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XJ Serie 1 bis 3  >>  XJ6C 1975: Fragen zum Kühlwasserkreislauf und Wasserverlust...
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tombolino
registrierter Benutzer
Zürich



BeitragVerfasst am: Do 22 Okt, 2020 2:31    Titel: XJ6C 1975: Fragen zum Kühlwasserkreislauf und Wasserverlust...  

Hallo

ich hab nich schon länger nicht mehr gemeldet, weil ich die letzten Jahre kaum Zeit für meine Katze gehabt hab.
(hab ca. 2010 einen 1975er XJ6C gekauft, der davor mindestens 10 Jahre nicht eingelöst war. Hab ihn dann optisch flott gemacht, durch den Schweizer TüV gebracht und nur sehr wenig bewegt, die letzten 2-3 Jahre gar nicht mehr. In all dieser Zeit wurden keine Flüssigkeiten gewechselt. Allerdings hab ich das Kühlwasser jeweils vor dem Fahren geprüft und bei Bedarf etwas nachgeleert, hatte allerdings nie Probleme mit grossen Wasserverlust.)

Hab nun den Wagen wieder hervor genommen und möchte endlich mal die ganzen Flüssigkeiten (und das Heizventil weil die Heizung nie warm wurde - hab vor Jahren ein neues gekauft) wechseln. Hab ihn ein paar Minuten Probe gefahren und festgestellt, dass nun sowohl das Expansionsgefäss als auch beim Einfüllstutzen beim Thermostatgehäuse vorne am Zylinderkopf kein Wasser drin ist. Während des Fahrens war die Temperaturanzeige aber in der Mitte des Wortes "normal", wobei sie beim Stehen an der Ampel etwas an den oberen Rand des Wortes stieg, um dann beim weiterfahren wieder in die Mitte zu gehen.

Da nun ja zuwenig Wasser drin war, hab ich mal das Heizventil gewechselt. Im Schlauch vom Zylinderkopf her war trocken. Im Schlauch, der von unten vom Innenraum her kommt, war noch Wasser drin.

Und nun die Fragen:

1.
Hab ich die richtigen Verschlussdeckel? Beim Expansionsgefäss habe ich einen mit einer Feder die bei Überdruck nachgibt. Beim Verschlussdeckel am Thermostatgehäuse ist es ein flacher Deckel ohne Feder (siehe Foto unten - gemäss Limorakatalog sollte das stimmen). Oder bräuchte es hier auch einen Deckel mit Feder? Wäre ein falscher Deckel hier der Grund für das fehlende Kühlwasser?

2.
Beim Abziehen des Schlauchs am Heizventil, der vom Zylinderkopf her kommt, ist eine runde Kugel mit ca. 10 mm Durchmesser irgendwo raus- und aufs Automatengehäuse runter gefallen - ich hab aber keine Ahnung wo die herkommt. (siehe Kugel auf dem Bild mit dem alten Heizventil unten.) Hat jemand von euch eine Ahnung woher diese Kugel kam, resp. ob die irgenwo hingehört? Der Durchmesser der Kugel ist zu dick als dass sie irgendwie im Heizventil hätte drin sein können. Im Schlauch hingegen hat sie gerade Platz. Kann das sein, dass diese im Schlauch drin war? Oder gehört die woanders oder gar nirgends hin?

3.
Ich möchte nun den gesamten Kühlwasserkreislauf etwas reinigen und neues Kühlmittel einfüllen. Wie mache ich das? (Ich hab die alte British Leyland Handbuch für die Serie 2, wo ein Vorgang beschrieben ist, bei dem man aber mit einem Wasserschlauch permanent Wasser nachfliessen lassen muss, etc. Ich hab aber in meiner Garage kein fliessend Wasser, sondern muss mit Petflaschen oder so arbeiten. Kann ich nicht einfach alle Schrauben öffnen, dann wieder schliessen und Wasser einfüllen, dann alles nochmals ablassen und dann neues Kühlmittel rein. Oder wie soll ich das sonst machen? Und muss ich erst Flüssigkeit beim Verschlussdeckel am Thermostat auffüllen, und dann das Expansionsgefäss - hängen diese beiden zusammen?

3. Welches Kühlmittel soll ich nehmen?
Ich hab noch einen 1994er e34er Alpina, bei dem nehme ich den bläulichen Original-BMW Kühlerfrostschutz in den weissgrauen 1.5L Flaschen. Für meinen Citroen CX und Fiat 238 nahm ich bis jetzt Mofin M12+, werde dort aber künftig auch das BMW-Mittel nehmen, weil dieses besser scheint als das M12+, welches rote Ablagerungen verursacht.
Was nehme ich für den XJ6C? Kann ich auch das Original BMW-Mittel nehmen oder soll ich was anderes nehmen?

4.
Wahrscheinlich würde es sich auch lohnen, gleich noch den Thermostat zu wechseln. Was brauch ich da noch zusätzlich? die beiden Dichtungen auf beiden Seiten des TS-Gehäuses? oder nur eine? oder sonst noch was?

Tausend Dank für eure Tipps!

Gruss aus der Region Zürich

Thomas

P.S.
1. beim Heizventilwechsel hab ich festgestellt, dass die Welle, die den Gaszug mit den Vergasern verbindet, in dem Loch unter dem Wasserschlauch viel Spiel hat. Gemäss Limora Katalog hat es da eine Buches beim Verbindungsgestänge, die anscheinend fehlt. Ist das mühsam zum wechseln? Ist das schlecht für das GEstänge, wenn ich das nicht wechsle?

2.
danach kommt dann Motorenöl und Filter-Wechsel (mach da Castrol Classic 20W50 rein, hab aber den falschen Ölfilter gekriegt (eine Kartusche, brauch aber einen Papierfiltereinsatz). Wenn ich den habe, dann sollte ich das selber schaffen. Betreffend Wechsel des Automatenöls hätte ich noch ein paar Fragen und allenfalls auch betr. Ersatz der Bremsflüssigkeit, aber dazu dann später, wenn erst mal das Kühlmittel ersetzt ist...




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Nichtschwimmer
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BeitragVerfasst am: Fr 23 Okt, 2020 10:55    Titel:  

Moin,

zu 1.) die Deckel stimmen. Hier sehe ich keinen Grund für den Kühlwasserverlust. Es muss eine Undichtigkeit im Kühlsystem geben.

zu 2.) zur Bedeutung der Kugel kann ich nichts sagen

z 3.) Am besten irgenwo hinfahren, wo es Wasser gibt und man den Dreck auch einsorgen darf. Ansonsten auffüllen, Motor laufen lassen entleeren, ggf. wiederholen. Du kannst am Kühler und Expansionsgefäß auffüllen, wenn am Ende der Kühlwasserstand gem. Werkstandhanbuch korrekt ist.

zu 3.) silikathaltiges Frostschutzmittel, z.B. Glysantin G48. Mofin 12+ ist silikatfrei und eigentlich besser. Es sollte aber nicht mir silikathaltigem Frostschutzmittel vermischt werden, was nach einer gründlichen Spülung nicht der Fall wäre. Es besteht aber die Gefahr, dass das 12+ die Silikatschicht im Motor auflöst und die Reste im Kühlsystem rumschwimmen. Deshalb auf Nummer sicher gehen. Leider sind die Farben bei unterschiedlichen Herstellern unterschiedlich.

zu 4.) Warum willst du den Thermostat wechseln, ist er kaputt?. Du benötigst die Dichtungen und geeigente Flächendichtmasse, z.B. Dirko HT. Wie´s beim XJ ist weiss ich nicht, beim E-Type sitzt im Thermostatgehäuse ein kleines, simples Ventil. Das müsste man sich anschauen.

Grüße Udo
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tombolino
registrierter Benutzer
Zürich



BeitragVerfasst am: Mi 28 Okt, 2020 12:16    Titel: hab mich für G48 entschieden...  

Lieber Udo

Besten Dank für deine sehr hilfreichen Antworten.

Ich hab mich noch etwas informiert und mich nun entschieden, doch das silikathaltige G48 zu verwenden. Weil ich nicht sicher bin, ob ich den ganzen Kreislauf wirklich perfekt durchgespült kriege, möchte ich es nicht risikieren, silikatfreies Mittel reinzuleeren. (und auch weil Dönni (bekannte Classic-Jaguar Garage in der Schweiz) bei den alten 4.2L auch jeweils G48 reinfüllt.)

Also 15 Liter bestellt und dann werde ich das Ganze so gut es geht mal mit Wasser durchspülen, dann mal probefahren und schauen ob und wenn ja wo Wasser entweicht - und dann wenns kein Leck gibt das neue G48 reinmachen.

ZumThermostat: ich dachte einfach, dass man den nach einer gewissen Zeit eh mal wechseln sollte, auch wenn er funktioniert.
Wenn ihr ab meint, dass das nicht nötig ist, sondern weil umständlich nur gemacht werden sollte, wenn er wirklich nicht mehr geht.

also herzlichen Dank und liebe Grüsse

Thomas
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tom65
registrierter Benutzer
Zemmer



BeitragVerfasst am: Mi 28 Okt, 2020 13:44    Titel:  

Hallo Thomas,
15 Liter sind wohl etwas viel, da der Frostschutz verdünnt wird.
Das Thermostat kann man auch in heißem Wasser testen.

Gruß Thomas
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OldAndi
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Im Lande



BeitragVerfasst am: Mi 28 Okt, 2020 16:44    Titel:  

silikathaltige G48

das Original G48 Glysantin (BASF) ist Super Zeug .Viele Additive . Habe ich auch in meinem verkippt . Ist kein billiger Baumarktmist . Hab ich selbst gemischt . Empfehle Dest. Wasser nehmen . Meine 50/50 im Verhältnis . Schau nochmal.

VG
Andi
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XJ12_Fahrer
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Bad Homburg



BeitragVerfasst am: Mi 28 Okt, 2020 17:20    Titel:  

Hallo Thomas,

das Spülen habe ich gestern erst gemacht, gleiches Setup wie bei Dir (kein Wasser in der Garage).
Ich lasse mir das destillierte Wasser in 5 Liter Kannen anliefern, gibt es als Karton zu 5 Kannen bei dem großen Warenhaus mit A.
Da ich nicht sicher war, was genau der Voreigentümer eingefüllt hat, habe ich vor dem ersten Wechsel den Kühlerreiniger von LM laut Bedienungsanweisung eingefüllt, Heizung volle Pulle an nicht vergessen.
Das Kühlwasser einfach in eine Wanne ablaufen lassen, wieder Wasser auffüllen, Motor laufen lassen, ablassen usw. bis das Wasser klarer wird, in meinen Fall nach der vierten Spülung. Die "Abwässer" gehen in die Kannen zurück und dann zum Bauhof.
Zwischen den Schritten blase ich mit dem Kühlsystemreiniger von Hazet die Wasserreste aus dem System, den Wasseranschluss an der Pistole dabei einfach zuhalten.
Man glaubt gar nicht, was beim ersten Ablassen für ein Schlamm aus dem Kühlsystem kam.
Zum Schluss G48 rein, in meinen Fall als Protected Plus, für die Katze(n) nur das Beste, is ja klar.

Beste Grüße

Andreas
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beemer
registrierter Benutzer




BeitragVerfasst am: Mi 28 Okt, 2020 18:16    Titel:  

Servus,

ich lese ja immer mal wieder mit...

Zum Thema dest./entionisiertes Wasser habe ich ich mich informiert, als letztes Jahr das Kühlsystem durchgecheckt wurde. Seitdem kommt mir nur noch unser mittelweiches Leitungswasser zusammen mit Frostschutz ins Kühlsystem. Allenfalls mische ich entionisiertes Wasser aus dem Baumarkt zu max. 50 % vom Wasseranteil dazu.

Hier ein Beitrag von jemandem aus einem anderen Forum, wo es um dasselbe Thema ging:

"Hallo,wir hatten im Labor eine umfangreiche Kühlanlage mit destilliertem Wasser. Es wurden Standard-Industriewasserarmaturen verwendet (Messing und Stahl). Nach wenigen Jahren waren alle Armaturen durchgerostet und wurden durch Edelstahl ersetzt. Schuld war angeblich das destillierte (entionisierte) Wasser, das sehr aggressiv ist."

Es ist vielleicht auch eine Glaubensfrage, wie so manches beim Hobby, ich wollte es aber angesprochen haben. Einfach mal selbst googeln, wenn's interessiert.

Gruß
Tom
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Nichtschwimmer
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BeitragVerfasst am: Mi 28 Okt, 2020 18:49    Titel:  

Moin,

nach dem was ich gelesen habe, schadet destilliertes oder Regenwasser nicht - im Gegenteil. Nicht so gut ist stark kalkhaltiges Wasser. Im Frostschutzmittel sind Additive enthalten, die Korrosion verhindern. Wer ein Kühlsystem oder auch eine Heizungsanlage ohne Korrosionshemmer befüllt muss mit Korrosion rechnen, egal ob Leitungswasser oder destilliertes Wasser. Möglicherweise war das das Problem des Kollegen aus dem anderen Forum. Mit Wasser, das kein oder wenig Kalk enthält und dem richtigen Frostschutzmittel in der richtigen Konzentration macht man sichern nichts falsch.

Grüße Udo
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XJ12_Fahrer
registrierter Benutzer
Bad Homburg



BeitragVerfasst am: Mi 28 Okt, 2020 21:51    Titel:  

Das mit dem destillierten Wasser ist Unsinn, es gibt Hersteller von Frostschutzzusätzen, die empfehlen explizit die Verwendung von destilliertem Wasser. https://www.youtube.com/watch?v=-2Aa85g2Zc4. Der wesentliche Vorteil von destilliertem Wasser ist, dass es Kalkfrei ist und dass die Rahmenparameter für das finale Mischungsverhältnis relativ einheitlich sind.
Auch die angebotenen Fertigmischungen umgehen das Problem, hier sind alle Parameter ab Werk optimal eingestellt.

Was allerdings passieren kann ist, dass das Kühlmittel sauer wird, wenn es lange nicht gewechselt wird, wohl zurückzuführen auf den Zerfallsprozess der Korrosionsschutzadditive. Das passiert aber sowohl beim Einsatz destillierten, als auch normalem Wasser, siehe hier: https://www.kfztech.de/kfztechnik/motor/kuehlung/kuehlwasser-ersetzen.htm und ist auf mangelnde Wartung zurückzuführen.

Beste Grüße

Andreas
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