel Glück und Erfolg bei seinen Verkaufsbemühungen (wenn es solche denn tatsächlich gibt und diese noch nicht dazu geführt haben, dass sich sein Auto heute in anderen Händen befindet). Ich würde es sehr begrüßen, über das Ergebnis informiert zu werden.

Viele Grüße

Hajo
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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



BeitragVerfasst am: Do 11 Jun, 2020 12:35    Titel:  

"Mein E ist ein für große Fahrer optimierter ehem. 2+2-Automatik mit 5-Gang, 3SU, Servolenkung, div. kleineren Optimierungen und steht äußerlich in (für mich) perfektem Signalred (kein carmenred) dar. Nur die etwas breiteren Speichenfelgen und die Grünkeilfrontscheibe weichen äußerlich vom Original ab."
Ich finde, dass das ein schönes und gut benutzbares Fahrzeug ist, das wahrscheinlich gut zu fahren ist und relativ wenig verbraucht. Daher vermute, ich das sich dafür schn ein Interessant finden wird, der das zu schätzen weiß und dafür mehr bezahlt, als für das gleiche Fahrzeug in Originaler Aussattung.
Es braucht doch nur ein Mann kommen, der größer ist als 1,85 m. Er wird endlich gut sitzen, sich wohl fühlen und das Gefühl bekommen, dass er mit diesem Fahrzeug richtig liegt und nach kurzer Verhandlung kaufen. Das ist natürlich davon abhängig, ob der Preis vernünftig ist und in der Nähe guter originaler Fahrzeuge liegt. Verkäufer und Käufer träumen anfangs beide gerne und werden im Laufe der Zeit gezwungenermaßen realistischer.
Ich drücke für den Verkauf die Daumen und bin optimistisch. Ich empfehle dringend, die Beschreibung möglichst realistisch zu machen, damit man sich einige Besichtigungstermine mit unsäglichen Diskussionen sparen kann.Das fällt Privatverkäufern aber meist schwer. Veile infomative Bilder aus dem Motorraum, dem Unterboden und den Problemstellen sparen Enttäuschungen auf beiden Seiten. Viele unprofessionelle Schwachköpfe glauben, dass man durch süßen Singsang und ausgewählte schöne (nichtsagende) Bilder Käufer generieren kann. Das ist natürlich falsch. Man generiert damit Interessenten, die Zeit kosten und wieder gehen. Das kostet auch den Verkäufer Nerven.
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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Nichtschwimmer
Sponsor 2020
Mannheim



BeitragVerfasst am: Do 11 Jun, 2020 13:19    Titel:  

Moin Gustav,

konntest du den E-Type schon verkaufen? Bzw. wie ist der Stand?

Grüsse Udo
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Gustav Gans
registrierter Benutzer
Buxtehude



BeitragVerfasst am: Sa 13 Jun, 2020 6:42    Titel:  

Hallo lieber Schrauberschaft, stille Mitleser, heimliche Liebhaber und Forumskollegen,

nein, der Wagen ist zur Zeit noch nicht verkauft. Mir ist durchaus bewusst, dass das Verkaufen zeitaufwendig ist.

Leider ist der Wagen noch nicht voll fahrbereit. Es sind die üblichen Kleinigkeiten die vor dem Verkauf noch zu erledigen sind.
Ich tippe eher drauf, dass es noch den Sommer über dauern wird, bis alles verkaufsbereit gelöst ist.

Käufer für solche Fahrzeuge opfern auch mal locker einen ganzen Tag für so eine Besichtigung. Natürlich erwarten die, dass dort keine versteckten Mängel auftreten. Auf die Probefahrer und Sehleute habe ich natürlich auch keine Lust und dass ist, was mich abschreckt.

Gruß Gustav
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Ede-Neersen
registrierter Benutzer
47906 Kempen



BeitragVerfasst am: Do 18 Jun, 2020 17:49    Titel: Verkauf des oldie  

Hallo,
ich habe meinen Wagen verkauft. Was ich mir auf alle Fälle nicht antun wollte, war der unmittelbare Kontakt mit den Interessenten. Die kommen an, machen ausgiebige Probefahrten und verabschieden sich mit der Zusage sich binnen einer Woche zu melden. Hört man aber nie wieder was von denen. Meistens haben sie noch einen Kumpel mitgebracht, der sich auch mit Oldtimern "auskennt" (meist Amischlitten). Allein die Probefahrten sind da so eine Sache. Da genügt schon ein einziger Dilettant und die Kupplung ist im Eimer. Ich habe die ganze Sache einem namhaften Oldtimerhändler in die Hände gegeben, der durch Fachpersonal und Kenner der Marke schon jedem Dummgeschwafel der Interessenten im Vorfeld Grenzen setzt. Es ist einfach unerträglich, jemanden klar zu machen, dass beispielsweise der Lampenring und die sich anschließende Zierleiste auf dem Kotflügel des XK's nicht bündig sind und das absolut seine Richtigkeit hat.

Die Hochpreisphase ist vorbei! Wertanlage ist nur eine Ausrede, um die Ausgabe dem familieninternen Finanzminister zu rechtfertigen. Fazit: Der heute noch zu erzielend Preis wird nicht mehr zu überbieten sein. Eher ist das mit einem teuren französischen Rotwein zu vergleichen. Der Genuss ist alles und danach ist er weg. Der Abgesang des Autos ist eingeleitet und im Schlepp damit auch das Interesse an alten Fahrzeugen. Man denke da allein an das selbständig fahrende Auto. Das hat doch mit Fahrspaß nicht mehr viel zu tun und der Mischbetrieb von Roboterautos und analogem Fahren dürfte nur noch in einer kurzen Übergangszeit möglich sein. Wer auf sein Geld nicht achtem muss, der soll sein altes Schätzchen so lange fahren, bis es zum Standmodell verdonnert wird.
Ich werde mit dem Verkaufserlös (das Ergebnis hatte allerdings heftigen Kontakt mit der Schmerzgrenze) jetzt ein anderes gleichwertiges Vergnügen suchen; aber das gebe ich zu, wird erst mal verdammt schwer. Es fehlt mir schon was und möchte auf das Erlebte nicht verzichten.
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Facelvega
registrierter Benutzer
Kusel



BeitragVerfasst am: Di 30 Jun, 2020 16:13    Titel: Oldtimer Verkauf  

Hallo,
es gibt halt auch nach meiner Meinung und Erfahrung zwei Lager von Besitzern.
Das erste Lager sind Leute, die ein Auto aus einer Laune heraus kaufen, ohne dass sie selbst schrauben wollen. Sie bezahlen oft auch in der Vergangenheit einen recht hohen Preis und hinzu kommen noch diverse Kosten für Kleinigkeiten, die aber in der Werkstatt beachtliche Kosten entwickeln.
Diese Autos ohne Verlust zu verkaufen ist sicherlich schwierig.

Die zweite Gruppe, dazu zähle ich mich, kauft ein Auto, welches korosseriemäßig gut ist, aber doch diverse Mängel hat, die man, wenn man selbst restauriert, zu dem Materialpreis beheben kann.
Bei diesen Autos ist dann auch eine Gewinnspanne möglich. Ich selbst versuche das Auto in Qualität der Restauration auf 90% zu bringen, verbaue nur Originalteile, kann Motor Innenausstattung etc. selbst restaurieren und bin bisher bei einem Verkauf immer mit Gewinn heraus gekommen. Natürlich muss man fairerweise auch bedenken, dass meine Zeit nicht kalkuliert wird.

Während der Restauration werden hunderte Bilder angefertigt, die dann auch die Arbeiten belegen können und somit den Wert steigern.

Ich liebe meine Oldtimer, aber ab und an, trenne ich mich von einem, weil mir eine anderer Autotyp in der Nase steckt.
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samira17
Sponsor 2020
München



BeitragVerfasst am: Do 02 Jul, 2020 21:55    Titel:  

Ich habe jetzt einmal einen Wagen auf einer Auktion in Paris verkauft, da ich für einen schönen amerikanischen Studebaker keinen Käufer fand. Das führt zu einem relativ großer Aufwand (Kontakt, Angebot, Transport, Vorstellung in Schrift und Bild, Gebühren) . Der Vorteil ist ein internationales Publikum, man hat keine direkten Käuferkontakte, keine Probefahrt und hört sich keine Kritiken an. Ich habe gerade den unteren Schätzpreis erhalten ( was nicht allen gelang ), also die Preise sind auch dort eher niedrig und abzgl. der Gebühren zu niedrig.
Aber es war sehr spannend und mein 56 Golden Hawk fährt jetzt in Monaco , vielleicht gehört er da auch hin. Noch einmal werde ich das wahrscheinlich nicht machen, oder?
Mein Studebaker-film, mit der Drohne gefilmt : https://www.youtube.com/watch?v=ENrDzRGPrVU&t=25s

Grüße
Walter
Wer liefert was?
      
Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



BeitragVerfasst am: Fr 03 Jul, 2020 9:56    Titel:  

Der Film ist sehr schön gemacht. Haben Sie den mit einer Drohne mit Follow-Funktion selbst erstellt ?
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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Woolfi
registrierter Benutzer
Dreieich / Frankfurt



BeitragVerfasst am: Fr 03 Jul, 2020 9:57    Titel:  

Der Film ist sehr schön gemacht. Haben Sie den mit einer Drohne mit Follow-Funktion selbst erstellt ?
Mit freundlichen Grüßen Wolfgang Gatza
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